Beiträge von Marula


    Ja, da hast du recht, das ist wirklich bescheiden. nur sollte man auch nicht unterschätzen, wieviel Blödsinn die Kunden erzählen.... Die Hundefriseure sind teilweise sehr gut vernetzt und so erfährt man immer mal, was bei Kollegen über einen erzählt wird... Manchmal wird gelogen, das einem die Ohren schlackern.Das ändert aber leider nichts dran, das es auch immer noch Laien gibt, die sich bei L*dl eine Schermaschine kaufen und dann sagen, sie seien Hundefriseur. Oder wo der Hund auf den Tisch geknallt wird und dann wird das Programm durchgezogen, ob Hund will oder nicht.


    AAAAAAABER... das kommt halt auch dabei raus, wenn man mal eben billig seinen Hund gepflegt haben will.


    Joa, das kann ich auch nachvollziehen, ich weiß ja auch, was aus dem gemacht wird, was man den Leuten erzählt. Manchmal böswillig, aber oft eher zufällig, weil man halt nur dachte, dass man gut genug erklärt hat, die Leute aber irgendwie doch weniger kapiert haben als man glaubte.

    Und auch da, das guter Service (einschließlich kompetenter Umgang mit dem Hund) nunmal seinen Preis hat und man sich nicht beschweren braucht, dass man für wenig Geld auch nur ne minderwertige Leistung kriegt, kann ich dir nur zustimmen.

    DAS finde ich zum Beispiel ein bisschen unfair :D

    Ich bin auch absolut dagegen, einen Unterwollhund zu scheren, (be)rate davon ab... Auch Langhaarhundekunden versuche ich von einem gepflegten (mittel)langem Fell an ihrem Hund zu überzeugen. Aber im Endeffekt bin ich Dienstleisterin, und bevor Frau Hubert ihrem Hund mit der Schermaschine vom L*dl Löcher ins Fell schert oder gar mit der Schere strähnchenweise abschneidet ODER der Hund einfach nur noch verfilzt und stinkt, weil die Menschen mit der Pflege überfordert sind, schere ich sie eben doch. Zwar immer so, das ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann, aber trotzdem, ich tus.
    Drum frage ich auch am Telefon, wenn ein Trimmhund gemeldet wird, ob er geschoren oder getrimmt wird, obwohl ich IMMER fürs trimmen bin... erstens, weil die meisten schon jahrelang geschoren wurden und somit gar nicht mehr trimmbar sind und zweitens weil ich fürs scheren eine andere Zeit einberechnen muss wie fürs trimmen.
    Bin ich nu deswegen ein schlechter Hundefriseur?

    Joa, aber wenn die Leute keine Ahnung haben von Fellpflege, mich (man ist ja als TA Ansprechpartner für alles mögliche, nicht nur für Gesundheit) fragen was sie machen sollen und ich ihnen erkläre, warum man einen Hund mit doppellagigem Langstockhaar nicht umbedingt abscheren sollte oder was Trimmen ist und wie das geht, und sie dem gegenüber aufgeschlossen sind... und dann trotzdem 2 Wochen später mit der gleichen 1-cm-alles-ab Frisur zurückommen wie alle anderen Hunde aus diesem Salon außer Pudeln auch, das ist für mich nicht grade kompetent.

    Speziell die Leute mit dem Rauhaarfoxl, die hatten den vom Bauernhof gekauft, hatten also keinen Züchter, der ihnen das Trimmen zeigt. Aber die wollten das schon gern. Dann hab ich ihnen halt erzählt, was Trimmer im groben ist, eben das es nicht scheren sei, und ihnen empfohlen, sich das ein paar Mal zeigen zu lassen, eben beim Friseur, und dann könnten sie vielleicht auch einiges selber machen.

    Wie gesagt, beim nächsten Mal war der Hund dann glatt geschoren bis auf nen stehen gelassenen Bart und etwas längeres Fell an den Beinen (sah schon ein bisschen wie ne Fox-Frisur aus, aber war halt nicht getrimmt) und die Besitzer sagte, die Hundefriseurin hätte gesagt, das WÄRE trimmen. Ähm... nein?


    Ich weiß, manchen Leuten kann man nicht helfen, die wollen ihren Westi, Schäferhund, Golden Retriever im Sommer halt nackig haben weil ihm so warm ist und fertig, egal was man ihnen dazu erzählt. Dann macht man das halt und das ist ok. Aber wenn die Leute doch gern ne rassegerechte Fellpflege und rassetypische Frisur haben wollen?

    Ich finde es nicht fair, dass hier der Hundefriseur dafür verantwortlich gemacht wird, wenn der Hund Stress hat.

    Es ist doch klar, dass ihr einen Hund habt, bei dem Fellpflege ein größeres Thema ist.
    Also liegt es in eurer Verantwortung, dass euer Hund auch das Drumherum um Hundefriseur, Schertisch, fremdes Anfassen usw usf. lernt, falls ihr ihn zum Friseur geben möchtet.
    Eigentlich genau dasselbe wie beim Tierarzt.... Hingehen, rumsitzen, mal drauf heben, alles angucken, von Fremden anfassen lassen, alles kennenlernen, Leckerchen schmeißen.
    Richtig aufgebaut ist der Hundefriseur weder Stress noch besonders schlimm.

    Nicht auf irgendjemand spezielles bezogen, schon gar nicht auf die Thread-Erstellerin. Aber ich kann Czarek da nur zustimmen.

    Der Groomer soll den Hund frisieren, der TA soll ihn behandeln. Beides ist nicht nur angehem für den Hund, aber in beiden Berufszweigen findet man nicht nur Sadisten ;), die meisten geben sich Mühe, das ganze für den Hund schonend über die Bühne zu bringen.

    NUR: Dazu gehört auch eine gewisse Vorarbeit durch den Besitzer!
    Ich erlebe es als TA oft, eigentlich täglich, dass die Leute mit ihrem entweder wirklich frechem, unerzogenem oder aber mit einem sehr ängstlichen Hund ankommen und erwarten, dass ich ihn a) ausführlich untersuche, Krallen schneide, Ohren saubermache, ins Maul gucke, die Analdrüsen entleere und Krallen schneide (am besten noch alles auf einen Termin...) oder sonstwas für größere Aktionen durchführe und ihn dabei b) am besten gar nicht anfasse, sondern ihn mit meinem magischen Blick auf den Tisch banne.

    So funktioniert das nicht.

    Ich KANN zwangsweise alles mögliche mit allen möglichen Hunden machen, aber das gefällt dann weder dem Besitzer noch dem Hund und auch ich WILL das nicht.
    Was sein muss, muss sein, manchmal gibt's keinen anderen Weg und Zwang ist das einzige Mittel - beim Groomer eher weniger, beim TA manchmal schon, wenn was ernstes ist.

    Ich weiß, wie ich dann verhindere dass ich gebissen werde und trotzdem das machen kann was ich machen muss, nur kann es dann uU wirklich soweit kommen, dass der Hund vor Angst pinkelt und seine Analdrüsen entleert. Das finde ich für den Hund schade, denn das hätte nicht sein müssen, wenn der Besitzer besser vorgearbeitet hätte.

    Aber ich bin nicht für die Hundeerziehung zuständig. Wenn der Besitzer das nicht liefert, dann kann und muss ich es managen, aber das ist Flickenwerk und da darf man als Besitzer keine Wunder erwarten.

    Und auch wenn ich mir durchaus Zeit nehme für jeden Patienten kann ich nicht bei jedem Hund auf dem Boden rumkrabbeln und erstmal 15 min streicheln und Leckerlie geben bis der Hund dann geruht sich anfassen zu lassen, weil einem das schlicht und einfach keiner bezahlt.


    Bei uns in der Gegend gibt es leider scheinbar nur Groomer des Grauens bzw die Hundefriseure sollten sich besser "Hundeabscherer" nennen, weil kurz abscheren scheinbar alles ist, was die mit Hunde jeder Rasse und Fellstruktur veranstalten.

    Hab schon Leute bezüglich Unterwolle ausbürsten/ausdünnen zum Friseur geschickt: Langstockhaariger Hund komplett auf 1 cm runter...
    Oder die Leutchen mit dem rauhhaarigen Foxterrier-Junghund, denen ich was von Trimmen und Trimmfell erzählt hab. Kommen vom Friseur wieder mit nem "glatthaarigen" Hund... abgeschoren, nicht runtergetrimmt.
    Ich hätt' ja echt gern jemanden, wo man guten Gewissens die Leute hinschicken kann, die offensichtlich mit der Fellpflege überfordert sind, aber bis jetzt hab ich noch keine gute Adresse. Haben aber eine Frau im Klientel mit einem wunderbar gepflegten American Cocker (echt nicht meine Rasse, aber der Hund ist einfach toll zurecht gemacht und immer sauber und adrett), die mal erwähnte, dass sie demnächst einen Hundesalon eröffnen will, vielleicht wird das ja mein Tip. :D

    @Marula
    Der einzige Grund mit Hilde zur Körung zu fahren wäre, aus reinem Interesse ob sie die (in meinem RZV sehr harte) Körung zur Zuchtzulassung packt. (Meine Einschätzung: Ohne Training definitiv nicht.) - Dann blieben immer noch die auszuwertenden Knochen (wobei das eher Formsache ist, durch eine OP nach Bissverletzung weiß ich schon, dass die sich absolut im grünen Bereich aufhalten werden) und die IPO1 - die wir dann wohl im Herbst machen.

    Aber wie schon erwähnt: Ich hab keine züchterischen Ambitionen, sondern finde vielmehr die Züchter bewundernswert, die sich mit Herzblut und vollem Verstand für ihre Rasse einbringen und den objektiven Blick auf den eigenen Hund nicht verlieren.

    Ja, das kann ich auch wieder nachvollziehen, das sind dann auch wieder die Rasseunterschiede.

    Bei uns sieht die ZZL ja so aus, dass man ein Ausstellungsergebnis von "sg" oder besser erbringen muss, zur Exterieurbeurteilung und zum Wesenstest muss sowie bei manchen Rassen (der DWZRV bereut ja alle Windhundrassen) noch zusätzlich bestimmte Untersuchungen erbringen muss, beim Saluki zum Beispiel den Herzultraschall.

    Ne Arbeitsprüfung oder ein wirklich aussagekräftiger Wesenstest ist dann natürlich auch wieder interessant für den Züchter wegen Nachzuchtbeurteilung, auch wenn mit diesem Hund selber gar nicht gezüchtet werden soll.

    Den Herzschall würde ich wie gesagt so oder so machen, aber der Rest...
    Der Wesenstest ist nach allem was ich bisher gehört hab eher sp pro forma, wenn der Hund nicht grade wirklich aggressiv oder sehr ängstlich ist, dann kommt der da wohl durch, man will damit wohl wirklich nur die allergrößten Extreme aussieben statt die aller, allerbesten rauszufinden und nur die zuzulassen.
    Naja, und wie der Hund aussieht, das sieht ja jeder Interessierte selber, da braucht man keinen Richter und keine Ausstellungen und Exterieurbeurteilungen für (oder sollte man nicht brauchen wenn man denn züchten will).

    Insofern finde ich für nicht-Züchter bei uns den Herzschall am relevantesten. Paradoxerweise ist der aber das, was am seltensten gemacht wird, ausstellen tun ja noch so einige zum Spaß, aber den Hund ohne Grund schallen macht dann leider kaum einer.

    Also ich habe Laurin ja ziemlich viel ausgestellt und die Erfahrung gemacht, dass da immer die gleichen drei Hansels sitzen. Der Großteil der Tollerzüchter stellt nie oder sehr selten aus und sucht dort dementsprechend auch nicht nach Deckrüden.

    So sieht das bei uns auch aus... es sind irgendwie doch immer die gleichen (ok, regional etwas unterschiedlich, in Norddeutschland andere Hanseln als in Bayern... manche sind aber auch republikweit und im benachbarten Ausland anzutreffen) und manchen findet man erst gar nicht auf Ausstellungen.

    Gut die Hälfte der Züchter von denen ich einen Hund kaufen würde zur Zeit stellt 1x im Jahr oder weniger aus, eigentlich nur wenn sie selber was zum ankören haben oder die Ergebnisse für den Rennchampion oder Coursingchampion brauchen oder so (bei uns braucht man für einige Sport-Titel erst entsprechende Ausstellunsgbewertungen... umgekehrt aber nicht, blödsinnigerweise...).
    Die anderen wo ich kaufen würde stellen mehr aus, teilweise auch gar nicht wenig (weils ihnen halt Spaß macht, weniger weil sie es für sehr wichtig halten), aber davon hat jetzt zum Beispiel eine einen Rüden ausgewählt für den nächsten Wurf, den keine Sau kennt.


    Ist aber auch wieder unterschiedlich denke ich, sind dann wieder die Rassen mit 100 oder weniger Welpen im Jahr wo eh jeder Züchter weiß, was in den letzten Jahren in den Zwingern/Linien die ihn interessieren für Würfe gefallen sind und wo er daher mal die Augen offen halten wird wie die sich entwickeln, und wo es sich in der Szene sofort rumspricht wenn XY sich einen neuen Hund aus USA oder Skandinavien importiert hat oder so.


    Grade jetzt über Facebook und Internetdatenbanken uns so eröffnen sich natürlich auch neue Horizonte...
    Aber ist auch manchmal nur Blenderei. Letztes Jahr hat mir eine ältere Züchterin gesagt: "Eigentlich ist das alles Quatsch, früher konnten wir das nicht, man hat mal ein paar Fotos gesehen, aber wer Ahnentafeln studieren wollte, musste Zuchtbücher besitzen oder sich selber was malen, das haben wir vor 30 Jahren gar nicht so detailliert gekonnt wie heute, mit 10 Generationen zurück auf Knopfdruck und sofort alle Inzuchtwerte ausrechen und so!
    Da hat man sich auf den Veranstaltungen die Hunde angeguckt, ohne zu wissen wo die her sind oder wie die Abstammung ist. Und wenn der gefiel, dann hat man nachgeguckt, die letzten paar generationen an Ahnentafeln, was man halt auf seinen Schreibtisch kriegte, und hat nachgefragt was andere da drüber wissen, und dann wurde das gemacht. Heute guckt man erst monatelang Pedigrees an und Fotos bevor man Hunde angucken geht... ist doch Blödsinn, am Ende müssen die Hunde zueinander passen, in echt, nicht auf Fotos und auf dem Papier!"

    Also, ich denk viele sind da auch bücherschlau bzw "interntschlau" vom ganze Datenbanken und Ahnentafeln studieren (würde mich da selber ehrlich gesagt auch einschließen!), jeder Wurf wird sorgfältigst geplant und müsste eigentlich das non plus ultra werden, so viel wie da drüber nachgegrübelt wurde... am Ende fehlt dann aber manchmal die praktische Zuchterfahrung, die halt nur kommt, wenn man erstmal ein paar Würfe gemacht hat.
    Ich mein, manche Leute haben einfach von Anfang an ein glückliches Händchen, so ein gewisses Talent zum züchten, aber ein Teil ist auch Handwerk.


    Hab noch überlegt ob ich dazu schreibe, dass ich nicht weiß ob das außerhalb des DF auch so ist. :D

    Ich glaube eher nicht, aber das ist nur mein persönlicher Eindruck.


    Zitat

    Wie gesagt bei den Rüden finde ich dieses Mal eben ins Rennen schicken überhaupt nicht schlimm. Aber eben weil ich hoffe, dass solche Züchter wie ihr sie jetzt beschrieben habt, dass aussortieren können und so das für sich passende besser finden. (bin da ganz bei eurer Ansicht)

    Was anderes ist mit einer Hündin. Mal eben zwei drei Würfe. Tja. Für viele Rassen ist das nichts.
    Ich nehme jetzt wieder den Picard, für den sind selbst diese Züchter unglaublich wichtig. Da sind selten welche die mehr als 5 Würfe hatten bis jetzt. Aber die meisten haben auch nicht mehr als 2 Hunde. Haben dann zwei Würfe mit einer Hündin. Da kommt man auch in 20/30 Jahren nicht auf viel. Und dann kommt wie schön gesagt noch dazu, was die Zucht alles verlangt. Teures und aufwendiges Hobby. Das können sich die viele erst mit 35/40+ leisten.

    Ja beim Sheltie wiederum ist ein "Züchter" der seine eine Hündin 3 mal werfen lässt ziemlich unbedeutend. Größere Population, kleinere Wurfstärke.
    Und dann behält man sich eine Hündin aus dem Wurf und die muss dann auch unbedingt die ZZL bekommen, egal wie sie sich entwickelt (ich kanns ja verstehen, die eigenen Hunde sind immer die Tollsten).


    Da stimme ich dir zu. Bei nem Rüden kostet es einen zwar ein bisschen Geld und Arbeit, aber letztlich, wenn man selber keine Zuchtabsichten hat, dann ist es halt ein Angebot, dass interessierte Züchter eventuell nutzen können - oder auch nicht.
    Das ist ja in jedem Fall nur positv, je mehr Auswahl desto besser und wenn man selber einen etwas verklärten Blick auf den eigenen Rüden hat macht das nicht so viel, es entscheiden ja andere, ob er ihnen auch gut genug ist.

    Und auch der Punkt mit den Hündinnen stimmt - bei einer Rasse mit um die 100 Welpen im Jahr in ganz Deutschland, wie z.B. Salukis, fällte eine Hündin die im Laufe ihres Lebens 3 Würfe hatte natürlich viel stärker ins Gewicht als bei ner Rasse, wo es 1000 Welpen im Jahr sind.
    Grade bei ner zahlenmäßig kleinen Rasse haben auch kleine Züchter mit wenig Welpen ne größere Verantwortung.

    Mit ner Hündin würde ich auch nie ne ZZL machen wenn ich nicht selber züchten wollte, es sei denn vielleicht, sie soll (vorher geplant und abgesprochen) irgendwo bei guten Freunden in Zuchtmiete oder sowas.
    Untersuchen lassen damit der Züchter weiß, wie es z.B. in Sachen HD oder Herz aussieht bei seinem Nachwuchs, das ja, aber wozu ne ZZL mit nem Hund von dem man von Anfang an weiß, dass er eh nie Nachwuchs haben soll?

    [...]
    Ich finde die Entwicklung gut, dass sich scheinbar immer mehr mit ernsthafter Zucht befassen und diesen Schritt gehen. Mehr Deckrüdenauswahl ist immer positiv.
    [...]

    Wobei ich gar nicht weiß, ob das so ist oder ob das eher so ein Forumstrend ist?

    Was man jedenfalls weniger hat als früher sind richtige Züchter, die langjährig dabei bleiben und wirklich züchten wollen, statt nur ab und an mal Welpen für sich selber.


    Ich mein, es ist absolut ok nur alle paar Jahre mal nen Wurf zu machen wenn man selber Nachwuchs haben will und den Überschuss an handverlesene Familien abzugeben. Massenzucht wo immer was zu haben ist für jeden, der das Geld auf den Tisch legt, ist nun auch nicht das Gelbe vom Ei (ich rede bei beidem von Züchtern mit Mitgliedschaft in einem dem VDH angeschlossenen Verein).

    Aber Züchter, die halt nicht nur (im besten Fall) bis zum D- oder E-Wurf kommen und dann verläuft es sich im Sande, sondern die im Laufe mehrere Jahrzehnte das Alphabet ein, zwei, dreimal durch haben, die über die ganze Zeit auch wirklich einen eigenen Stamm entwickeln konnten, die also mit Fug und Recht auch von "ihrer Linie" sprechen können, das ist schon
    was Wert.
    Und solche gibt's immer weniger, einerseits weil Hundezucht immer teuerer und komplizierter wird und dann aber auch, weil ganz andere Ansprüche an die Züchter gestellt werden, was die alles mit ihren Zuchthunden und mit den Welpen machen sollen, was man halt auch zeitlich und finanziell alles erstmal leisten können muss. "Richtig" Hunde züchten im Verein ist schon ein ziemlich priviligiertes Hobby - ich weiß, ich weiß, Hundezüchter sind meistens nicht reich, aber ohne ein bisschen Geld/Platz/Zeit im Hintergrund läuft nix.


    Mit Hunden allein nicht. Aber in Kombination mit Mensch und Gummigeschoss/ Warnschüssen..wäre das nicht möglich?
    Meinst du nicht, dass beispielsweise der jetzt abgeschossene "Problemwolf" so hätte vergrämt werden können?
    Wenn er jedes mal, wenn der Sender angezeigt hätte, dass er sich zu nah bei den Menschen aufhält, massiv vertrieben woden wäre?


    Keine Ahnung, könnt mir aber schon gut vorstellen, dass der weniger zahm geworden wäre, wenn man ihm früh genug doll genug weh getan oder ihm richtig Angst gemacht hätte, ist ja nur logisch.

    Aber ich glaub nicht, dass dabei Hunde ne wichtige oder entscheidende Rolle spielen könnten, außer vielleicht Spürhunde (am Riemen?) zum aufspüren von unbesenderten Wölfen. Dafür haben Wölfe auf ihrem eigenen Grund und Boden scheinbar zu wenig Angst vor Hunden und Hunde haben Wölfen, grade im Rudel, scheinbar zu wenig entgegenzusetzen.


    Was anderes ist es nach allem was ich gelesen hab, wenn der Wolf auf's Territorium von fähigen Hunden muss, sprich an ne von geeigneten Herdenschutzhunden bewachte Herde auf deren vertrautem Gelände.
    Aber soagr da ist es ja so, dass Hunde, die die Herde und die anderen Hunde verlassen, um dem Wolf nachzusetzen, oft schwer verletzt oder getötet werden.


    Aber, es war einmal, vor langer Zeit, da wurden Wölfe mit speziellen WolfsHunden gejagdt. Analog zu den Kareliern die in USA für die Bärenvergrämung eingesetzt werden, könnte man vielleicht ev. mit anderen Rassen? Wolfsvergrämung betreiben.

    Naja, die wohl bekanntesten "Wolfshunde", die russischen Barsois, waren ja mehr oder weniger Luxus-Jagdhunde, die in hochstilisierten, gut organisierten Gesellschaftsjagden eingesetzt wurden.

    In "Krieg und Frieden" von Tolstoi gibt's zum Beispiel eine sehr eindrückliche, mehrere Seiten lange Beschreibung so eines Spektakels, dabei rückte ein ganzes Heer von Treibern, Knechten, berittenen Jägern usw usf aus, mitsamt mehreren Rudeln Meutehunden und als "Stars" dann den Barsois.

    Das waren sicher harte, scharfe Hunde, so oder so muss der Hund, der sich traut, allein oder in einer Koppel von 2-3 Hunden einen Wolf anzugehen und zu halten oder sogar selbst abzuwürgen, ziemlich mutig sein und ein nicht kleines Maß an Aggressionspotential und Kampfeswillen mitbringen.
    Aber die Wölfe wurde da teils über Stunden getrieben und von den Meutehunden müdegehetzt und die Wolfshunde hatten beim eigentlichen Zugriff meist auch schnell Unterstützung von den Jägern und Jagdknechten, die den Wolf mit dem Messer abfingen oder versuchten, ihn lebend zu fangen. Und selbst dann wurden die Hunde oft noch vom Wolf demoliert.

    Abgesehen vom Aristokratensport waren auch Barsois eher Fuchs- und Hasenfänger als Wolfstöter.


    Ansonsten ist das nächste was mir dazu einfällt einmal der kirgische Taigan (ein Verwandter vom Afghanen), der aber ebenfall nur gelegentlich auf Wolf eingesetzt wurde und meist eher auf Fuchs.
    Wölfe wurden und werden in Zentralasien zum Schutz der Herden bejagt, direkt beim Vieh halten die Herdenschutzhunde das Fort und werden die Wölfe zu aufdringlich, dann rückt man ihnen mit Taigan und früher Steinadler, heute Gewehr auf den Pelz.
    Es ist wohl längst nicht selbstverständlich, dass ein Taigan sich an einen Wolf traut, noch seltener, dass man einen hat, der auch in der Lage ist, einen einzelnen, separierten Wolf zu töten und im Gegensatz dazu gar nicht selten, das Hunde, die sich auf einen Kampf einlassen, von Wölfen getötet werden, WENN sie überhaupt noch drauf angesetzt werden - Schusswaffen und Gift sind halt effektiver und nen guten Hund für Fuchs und anderes Wild riskiert man nicht umbedingt, wenn man den Wolf auch einfach erschießen kann.


    Naja, und andererseits die "Coyote Hounds" der Plains-Staaten der USA. Aber ein Kojote ist halt auch idR kleiner und weniger gefährlich als ein Wolf, und selbst die werden oft schon richtig böse zugerichtet. Ist auch kein unumstrittener Sport:
    Inside the controversial culture of using dogs to hunt coyotes - The Washington Post
    http://www.nytimes.com/2010/04/26/spo…ounds.html?_r=0


    Aber zur Vergämung... denke nicht, dass das mit Hunden gehen würde, dafür müsste die Hunde ja im vertrauten Territorium des Wolfes ihm das Leben schwer machen, und da sehe ich den Wolf, zumal im Rudel, eigentlich immer im Vorteil.
    Da würde es wahrscheinlich mehr bringen, ne Drückjagd abzuhalten, vielleicht auch so wie man es früher gemacht hat mit Lappenbändern (siehe das Sprichwort vom "durch die Lappen gehen": Durch die Lappen gehen – Wikipedia ) und jedem sich zeigendem Wolf ne Ladung Schrot in die Keulen zu jagen oder ein Gummigeschoss... dann merken die sich vielleicht "Menschen sind scheiße und tun mir weh!" und das mit weniger Gefahr für Hunde.

    Wie viel man geben "muss" keine Ahnung, aber ich geb meinen Hunden (20 kg, 27 kg und 33 kg) pro Tag je 10 ml Lachsöl. Sie bekommen es aber nicht immer, sondern alle par Wochen bis Monate kurweise, immer solange bis ein 2,5 l Kanister alle ist, vorzugesweise wenn ich den Eindruck hab, einer hat trockenes Fell oder halt zum Fellwechsel. 2,5 l ergibt dabei so in etwa 80 Tagesportionen.

    Ich mess das mit einer Spritze ab (hab ich eh wegen Arbeit immer da und ist am wenigsten Sauerei das mit der Spritze aus dem Kanister zu ziehen, beim ausgießen plörrt das nur) und hab grad nochmal nachgeschaut: Auf einen von meinen Esslöffeln passen ziemlich exakt 8 ml.

    Ich hab mit der Suchfunktion nie nach bestimmten Rassen gesucht, insofern stört mich das Ergebnis dort auch nicht.
    Aber fand die Idee ganz pratisch falls wirklich mal jemand Halter einer bestimmten Rasse sucht. Dann kann man den letzten Beitrag dieses Threads anklicken, gucken wer diese Rasse hat und die Person dann per PN anschreiben. Ist doch nicht schlecht.