Das sieht wirklich nach einem wunderschönen Coursinggelände aus - leider völlig aus der Welt für mich...
Irgendwie muss ich immer arbeiten, wenn in meiner erreichbaren Nähe mal Coursingtraining gezogen wird.
Das sieht wirklich nach einem wunderschönen Coursinggelände aus - leider völlig aus der Welt für mich...
Irgendwie muss ich immer arbeiten, wenn in meiner erreichbaren Nähe mal Coursingtraining gezogen wird.
65 cm ist ja nichtmal ein verlängerter Galoppsprung, da hüpft doch jeder mittelgroße Hund aus dem Stand drüber.
Ganz nebenbei ist es auch verboten einen Stromzaun beim Hund zu nutzen. Tierschutz-Hundeverordnung § 6 Absatz 4.
Richtig... soweit ich mich erinnere (dunkel, Tierschutz und Recht ist schon ein bisschen her, also nagelt mich nicht drauf fest), darf man hohe Festzäune mit einer zusätzlichen Litze E-Draht oben drauf gegen überklettern sichern, aber der Zaun muss dafür so hoch sein, dass der Hund auch, wenn er sich auf die Hinterbeine aufrichtet und streckt, nicht mit Pfoten oder Nase an den Strom kommt, sondern wirklich erst, wenn er drüber geht.
Also verbietet sich die Lösung mit dem E-Zaun schon deswegen.
Ergänzung:
Hier geht's ja drum, was der Hund beim TA können muss, nicht was er beim Besitzer können/mitmachen muss... aber ich sehe in der Praxis oft, dass das korreliert.
Die Hunde, die beim TA brav sind, sind meistens auch die, wo der Besitzer gut allein klarkommt und die, die beim TA rumspacken, sind die, wo der Besitzer auch zuhause überfordert ist.
Ja genau so....ich frage mich dann nur was solche Leute machen wer der Rüde mal ne Vorhautentzündung hat und täglich gesäubert und gespült werden muss..oder so wie neulich: Mogli hat eine Zecke direkt seitlich am Penis....ja hilft ja nichts..muss weg. Es war für ihn da er mit Menschen unsicher ist auch unangehm auf die Seite gelegt zu werden (bei lockeren Schmusen macht er das von alleine...aber er merkt auch wenn ich "was will")
Aber manche ekeln sich echt dem Hund ins Maul oder so zu fassen....kann ich nicht verstehen...gehört einfach zur HH dazu
Ist aber so. Ich weiß auch nicht immer, ob die Leute nur nicht drauf kommen, ob sie sich nicht trauen (weil sie nix kaputtmachen wollen oder weil der Hund nicht mitspielt) oder ob sie es ekelig finden?
Fakt ist, ganz viele Besitzer fassen ihre Hunde nicht überall an. Nicht als Welpen, nicht im Spiel, nicht bei der täglichen Pflege, nicht beim Schmusen... und wenn es dann mal nötig ist, dann geht es nicht.
Ganz, ganz viele Leute bemerken auch gar nicht, dass ihr Hund Filzknötchen zwischen den Zehen, eigenwachsene Daumenkrallen oder Mammatumore hat, weil sie einfach nie die Pfoten in die Hand nehmen oder unter'm Bauch streicheln.
ich denk auch immer, dass das doch eigentlich ganz normales tägliches betüddeln ist, aber scheinbar nicht.
Geht nicht auf, die Rechnung. Ganz viele Pflegemaßnahmen funktionieren langfristig nur vernünftig, wenn man sie häufig und regelmäßig durchführt (Krallen schneiden, Ohrhaare zupfen, Zahnpflege, Fellpflege).
Wenn man zum Beispiel lang ausgewachsene Krallen wirklich auf Normalmaß kriegen will, muss man mindestens 1x die Woche ran, eher 2x oder sogar 3x, dafür dann jedes Mal nur wenige mm wegnehmen.
Kommt so ein Hund 1x im Monat oder 4x im Jahr zu Krallen schneiden, dann kann ich die soweit kürzen, dass die Daumen nicht mehr einwachsen und die anderen Zehen sich nicht zur Seite biegen oder die Nägel sich nicht mehr überkreuzen, aber ich kann sie NICHT auf ne venünftige Länge schneiden, weil es sofort blutet wenn man zu schnell zu viel wegschneidet.
Und dann kommen so Sachen wie das Anwenden von Ohrentropfen 2x tgl oder das Einbringen von Augensalbe alle paar Stunden - willste den Hund dafür stationär in der Klink lassen oder lieber 2-8 mal am Tag kommen?
Ebenso eingeben von Medikamenten - viele Leute sind ja völlig aufgeschmissen, wenn ihr Hund die Tablette aus der Frikadelle wieder rausfrickelt. Wenn der Hund (z.B. wegen Krankheit) nicht frisst oder die Medikamente aus dem Futter/der Leckerei wieder raussucht, dann kriegt er halt keine Medizin, weil sie sie im NICHT eingeben oder einflößen können, no way.
Bei nem Hund, der gelernt hat, sowas zu akzeptieren, geht das ganz einfach: Maul auf, Tablette soweit wie möglich nach hinten auf den Zungengrund, Maul zu, bei Bedarf nen Leckerchen nachschieben, fertig.
Solange der Hund recht gesund ist, ist das leicht gesagt, "Lass den TA mal machen", wenn er dann mal was hat, was regelmäßig behandelt werden muss, kommen die meisten schon allein wegen der Kosten dann auf den Trichter, dass der Hund sich das jetzt von ihnen gefallen lassen muss.
Oder, das ist die andere Alternative, es wird halt gar nicht gemacht. Auch nicht selten.
Am Anfang las es sich für mich auch ein bisschen wie nen kleiner Egotrip von nem etwas verwöhnten Hundeprinzen, zumal Ares mir aus deinen früheren Schilderungen schon immer lieb, aber auch etwas "grenzenlos" vorkam (aber ich hab euch ja auch nie getroffen, also nimm das nicht zu ernst... Internet lügt
).
Aber das was du jetzt schilderst und was man auf dem Video sieht, sieht schon anders aus. Da muss wohl mehr hinter sein als nur ein bisschen verzogen.
Es tut mir wahnsinnig Leid, dass du mit diesem jungen Hund jetzt schon so viel durchmachen musstest. Hoffentlich findet ihr was und hoffentlich lässt es sich behandeln oder managen oder was auch immer. Ich drücke euch allen die Daumen.
[...]
Des Weiteren würde ich vermutlich meinen Hund nicht in die Hände des Züchters geben, auCh wenn da ein gutes Verhältnis besteht, und er Tierarzt ist. Züchter neigen leider öfter mal dazu gewisse Krankheiten nicht erkennen zu wollen. Welcher Züchter hat denn gern einen kranken Hund in der eigenen Zucht? Die Gefahr, dass die Erkrankung des Hundes runtergespielt oder verleugnet wird, wäre mir zu groß. Das allein wäre für mich Grund genug von dem Vorhaben Abstand zu nehmen den Hund mit dem Züchter zu Untersuchungen zu schicken.
Ich kenne die Züchterin von Ares über's Internet schon seit Jahren und wir haben auch ein paar gemeinsame Bekannte (die Greyhoundszene ist nicht so groß, selbst wenn ich pensionierte Renner hab statt Showgreys wie Ares).
Sie ist meiner Meinung nach wirklich eine der verantwortungsvollsten Züchter dieser Rasse der mir bisher untergekommen ist und grade die verleugnet mMn nix. Sie war die jenige, die vor ein paar Jahren die Forschung über die Krankheit der Greyhoundneuropathie mehr oder minder erst angestoßen hat, zwar nicht wegen einem Hund aus eigener Zucht, aber wegen einem, den sie zu Zuchtzwecken zugekauft hatte und der dann erkrankte. Zu einem großen Teil wegen dieser Züchterin gibt es jetzt einen Gentest auf diese Krankheit (obwohl natürlich auch viele, viele andere mit Probenmaterial und mit der eigentlichen Forschung ihren Teil getan haben.).
Also, nein, ich denke nicht, dass man da irgendwas von wegen Scheuklappen aufsetzen wegen Hund aus eigener Zucht befürchten muss, eher im Gegenteil.
Weiterhin denke ich, dass es gar nicht schlecht ist, wenn der Hund an der LMU München komplett durchgecheckt wird.
Ich fände das so oder so nicht schlecht (wenn es meiner wäre, hätte ich mir wohl nen Hotel da genommen und das ganze mit der Züchterin zusammen gemacht um meinen Hund nicht komplett aus der Hand zu geben, aber wenn nunmal Krankenhaus ansteht...). An der Uniklinik (ich denke mal, da geht ihr hin, oder?) haben die wirklich alle Möglichkeiten und die Züchterin weiß erstens als TÄ sehr genau, welche Untersuchungen Sinn machen und angeleiert werden müssen, und zweitens kennt sie da aus beruflichen und studientechnischen Gründen mit Sicherheit den einen oder anderen.
UND, auch wenn ich momentan nicht mehr so recht dran glaube, finde ich es trotzdem noch ganz gut, mal auszuprobieren, wie er in anderer Umgebung und anderen Händen reagiert.
Ich erwarte nicht, dass jeder Hund sich gern von Fremden anfassen lässt, aber stillstehen/stillhalten/stillliegen wenn der Besitzer festhält sollte als Minimum drin sein. Sonst werden zum Beispiel auch so Sachen wie das legen eines venösen Zugangs für ne Narkose oder Röntgen ohne Narkose schwierig und das kann echt doof sein, wenn der Hund sich mal komplizierter verletzt oder einen sonstigen Notfall hat.
Grade wenn ein Hund sich im Gesicht nicht anfassen lässt/sich das Maul nicht öffnen lässt ist es wichtig, dass a) der Besitzer drauf hinweist, damit man als TA nicht gebissen wird und b) der Besitzer das dann selber machen kann, was meistens auch ausreicht, WENN der Besitzer es denn ordentlich machen kann (nicht nur schnell vorne die Lippe hochhalten, so dass man grade die fest zusammengebissenen Schneidezähne sieht, wenn man gefragt wurde, ob der Hund mal den Mund aufmachen kann).
Ansonsten rate ich den Leute immer beim ersten Besuch mit nem Welpen/Junghund, dass sie den Hund einfach völlig hemmungslos überall begrabbeln sollen.
Halt am ganzen Körper anfassen üben.
Zum Beispiel:
Ohren lüpfen und auch mal festhalten, sanft dran ziehen und das Ohr auf links drehen, vorsichtig ein bisschen mit dem Finger drin bohren.
Pfoten in die Hand nehmen, auch mal feshalten. Jede einzelene Zehe und jede Kralle in die Hand nehmen und hin und her bewegen. Zwischen den Zehen rumrubbeln, die Ballen "durchkneten".
Mit Gefühl mal am Bein ziehen/die Pfote festhalten, auch wenn der Hund gegenzieht.
Ebenso mit Gefühl auch mal am Schwanz ziehen.
Den Hund ab und an auf die Seite oder auf den Rücken rollen - nicht mit Gewalt in Alpharollen-Manier, aber wenn der Hund einem vertraut, sollte das beim Spielen und schmusen ja so gehen. Dann auch ruhig mal nen Moment so festhalten. Oder ihn weiter rumrollen.
Die Leftzen lüpfen, nicht nur vorn an der Nase, sondern auch weiter hinten. Nen Finger in den Mundwinkel haken und ein bisschen nach oben oder zur Seite ziehen. Das Zahnfleisch mit der Fingerspitze rubbeln.
Dem Hund nen Finger oder die Hand ins Maul stecken und sie nen Moment da lassen, auch wenn der Hund sie "ausspucken" will.
Mal versuchen, die Zunge zu fassen zu kriegen und festzuhalten (verdammt glitschig...).
Das Maul ganz aufsperren und später auch mal versuchen, es nen Moment offen zu halten.
Die Augenlider sachte nach unten oder oben ziehen.
Den Hund auch mal (nicht zu doll) in die Flanke kneifen, sich mal ne Falte lose Haut hochziehen und gefühlvoll nen Moment festhalten.
Üben, den Hund hochzuheben und ihn ein Stück zu tragen - einmal, wie man ihn am besten greift und dann auch, dass er es sich gefallen lässt ohne wie wild rumzustrampeln. Grade mittelgroße bis große Hunde kennen das ja oft gar nicht und das kann ne gute Übung für gehorsames Stillhalten sein.
Loben/belohnen nicht vergessen, aber dem Hund auch klarmachen, dass er solche Manipulationen einfach zu dulden hat und fertig. Am Anfang alles nur ganz kurz, später auch mal nen Sekündchen länger.
Das mit dem putzen ist ein schönes Beispiel, wie unterschiedlich lang scheinbar 24 h für verschiedene Menschen sind.
Selbst wenn ich nur einen und wahrscheinlich sogar dann, wenn ich GAR KEINEN Hund hätte, würde ich es nie, nie, nie im Leben schaffen, täglich zu saugen. Oder auch nur alle zwei Tage. Abgesehen davon, dass ich dann noch weniger Notwendigkeit dafür sehen würde. Aber ich wüsste auch wirklich nicht, wo ich die Zeit dafür hernehmen sollte.
Und trotzdem lebe ich nicht im Dreck - aber die Hundehaare sind überall, das muss ich zugeben.
Naja. So unterschiedlich sind die Menschen.
Nö, das funktioniert so nicht. In Nds z.B. ist die Zeit vorbei, wo ohne den festgelegten Grundschutz im bekannten Wolfsgebiet Tiere ersetzt wurden. Und wenn es neues Wolfsgebiet ist, bekommt man auch nur beim ersten Mal die Tiere ersetzt und muß dann hochrüsten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass andere Bundesländer das anders halten.
Ja, ich weiß... aber das sind eben die Leute, die erstmal nen lauten machen und die verlangen, dass erstmal alle anderen sich bewegen, bevor sie selber den Arsch hochkriegen und was für ihre eigenen Tiere machen, zu deren Haltung sie keiner gezwungen hat.
Trotzdem zu den Sachen, bei denen Marula sich aufregt. Das sind (fast) alles Dinge, die nicht in Ordnung sind, aber das eine Unrecht, rechtfertigt das andere nicht. Die Leute, die ihre Schafe nicht ordentlich halten, bekommen sofort vom Veterinär Besuch, wenn jemand die "anzinkt", da muss kein echter Grund vorhanden sein, aber das Amt ist dazu verpflichtet, jeder Meldung nachzugehen.
Zu meinem "fast": Meine Schafe haben ganzjährig ihre Böcke in der Herde und das ist richtig so, denn unsere Schafe sind saisonal und die Böcke der beste Schutz für Auen und Lämmer. [...] Natürlich gehen die trotzdem mit der Herde nach draußen und nie, aber wirklich nie hatten wir Schafe, die mit der Kälte Schwierigkeiten hatten - eher ich, weil ich anfänglich meinte, den armen Kleinen wenigstens eine Wärmelampe anbieten zu müssen und dafür einen Generator gekauft habe.
Ich nehme mal an, du weiß aber so ungefähr, wann deine Damen dran sind und du guckst auch mindestens einmal täglich auf deine Wiese, in der Ablammzeit wahrscheinlich öfter, und du hast den Verstand und die Möglichkeiten, im Zweifelsfall einzugreifen. Schon allein, dass du einen Ablammstall HAST spricht doch Bände (zu deinen Gunsten).
Der Halter von dem ich spreche, hatte Kamerun-Mixe, kein Vlies, also nicht grade die wetterfestesten Tiere, die standen fast ungeschützt auf offener Fläche mit nur ein paar winterkahlen Büschen, es war tagsüber deutlich im Minusbereich und nachts kälter und wenn da nachts oder in den frühen Morgenstunden Lämmer kamen, dann waren die spätnachmittags, wenn er auf dem Rückweg von der Arbeit mal dran vorbeifuhr, schon tot oder sogut wie tot. Ganz abgesehen davon, dass man dann auch bei Geburtsschwierigkeiten null Chance hat.
Und ich nehm auch an, du weiß, wie schwer es sein kann, Leute über's Amt dauerhaft ranzukriegen...
Ich will auch nicht ein Unrecht gegen das andere aufwiegen, aber genau diese Stümper sind halt auch die, die eh gar nicht bereit sind, irgendwas für ihr Viehzeug zu tun... aber dann trotzdem groß im meckern und heulen.
Grade bei Schafen findet man unter den Hobbyleuten leider nicht nur die landschaftspflegenden Erhalter alter Nutztierrassen, die hier beschworen wurden, sondern ziemlich viele, na, sagen wir mal "suboptimale" Haltungen. Bei Rindern sieht das schon wieder anders aus, Großvieh ist für die meisten Normalbüger zu kompliziert, aber mit Schafen kann man es ja machen.
Aber egal. Ich nehm an, hier sind einfach die falschen Leute dafür.
Wenn ich sehe, dass was schiefläuft, dann kann ich mich einmischen. Vorher denk ich mir meinen Teil und mach mein eigenes Ding.
Das hat ja mit bejubeln nix zu tun, ich seh's nur weder als mein Recht noch als meine Pflicht, mich in anderer Leute Angelegenheiten zu mischen, solange die ihren Kram im Griff haben. Sowas verbitte ich mir bei mir schließlich auch.
Nochmal zum Thema Ausgleichszahlungen bei Nutztierschäden und Beihilfen zum Herdenschutz: Wie gesagt, dagegen bin ich nicht, ohne wird es nicht gehen und wahrscheinlich ist es auch einfacher, wenn man einfach jedem was gibt als zu versuchen, auseinander zu klamüsern wer nun davon lebt, wer zwar nicht davon lebt, aber irgendwo der Allgemeinheit noch was nützt und wer wirklich nur so zur eigenen Freude von sich hin wirtschaftet.
Aber wenn hier manche Leute nen Hals kriegen, weil andere angeblich nix von Weidertierhaltung verstehen (ich hab in meinem Leben genug Zäune umgesetzt, anderer Leute Hobbyschafe und -ziegen die Klauen gemacht und so weiter um zu wissen, dass ich das selber bestimmt nicht machen werde, solange ich Vollzeit arbeite und mehrere Hunde hab
) und trotzdem finden, dass das für sehr viele Halter ein Privatvergnügen ist, von dem niemand außer sie selber irgendwas hat, dann kann ich ja mal erzählen, wo ich nen Hals kriege:
- Schafe in Hobbyhaltung die tage- und wochenlang ohne Wasser rumstehen, weil Schafe ja angeblich kein Wasser brauchen ("Die decken das über den Tau").
- Die lodderigsten Zäune, die ihr euch vorstellen könnt, wo sich eher das Schaf drin verfängt und erstickt oder sich ein Bein bricht, als das dass irgendwen vom betreten der Weide abhält, nichtmal die besoffenen Vatertags-Tourer, geschweige denn den Wolf.
- Schafe in Hobbyhaltung, die ganzjährig über viel zu feuchte Wiesen humpeln - "Wie, die Klauen muss man schneiden? Wer macht das denn in der Natur, die laufen sich doch von selber ab!"
- Schafe und Ziegen, die bis zum oberen Rand verwurmt sind, sollen ja nur die Wiese kurzhalten, sind ja robuste Tiere. "Außerdem sind wir gegen Chemie, wenn wir entwurmen, dann mit geriebenen Möhren, die mögen die auch total gerne".
- Schafe, die bei knackigen Minustemperaturen draußen auf der Wiese ihre Lämmer kriegen, wo sie dann prompt verrecken, weil kein Mensch dran gedacht hat, den Aufenthalt des Bocks bei der Herde mal zeitlich zu beschränken, so dass man voraussagen kann, wann die Lämmer kommen, ODER mal nachzugucken, ob die Muttern tragend sind, ODER die Viecher rein oder wenigstens in die Nähe des Hauses zu holen, wo man sie im Auge hat.
- Schafe, die alle Jubeljahre mal geschoren werden, wenn die Beschwerden aus der Nachbarschaft sich mehren und das Vetamt anklopft, wo im Sommer hinten ganz schnell die Maden drin krabbeln wenn das Viech mal Durchfall hatte.
- Leute, die sich nicht die Mühe machen, ihre Tiere jeden Tag mal einige Minuten gründlich anzugucken und die nicht fähig sind und nicht die Infrastruktur haben, ihre Tiere einzufangen, so dass Verletzungen, Krankheiten etc erst sehr spät bemerkt und schlecht behandelt werden können.
- Hobbyhalter, wo zwar die Tiere in Ordnung sind, aber die keine Skrupel haben, ihre Wiese 1x jährlich abzuspritzen, damit da bloß nix falsches wächst und die statt Zäune ausmähen halt einfach mit der Giftspritze drunter lang gehen.
Und so weiter und so fort. Und leider sind grade das dann die Leute, die am lautesten krähen, dass das ja wohl unzumutbar wäre, dass sie ihre 5-50 Schäfchen besser einzäunen/näher ans Haus holen/nachts aufstallen... "Wer soll das denn bezahlen, ICH bestimmt nicht!"
Ähm, ja, Junge, wenn dir schon ne popelige Wurmkur und ein paar Flaschen Klauendesinfektion zu teuer sowie täglich Tröge ausputzen und Wasser bringen zu anstrengend ist, dann ist es natürlich ein völlig unüberwindbares Hindernis, die Schafe dran zu gewöhnen, dass sie Abends ein bisschen Pelletfutter bekommen und danach die BEREITS VORHANDENE Stalltür hinter ihnen zugeht... versteh ich völlig.
Oder der Typ, der seine Zäune lieber unterspritzt statt zu mähen. Gensojafütternder Schweinebauer, lodengekleideter Jäger, erzkonservativ. Hat mir ins Gesicht gesagt, dass er seine Schafe schön draußen lassen wird, je öfter was gerissen wird, desto schneller würden die Spinner schon einsehen, dass der Wolf nicht hierher gehört und außerdem wird das ja auf Dauer auch teuer die ganzen Tiere zu ersetzen und dann wär der Spuk bald wieder vorbei.
Na herzlichen Glückwünsch, dann lass du deine Schafe mal aufffressen... ich hoffe, du bekommst keinen Pfennig dafür, aber leider wohl doch.
So... ich weiß, das lange nicht alle so sind, nichtmal die Mehrheit. Ich weiß es wirklich, denn ich kenne auch sehr gute Hobbyhalter. Aber ebensowenig wie jeder, der Mischlingshunde züchtet, so verrucht ist, wie es hier im DF manchmal rüberkommt, haben auch Hobbyhalter von Schafen und Ziegen in der Realität leider nicht immer den Heiligenschein, den sie hier grade verpasst bekommen.
Grade die Kleinst- und Kleinhaltungen sind oft alles andere als kompetent und grade die sind auch oft überhaupt nicht bereit, irgendwas in ihrer Viecher zu investieren - die haben schließlich an der Klein- und Nutztierbörse oder vom Aushang im Raiffeisen auch nur 50 € das Stück gekostet und wie man ja weiß sind außerdem grade alte Haustierrassen total robust, die muss man kaum pflegen. (Nur zur Vorsicht: Das letzte war Ironie).
Vielleicht macht das meinen Blickwinkel auch nochmal etwas klarer, warum ich finde, das jeder, der sich zum eigenen Vergnügen Tiere hält, in erster Linie erstmal selber für diese verantwortlich ist?