Wir können auch einfach alle Hunde kleiner züchten, dann müssen die Kleinen nicht mehr "stabil" sein. Dann können sie nicht mehr kaputt gehen, weil keine Großen da sind, die zum Spaß drüber trampeln.[...]
Ich persönlich hab bei sehr kleinen und zierlichen Hunden bisher mehr Unfälle durch Umweltgefahren wie "vom Arm gefallen", "Auf dem Sofa halb unter'm Kissen gelegen, Besitzer hat sich draufgesetzt", "vom Sofa/Bett gesprungen", "drei Treppenstufen auf einmal genommen", "versehentlich getreten/draufgetreten", "mit dem Fahrrad angefahren" gesehen, als Unfälle durch große Hunde.
(Haus-)Tiere unter 5kg sollten dann wohl generell verboten werden?
Diese sind ja generell verletzungsanfälliger und kommen eher durch größere Tiere zu Schaden
[...]
Für eine Hauskatze sind um die 4 kg das naturgegebene Gewicht, die Wildform wiegt auch ungefähr so viel und dementsprechend ist die Katze sowohl von ihrer Physiologie als auch vom Verhalten her an diese Größe angepasst.
Für den Hund liegt das Gewicht der Wildform irgendwo zwischen 20 und 80 kg, was an sich schon eine extrem große Spanne ist (wobei die größten Formen die arktischen Wölfe sind und die gehören wahrscheinlich nicht zu den Vorfahren des Haushundes, das werden wahrscheinlich kleinere nahöstliche oder asiatische Unterarten gewesen sein), und dementsprechend sind sie eben von der Anatomie und vom Verhalten auf ungefähr diese Größe ausgelegt.
Man kann da natürlich dran drehen, die moderen Vielfalt der Rassen zeigt das, und bis zu einem sehr hohen Grad scheint es keine negativen Konsequenzen zu haben - der Haushund ist in der Hinsicht eine große Ausnahme unter den domestizierten Spezies.
Aber ob man es immer bis ins Extrem treiben muss? Und extrem klein ist halt auch schon das, was im Chihuahua-Standard steht, nicht nur das, was Vermehrer dann als Tea Cup verkaufen.
In dieser Gewichtsklasse ist es auch tatsächlich entscheidend, ob man von 2 kg, 3 kg oder 4 kg spricht - das sind mal eben 25-50% mehr Körpermasse und das ist gewaltig, wenn man es mal anhand größerer Hunde verdeutlicht.
Ich persönlich denke, dass es zum Beispiel die Zahl an Schwergeburten und Schnittgeburten schon senken würde, wenn man Hunde mit 4-5 kg statt mit 2-3 kg anstreben würde, einfach weil die Erfahrung (die ja auch von einigen anderen hier bestätigt wurde) zeigt, das größere Hündinnen sich leichter tun mit dem Werfen.
Hätte auch den Nebeneffekt, dass gelegentlich unbeabsichtigt mal auftretende Zwerge dann wahrscheinlich nicht mehr so häufig im "Oh Gott wie winzig!" Bereich angesiedelt wären sondern halt eher so klein/groß wie jetzt normalgroße Chis.
Blue-Merle-Zucht beim Beauceron
Ganz ehrlich, ich finde so viele verschiedene Aussagen, ich kann nicht abschätzen, wie belastbar die einzelnen Quellen sind.
Man muss sich dann halt auch fragen, wenn heterozygotes Merle klinisch relevante Symptome machen würde, warum haben so viele Arbeitshunderassen, grade bei den Hütehunderassen, dann schon seit Ewigkeiten Merle mit drin? Die scheinen damit ja auch unter Belastung recht gut klarzukommen.
Ich mein, es wird in den letzten Jahren in der Show- und Familienhundezucht schon forciert, weil es so hübsch bunt ist, aber geben tut es das in den Rassen ja schon länger.
Also ich kenne 2 Nackthunde, deren Haut sehr genau gepflegt werden muss, weil sich leicht Pickel bilden.
So ganz unproblematisch ist die Pflege dieser Hunde denn doch nicht und ehrlich denke ich: Wenn man die Hunde fragen könnte, hätten sie lieber ein richtiges Fell.
Andere Hunde haben auch mal Pickel, mit Fell sieht man es nur nicht so schnell. Da sollte man schon fair bleiben.