Beiträge von Marula

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    Wir möchten Ihnen hier noch ein Buch empfehlen, was wenigstens ein paar Auskünfte mehr über die Rasseeigenschaften von Hunden bietet als es viele andere Rassebücher tun:
    Charakterhunde von Katharina von der Leyen - Verlag blv
    140 Rassen und ihre Eigenschaften (Pflegeaufwand, Auslauf, Eignung für Stadtwohnungen, häufige Krankheiten) - ISBN 3-405-16822-8


    Kennt jemand dieses Buch????[/quote]
    Ja, ich.
    Es ist süß geschrieben und nett aufgemacht, inhaltlich aber genauso wenig aussagekräftig wie alle "101 Rassehunde - Finden sie ihren Hund" Büchlein. Ist ne hübsche Anregung zum blättern was man hübsch findet, sonst nix.


    Ich persönlich würde wohl einen Hund vom Tierschutz oder vom guten Züchter nehmen. Für meinen Rassen gibt es auch in der Regel keine Alternativen, dass da mal ein papierloser Wurf von Hobbyzüchtern fällt kommt alle Jubeljahre mal vor, für kommerzielle Vermehrer sind sie gänzlich unintressant, Mode sind sie nicht und waren sie nie.


    Niemals würde ich mir einen Welpen aus dem Kofferaum, vom Polenmarkt, aus der Zoohandlung, aus schmuddeligen und dubiosen Privatverhältnissen holen. Wenn mir jemand so ein Würmchen umsonst in die Hand drückt würde ich es wohl aus Mitleid mitnehmen, aber da würde ich niemanden für bezahlen.


    Im Gegensatz zu viele anderen finde ich aber trotzdem, dass es auch eine Grauzone gibt.

    Ich kenne eine Familie, die wollten umbedingt Welpen von ihrer Hündin, weil sie das einfach gern mal erleben wollten und weil sie gerne Nachkommen von ihr bei sich haben wollten, wenn sie mal gehen muss.
    Die haben sich von vorne bis hinten vorbereitet (waren auch nicht schlechter informiert als Züchter vor dem Erstwurf), beide Eltern sind zumindest auf ihren momentanen Gesundheitsstatus untersucht worden (mehr kann man bei Mischlingen aus Mischlingen halt nicht machen).
    Die Welpen sind super versorgt und sozialisiert worden, sie haben 2 selber behalten, einer ist an die Besitzer des Rüden gegangen, die restlichen 4 sind sehr sorgfältig gegen kostendeckende Schutzgebühr und mit Vertrag mit Rücknahmeklausel vermittelt worden. Sie waren bei Abgabe regelmäßig entwurmt, altersgemäß geimpft, mit, EU-Ausweis, gechipt, bei Tasso auf die Besitzer der Hündin und auf die neuen Besitzer angemeldet.

    Klar, man weiß nicht, ob sich da nicht in diesem Wurf das eine oder andere rezessive Defektgen getroffen hat. Möglich ist das.
    Das Risiko hat aber jeder der einen Mischling nimmt, egal woher. Ob man das eingehen möchte muss man sich an Intressent bei nem Mischling aus dem TH genauso überlegen.


    Andere Grauzone:
    Golden Retriver, Labrador, Berner Sennenhunde, Doggen, Irish Wolfhound, Englische Bulldoggen und eine Reihe anderer Rassen würde ich weder aus dem VDH noch sonstwoher kaufen, wenn ich Wert auf einen extrem gesunden, langlebigen Hund legen würde.
    Es gibt Rassen, da ist so viel im Argen, dass man da nur noch Schadensbegrenzung betreiben kann, egal in welchem Verein man züchtet oder auch nicht. Da finde ich es einen Hohn, den Leute zum empfehlen "Wenn du einen gesunden Wolfhound willst, dann kauf vom DWZRV/VDH". Die Rasse ist da genauso desolat dran wie anderswo.

    WENN ich aber partout eine dieser gesundheitlichen Problemrassen wollte, DANN wohl aus dem VDH.
    Da hab ich dann erstens wenigstens für die Aufzuchtbedingungen einen Minimalstandart.

    Und zweitens kann man wenn überhaupt, nunmal nur da eine Verbesserung der Gesamtsituation (Gesamtpopulation) erreichen, wo die meisten anderen Züchter sind und das ist halt im VDH. Gesundheitliche Probleme kriegt man nicht im eigenen Zuchtprogramm in der Griff, da muss man schon im großen Maßstab ran.

    Dass Mischlinge aus kranken bzw erblich stark belasteten Rassen nicht zwingend gesünder sind ist eh logisch.


    Zum Thema "echte Upswürfe" - da kenn ich einige. In den meisten Fällen sind sie Leute strunzdumm und uninformiert, aber nicht böse. Die meisten dieser Würfe wären nach Dogforum-Standart absolut vermeidbar gewesen, aber das Dogforum gibt nunmal nicht den Durchschnittshundehalter wieder...
    Ob ich da einen Welpen nehmen würde (wenn mich denn die beteiligten Rassen intressieren würden...), würde einzig und allein davon abhängen was die Leute aus der Situation machen.


    Ich denke, auch bei Privatabgaben aus der Tageszeitung etc kann man sich ruhig mal umschauen, WENN man sich zutraut, nicht aus Mitleid den ersten besten Hund einzupacken und auch nicht auf irgendwelche getarnten Vermehrer und sonstige Geldmacher und Betrüger reinzufallen.
    Ob ich das Anfängern empfehlen würden... naja, hängt von den Anfängern ab. ;)
    Warum soll der Hund erst den Umweg über den Tierschutz machen, wenn ich ihn auch direkt übernehmen kann...

    PocoLoco: Ich find sie gut so. Wenn sie das Gewicht so hält und nicht weiterhin Tendenz nach unten hat, würde ich ihr nix extra drauffüttern.
    Weniger würde ich sie aber auch nicht werden lassen. Und falls sie wieder nen kg zunimmt, müsst ihr euch auch beide noch nicht schämen. :D

    Sie ist halt ein bisschen seltsam gebaut: Wenn ich auf dem Monitor der Kopf abdecke, würde ich zu dem Körper nicht diese kräftige Kopf-Hals Partie erwarten und andersrum. Aber wenn man sie so füttern würde, dass optisch beides zusammenpasst, dann wäre sie soweit ich as von den Fotos her beurteile kann zu dick.

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    Hier gibt es für einen 25 kg Hund 2xtäglich 55 g (trocken) aus einem Mix aus Vollkornreis, Buchweizengrütze und Hirse. Nass ergibt das pro Portion ungefähr 300 g, sprich 600 g (nass) an Kohlenhydrate

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    Du hast recht, eigentlich passt es selbst bei Trockengewicht vom Reis schon. :ops:
    Ich war glaub ich nur etwas irritiert von den Kartoffeln zusätzlich...

    Ich bin grade ein bisschen verwirrt... :D

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    Wir haben beschlossen Amira etwa 4mal Rind zu geben, 3mal fetten Fisch und 2mal Geflügel.


    Füttert ihr einmal täglich und das wäre dann für 9 Tage? Oder 2 mal täglich das dann halt auf die Tage aufgeteilt? Ist ja eigentlich nicht so wichtig, hab ich mich nur grade so gefragt.

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    200g Pute (244kcal, 46gvRP, 6g Fett, 400mg P)
    60g Gemüse (12kcal, 0g vRP, 0g Fett, ca 30mg P)
    150g Reis (532kcal, 7g vRP, 3g Fett,110g KH, ca 450mg P)
    20g Öl (180kcal, 0g vRP, 20g Fett, ca 100mg P)
    300g Kartoffeln (270kcal, 4gvRP, 69g KH, ca 150mgP)


    Soll das für einen Tag sein? Warum den 2 verschiedene Kohlenhydratquellen?

    Irgendwas kommt mir da nicht ganz koscher vor, 150 g Reis (wenn trocken abgewogen? Nass siehts anders aus) und 300 g Kartoffeln sind arg viel...


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    somit hätte ich eine Aufteilung der 1238 Kalorien auf : E18,4%, F21%, KH57,8% ( und irgendwie komm ich nicht auf 100% :roll: )

    Somit hätte ich, wenn ich nach dem empfohlenen Verhältnis E25-F25-KH50 gehe zuviel KH und zuwenig E und F?


    E für Energie, ja?
    F für Fett oder für Fleisch?

    Ich hab da so mein Rechenschema mit z.T. eigenen Abkürzungen, deswegen blick ich bei anderen nicht immer sofort durch... :p

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    Ausserdem habe ich hier seealgenmehr von Lunderland mit einem Iodgehalt von 1200ppm. Das heißt wenn ich von einem notwendigen Wert von 360 µg für Amira ausgehe, müsste ich dann etwa 0,001g Seealgenmehr am Tag verfüttern? Ich nehme an da hab ich mich stark verrechnet?


    Mit ppm konnt ich jetzt grade nichts anfangen.
    Hab mal auf der Lunderland Page geguckt, da ist die aktuelle Charge mit 730mg/kg aufgeführt (Jod...). Macht 0,73 mg/g oder 730µg/g.

    Beim Bedarf geh ich von 15µ pro kg Körpergewicht aus. Hab jetzt grad nicht mehr von der ersten Seite im Kopf was deine wiegt.
    Für 30 kg Hund wärens z.B. 450µg/Tag. In der Woche 3150µg.

    3150 / 730 = 4, 32

    Also roundabout 4-5 g/Woche für einen 30 kg Hund. Ist nicht viel... aber deswegen nennt es sich ja auch Spurenelement.
    So würd ich das jetzt machen... bitter tritt mir jemand auf den Schlips wenns falsch ist...

    Alternativ kann man auch Jodsalz geben. Müsste man mal überschlagen wie das hinkommt und ob das mit dem Salzbedarf so ungefähr passt.


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    Oder steht das auch alles in der M/Z Broschüre? Ich habe nicht so sehr die Lust den "großen" M/Z zu kaufen, wäre aber auch bereit in den sauren Apfel zu beißen wenn ihr mir sagt, dass die kleine Broschüre nicht ausreicht...


    Ich wüsst nicht, dass es das auch als Kurzfassung oder so gibt? Soweit ich gibts da nur das Buch.

    Der M/Z kostet momentan neu 60 €. Ist schon nen Stange Geld, das muss man sich überlegen. Ich würde das Buch wenn, dann in einer Buchhandlung zur Ansicht bestellen (oder Bibliothek, per Fernleihe falls sie es selber nicht haben, was ziemlich wahrscheinlich ist) und erstmal reinlesen ob man damit überhaupt was anfangen kann.

    Für ungefähr das selbe Geld oder wenig mehr kann man auch seinen selbstgemachten Plan professionell überprüfen oder sich einen neuen erstellen lassen.

    Wenn ihr bei der Fütterung den schon vorhandenen Stein aufgelöst hat kann es ja so verkehrt nicht sein. Ich würde es im Auge behalten und erst dann was ändern, wenn sich wieder Kristalle zu bilden beginnen. Da kann man ja immer mal ne Urinprobe überprüfen lassen.

    Ansonsten gibt es auch so eine Paste die man übers Futter machen oder dem Hund ins Maul eingeben kann (wenn er sie so nicht frisst - aber die alte Katze meiner Eltern hat die ganz gern genommen). Die säuert den Harn an. Der Name ist mir grade entfallen... Uropet oder so? Kannst ja mal deinen TA oder THP fragen ob sowas eine Möglichkeit wäre falls es nötig wird den Harn weiter anzusäuern.

    Ich kenn einige Allergikerhunde die seit Jahren nur eine Sorte Fleisch oder Fisch kriegen, weil sie einfach nix anderes vertragen.
    Die meisten davon kriegen zugegebenermaßen noch ein vitaminisiertes Mineralfutter (Futterpläne von der Uni sehen das halt meistens so vor), andere aber auch nicht.
    Alle sehen gut aus und sind nach menschlichem Ermessen gesund bzw haben nix, was ernährungsbedingt ist, außer der Allergie selber natürlich. Scheint also zu gehen.


    Ich persönlich würde es aber ohne Not nicht ganz so weit treiben. ;)
    Als Faustregel seh ich das so, dass meine Hunde alle Fleischsorten zu fressen bekommen, die ich auch Alltags regelmäßig esse.
    Also Rind (+Milchprodukte), Huhn (+Ei), Pute, Schwein (eher wenig, weil es beim abkochen so stinkt... ich esse auch nicht viel Schwein), und ein, zwei Sorten Fisch, z.b. Seelachs...


    Die weniger alltäglichen Sorten... naja... siehe oben. Aber wenn ich z.B. irgendwo günstig Kaninchen oder Fasan herkriegen könnte, würde ich das auch nicht ausschlagen. ;)

    Eine kleine Anmerkung zu den Fleisch-Komponenten:
    Ich weiß, dass beim Barfen immer empfohlen wird, möglichst abwechselungsreich Fleisch von verschiedenen Tierarten zu füttern. Spricht auch "eigentlich" nix gegen.
    Allerdings kann ein Hund auch wunderbar überleben ;) wenn er z.B. nur Rind, Huhn, Pute, Lamm (oder sogar nur ein oder 2 dieser Arten) und davon auch die entsprechenden Organe kriegt.
    Zudem ist es günstiger. Spielt für manch einen keine Rolle, ich finde das schon ganz nett.


    Ich persönlich würde mir so Futterkomponenten wie Kaninchen, Pferd, Ente, Wild... aufsparen.

    Futtermittelallergien werden leider immer häufiger. Früher wurde für Ausschlussdiäten immer Lamm und Reis empfohlen.
    Gegen Lamm sind inzwischen auch schon zig Hunde allergisch. Letztlich weiß man es nicht genau, aber das kann durchaus damit zu tun haben, dass sie da schon vorher drauf sensibilisiert wurden, weil es seit einigen Jahren modern ist "Lamm und Reis" für sensibele Hunde zu füttern. Ein Fertigfutter wo Lamm und Reis draufsteht enthält ja bekanntermaßen nicht immer nur diese Komponenten und wenn dann der Hund ursprünglich auf Rind oder Weizenklebereiweiß allergisch war und diese Komponenten zusammen mit z.B. Lamm bekommt, dann können da Kreuzreaktionen entstehen.


    Also: Prinzipiell spricht nix dagegen nem Hund Pferd zu geben, ist gutes, hochwertiges Fleisch. Aber wenn man dann mal Ausschlussdiäten muss, landet man dann bei Strauß oder Rentier wenn man was braucht was der Hund vorher noch nie bekommen hat. Und deswegen würde ich mir mindestens eine nicht allzu exotische Fleischsorte noch "in Reserve" halten.


    Thunfisch würde ich weder selber essen noch füttern. Ich mag ihn zwar sehr gerne, aber meine Hunde müssen zu ihrem perfekten Futterglück keine in ihrem Bestand bedrohte Tierart fressen.

    Grade dieses Beispiel finde ich irgendwie nicht zuende gedacht und damit eher Wasser auf den Müheln derjenigen Leute die Strikt gegen das Einkreuzen von Fremdrassen sind.


    Ich hab mit beiden Rassen keine nähere persönliche Erfahrung, aber die Arbeitsgebiete und Arbeitsweisen passen überhaupt nicht zusammen und was man so über die Charaktere liest auch nicht. Da kommt schon der Eindruck auf, dass das mehr nach dem Motte "Hauptsache sieht so ähnlich aus!" gemacht wurde.
    Kann doch nicht sein, dass es nicht einen einzigen passenden Retriever oder meinetwegen wenigstens einen Vertreter einer passende Setter- oder Spanielrasse gegeben hat? Da überschneiden sich die Einsatzgebiete zumindest und es besteht auch historisch ein Verwandschaft.


    Ich mein, Gesundheit und ein gutes Wesen ist EINE Seite der Medallie die sich Rassehundezucht nennt und für mich persönlich eine sehr wichtige.
    Ein Rassehund wäre aber kein Rassehund wenn er nicht bestimmte rassespezifische Merkmale mitbringen würde, eben nicht nur äußerlich sondern auch vom Charakter und von der Arbeitsleistung bzw abgeleitet von seinem früheren Einsatzgebiet.
    Hat er das nicht, ist es vielleicht ein gesunder, netter Hund, aber halt kein Rassehund xyz mehr, auch wenn er so aussieht.
    Das gilt für mich im übrigen ebenso für Hunde, die zwar von der Lineinführung so rein wie frisch gefallener Schnee sind, aber für ihre ursprüngliche Aufgabe kein Stück weit mehr taugen. Aber das ist ne andere Baustelle.


    Da kommt man sicher auch nach ner Einkreuzung einer völlig anderen Rasse wieder hin wenn man ein paar Generationen strikt auf den gewünschten Typ & Eigenschaften selektiert (siehe das BoxerxCorgie-Kreuzungsexperiment, wo man nach 4 Generationen Rückkreuzung wieder Hunde hatte die vom Phänotyp wieder Boxer waren).
    Aber einfacher würde man es sich machen wenn man einen Kreuzungspartner wählt der die eigene Rasse besser ergänzt.


    Zum Beispiel bei den Pinscher x Schnauzer Kreuzungen in Finnland. Hab die Links grade verlegt.... das war jedenfalls ein offizielles, vom finnschen Verband abgesegnetes Experiment weil die Linienführungen beim Deutschen Pinscher wohl recht eng sind.

    Die beiden Rassen waren ja früher mal eins und sind dann nach Glatthaar und Rauhaar getrennt worden. Der Verwendungszweck und das Wesen war ab ganz am Anfang das selbe, das Format und der Körperbau sind heute auch noch ganz ähnlich. Das hat für mich irgendwie mehr Kontinuität. Ist aus rein genetischer Sicht egal, Hund ist Hund, Hauptsache gesund und nett. Aus Sicht eines Rassehundezüchters aber eben nicht...