Beiträge von Marula

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    hab eine Frage an euch.. unser Wolfhund ist wohl doch nicht Solid Blue, sondern Blue Sable, weil sein Braunanteil wohl zu hoch ist. Kann mir irgendjemand was zu der Farbe sagen, hab zwar gegooglet, aber ich find nichts vernünftiges. 1000 Dank


    Was möchtst du denn wissen?

    Im Prinzip funktioniert es wie das "normale" (also das unverdünnte) Sabel. Guck mal da:
    http://homepage.usask.ca/~schmutz/dogcolors.html
    und dann unter "Fawn, Wolf Sabel, -and-tan, Recessive Black".

    Bei "Wild Type Black Banded Hairs" ist ein Schäferhund mit sehr viel dunkeler Sabel-Zeichnung abgebildet.
    Könnte mir vorstellen, dass eurer auch in diese Richtung geht, nur mit einem noch höheren (durch den Dulutefaktor zu "blau" verdünntem) Schwarzanteil.

    Ich habe keine Ahnung, wie es mit den bei Farbdilution bei machen Rassen vorkommenden Fell- und Hautproblemen bei dieser Rasse ist.
    Auch weiß ich nicht, ob es irgendeinen Unterschied macht, ob der Hund solid blue ist oder ob er irgendeine Variante (mit Brand, Stromung, Sabel) davon ist.
    Ich würde mal schätzen nein, da der Verdünnungsfaktor ja auf beide Pigmentarten wirkt, auf rotes und auf schwarzes.


    Zu den angemalten Hunden: Also zumindest finde ich die Golden Redtiger und die Chowpandas sehen ganz witzig aus.
    Solange die Farben ungiftig sind ist es wohl harmlos.. aber irgendwie trotzdem strange. :lepra:
    Ich glaub dazu geistert hier sogar auch irgendwo ein Thread rum.


    Ich glaub nicht, dass andere Hunde da besonders ungewöhnlich drauf reagieren würden. Wenn die fähig sind sich in der jetzigen Vielfalt an Körpergrößen und -formen und Fellarten und -farben gegenseitig als Hunde zu erkennen, dann macht ein bisschen künstliche Farbe wohl auch keinen Unterschied mehr.

    @tromba:
    Huch! :D
    Das sieht ja scharf aus... :lol:

    Ganz sicher, dass das nicht aufgemalt war?
    Das sieht so regelmäßig aus und teilweise überschneiden sich die durchschimmernden grauen Flecken auf der Haut mit den schwarzen im Fell. Auch sind die schwarzen Flecken unten am Brustkorb genauso dunkel wie oben am Rücken, obwohl das Fell viel dünner ist.

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    Ich schmöker öfter mal bei der Dobermann Nothilfe. Eigentlich habe ich da den Eindruck, dass die Pflegestellen sehr sorgfältig ausgesucht werden.

    Alleine die Beschreibung der Pflegestelle auf deren Homepage finde ich schon fast abschreckend, wenn auch ehrlich...
    -es kommen Kosten auf Sie zu
    -in jedem Fall wird es viel Arbeit, denn die Hunde müssen meist seelisch und physisch wieder aufgebaut werden
    -die Pflegestelle muss evtl Fahrerei in Kauf nehmen
    -die Pflegestelle muss jederzeit Interessenten empfangen
    usw usw

    Für mich hört sich das alles schon nach recht strengen Auswahlkriterien an

    Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass die Pflegestellen für "Rasse xy in Not", also für Vereine die zumeist Hunde aus Deutschland einer bestimmten Rasse vermitteln und oft mit dem entsprechenden VDH-Verband zusammenarbeiten (bei uns erscheinen z.B. immer die aktuellen Pflegehunde von zwei speziellen Vereinen in der Verbandszeitschrift), erheblich kompetenter sind und gründlicher ausgewählt werden als im Auslandstierschutz.

    Dafür beschweren sich die Leute da dann oft wieder, dass die Ansprüche an Interessenten wie auch an Pflegestellen zu hoch wären und manchmal muss ich da auch zustimmen.
    Aber nur manchmal, meist finde ich das inzwischen eher gut so. ;)


    Im Auslands-TS hab ich eher die gegenteilige Erfahrung gemacht. Natürlich gibt es auch da wunderbare Plegestellen, ich kenne einige persönlich und einige über Foren und auf die lass ich auch nix kommen.

    Es gibt aber auch viele extrem inkompetente, teilweise ohne viel Hundeerfahrung, teilweise "nur" ohne spezifische Rasseerfahrung (was ich bei machen Rassen doch ziemlich wichtig finde, ich würde mir so spontan auch keinen Rottweiler oder keinen Border Collie holen und andersrum den Liebhabern solcher Hunde wohl auch keinen Galgo empfehlen), teilweise mit unpassenden äußeren Bedingungen.

    Dafür kriegen halt auch Leute einen Hund, die bei den "strengeren" Orgas (teilweise grundlos) abgeschmettert wurden.


    Es hat alles seine Vor- und Nachteile, aber ich persönlich bin, auch wenn ich durchaus pro-Auslandstierschutz bin (hab ja selber zwei Hunde aus dem Ausland), eher bei der Einsicht angekommen, dass man lieber weniger und dafür gut retten soll und das schließt halt auch die Auswahl Pflegestellen mit ein.
    Ich finde generell nur einen Hand voll Orgas aus der Masse die Greys und Galgos (für andere Rassen kann ich wie gesagt nicht sprechen) vermitteln empfehlenswert und da zählt dieses Kriterium durchaus mit rein.

    Ja, leider sind die gestellten Anforderungen oft ziemlich niedrig.

    Ich habe einen wirklichen Überblick eigentlich nur bei meinen Rassen, also bei den Windhunden, da kommen ja einmal die Galgos aus Spanien und dann (in kleinerem Umfang) die Greyhounds aus Irland.
    Das sind Spezialrassen für die man meiner Meinung nach einiges an Vorwissen und auch passende Bedingungen braucht. Die haben recht spezifische Ansprüche und Eigenschaften.

    Selbiges trifft sicher auch auf eine ganze Reihe anderer typischerweise im Auslandstierschutz zu findenen Rassen zu, es gibt halt in Süd- und Osteuropa viele Arbeitshunde: Jagdhunde jeder Coleur, Hütehunde, Herdenschutzhunde.
    Die sind halt alle nicht für jeden 0815 Haushalt geeignet und ohne arrogant oder elität rumberkommen zu wollen hat auch einfach nicht jeder das Zeug (und die äußeren Bedingungen dazu) einen solchen Hund zu halten und zu führen.


    Oft habe ich den Eindruck, das an Pflegestellen ein weniger hoher Anspruch gestellt wird als an Endstellen. Dabei sollte eigentlich das Gegenteil der Fall sein.

    Hatte vor einiger Zeit dazu auch schonmal einen Thread gestartet, gab aber nicht allzuviel Resonanz:
    https://www.dogforum.de/nimm-doch-erst…it=Pflegestelle

    Für mich trifft auch diese Zusammenfassung es ganz gut:
    http://www.hundshuus.de/hundevermittlung/index.html
    Edit... sehe grade das das mit dem direkt verlinken nicht funktioniert hat... links unten auf "Infos rund um den Hund" und dann "Pflegestelle allgemein".

    Also ich würd mich bei Sheila nicht auf "Windhundmix" festlegen wollen.
    Sie sieht für mich wie ein Labrador mit einem guten Schuss von was schlankem, hochbeinigem aus.

    Ob das nun ein anderer Jagdhund, ein Dobermann oder was auch immer war lässt sich finde ich von ihrem Aussehen her nicht sagen.
    Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass der leichter gebaute Anteil der in ihr steckt was Windiges war, aber es können vom Aussehen her auch andere Rassen gewesen sein.

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    Hm, muss nicht zwingend ersichtlich sein, dass in dem Hautbereich mehr oder weniger Melanin gebildet wird.
    Meine Nichte hatte als Baby bei ihren eigentlich blonden Haaren auf dem Kopf ein 5-Mark großes Stück mit pechschwarzen Haaren. Die Haut war dort aber auch nicht anders (bzw. nur ein Hautarzt konnte da mit speziellen Gerätschaften sehen, dass eine minimale Pigmentveränderung dort war, wie ein großes Muttermal), inzwischen sieht man das aber nicht mehr da sich die Haarfarben ein wenig angeglichen haben. Oder manche Menschen haben schneeweiße Haarstellen, wo an den betreffenden Hautstellen kein Pigment gebildet wird.


    Ich hab auch eine Stelle auf der Hüfte, ungefähr so groß wie ein Fünfmarkstück, wo ich gar kein Pigment habe. Einfach weiße Haut, die nie braun wird. Im Winter sieht man das kaum, im Sommer bei Bikinwetter schon.
    Meine Mutter hatte wohl als ich ganz klein war mal den Arzt danach gefragt und der sagte, solche kleinen lokalen Pigmentstörungen kommen schon mal vor.

    Irgendwo weiter vorn hatte ich auch mal ein Links zu zwei Salukis mit Mosaikzeichnung geposted. Das habe ich bisher bei Hunden nur in schwarz/grau auf rötlichem bis cremefarbenem Untergrund gesehen, aber vielleicht ist es auch in anderen Farben möglich?

    Dabei handelt es sich um eine somatische Mutation, also eine Mutation die in Nicht-Geschelchtszellen auftritt und sich daher nur bei dem Individuum auswirkt und sich nicht weitervererben kann.
    Hier sowas:
    http://www.ashgi.org/color/Aussie_somatic_mutations.html

    Oh, und hier ist noch eine interessante Seite mit Dalmatiner-Fehlfarben, hatte ich beim suchen nach Beispielen für Mosaikzeichnung gefunden:
    http://paisleydals.com/color.html

    Falbala, so wie ich euch beide verstanden habt, meint ihr in puncto "schwarz geborene und dann aufsilbernde Pudel" beide das gleiche.
    Das einzige wo ihr nicht übereinstimmt ist, ob es überhaupt dd-blau bei Pudeln gibt.


    Die Namensgebung mit "blue" für dunkle Silber-Pudel finde ich auch eher unglücklich, egal ob nun der Dilutefaktor und damit echte blaue in der Rasse vorkommt oder nicht.
    Aber ist ja ähnlich mit red/chocolate/liver die in verschiedenen Rassen teilweise verschiedene Farben und teilweise das gleiche meinen.


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    der kelpie sieht echt klasse aus. hab gerade gegoogelt und fawn ist vergleichbar mit lilac beim border collie (beide eltern müssen dilution und rot/chocolate mitgeben)
    nachzulesen HIER


    Intressant - wenn man weiß wie Blau bzw Blau mit Brand bei der selben Rasse/Felltyp aussieht, kann man es tatsächlich gut von dem "Fawn & Tan" bzw aufgehelltem Braun mit Brand unterscheiden.

    Aber die verlinkte Seite verwirrt mich etwas.
    Bei der Farbe "Cream" steht da:

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    Some people mistake this color as fawn. The cream color is achieved by the presence of the Blue Dilution or D gene in the homozygous recessive form (dd). It dilutes brown eumelanin to blue, and red to cream. This recessive gene has a diluting effect on both eumelanin (black/brown) and phaeomelanin (red/yellow).


    OK, wenn man einen komplett braunen (bb) Kelpie hat, ohne Brand, und der zwei mal d mitbekommen hat, dann wird das rote Fell zu cremefarben aufgehellt.
    Dann kann aber die Nase nicht schwarz sein wie bei 3 von 4 Fotos auf der Seite?


    Außerdem wird an diversen Stellen erwähnt, dass es im Hinblick auf Colour Dilution Alopecia sicherer sei, nicht zwei dd-Hunde zu verpaaren, sondern, wenn man einen Welpen in einer Dilute-Farbe möchte, lieber zwei Carrier zu verpaaren. Mhm.

    OK, das mag ein Erfahrungswert der Züchter sein, vielleicht ist da ja was dran.
    Aber wenn die Probleme durch das Vorliegen von dd (bzw die Abwesenheit von mindestens einem D) hervorgerufen werden sollten... müsste es dann nicht egal sein, ob der Welpe seine beiden d-Kopien von zwei homozygoten Eltern bekommen hat, von einem heterozygoten und einen homozygoten Elternteil oder von zwei heterozygoten?
    Zwei mal d und null mal D hat er am Ende so oder so.

    Bei den Dobis haben ja nunmal auch die dd-Welpen aus heterozygoten Verpaarungen meistens Probleme, bei Weimaranern oder Greyhounds kann man scheinbar auch dd verpaaren ohne Probleme zu kriegen.

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    zu Kelpie kann ich dir leider nicht viel sagen, nur dass er einem Freund gehört und ich das erste Mal einen Kelpie in dieser Fare gesehen habe. Die Farbe wurde vom Besitzer Fawn&Tan genannt, ob es eine Fehlfarbe ist ??? Ich hoffe nicht dass Hautprobleme hat, bis jetzt hat er sie noch nicht. Ist aber auch erst 12 Wochen. Bist du sicher, dass er das blaue vom Dobermann hat, wäre ja nicht wirklich toll..


    Ach so, dachte es wäre deiner. ;)
    Es sieht schon so aus als hätte er auf jeden Fall diesen Dilutefaktor mit seinem verblassten Fell, den hellen Augen und der blassen Nase. Aber ob er "das vom Dobermann" hat, also auch die gesundheitlichen Probleme, weiß ich nicht. Es gibt blau (oder generell verdünnte Farben) in vielen Rassen, scheint aber nicht in allen ein Problem zu sein.

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    Aber nicht alle weißen Schäferhunde haben schwarze Haut, wozu gehören die denn dann?


    Was haben die denn?

    Auch bei Hunden die schwarzes Pigment haben kann die Pigmentierung stärker oder schwächer sein, hängt z.B. auch von der Sonneneinstrahlung ab.
    Und e/e, dass die Schäfers weiß aussehen lässt, wirkt auch bei Hunden die braunes Pigment haben (wie ich hier gelernt hab *g*), also die Farbe wie z.B. braune Labradoren. Das wären dann cremeweiße Hunde mit brauner Nase, Augenlieder und so weiter.

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    Staupe zum Beispiel, die schon als so gut wie ausgestorben galt, ist hier in Großstadtnähe wieder richtig gut auf dem Vormarsch.


    Ich wohn ländlich, bei uns hängen grade überall die Schilder von der Jägerschaft, dass bei geschossenen Füchsen nach amtlicher Untersuchung Staupe festgestellt wurde und man seine Hunde nicht im Gebüsch stöbern lassen soll. Von Bekannten in Berlin weiß ich, dass da auch immer mal wieder Staupe ausgehend von Stadtfüchsen ein Problem ist.

    Villeicht als kleine Anregung wegen der Erkältung: Das ein Hund wochenlang an einer kleinen Erkältung bastelt ist nicht normal.

    Wenn man ein erkältetes Kind hat, packt man das ins Bett und lässt es sich gesundschlafen, damit sich das ganze gar nicht erst auswächst oder festsetzt. Auch wenn es vielleicht lieber draußen spielen würde wenn man es ließe und maulig ist weil vor dem Fenster die Sonne scheint und alle anderen baden gehen dürfen.

    Bei Welpen gilt selbiges.
    Die machen lustig alles mit was man ihnen anbietet, von Welpenschule bis spazieren gehen. Was man mit nem Welpen mit nem Infekt aber eigentlich machen sollte ist: Minimalprogramm bis das ganze auskuriert ist, keine Spaziergänge, kein wildes toben.
    Mehr oder weniger "Stubenarrest" und nicht überall hin mitnehmen und von Pontius nach Pilatus schleppen. Einfach erstmal gesund werden lassen, nix tun außer fressen und schlafen und wenn sie fit sind kann man wieder Programm machen.


    Ansonsten habe ich schon Welpen mit Parvo gesehen und - Überraschung! - die waren nicht mal aus dem Ausland, einfach ein ungeimpfter Wurf hierzulande. Außerdem kenne ich einen erwachsenen Hund mit den neurologischen Spätfolgen von Staupe, der ist allerdings aus dem Ausland und die Erkrankung war wohl schon etwas her.
    Das sind meine Erfahrungen zum Thema ungeimpfte Hunde, auf die ich persönlich verzichten könnte.
    Meine eigenen Hunde sind grundimmunisiert und danach sporadisch in größeren Abständen geimpft, da ich nicht ausstelle oder ins Ausland reise mit ihnen reicht das so.


    Da die Situation nun ist wie sie ist kann ich mich nur Gabi anschließen: Ich würde versuchen das Risiko, das man nunmal nicht ausschalten kann, so klein wie praktisch möglich zu halten bis die Grundimmunisierung abgeschlossen ist.
    Also erstmal auf dem eigenen Grundstück lassen, Kontakt nur mit bekannten geimpften Hunden. Und wenn man denn umbedingt mit den Kleinen raus will, dann dahin, wo nicht viele andere Hunde rumlaufen.
    Meiden würde ich Hundeplätze und - ausläufe sowie beliebte Gassistrecken und Kontakte mit mir unbekannten Hunden.
    Man kann es nicht ganz verhindern, aber je geringer die Exposition, desto kleiner das Infektionsrisiko.