Beiträge von Marula

    Hunde müssen nicht hängen um erfolgreich zu decken. Ich kenne einen 11er Wurf der nach dem Motto "Rein, raus, Zigarette" entstanden ist.
    Das ist zwar nicht die Regel, aber auch keine ganz große Ausnahme.

    Und das mit dem Schleim kann in der Trächtigkeit auftreten, ist aber KEIN sicheres Anzeichen, sondern kann auch ganz normal im Zyklusverlauf oder bei einer Erkrankung vorkommen.
    Hatte meine Hündin auch schon und war weder krank noch tragend.

    Also, abwarten, Tee trinken, don`t panic. ;)

    Nein, solche Absonderungen sind kein sicheres Anzeichen für eine Trächtigkeit, das sie nicht wie üblich scheinschwanger wird ebenfalls nicht.

    Insofern kann dir hier keiner was sagen, da musst du den TA-Termin abwarten. Ich drück euch die Daumen, dass nix ist.

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    Von Podencos weiß ich, dass die gern mal über Zäune gehen.


    Ja, Podis sind wahre Känguruhs und können auch sehr gut klettern.

    Von deiner Beschreibung her kann ich es jetzt nicht wirklich einschätzen - 1,20 "so" sind recht wenig, wenn das danebenliegende Grundstück nen höheren Zaun hat oder ne dichte Hecke daneben ist, dann kann das gehen.

    Grundsätzlich würde ich schon so um 1,60 m empfehlen. Das ist den meisten zumindest für Spontanausbrüche zu anstrengend, auch wenn viele Windhunde und Podis locker über 2 m und mehr kommen wenn sie wollen.

    Bei mir ist es so, dass die beiden Greys freiwillig gar nicht springen, nur wenn sie mir auf dem Spaziergang mal über einen umgefallenen Baum oder so folgen sollen, und dann auch nicht wesentlich über 1m. Wenn man so nen Hund bekommt reicht auch 1,20 m .
    Die Salukihündin macht aber 1,50 definitv mit links (aus dem Stand und ohne oben aufzusetzen) und macht das auch mal spaßeshalber.


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    Mit Abrufbar meine ich, dass ich meinen Hund zurückpfeiffen kann, selbst wenn er meint auf die Jagd gehen zu müssen.


    Ich würde mal sagen: Mit 95% aller Windhunde... vergiss es.
    Die restlichen 5% sind Senioren, Junghunde und die wenigen tatsächlichen Ausnahmen.

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    Das ist ein Verhalten mit dem ich mir arrangieren kann. ;)


    Sowas (Freilauf in ausgewählten Gebieten, nicht ohne guten Grund abhauen, aber trotzdem nicht abrufbar wenn einmal angejagt) halte ich bei den meisten Windigen für absolut erreichbar.

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    Hätte halt Angst das der Hund dann erstmal stundenlang weg ist. Und womöglich nicht wiederkommt.


    Na, die meisten kommen schon irgendwann wieder dahin zurück wo sie gestartet sind, zumindest wenn sie sich in der Gegend auskennen. Viele warten dann auch am Auto oder so.
    Und ich muss auch sagen, das meiste was ich im Bekanntenkreis erlebt oder erzähltbekommen hab ist ähnlich wie bei mir: Kurz hinterhergedüst und dann nach wenigen Augenblicken oder nach ein paar laaaaaaangen Minuten wieder da.

    Aber es geistern auch alle paar Monate wieder Suchmeldungen durch die Windhundforen mit Storys wie "Hat ein Reh gejagt und ist nicht wieder aufgetaucht, wurde dann 2 Tage später 30 km entfernt gesichtet, seitdem nicht mehr gesehen."

    Man muss halt auch bedenken, dass die in kurzer Zeit enorme Strecken zurücklegen können - da kann ein Hund in wenigen Minuten zwei, drei km weit weg sein.
    Da wird dann "nächste Straße weit entfernt" schnell relativ.


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    Also wenn Zweithund dann nur Windhund, das steht fest. Hoffnung das es ein Dauerfreiläufer wird habe ich dennoch. Obs dann so wird, das muss man sehen. Das ist denke ich auch nicht nur von der Rasse abhängig sondern speziell von jedem Hund.


    Naja, ich hab mein Sätzchen gesagt, siehe die "95%" oben. ;)

    Frag vielleicht auch mal in einem Windhundforum oder auf einem Galgoauslauf nach wer seinen Hund wirklich sicher (nicht nur ausnahmsweise mit viel Glück und der richtigen Situation, wie ich...) von Wild abrufen kann.

    Ob ihr allgemein einen Zweithund haben könnt/wollt, ob ihr euch Hunde und Kinder gemeinsam zutraut, dazu kann ich nix sagen. Das müsst ihr letztlich selber wissen.
    Finde aber die äußeren Bedingungen hören sich nicht schlecht an und kenne auch diverse Mehrhundhalter mit Kindern.


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    Da wir Glück haben das die Lola nicht jagt und somit (eigentlich immer) freiläuft wäre es toll wenn der Zweithund auch abrufbar wäre. Bei Podenco ist das ja so eine Sache, Galgos sind da meiner Infos nach anders?!


    Naja, Galgos jagen in der Regel weniger mit Nase und Gehör als Podencos und mehr nur auf Sicht. Das macht die Sache etwas einfacher.

    Abrufbarkeit ist aber bei allen Windhunden und Mediterranen die ganz, ganz große Ausnahme. Selten, dass man mit dem Ersthund Glück hat und mit dem zweiten dann gleich nochmal. ;)
    Ich weiß ja nicht wie ihr das mit eurem Ersthund regelt, was für Gelände ihr habt und was ihr unter nicht jagend und abrufbar versteht.


    Bei mir (zwei Greyhounds, ein Saluki) ist es so:
    Ableinbar in wildarmem Gelände, dann auch ganz normal abrufbar. Unmotiviert abhauen tun sie nicht, es muss schon was hochspringen was sie sehen. Fährten nachgehen machen sie auch nicht. Sie verlassen den Weg nicht. Der Radius ist eher klein (so um die 20 m um mich rum, der eine fast immer direkt neben mir, die beiden anderen vielleicht auch mal 50 m weit weg, aber nicht mehrere 100 m oder so, wie man gern mal hört).

    Wenn was jagdbares gesichtet und keine Leine dran ist... nicht gut. :pfeif:
    Eventuell, wenn man das Wild vor dem Hund sieht und abruft bevor er es gesehen hat, geht es noch. In manchen Fällen hab ich auch schon einen Hund abrufen können, besonders wenn nur einer von 3en abgeleint ist und das Gelände unübersichtlich ist, so dass das Wild schnell aus den Augen verloren wird.
    Aber in der Regel wären sie bei sichtig flüchtendem Wild weg, erst Recht zu mehreren. Bei den Gelegenheiten wo mir einer abgegangen ist, ist er immer umgekehrt und schnurstracks zurückgekommen sobald er das Wild nicht mehr sehen konnte.
    Kann übrigens auch bei deiner Ersthündin gut sein, dass sie sich von einem jagenden Zweithund dann verleiten lässt.


    In der Stadt, wo ich vorher gewohnt hab, war das jedenfall alles ziemlich einfach. Es gab viele wildfreie Auslaufgebiete, so dass die Windigen eigentlich genauso viel Freiheit hatten wie jeder Mops oder Schäfermix. Man konnte in Stadtwald auch mal 2, 3 Stunden ohne Leine spazieren gehen, also wirklich eine Runde laufen. Und dabei quatschen.

    Momentan wohne ich ländlich und um die Hunde freilaufen zu lassen muss ich immer erst ein Stück mit dem Auto fahren.
    Und selbst in "sicheren" Gegenden muss ich sehr aufpassen: Zu manchen Tages-/Jahreszeiten mach ich sie an manchen Orten dann doch nicht ab, oft nicht alle 3 Hunde gemeinsam, sondern nur einen oder zwei gleichzeitig, und eigentlich nie eine ganze Runde - es sind immer nur bestimmte Strecken oder manchmal auch nur eine bestimmte Wiese oder so wo ich sie laufen lasse und dann wird für den Rest der Runde oder bis zum nächsten "Freilaufstückchen" wieder angeleint.


    Generell würde ich dir den Windhund nicht ausreden wollen, aber wenn du mit der Hoffnung drangehst, dass der zweite ebenfalls ein abrufbarer Dauerfreiläufer wird, dann würdest du wahrscheinlich sehr enttäuscht werden.


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    Wobei, wir reden ja nicht von Hunden, wir reden ja von Windhunden. ;) Die sind ja schon anders als andere Hunde.


    Jein.
    Für Mehrhundhaltung sind viele Windige sicher gut geeignet, ansonsten seh ich da im Alltag jetzt keine so großen Unterschiede. Aber wenn man das Wesen mag, kann man natürlich gut mehr als einen davon haben.


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    Ich würde am liebsten wieder eine Hündin dazu haben, gute Idee?


    Hängt von deiner Hündin ab. Manche verstehen sich besser mit Rüden, anderen ist es eigentlich egal. Ich mag beides und finde es macht wenig Unterschied, zumal wenn sie kastriert sind, was ja bei Tierschutzhunden die Regel ist.

    Wenn du einen Hund willst der mit dir durch den Wald streift (ich nehme mal an eher ohne Leine) und der wirklich überall hin mitkommen kann ohne dass du dich ständig auf den Hund konzentrieren musst, dann sind die meisten "ursprünglichen" Rassen wahrscheinlich keine gute Wahl.

    Kommt jetzt drauf an was man unter ursprünglich versteht. Ich denke bei sowas an nordische und asiatische Spitze, Thai Ridgeback, manche Windhunde, Herdenschützer, Podencos, Basenji, Canaan Hund... das wären so die Rassen die mir bei ursprünglich in den Sinn kommen.
    Die meisten davon haben gepfefferten Jagdtrieb und sind nicht umbedingt mit alles und jedem verträglich.
    Sie können wegen diesen Sachen in der Regel nicht überall ohne Leine laufen, brauchen in vielen Situationen die ganze Aufmerksamkeit des Hundeführers und sind oft trotz intensiver Arbeit an "Problemen" (mancher nennt es auch rassetypisches Verhalten) noch unbequem "unangepasst", so dass man Kompromisse machen muss.


    Welcher Hund geeignet wäre... hm... sie sind halt ziemlich selten, aber eventuell ein Islandhund?
    Ich kenne nur einen, aber der ist vom Charakter her wirklich ein Schatz und irgendwie dachte ich bei deiner Beschreibung mal wieder an den.

    Er bellt recht gern, das ist wohl auch typisch für die Rasse, aber es war/ist in den Griff zu kriegen. Mit Menschen ist er ansonsten wirklich nett, auch mit Kindern und Behinderten (die Besitzerin hat einen körperlich und geistig behinderten Sohn, ist Sonderpädagogin und nimmt den Hund ab und an auch mit in die Schule).
    Er ist Reitbegleiter und braucht schon seinen Auslauf an der frischen Luft, wird aber ansonsten nicht extra ausgelastet.
    Ansätze zum Jagen waren im Junghundalter gut zu unterbinden, er kommt überall hin mit und läuft eigentlich immer leinenlos (außer in der Stadt).

    Hier: http://www.islandhund.org/ findet sich z.B. einiges an Infos und Bildern.

    Ürsprünglich sind es Hütehunde (und lsutigerweise wohl doch ziemlich "ursprüngliche" Hunde, zumindest stehen sie bei den Spitzen und Hunden vom Urtyp in der FCI-Sortierung :D ), jedoch werden die wenigsten heute noch dazu gezüchtet und verwendet, erst recht nicht in Deutschland.
    Soweit mir die Besitzerin von dem einen Exemplar das ich kenne erzählt hat, sind sie auch ohne Schafe glücklich zu kriegen.

    Hm, nee, nen Podenco seh ich bei dir eher nicht.

    Warum nicht:

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    - sehr viel Aktivität draußen, also Spaziergänge am Wald und am Strand


    Darüber freut sich ein Podi natürlich, wie jeder Hund. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du einen Podi wegen starkem Jagdtrieb in der freien Natur nicht ableinen kannst.

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    - gemeinsamer Sport ( Mountainbike, joggen usw)


    Mit Podenco sehr gut möglich, grade mit den mittleren bis großen Varianten.

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    - ich möchte, dass der Hund einen "Job" bekommt...Fährtensuchen zum Beispiel, Rettungshund oder so, je nach Hund, (mein persönlicher Traum wäre es, den Hund im Winter vor einen Schlitten zu spannen, im Sommer vor einen Wagen :roll: wobei ich darüber nur wenige Infos habe bisher)


    Für Zughundesport sind sie sicher nicht ausgelegt, auch wenn man mit einem fleißigen Exemplar vielleicht Canicross oder Bikejöring machen könnte - aber da müsste man sich nach dem Hund richten, kann auch sein dass der da null Motivation für hat.
    Andere Jobs... es sind intelligente Hunde die gern beschäftigt werden. Grade Nasenarbeit liegt ihnen sehr. Dabei haben sie aber eine hohe Eigenständigkeit und sind teilweise schwer zu motivieren und leicht durch interessantere Umweltreize abzulenken.
    Praktisch heißt das: Kann sein, dass der Podi den einen Tag total Spaß hat an ZOS oder Mantrailing und hochkonzentriert bei der Sache ist, und den nächsten macht er lieber sein eigenes Ding oder lässt sich von ner kreuzenden Kaninchenfährte oder nem duftenden Mauseloch verleiten.

    Sowas wie Rettungshundearbeit kannst du vergessen, dafür muss der Hund zuverlässig in verschiedenem Gelände freilaufen, darf sich dabei nicht von Wild verleiten lassen, muss auch sonst sehr gut zu lenken, kooperationsbereit und zuverlässig sein. Das erfüllen Podencos in der Regel nicht.


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    - keinen Kläffer
    - kein Hund, der schwanzwedelnd auf jeden Fremden zurennt... das macht meine Katze schon. ;) eine gewisse Reserviertheit finde ich ganz gut
    - robust


    Hast du bei den Podis. Reserviert/neutral bis freundlich ist die Regel, Podis die Fremde zur Begrüßung anspringen und sich den Hintern wegfreuen sind jetzt nicht so die Norm. Bei Tierschutzhunden muss man natürlich immer mit dem Vorleben rechen.

    Gesund und robust sind sie allemal, aber wiederum: Bei Tierschutzhunden das Vorleben bedenken.
    Alte Verletzungen, Abnutzungserscheinungen durch meist eher suboptimale Aufzucht und harte Arbeit, landestypische Infektionskrankheiten, das sind so die Sachen mit denen man rechnen muss.
    Aber von rassetypischen Erbkrankheiten sind alle Podencorassen bisher verschont geblieben und Hunde ohne Vorschäden haben eine gute Lebenserwartung von deutlich über 10 Jahren.
    Im hiesigen Klima brauchen viele Podis, grade die kurzhaarigen, im Winter einen Mantel.

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    - einen ( schon noch kontrollierbaren) Beschützerinstinkt, wobei das ja eh alle Hunde mehr oder weniger stark haben
    - kein hohes Aggressionspotential...


    Podencos gehören zu den Menschen gegenüber sehr weichen Hunden, auf Druck reagieren sie eher mit ausweichen als mit Gegendruck. Territorialverhalten, Wachen und Beschützen ist eher schwach ausgeprägt. Bei ungebetenen Besuchern wird maximal gebellt und sich dann zurückgezogen. Als Alarmklingel geeignet, als Beschützer (abgesehen vom Abschreckungseffekt) ziemlich nutzlos. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. ;)


    Naja. Ich kenn einige Canarios und einige Ibicencos und einen Andaluz (hätte selber irgendwann gerne mal nen Ibicenco). Alle sind sehr lustige Hunde, die jüngeren auch alle recht verspielt. Ruhig im Haus, unkompliziert mit Menschen und im Alltag, wobei eine Hündin sehr ängstlich ist, was ich aber eher aufs Vorleben als auf die Rasse schiebe.

    Alle haben gesalzenen Jagdtrieb (wie es sein soll!!!) und sind nur bedingt ableinbar, wegen Jagdtrieb, aber auch wegen einer gewissen Entdeckerfreude: Selbst wenn die akut nix in der Nase haben, finden die teilweise nix dabei sich mal für ein Stündchen oder zwei zu verabschieden und zu gucken was die Umgebung so zu bieten hat.

    Das hat nix mit magelnder Bindung und nur sehr wenig mit Erziehung zu tun, so sind die gemacht, so arbeiten die, so haben sie es teilweise in Spanien auch schon gelernt.
    Selbstständig und ausdauernd suchen, oft außer Sicht- und Hörweite des Besitzers, und dann entweder Kaninchen selbst erlegen und apportieren oder dem Jäger zutreiben oder Kaninchen im Bau durch ausdauerndes bellen anzeigen.

    Die Besitzer die ich kenne fahren dann halt in besondere Gebiete, z.B. städtisches Auslaufgebiet ohne Wild. Paradox: Man wohnt idyllisch auf dem Land mit Wald und Feld drumrum und fährt den Hund zum laufen lassen in die Stadt oder zu eingezäunten Wiesen... das muss man schon wollen...


    Wenn man bei dem Gedanken, dass der eigene Hund tatsächlich mal abhaut und ne Weile verschwunden ist vor Angst stirbt... eher kein Podenco. Passiert fast jedem Podibesitzer früher oder später.
    Gleiches gilt für tatsächlichen Jagderfolg: Wem schon übel wird wenn der Hund ne Maus tötet und auffrisst... kein Podenco!


    Wenn du schreibst du wirst später viel draußen arbeiten und der Hund kann/soll mitkommen, er soll vielleicht auch mal mit zum Pferd usw, dann wäre wahrscheinlich ein Hund besser, bei dem du keine Leine in der Hand haben musst und auf den du dich nicht extra konzentrieren musst damit er bei dir bleibt.

    Meine beiden älteren Hunde wären beide auch jeweils als Einzelhund glücklich. Sie leiden nicht unter der Mehrhundhaltung, ich glaube in mancher Hinsicht tut es ihnen auch gut - aber sie hätten definitiv keine Gesellschaft gebraucht.

    Das beantwortet ja schonmal die Frage, für wen der Zweit- und Dritthund angeschafft wurden: Für mich.


    Trotzdem hab ich bei beiden gewissermaßen Rücksicht genommen dass es auch passt. Im Falle das Zweithundes sollte zu einem vorhandenen erwachsenen Hund ein zweiter erwachsener Hund angeschafft werden. Da kann man nicht ganz so frei entscheiden wie wenn man einen Welpen dazuholt, denn die Charaktere sind ja schon gefestigt.

    Prompt hats dann auch mit dem zuerst besichtigten und eigentlich von mir gewünschtem Kandidaten nicht ganz gepasst, die beiden Herren haben sich zwar nicht gekloppt, aber so richtig grün waren sie sich auch nicht. Kann sein, dass sie sich noch aneinander gewöhnt hätten, aber muss ja nicht sein.

    Mit dem letztlich ausgewählten Zweithund hat sich der Ersthund gut verstanden und tut es auch jetzt nach 4 Jahren noch.
    Ich hab dafür ein paar Abstriche gemacht: Andere Farbe als gewünscht, schon 4,5 statt um die 2 Jahre alt, wesentlich ruhigeres Temperament als ich eigentlich wollte.


    Bei erwachsenen Hunden finde ich es schon ganz gut, wenn sie sich vorher mal kennenlernen können, die Charaktere sind schon gefestigt und man vermeidet auch Stress für sich selber.


    Naja, beim Dritthund stand dann fest, es soll ein Welpen/Junghund sein. Ein Altersunterschied von 5-8 Jahren zu den vorhandenen Rüden war gegeben.
    Solange alle Hunde sozial halbwegs normal veranlagt sind hat man in so einer Konstellation (junger Hund/Welpe zu deutlich älterem Erwachsenem) ja gewöhnlich wenig Probleme mit der Eingliederung. Da kann man dann wesentlich freier aussuchen.


    Da hab ich dann wirklich nur danach ausgesucht was mir gefiel und was ich mir wünsche.
    Da meine beiden Althunde ja aus dem Tierschutz und daher kastriert sind, war auch das Geschlecht egal, ansonsten hätte ich mit 2 vorhandenen Rüden eher zu einem weiteren Rüden tendiert. Es waren aber nur noch Hündinnen frei aus dem Wurf, also wurde es ein Mädchen.
    Die Kleene ist übrigens wirklich ein Gruppenhund. Man könnte sie sicher auch einzeln halten, aber sie fühlt sichtlich wohl in der Gruppe (viel Kontaktliegen, ausführliche Begrüßung wenn sie zurückkommt oder einer weg war, häufige Spielaufforderungen, ab und zu putzt sie den anderen die Ohren oder versucht es zumindest - meist wird sie weggeschickt).


    Der nächste wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch wieder ein Welpe. Der wird dann ebenfalls überwiegend nach selbstsüchtigen Gründen ausgesucht.

    Nur mit dem Geschlecht bin ich mir nicht so ganz sicher - in Sachen Verhütung wäre sicher eine weitere Hündin am unkompliziertesten, denn ich hab nicht vor meine hoffentlich noch lange Jahre hier lebende Hündin ohne sehr guten Grund zu kastrieren. Andererseits glaube ich aber, dass sie sich mit einem Rüden besser verstehen würde und mag selber Rüden sehr gern.


    Wichtig war für mich immer, dass der/die schon vorhandenen Hunde erziehungsmäßig soweit "fertig" sind. Vielleicht trau ich mir ja irgendwann auch mal mehrere ernsthafte Baustellen auf einmal zu, aber vorerst will ich das lieber nicht.


    Achja, was ich vielleicht noch dazuschreiben sollte: Es dreht sich bei mir immer um die selbe bzw um zwei relativ ähnliche Rassen. Somit sind so Sachen wie extrem unterschiedlicher Charakter und Bedürfnisse nicht gaaaaaaanz so wichtig, man weiß ungefähr was auf einen zukommt.

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    Sind die Salukis alle so "klein" ? Oder ist deine da eine Ausnahme ?


    Standard sagt 58-71 cm. Hündinnen an der unteren Grenze oder sogar leicht drunter hat man immer mal wieder, Rüden an der oberen oder leicht drüber auch.
    Gewichte sind bei leichten Hündinnen auch mal nur 16, 17 kg und bei großen Rüden 26 oder 27 kg.
    Die meisten Lukis dürften irgendwo bei 65-68 cm und um die 20-24 kg liegen (schätze ich mal...). Rüden sind im Schnitt deutlich größer als Hündinnen.

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    Mir sind [...] die richtigen Greys zu groß


    Mir inzwischen auch.
    Vom Charakter her darf es bei mir gern immer wieder ein Grey sein, das sind einfach so unkomplizierte Sonnenscheinchen (natürlich nicht alle... aber eine Züchterin schrieb mal in einem anderen Forum, dass Greys ein "geblümtes Gemüt" hätten und ich finde das trifft den Nagel schon auf den Kopf!).

    Aber von der Größe her hab ich das kleine Salukidings (knapp 60 cm und grad unter 20 kg) echt schätzen gelernt. Die braucht halt nicht immer den halben Kofferaum und die ganze Couch.


    Und die Fotos mit dem Dobi sind ja süß. =)
    Bin neulich mit jemandem spazieren gegangen der einen DSH hat. Schulterhöhe ungefähr gleich wie meine Rüden (also mit etwas über 70 cm glaub ich für nen Schäfer viel zu groß?), aber da fällt erstmal wieder auf was für kleine Köpfe meine Hunde haben.
    Der Schäfer hatte gegen meine Schrumpfköpfe einen richtigen Kohlenkasten.

    Hab schon böse Zungen behaupten hören, dass Windhunde so "schlecht erziehbar" wären läge daran, dass in dem Minischädel leider kein Platz fürs Hirn wäre. :D