Beiträge von Marula

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen Kastration, aber in dem Alter würde ich es wohl eher noch mit trainieren versuchen und gucken ob es sich im Laufe der Entwicklung gibt.
    Der Pudel von meiner Oma war auch ne Weile so drauf dass er ständig das Sofakissen berammelt hat und auch alle Menschen und Hunde die nicht bei 3 auf den Bäumen waren. Außerdem hat er sich schamlos wie Hunde nunmal sind öfter mal selbst befriedigt, natürlich auch wenn Besuch da war... :ops:
    Mit immer wieder abpflücken und zumindest bei Menschen auch strik verbieten hat es sich gegeben, er ist jetzt ungefähr 3 Jahre alt.
    Von meiner Hündin hat er ein paar Mal Dresche bezogen wenn er aufreiten wollte... ich finde sowas gehört auch mal dazu in den Lernerfahrungen von so nem jugendlichen Triebtäter.


    Bei Hundepensionen habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele aus praktischen Gründen einfach keine unkastrierten Tiere nehmen möchten.
    Bekannte von mir hatten mal bei uns in der Umgebung nach ner Pension gesucht die ihre Hunde (2x männlich, 2x weiblich, alle intakt) für 4 Wochen betreut.
    War so gut wie unmöglich, sie mussten ziemlich weit fahren am Ende um die Hunde unterzubringen.

    Die Aussagen gingen vom strohdoofen "Aber warum kastrieren sie denn nicht, dann wird doch alles einfacher und für die Hunde ist das viel gesünder!" bis zum noch ganz ehrlichen "Das machen wir nicht, wir haben schlechte Erfahrungen gemacht mit Beißereien und ungewollter Trächtigkeit."

    Das kann auch sein, dass die Dame von der Hundepension ihre eigenen, beruflich geprägten Erfahrungen mit einfließen lässt die da lauten: "Unkastrierte Hunde = mehr Stress als kastrierte!"

    Was auch noch ganz gut ist bei kneifen und ähnlichen übermütigen Attacken:

    Wenn er kneift, ist das Spiel vorbei. Zeig ihm deutlich "Aua, das war nicht lustig" (wie bei einem kleinen Kind, ruhig übertrieben "Aua" sagen und gestikulieren) und dann kommentarlos weggehen... Spaß vorbei.
    Und halt generell, wenn er so aufdreht wieder Ruhe reinbringen, dann gibts halt mal ein paar Minuten Spielpause. Wenn du Kinder hast weißt du ja wie es ist wenn die überdreht sind. ;)

    Quitschen und quieken kann funktionieren (ist ja ein ähnliches Prinzip), machen Hunde finden das aber auch noch lustiger. :D

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    Hallo, also das finde ich jetzt interessant. Ich gehe nicht in den Anus rein ( wie beschrieben ), sondern unter den Schließmuskel drücke ich wi3der nach vorne( so wie eine Baggerschaufel ).. schlecht zu beschreiben, aber ich gehe nicht IN den Anus.


    Ja, das geht auch, aber ich habs halt so gelernt und finds einfacher. Handschuhe empfehle ich jedenfalls so oder so! :D

    Offensiv auf unsichere oder drohende Hunde zuzugehen die man nicht kennt (in die Augen schauen, Hand gleich in Richtung Kopf ausstrecken, Schnauzengriff) ist als TA die beste Art sich mal wieder beißen zu lassen wenn man das noch nicht oft genug hatte. :D


    Naja, ein bisschen Selbstvertrauen muss ein TA schon ausstrahlen, wenn ihm beim ersten drohenden Hund die Hände zittern, das ist auch nix. Aber ansonsten muss der mMn dem Hund gegenüber nix beweisen und ihn schon gar nicht erziehen.
    Das ist eher ne Sache der Ausstrahlung als wie "dominant" ich mich benehme.

    Wenn der Hund aus irgendeinem Grund sich halt nicht untersuchen/behandeln lassen will, dann kann man mal ein paar Minuten lang versuchen ihn mit Leckerchen und freundlichem, nicht bedrohlichem Verhalten etwas aus der Reserve zu locken. Wenn das funktioniert - super!

    Und zieht das nicht... tja, sorry, aber es ist nicht wirklich die Aufgabe das TA sich den halben Nachmittag Zeit für Probleme zu nehmen, die eigentlich jeder HH selber lösen sollte (Notfalls mit Hilfe vom Trainer, der ist da im Gegensatz zum TA Fachmann für).

    Dann nimmt man halt mal wenn es gar nicht anders geht nen Maulkorb oder ne Schlaufe, wenn man das ruhig und ohne großes Brimborium macht ist das für den Hund insgesamt glaube ich weniger aufregend als 15 Min versuchen zu locken und zu bestechen.


    Also, ich würde eher zu TA Nummer 2 gehen...


    Meine Hündin ist übrigens beim TA auch eher unsicher. Und mich wundert es immer wieder, wie viele TA anscheinend mit dem "GutschiGutschi"-Ansatz gut fahren.
    Anscheinend sprechen die meisten Hund überraschenderweise DOCH positiv drauf an von Fremden mit hoher Quitschestimme, die sich über sie beugen und sie anstarren, als erstes gleich ins Gesicht gegrapscht zu werden. Sonst würden das nicht so viele TA immer wieder machen...

    Meine reagiert am besten, wenn man sie anfangs komplett ignoriert und einfach ein bisschen gucken und schnuppern lässt (in der Zeit wo man halt das Vorgespräch macht). Leckerchen nimmt sie eh nicht von jedem und wenn man zwanghaft versucht sie zu locken wird sie erst recht misstrauisch. Entweder sie kommt von selber oder sie kommt gar nicht.

    Wenn dann untersucht/behandelt werden muss, dann heb ich sie selber auf den Tisch und stell mich gleich an ihren Kopf. Den TA hat sie zu erdulden, aber sie will den nicht näher kennenlernen und das ist ok - muss sie auch nicht.

    Wenn was am Kopf gemacht werden muss hab ich auch immer eine Hand am Kopf für den "moralischen Halt", Maul aufmachen mach ich auch selber.
    Sie ist sicher kein extremer Fall, aber wir sind so bisher ganz gut über die Runden gekommen.

    Wenn ich dran denke lasse ich machmal ne kleine Lampe an, auch weil es dann bewohnter aussieht. Wenn ich im Hellen aus dem Haus gehe denke ich meistens nicht dran.

    Aber ich hab nicht das Gefühl, dass es meinen Hunden was ausmacht im Dunkeln zu warten - sie schlafen wohl eh die meiste Zeit. Hab ich zwar noch nie überprüft, aber sie stressen nicht rum beim alleinebleiben und pennen schon die überwiegende Zeit wenn ich da bin, also vermute ich das mal.

    Hunde sehen im Dunkeln halt viel besser als Menschen und ein bisschen Restlicht vor draußen hat man eigentlich immer wenn man die Rollos/Gardinen offen gelassen hat.
    Von daher fühl ich mich auch nicht schlecht wenn die Hunde abends mal im düstern hocken.

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    Ich arbeite seit 13 Jahren bei TA und kenne zusätzlich noch einige andere TA's und ich wüßte keinen, der der Bitte des Züchters nicht nachgekommen wäre. Wobei mir auch kein verantwortungsvoller Züchter seriös vorkommt, der so einen Welpen erstmal sechs Wochen alt werden lässt. Aber mit Züchtern kenn ich mich nicht aus. Dennoch kann ich es mir kaum vorstellen. [...]
    Kein verantwortungsvoller TA oder Züchter macht das, vermute ich.


    Geht mir ganz genauso.
    Ich kenne berufsbedingt auch ne ganze Menge Tierärzte und jeder einzelne davon hätte in so einem Fall wie in dem Thread geschildert den Welpen auf Wunsch des Züchters eingeschläfert.


    Bei den Züchtern bin ich mir da nicht ganz so sicher, da gibt es schon einge schräge Vögel denen ich das zutraue so ne Entscheidung erst 6 Wochen vor sich herzuschieben und dann den Welpen zu verschenken, frei nach dem Motto: "Aus den Augen, aus dem Sinn".

    Kenne einen ähnlichen Fall, wo sie eine Missbildung mit ca. 4 Wochen manifestiert hat, mit ca. 6 Wochen voll diagnostiziert war und dann der Züchter bis zur 9 Woche gezögert hat (der Welpe hatte einen persistierenden rechten Aortenbogen und deswegen Megaösophagus, die Probleme gingen anfangs noch und wurden dann immer schlimmer).
    Der TA wollte ihn dann auf Wunsch des Züchters einschläfern, die TA-Helferin hatte sich aber in den Kleinen verguckt und hat ihn übernommen. Fand ich sowohl vom Züchter als auch vom TA unverantwortlich das sie das zugelassen haben bei der Diagnose. Hat auch kein gutes Ende genommen, der Hund ist nur etwas mehr als ein Jahr alt geworden.
    Da hatte ich ganz deutlich das Gefühl, dass der Züchter einfach nur erleichtert war, dass ihm jemand die fiese Entscheidung abgenommen hat... feige ist sowas.


    Ansonsten meine Meinung zu den kontroversen Themen "behinderte Hunde" und "Qualzuchten"... wer sich bewusst so ein Tier anschafft bzw sich entscheidet einen Hund mit einer bestimmten Behinderung weiterzupflegen, der muss halt mit dem Echo leben können. So ist das halt, die Leute hinterfragen nunmal was ihnen nicht richtig vorkommt.

    Allerdings finde ich auch, dass man sich in Foto-/Vorstellungsthreads mit dem meckern zurückhalten kann - wenn ich weiß, dass es mir nicht gefällt muss ich ja nicht grade in die kleine Privatecke von den Leuten gucken wo sie sich über ihren Hund freuen.

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    Man muss sich auch eingestehen, das es Hunde gibt, die überpassioniert sind, das heißt, eigentlich unbrauchbar. Eine gewisse Härte ist okay, Malik ging schlicht durch jedes Brombeergebüsch und wir haben viele Sauen so hoch gemacht und Stacheln gezogen.... aber in Draht wäre er nie gerannt (das war immer meine Angst) - er war immer so kontrolliert, das er drunter weg ging.... vielleicht liegt`s dann auch an einer gewissen Impulskontrolle? Ein absolutes Jagen und Hetzen ohne Kontrolle ist nicht erwünscht (hat man bei Terriern öfter, die vergessen gut und böse durchaus mal) der Hund soll ja mit seinem Menschen jagen. Malik kam also auf Treibjagden immer wieder bei mir vorbei und kassierte dafür auch Leckerchen. Das Ziel der Ausbildung (wird leider oft versäumt) ist es eben nicht einen jagenden Hund zu haben, sondern einen, der mit mir zusammen gemeinsam jagt und der das auch weiß. Ohne mich nichts los..... Dann funzt auch das Kribbeln... richtig eingesetzt.

    Das dürfte das Problem sein, warum ich bisher noch nicht von einem Windhund gehört hab bei dem das Jagen abgewöhnen per TT (geschweige denn per Sprühhalsband) funktioniert hat, dafür aber schon von einigen Fällen wo die einfach die ersten ein oder zwei Siganale mit kurzem Zucken überlaufen haben und dann halt weg waren.

    Die sind ja sozusagen von der Genetik her "überpassioniert"... das, was bei "Gundogs" unerwünscht ist, nämlich wenig Kooperation bei der eigentlichen Arbeit und maximale Eigenständigkeit, gepaart mit starkem Trieb, entsprach/entspricht halt genau deren Funktionsweise.

    Bei meinem einen Rüden ist es nur eben dann manchmal, wenn er mehrere Tage/Wochen zu weichen Kot hatte. Leider neigt er ein bisschen zu solchen Verdauungsproblemem, deswegen sind halt so 2-3 mal im Jahr die Analdrüsen fällig (wobei, ich glaub dieses Jahr bisher nur einmal).

    Wenn ich versuchen wollen würde den Kot etwas fester zu bekommen, würde ich erstmal eher nicht zu Knochen/mehl greifen, das kann auch leicht Knochenkot samt richtiger Verstopfung bis hin zum Darmverschluss geben, grade wenn der Hund es nicht gewohnt ist. Ist auch schweirig zu dosieren, was der eine Hund noch gut verdaut ist für den nächsten schon viel.

    Eher würde ich es bei (sonst gesunden) Kandidaten mit ständig zu weichem Kot für den Anfang mal mit Olewo-Karottenpellets oder frischen geraspelten Karotten oder Weizenkleie versuchen. Wenn man Glück hat reicht das schon.

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    Was ich allerdings anmerken muss, ist, dass ein Hund, der sich erschreckt auch durchaus auf die Straße geraten kann und vom Auto erfasst werden kann. Bekannten ist das passiert. Die Leine (1,5 Meter) hing halt locker durch, und auf die Ausweichbewegung war keiner vorbereitet. GsD kam in diesem Moment kein Auto, aber wär eins gekommen wär es genauso gewesen, wie ohne...und ein großer Hund hätte Frauchen/Herrchen vielleicht gleich mit in Gefahr gebracht. Ganz gefeit ist man vor so was eben leider nie...

    Da hast du völlig recht, ist leider auch schon vorgekommen... man kanns halt nie ausschließen, Leben = Risiko.

    Muss halt jeder selber wissen was er seinem Hund so zutraut, es gibt auf jedenfall jede Menge Köterchen die besser hören als meine, so viel ist mal klar! :D

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    Ich würde behaupten, dass man denen weit öfter begegnet, als solchen die wirklich Angst haben.


    Ja, find ich auch.
    Wirklich ängstliche Leute erkennt man mMn auch... an Körperhaltung, Tonfall etc. Nicht zuletzt auch, weil die meistens wirklich höflich drum bitten die Hunde anzuleinen und sich dann bedanken. So zumindest meine Erfahrung bisher!
    Oft hatte ich es dann auch schon, dass die in einige Entfernung stehen geblieben sind und man ein paar Worte gewechselt hat, von wege wie nett es wäre das man die Hunde anleint, das es ja toll wäre das die gar nicht bellen würden usw.

    Dagegen die motzende Nörgerlerfraktion... da ist "Ich hab Angst vor Hunden!!!" eher ne willkommen Ausrede um irgendwem den Spaziergang zu vermiesen.


    Naja, für mich ist es völlig ok wenn Hunde sehr viel ohne Leine laufen wenn sie den gut genug hören.

    Halt mit einer großen Ausnahme: Wo fließender oder schneller Straßenverkehr ist, gehören alle Hunde für mich ausnahmslos an die Leine.
    Und bitte, ich red jetzt hier nicht von ner Spielstraße oder von ruhigen Landstraßen wo alle halbe Stunde mal ein Auto kommt das man meilenweit im Voraus sehen und hören kann.

    Dachte ich früher auch mal anders drüber...
    Hab dann 2 Fälle im Umfeld gehabt die meine Meinung geändert haben:

    1. Älterer Hund einer Studienkollegin von mir, von mir viel bewundert wegen seines guten Gehorsams und seiner tollen Alltagstauglichkeit. Auch so das Format das ohne Probleme unangleint vorm Supermarkt wartet und so weiter. Ging einen Bürgersteig an einer mäßig befahrernen Straße runter. Aus einer Hofeinfahrt kam ein anderer Hund geschossen und machte eine Scheinattacke, der brave Köter machte vor Schreck einen kleinen Satz zur Seite und stand auf der Straße.
    Er ist direkt HINTER ein vorbeifahrendes Auto gesprungen. Wäre das ne Sekunde früher passiert, der Hund wäre Matsche gewesen.
    Seine Besitzerin sagte, ihr hätten gewaltig die Knie gezittert als ihr klar wurde WAS da grade passiert war.
    Die ganze Angelegenheit selbst - völlig undramatisch, die Sache mit dem fremden Hund hat sich ganz schnell und harmlos geklärt. Aber der kleine Sprung zur Seite in der ersten Schrecksekunde hätte ganz leicht tödlich sein können. Dieser Hund ging für den Rest seines Lebens da wo Autos fahren dann doch an der Leine.

    2. Die beiden Bearded Collies einer Kundin in einer TA-Praxis in der ich mal Praktikum gemacht hab. Ausgebildete Rettungshunde, beide super-duper zuverlässig, kannten fast keine Leine im Alltag.
    Sie war nach dem Spaziergang wieder am Parkplatz angekommen, sah, dass ein dort parkender LKW grade anfahren wollte und wich mit ihren Hunden in einen Graben/eine Böschung runter aus.
    Der LKW hat dieses zischende Geräusch gemacht das es manchmal bei Bussen und LKWs gibt, die Hunde haben sich erschreckt (weiß der Geier warum, haben sie sonst nie gemacht und waren "eigentlich" nicht besonders Geräuschempfindlich) und sind beide unter den anfahrenden LKW gerannt, direkt auf Augenhöhe der Besitzerin.
    Die waren beide platt, die näheren Details erspar ich euch. Die Beistzerin hat uns das nachher sehr graphisch geschildert, weil die eine TA-Helferin in der Praxis ebenfalls Rettungshundeführerin in der selben Staffel war und die Besitzerin der beiden toten Hunde völlig unter Schock die erste Adresse in der Nähe angesteuert hat nach diesem Ereigniss.


    Außerdem hab ich vor einigen Jahren leider mal ne Katze überfahren. Das war ekelig genug.
    Wenn ich einen unangeleinten Hund an der Straße sehe (grade wenn er nicht im Fuß, sondern einige Meter vor oder hinter dem Besitzer läuft und der Besitzer ihn scheinbar gar nicht beachtet) wird mir immer ganz anders.


    Nee, ich find ja auch, dass es viele Nörgeler gibt und dass man es mit der Rücksichtnahme aus lauter political correctness auch zu eng sehen kann.
    Aber Straße ist Straße und Hund ist Hund und in jedem Auto sitzt jemand den man erstens gefährdet und der zweitens vielleicht auch wirklich nicht so gern einen Hund überfahren möchte.
    So, und das dürft ihr finden wie ihr wollt, aber ich habe fertig. ;)