Beiträge von Marula

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    Ganz naiv würd ich jetzt sagen - gefällt mir die Zuchtordnung, die Zuchtstätte, sind die entsprechenden Gesundheitszeugnisse bei Eltern und Großeltern da (welche da wichtig sind, gehört für mich zum Informieren über die Rasse), fällt da in der Zeit, die ich mir vielleicht vorstelle, ein Wurf und eventuell - als allerletztes, wobei das bei meinen momentan favorisierten Rassen kaum eine Rolle spielt - wird da voraussichtlich ein Welpe mit meiner Lieblingsfarbe fallen?

    Weitere Faktoren wären für mich:
    - Persönliche Sympathie zum Züchter... ich will ihn/sie ja nicht heiraten, aber ich mag durchaus auch längerfristig Kontakt haben, freu mich wenn ich einen guten Ansprechpartner hab und wenns geht der Hund da im Notfall auch wieder hin zurück könnte.
    - Die Abstammung und der Typ in den letzten Generationen, aber vor allem bei den Eltern. Bei den Rassen die mich interessieren hat man zum Teil sehr unterschiedliche Typen. Angekört werden und gute Gesundheitsergebnisse bekommen können diverse Typen, trotzdem sind die alles andere als austauschbar. Falls die Eltern oder andere nahe Verwandte schon Nachzucht haben kann man schauen, wie die sich vererbt haben.
    - Geschlecht d. Welpen... will oder brauch ich ein bestimmtes Geschlecht oder kann ich mich überraschen lassen?

    Ich hab vor ein paar Monaten auf facebook einen zu vermittelnden Greyhound gesehen, der eine ähnliche Zeichung hatte wie die Border Collies und der eine Parson aus den letzten Links.

    Das war ein überwiegend weißer Hund mit kleineren schwarzen Platten am Körper und fast ganz weißem Kopf. Jedenfalls, das auffällige an ihm war so eine Art "Waschbärenmaske" in schwarz rund im die Augen, die auf die Nase und zur Stirn hin ein wenig auslief.

    Das ganze sah ein wenig aus wie das "Batman" - Zeichen, wie eine stylisierte Fledermaus oder ein Vogel quer über die Gesichtsmitte gemalt.
    Sonst haben Greyhounds wie auch Borders häufig diese Aufteilung mit Blässe in der Mitte und Farbe mehr oder weniger symmertrisch links und rechts davon um Ohren und Augen.

    Mhm, so wie ich die Frage verstanden hab war gemeint warum ausgerechnte diese Rasse und nicht eine ähnliche vom gleichen Typ Hund?


    Ich hab ja zwei Rassen, Saluki und Greyhound. Der erste Grey war ein Glückstreffer, hab ihn von einer Bekannten bekommen.
    Mochte solche Hunde - relativ groß, langbeinig, athletisch/muskulös, kurzhaarig - schon immer gern, die Windhunde hatte ich nur irgendwie nicht so richtig auf dem Schirm weil man sie ja doch nicht soooo häufig sieht... meine Vorliebe rein vom optischen ging vorher her mehr in Richtung Deutsch Kurzhaar, Dobermann, Viszla, Rhodesian Ridgeback, Weimaraner.
    Durch die Greyhounds bin ich zu den Windhunden allgemein gekommen. Da gibt es ja einen doch recht ausgeprägten Unterschied zwischen den westlichen (z.B. Whippet, Greyhound, Deerhound) und den orientalischen (z.B. Afghane, Saluki) Windhunden.

    Die Orientalen lagen mir anfangs eher fern, weil die oft auf den ersten Blick entweder scheu oder zickig oder total verschroben sind. :D
    Der einzige Saluki den ich kannte, der war extrem stur, extrem eigenbrödlerisch und auch extrem verzogen. Der war so komisch, dass ich dachte "Um Gottes Willen, so einen bloß nicht!".


    Irgenwie hat mich dann aber doch einiges an denen gereizt, so nach und nach, als ich mehr davon gesehen hab. Eine englische Züchterin meinte mal: "Salukis are an accquired taste, like coffee!" Stimmt schon irgendwie, Liebe auf den ersten Blick war es nicht.

    Vom Aussehen her mag ich das trockene, sehnige, irgendwie minimalistische, was die Orientalen noch stärker haben als die westlichen. Ein guter Saluki sieht zwar elegant aus, aber auch hart und funktional. Wie ein schönes Messer.
    Vom Charakter her sind es eher Einmannhunde die sich nicht so leicht auf neue Personen einlassen und mit Fremden oft ne Weile brauchen bis sie richtig warm geworden sind, mit fremden Hunden ist es ähnlich. Das ist bei den Greys ganz anders, die sind ziemliche Menschenfreunde und kommen meist auch gut mit allerlei unbekannten Hunden aus.
    Lukis haben, wie die anderen Orientalen oft auch, ein recht ausgeprägtes Territorialverhalten und passen gut auf. Auch was, was Greys eher nicht machen und was ich an den Lukis mag.
    Von allen Orientalen deswegen die Salukis, weil die Rasse so vielfältig ist: Es gibt zig verschiedene Typen, alle möglichen Farben und eine kurzhaarige sowie die bekanntere befederte Variante. Wobei mich auch die anderen Orientalen durchaus reizen täten, aber man kann halt nicht auf allen Hochzeiten tanzen.


    Naja, die Greys sind jedenfalls sehr liebenswerte und praktische Hunde (die man z.B. jedem Sitter nach kurzer Einweisung in die Hand drücken kann, was bei Lukis nicht immer so mir nix, dir nix geht), insgesamt sehr unkompliziert. Eine Züchterin meinte mal, die hätten "ein geblümtes Gemüt" und das trifft es finde ich ganz gut.

    Aber inzwischen gefallen mir die Ecken und Kanten beim Saluki besser, die Greys sind mir manchmal fast zu "milde".

    Auch eine andere Sache stört mich bei den Greys etwas: Die extreme Spaltung in einen Show- und eine Rennlinie, die mir zwar beide in manchen Aspekten, aber keine so ganz bedingungslos gefällt.
    Das ist bei den Lukis anders, da hat man zwar auch sehr showbetonte und eher leistungsbetonte Linien, aber es gibt viele Hunde in der gesunden Mitte, die ordentlich Leistung bringen und trotzdem auch auf Shows zumindest nicht völlig abfallen.


    Momentan sieht es wohl so aus, dass ich Greys in Zukunft wenn, dann weiterhin eher vom TS nehmen würde... irgendwie sind sie schon liebenswürdig, auch wenn es an der Rasse den einen oder anderen Aspekt gibt der mir nicht ganz perfekt zusagt.
    Wenn ich mir nen "maßgeschneiderten, handgemachten" Hund beim Züchter aussuche, der zu mir passen soll wie ein gut eingelaufener Schuh, dann wird es eher ein Saluki.

    Charaktereigenschaften die mir nicht so gut passen:

    - Phlegmatisch mit langer Leitung, träge, verpennt. Unsensible Schlaftabletten gehen mir nur auf den Keks.

    - Hyperreaktiv mit ganz kurzer Zündschnur. Kann zwar in der richtigen Hand toll sein, aber ist nix für mich.

    - Anbiederndes, einschmeichelndes Verhalten, "Everybodys Darling" - ich mag Einmannhunde, die man sich erarbeiten muss und die Fremde erstmal nicht mit dem A**** angucken.

    - Unselbstständige, ewig "kindliche" Hunde - geht mir auf die Nerven und finde ich langweilig.

    - Hunde die sehr führerorientiert sind und die regelrecht nach Erziehung lechzen - im Endergebniss oft beeindruckend anzuschauen, aber reizt mich einfach so gar nicht.


    Äußerliche Merkmale die mir nicht so gut passen:

    - Niederläufige Hunde

    - Kurznasige Hunde

    - Viel Fell, besonders nicht im Gesicht. Bärte ganz besonders nicht, auch weil ich es ekelig finde das da oft aller mögliche Schmadder drinhängt und die nach dem trinken alles volltropfen. Allgemein: Je weniger Pflegeaufwand desto besser - alles was über gelegentlich mal 5 min Bürsten oder alle paar Wochen trimmen oder schneiden rausgeht, wäre mit zu viel.

    - Viel lose Haut, besonders nicht im Gesicht. Besonders keine losen Leftzen, Sabber ist echt ein no go für mich und da neigen Hunde mit sehr offenen Leftzen halt eher zu.

    - Rutenlosigkeit oder Krüppelruten, grade wenn es angeboren ist.

    - Sehr klein + leicht, sehr groß + schwer.

    - Generell alles, wo die Anatomie ein Gesundheitsrisiko oder sogar ein wirkliches Problem ist.


    Rasse die dann nicht in Frage kommen, kann man sich ja leicht herleiten... wegfallen tun allein vom Äußeren her schon alle ganz kleinen Toyrassen, alle Riesenrassen, alle Kurznasigen, alle Rutenlosen, alle die häufig sabbern, alle niederläufigen Hunde und alle sehr felligen bzw bärtigen Rassen.


    Von den Charaktereigenschaften her passen eher nicht: Die meisten Molosser, soweit ich das überblicke alle Hütehunde und die meisten Gebrauchshunde, die meisten Terrier, die meisten reinen Gesellschaftshunde, Labrador, Flat Coated und Golden Retriver (die anderen Retriverrassen kenne ich nicht wirklich) und sicher noch ne Menge mehr.
    Eigentlich würde ich die meisten Hunderassen nicht selber haben wollen... solange es gesund, fit und nicht gefährlich ist, kann ich mir viel angucken und genießen, aber mit den allermeisten würde ich nicht zusammen wohnen wollen.

    Naja, ich find für 2 Wochen hört sich das trotzdem nicht schlecht an. ;)


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    Dort mussten wir dann auch feststellen, dass sie offenbar mit Kindern ein Problem hat. Vor der Nichte meines Freundes (9) hat Abby jedes Mal Reißaus genommen, zweimal hat sie sogar geknurrt. Der Sohn meines Freundes (13) wurde auch einmal angeknurrt, obwohl der sogar in einem anderen Raum war und Abby wirklich null bedrängt hat. :???:
    Anfassen lässt sie sich freiwillig ohnehin von niemandem außer mir und meinem Freund.


    Würde ich persönlich jetzt erstmal so zur Kenntniss nehmen und die entsprechenden Situationen gut im Auge behalten, damit nix passieren kann, aber noch nicht gezielt dran üben.
    Dafür würde ich mir wohl noch ein bisschen Zeit lassen. Sie scheint ja generell nicht die selbstsicherste zu sein (die große Abhängigkeit von dir und halt Schiss vor Fremden), da würde ich eher erstmal eine wirklich solide Vertrauensbasis schaffen und das dann langsam angehen.

    Soll nicht heißen, dass du die Situationen wo z.B. Kinder um euch rum sich total vermeiden solltest, aber es halt so gestalten, dass sie sich zurückziehen kann wenns ihr zu dolle wird und die Kinder eben auch entsprechend instruieren und im Auge behalten.
    Später kann man dann wirklich gezielt "anfassen" üben mit Leckerlie und allem Trallala.


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    Das Problem ist jetzt, dass Abby auch dann jault, wenn andere Menschen bei ihr sind. Ein Beispiel: Mein Freund und ich sitzen im Auto, ich steige kurz aus um Geld bei der Bank abzuholen, dauerte keine 5 Minuten. In der Zeit saß mein Freund also mit Abby zusammen im Auto und dennoch hat sie geweint.

    Ich schiebe nun schon leichte Panik, weil ich morgen früh einen Arzttermin habe. Der dauert, wenn ich Glück habe, nur eine halbe Stunde, aber die muss sie dann leider allein im Auto verbringen.
    Ich habe heute eine stabile Transportbox besorgt, da liegt sie momentan auch drin, mit offener Tür natürlich. Mein Plan war jetzt, sie morgen dann die Zeit über in der Box im Auto zu lassen. Was meint ihr? Mein Gedanke dabei war, dass die Box ihr vielleicht mehr Sicherheit vermittelt, zudem kann sie sich nicht "heiß" laufen.

    Mein einer Greyrüde, Robin, wimmert auch jämmerlich wenn ich das Auto kurz verlasse und er mich weggehen sieht, egal ob noch jemand da ist oder nicht. Er legt sich aber hin sobald klar wird, dass ich nicht so schnell zurückkomme und wenn ich länger als ein paar Minuten weg war und dann zurückkomme, dann schläft er auch immer ganz entspannt. Nur solange ich noch in Sichtweite bin oder er mich direkt in der Nähe vermutet findet er keine Ruhe.
    Gleiches wenn ich ihn in einem Zimmer einsperre (bzw mich selber im Bad "einsperre"), er aber natürlich noch weiß, dass ich da bin. Dann macht er auch Terz (bzw hat das anfangs gemacht), wenn ich wirklich weggehe nicht. Dann findet er sich halt damit ab... allerdings hatte ich auch da schon mehrere Hunde. Das kann ein Unterschied sein, muss aber nicht.
    Ich würd es also ruhig mal versuchen, zumal wenn es eh keine Alternative gibt.

    Ob Box eine gute Idee ist weiß ich nicht, hab bei 2 von 3 Hunden keine Erfahrung damit und beim 3. nicht soooooo tolle (voll die Randale in der Box), aber bei anderen ist das vielleicht anders.

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    Ihr habt sicherlich Recht damit dass ich für diese kurze Zeit etwas zu viel erwarte. Aber ich muss mich ehrlich gesagt noch immer an den Gedanken gewöhnen, dass ich für die nächste Zeit diesbezüglich noch so einige Abstriche machen muss. Ich kenne das in dieser krassen Form gar nicht, meine erste Hündin hatte von klein an nie ein Problem mit dem allein bleiben. Und trotzdem wollte ich auf Nummer sicher gehen und habe mich insbesondere aus diesem Grund für einen bereits erwachsenen Hund entschieden. Und ich habe eben auch explizit nur nach Hunden geschaut, die das Alleine sein schon kennen. Da rechnet man ja ganz ehrlich nicht mit dem Schlimmsten. Das es nun trotzdem so ist wie es ist ist schon ziemlich frustrierend... :|


    Ja, kann ich verstehen... ich hab beim Zweithund auch gezielt nach einem gefragt, der sich mit allen möglichen Hunden verträgt, weil ich da in so einer belebten Auslaufgegend spazieren gehen musste. Und was krieg ich... einen, der richtig doof mit manchen anderen Hunden war, so dass ich lange mit Maulkorb und Leine laufen musste. :fear:
    Erstens kommt es anders und zweitens...

    Naja, zum Glück wächst nicht nur die Leber mit ihren Aufgaben. In ein paar Monaten lachst du da drüber. Dann hast du vielleicht immernoch Baustellen mit deinem Hund, aber rückblickend wird sich ne Menge getan haben.


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    Sagt mal, wenn ich ins Bad gehe, schicke ich sie ja zuvor auf ihren Platz. Ist das so richtig oder sollte ich besser einfach kommentarlos die Tür hinter mir schließen, weil sie sonst das "auf deinen Platz gehen" vielleicht bald mit "jetzt lässt sie mich gleich wieder allein" verknüpft? Und sollte ich, falls sie dann doch vor der Tür steht, sie ignorieren oder sie zurück auf ihren Platz schicken? Loben, wenn ich wiederkomme und sie auf ihrem Platz geblieben ist? (habe ich bisher nicht gemacht, da ich so wenig TamTam wie möglich um die ganze Sache machen möchte). Ich bin mir im Moment also noch ein wenig unsicher, wann ich sie loben/wegschicken und wann besser ignorieren sollte, vielleicht könnt ihr mir diesbezüglich ja noch den ein oder anderen Tipp geben?


    Wenn sie da einfach nur ruhig steht/liegt und wartet, würde ich sie lassen.
    Wenn sie jault oder an der Tür kratzt würde ich sie nachdrücklich wegbringen/wegsschicken.

    Offensichtlich ist ihr ja Nähe sehr wichtig und ich mache da (bei meinem Muttersöhnchen, dem oben erwähnten Rüden, der mir ab liebsten auch den ganzen Tag auf dem Schoß sitzen würde) den Kompromiss, dass er immer dann und solange im meiner Nähe sein kann, wie er nicht nervt (also nicht im weg steht/liegt, nicht die Tür belagert und winselt wenn ich aufs Klo geh).
    Fängt er an zu nerven, gibts nen Platzverweis. Hat für uns bisher gut funktioniert.

    Wenn sie einfach ruhig auf ihrem Platz geblieben ist, würde ich sie nicht groß loben, ich denk da ist es richtig kein großes Tamtam zu machen.
    Wenn Lob, dann nur ganz ruhig, dass sie halt nicht gleich wieder hochfährt wenn sie sich grad schon entspannte hatte. Also eher nen Öhrchenmassage als "Party!"

    Ich wäre dir absolut verbunden, tromba, dass, wenn du erst mich zitierst und dann dazwischen Beiträge die nicht von mir sind, du das irgendwie kennzeichen könntest. ;)


    Nein, ich hab nicht geschrieben, dass automatisch jeder Hund mit verengten Nasenlöchern krankhafte Probleme (oder gar ein voll ausgeprägtes Brachycephalensyndrom) hat.
    Ich hab geschrieben, dass alle Hunde mit verengten Nasenlöchern bei gleichem Aufwand weniger Luft pro Atemzug kriegen als welche mit offener Nase.
    Das sind zwei verschiedene Aussagen.

    Aber ich glaub auch es ist besser wir lassen das jetzt erstmal auf sich beruhen. :smile:

    Dank @ Lakasha & cricky für die Links.

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    Sprich: Mutation--> mehr Enzym--> mehr Hyaluronsäure--> mehr Falten + mehr Abbauprodukte--> mögliche Entzündungen als Reaktion auf die Abbauprodukte.


    Mal sehen ob sich das letztlich bestätigt und wenn ja, ab welcher "Schwelle" die Mehrproduktion an Hyaluronsäure bedenklich wird.


    Zusammenhang von Kommunikation und Körperbau finde ich nicht leicht zu beurteilen, weil da ja auch Sozialisation, Erfahrungen, Erwartungshaltung des Halters etc mit reinspielen. Denke aber schon, dass Hunde da insgesamt ziemlich anpassungsfähig sind.
    Wenn ich nen Hund hab der mit bestimmten anderen Hunden nicht klar kommt und ich weiß das, dann lass ich den halt nicht/nur vorsichtig mit diesen Hunden zusammen und fertig.

    Meine können z.B. mit vielen Border Collies nicht so gut, weil die oft dieses starre fixieren, lauern und anschleichen was die beim hüten machen, auch gegenüber anderen Hunden zeigen. Wenn ich da nix machen würde, könnte es sicher auch krachen.
    Sind die einen jetzt schlecht sozialisiert oder die anderen ne Qualzucht?
    Ich würd ja zu beidem eher "Nein" sagen...


    Nja, eigentlich wollte ich mich zum Thema Atmung ja hier nicht mehr äußern, hat ja nicht lange gehalten der Vorsatz :D

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    enge nasenlöcher bedeuten nicht automatisch atemprobleme.


    Sie bedeuten nicht umbedingt immer im Alltag merkbare Probleme für jeden Hund, soweit hast dur recht.
    Sie bedeuten aber immer, für jeden Hund der das hat, weniger Luft pro Atemzug als bei normalgroßen Nasenlöchern.

    Atmung ist einfach so eine Basisfunktion, dass ich da GAR keine auch noch so kleine Einschränkung akzeptabel finde.


    Ich kann verstehen, wenn ein z.B. bei den Peis (um die es ja eigentlich geht...) ein Züchter sagt:
    "Rüde A hat tolle offene Nasenlöcher, Hündin B ist da nicht so gesegnet, aber besser als der Durchschnitt, beide hatten nie Probleme, also hoffe ich mit der Verpaarung diese Sache ein Stück weit zu verbessern! Und in der nächsten Generation wieder ein Stück mehr."
    Irgendwo muss man ja anfangen. Gegen solche Züchter sag ich garantiert nix.

    Was ich nicht verstehen könnte wäre: "Rüde A hat stenotische Nasenlöcher, aber nie Probleme gehabt im Alltag, Hündin B genauso - also ist das offensichtlich völlig unbedenklich und ich kann die ruhig verpaaren, das ist halt schon immer so bei der Rasse, da muss man sich keine Gedanken drum machen."

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    Mein letzter Stand bzgl. FSF war, daß es einen Zusammenhang zwischen Hylauron und FSF gibt. Ich kann mich gerne auf den aktuellen Stand bringen und hier die entsprechenden Links einstellen.


    Der erste Kommentar war ja von mir und ja, das wäre total super. :smile:

    Jeder Hund mit verengten Nasenlöchern kriegt durch die Nase weniger Luft als einer mit offenen Nasenlöchern.
    Hunde können gut durch den Mund atmen und gleichen das damit normalerweise ganz gut aus (wenn nicht innen auch noch was verlegt oder verengt ist). Deswegen können einzele Hunde mit etwas weniger extremer Anatomie das ganz gut kompensieren. Das heißt nicht, dass das als normal und unbedenklich anzusehen ist.

    Mit persönlicher Meinung und nicht gefallen hat das nix zu tun, obwohl ich persönlich der Meinung bin, dass es verwerflich ist Hunde mit verengten Nasenöffnungen zu züchten und es mir auch vom Aussehen her nicht gefällt.

    Bei einem Rohr (nix anderes ist so ein Atemweg ja, es ist egal ob die Röhre aus Fleisch oder aus Beton ist) dessen Durchmesser um die Hälfte verringert wird, erhöht sich der Strömungswiederstand um das 16-fache. Die Verringerung des Durchmessers eines runden Leitungsquerschnitts um 10% verringert den Volumendurchfluss um satte 34%. 10% weniger Nasenlochdurchmesser = 1/3 weniger Luft pro Atemzug bzw, um das auszugleichen, Erhöhung des Unterdruckes beim einatmen durch mehr Kraftaufwand, was dann bei Rassen mit entsprechender Disposition (wozu der Shar Pei meines Wissens nach nicht gehört?) wieder Trachealkollaps und Aussackung/Erweiterung der Larynxtaschen begünstigt.

    Und ja, ich geb zu, die Zahlen hab ich auf Wikipedia nachgeguckt, so fit in Physik bin ich dann doch nie gewesen, aber der Grundsatz an sich: "Relativ kleine Veränderung des Durchmesseres einer Röhre bewirkt breits relativ große Veränderungen am Durchflussvolumen" war mir noch geläufig, irgendwelche Spuren haben 2 Pflichsemester Physik dann doch hinterlassen. Nennt sich Hagen-Poiseuille`sches Gesetz: http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_von_Hagen-Poiseuille


    Unter "stenotic nares" findet sich bei Googel jede Menge Zeugs, sowohl Text- als auch Bildersuche sind interessant.
    Den Text find ich z.B. auf deutsch ganz informativ und gut erklärt:
    http://www.vetzentrum.ch/fileadmin/cust…chycephalie.pdf


    Es bilde sich jeder seine eigene Meinung, ich sag da in diesem Thread nix mehr zu.

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    Jede Rasse, ob Schlappohren oder Ringelschwänze ist aus einer Mutation, einem Gendefekt entstanden !


    Nicht jede Mutation ist ein Gendefekt, man kann das definitiv nicht gleichsetzen.
    Defekt heißt ja, das was kaputt ist, nicht mehr funktionell, eine Mutation ist aber erstmal nur ne Veränderung an der DNA, die nützlich, neutral oder schädlich sein kann.

    Mutation treten in allen Organismen die eine DNA haben ständig auf, auch bei z.B. Wölfen, in jeder einzelnen Generation.
    Manche davon haben offensichtliche Folgen, andere bemerkt man gar nicht. Nützlich Mutationen halten sich, da sie dem Individuum einen Selektionvorteil verschaffen, neutrale werden manchmal einfach so weitergegeben oder auch nicht (Zufall), schädliche zumindest in der Natur regelmäßig aussortiert. In ihrer Genetik statisch ist keine einzige Art, auch wenn sich äußerlich über Generationen wenig bis nix ändert ändert das Genom sich in jedr Generation ein kleines bisschen.

    Mutation ist einfach ein Teil des natürlichen Anpassungsmechanismus an sich ändernde Umweltanfordeungen und auf ganz lange lange Sicht gesehen ist sie ein Werkzeug zur Arterstehung.


    Die diversen Mutationen die zu den Veränderungen am Äußeren von Hunderassen geführt haben, sind also auch nicht alles Defekte. Es sind Anpassungen an die veränderten Lebensbedingungen unter Domestikationbedingungen. Hund sind keine Wölfe und sie sind nicht das Idealmodell für Haushunde. Wenn sie es wären, könnten wir auch Wölfe statt Hunde halten.
    Was für einen wilden Wolf ein Nachteil sein wird, kann für einen "Hauswolf" ein Vorteil sein (z.B. kleinere Körpergröße = braucht weniger Nahrung = eignet sich besser als Haustier da man weniger Ressourcen für die Versorgung aufwenden muss. Oder deutlich verstärkte Neigung zu Lautäußerungen... in der Wildniss unpraktisch weil man dann ständig seine Anwesenheit verrät, für Menschen praktisch, da besserer Wachhund und auf der Jagd leicht zu verfolgen).
    Der Wolf wäre auch vom Körperbau her nicht in der Lage viele der Jobs zu machen die Hunde machen. Er kann weder so schnell laufen wie ein Windhund, noch ist er so groß und stark wie ein Herdenschützer noch passt er in einen Fuchsbau wie ein Terrier.


    Ob die Muzineinlagerung und die dadurch hervorgerufenen Veränderungen nun irgendeinen Nutzen hatten unter den historischen Bedingungen in China weiß ich nicht... vielleicht findet man es noch raus, vielleicht aber nicht. Es muss ja auch nicht zwingend die gepolsterte Schnauze oder die Falten gewesen sein die ein Vorteil waren. Vielleicht (Achtung, frei erfundenes Beispiel!!!) schmecken diese Hunde für die dortigen Parasiten auch schlecht oder sind weniger anfällig für eine bestimmte Krankheit die es dort gibt... die Veränderungen am äußeren müssen ja nicht die einzige Veränderung sein.
    Vielleicht gab es gar keinen Nutzen, aber auch keinen Schaden und es wurde einfach selektiert weil es optisch gefiel... auf jeden Fall kann es in der moderaten Ausprägung so schädlich nicht sein, sonst hätte es sich nicht vor der modernen Tiermedizin in China schon länger gehalten.