Mhm, so wie ich die Frage verstanden hab war gemeint warum ausgerechnte diese Rasse und nicht eine ähnliche vom gleichen Typ Hund?
Ich hab ja zwei Rassen, Saluki und Greyhound. Der erste Grey war ein Glückstreffer, hab ihn von einer Bekannten bekommen.
Mochte solche Hunde - relativ groß, langbeinig, athletisch/muskulös, kurzhaarig - schon immer gern, die Windhunde hatte ich nur irgendwie nicht so richtig auf dem Schirm weil man sie ja doch nicht soooo häufig sieht... meine Vorliebe rein vom optischen ging vorher her mehr in Richtung Deutsch Kurzhaar, Dobermann, Viszla, Rhodesian Ridgeback, Weimaraner.
Durch die Greyhounds bin ich zu den Windhunden allgemein gekommen. Da gibt es ja einen doch recht ausgeprägten Unterschied zwischen den westlichen (z.B. Whippet, Greyhound, Deerhound) und den orientalischen (z.B. Afghane, Saluki) Windhunden.
Die Orientalen lagen mir anfangs eher fern, weil die oft auf den ersten Blick entweder scheu oder zickig oder total verschroben sind.
Der einzige Saluki den ich kannte, der war extrem stur, extrem eigenbrödlerisch und auch extrem verzogen. Der war so komisch, dass ich dachte "Um Gottes Willen, so einen bloß nicht!".
Irgenwie hat mich dann aber doch einiges an denen gereizt, so nach und nach, als ich mehr davon gesehen hab. Eine englische Züchterin meinte mal: "Salukis are an accquired taste, like coffee!" Stimmt schon irgendwie, Liebe auf den ersten Blick war es nicht.
Vom Aussehen her mag ich das trockene, sehnige, irgendwie minimalistische, was die Orientalen noch stärker haben als die westlichen. Ein guter Saluki sieht zwar elegant aus, aber auch hart und funktional. Wie ein schönes Messer.
Vom Charakter her sind es eher Einmannhunde die sich nicht so leicht auf neue Personen einlassen und mit Fremden oft ne Weile brauchen bis sie richtig warm geworden sind, mit fremden Hunden ist es ähnlich. Das ist bei den Greys ganz anders, die sind ziemliche Menschenfreunde und kommen meist auch gut mit allerlei unbekannten Hunden aus.
Lukis haben, wie die anderen Orientalen oft auch, ein recht ausgeprägtes Territorialverhalten und passen gut auf. Auch was, was Greys eher nicht machen und was ich an den Lukis mag.
Von allen Orientalen deswegen die Salukis, weil die Rasse so vielfältig ist: Es gibt zig verschiedene Typen, alle möglichen Farben und eine kurzhaarige sowie die bekanntere befederte Variante. Wobei mich auch die anderen Orientalen durchaus reizen täten, aber man kann halt nicht auf allen Hochzeiten tanzen.
Naja, die Greys sind jedenfalls sehr liebenswerte und praktische Hunde (die man z.B. jedem Sitter nach kurzer Einweisung in die Hand drücken kann, was bei Lukis nicht immer so mir nix, dir nix geht), insgesamt sehr unkompliziert. Eine Züchterin meinte mal, die hätten "ein geblümtes Gemüt" und das trifft es finde ich ganz gut.
Aber inzwischen gefallen mir die Ecken und Kanten beim Saluki besser, die Greys sind mir manchmal fast zu "milde".
Auch eine andere Sache stört mich bei den Greys etwas: Die extreme Spaltung in einen Show- und eine Rennlinie, die mir zwar beide in manchen Aspekten, aber keine so ganz bedingungslos gefällt.
Das ist bei den Lukis anders, da hat man zwar auch sehr showbetonte und eher leistungsbetonte Linien, aber es gibt viele Hunde in der gesunden Mitte, die ordentlich Leistung bringen und trotzdem auch auf Shows zumindest nicht völlig abfallen.
Momentan sieht es wohl so aus, dass ich Greys in Zukunft wenn, dann weiterhin eher vom TS nehmen würde... irgendwie sind sie schon liebenswürdig, auch wenn es an der Rasse den einen oder anderen Aspekt gibt der mir nicht ganz perfekt zusagt.
Wenn ich mir nen "maßgeschneiderten, handgemachten" Hund beim Züchter aussuche, der zu mir passen soll wie ein gut eingelaufener Schuh, dann wird es eher ein Saluki.