Beiträge von Marula

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    Zum Thema "ich ziehe meinen Hut vor jemandem, der einen besonders schwierigen Hund aufnimmt" wuerde mich mal interessieren WARUM? Das ist ganz ernsthaft gemeint und ich will niemandem auf den Schlips treten, aber warum entscheidet sich z.B. jemand bewusst, einen Hund aufzunehmen, der (heftig) gegen Menschen / Kinder geht? Persoenliche Herausforderung? Weil einem der Hund leid tut? Weil der Hund im allem anderen total super ist und nur dieses eine grosse Problem hat?

    Ganz ehrlich - Tierheimhund, ja klar, immer wieder.
    Mit dem Hund arbeiten, wenn er mal da ist - ja sicher.
    Mir bewusst einen Hund ins Haus holen, der ein grosses Risiko fuer mich und andere ist - nein, danke, selbst wenn ich mir die Erziehung zutraue...


    Ich hab bei meinem Zweithund nicht geahnt, dass er gefährlich mit Kleinhunden war, weil er nur sehr kurz auf der Pflegestelle war und ich damals, da ich mit meinem Ersthund in jeder Hinsicht sehr viel Glück hatte, zu blauäugig an die Sache rangegangen bin.
    Ich hab mich durch dieses Problem durchgearbeitet, das Endergebniss ist super geworden. Ich weiß jetzt wie ich mit DIESEM Problem umgehe und würde mir einen Hund ähnlichen Types mit dem selbem Problem jederzeit wieder zutrauen und daher bewusst nehmen.

    Besonders bewundernswert finde ich das nicht, es halt sich halt so ergeben. Mit Menschen war dieser Hund von Anfang an erste Sahne, hat sich vom ersten Tag an problemlos mit meinem Ersthund vertragen und hatte auch sonst keine nennenswerten Macken.
    Also, warum nicht... es gibt diese Hunde, für mich ist diese eine spezielle Sache inzwischen kein Problem mehr, aber für viele andere potezielle Besitzer schon. Dann passt das doch.


    Beim Auslandstierschutz, obwohl ich an sich durchaus pro Auslandstierschutz bin, sehe ich neben vielen anderen auch das Problem, dass die hier vermittelten Hunde oft von ihrer Rasse und ihrem Einsatzzweck her sehr speziell sind und die wirklich guten Plätze bei echten, engagierten Rasseliebhabern hierzulande dann dünn gesät sind.

    Wie viele Leute wollen denn wirklich, bewusst und unbedingt nen Herdenschutzhund oder Vollblutjäger, weil sie genau diesen Typ Hund lieben und schätzen und ganz genau dieses Wesen und diese Anlagen nicht missen wollen?
    Fast niemand, das ist die Antwort. :roll:

    Dann suchen die Leute nach der Ausnahme von der Regel, dem total verträglichen Herdenschutzhundschäfchen, dem nicht jagenden Jagdhund. Das ist sicher noch das vernünftigste und realistischste, und ich freu mich für jeden bei dem es klappt, aber Ausnahme ist Ausnahme und Regel ist Regel...

    Oder sie holen sich so einen Hund mehr oder weniger sehenden Auges, aber mit der (meiner Ansicht nach) arroganten Einstellung, diese "Probleme" schon "wegerziehen" zu können, nach dem Motto: "Wär doch gelacht, wenn wir aus dir keinen ganz normalen Hund machen - die anderen haben bloß alle keine Ahnung!".

    Oder sie nehmen ohne es zu wissen einen Hund einer solchen Rasse oder einen Mix daraus und arbeiten dann ein Hundeleben lang verzweifelt gegen rassetypische Eigenschaften an, die die letzten ca. 3467 Generationen von Hundezüchtern sorgfältig herausgezüchtet haben, die aber leider mal nunmal um 180° dem entgegenstehen was 95% der Hundehalter hierzulande sich wünschen.


    Ja, viele südländische Jagdhunde diverser Rassen sind total liebe Schätzchen mit Menschen und oft genug auch mit anderen Hunden.
    Aber wie viele davon kann man selbst mit viel Training nur begrenzt ableinen - und wie viele Besitzer waren sich darüber vorher 100% im Klaren, wussten was sie taten und sich so glücklich mit ihrem Hund, dass sie es jederzeit wieder so machen würden?

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    Manchmal denke ich, dass sie vielleicht bei mir einfach nicht glücklich ist, ich nicht das richtige Frauchen für sie bin...im Grunde bin ich ein eher ruhiger Mensch, aber vielleicht braucht sie jemanden, der eben noch mehr Gelassenheit ausstrahlt und ihr dadurch noch mehr Sicherheit vermitteln kann?!


    Ich glaub nach noch nichtmal nem Monat bist du noch gar nicht ihr Frauchen, sondern erstmal ne nette Person an die sich sich dranklammert weil sie nicht so richtig weiß wo sie eigentlich gelandet ist und was von der ganzen Geschichte zu halten ist.
    Das ist auch normal. Da würde ich mir keinen Kopf machen, das kommt mit der Zeit.


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    Das habe ich mal getestet - sie bleibt beim zweiten Mal nicht länger liegen, eher im Gegenteil. Nach ein, zwei Minuten will sie wieder weg... :???: :/
    Ein Verhalten, dass ich so gar nicht kenne und auch nicht einschätzen kann...bisher hat jeder Hund, den ich mal hier hatte (und natürlich auch meine eigene) es geliebt, wenn er aufs Sofa durfte und gestreichelt wurde. Freiwillig ist da kaum einer gegangen und wenn dann erst nach längerer Zeit.


    Ja, hört sich wirklich nach "unter Dauerstrom" an... denke mal ich sag dir nix neues, was dagegen hilft ist ein geregelter Tagesablauf mit festen Ruhezeiten. Das versucht ihr ja mit den "Körbchenzeiten" eh schon zu machen. Und halt insgesamt Geduld, wo bei ich schon den Eindruck hab dass du/ihr die habt!

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    Hintergrund war die Überlegung, dass sie vielleicht so ganz allein nicht zur Ruhe kommt und deswegen tagsüber so aufgedreht ist.


    Und, wie war der Eindruck?
    So oder so, ich denke mal bevor man sehen kann ob das nen Unterschied macht oder nicht muss man beides ne Weile lang ausprobierte haben.


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    auch trinken tut sie sehr, sehr wenig, das macht mir auch etwas Sorgen

    Was frisst sie denn?
    Meine kriegen Frischfutter und trinken normalerweise jetzt im Winter gar nix extra, höchstens wenn sie richtig gerannt sind und grade ne Pfütze zur Hand ist. Aber manchmal tagelang nix. Im Sommer schon eher.
    Trofu gebe ich wenn, dann immer mit 2 Teile Wasser auf 1 Teil Futter, als "Suppe". Wobei meine das mögen und das Wasser dann auch mitschlabbern, kenne auch Hunde die das ekelig zu finden scheinen und nur mit spitzen Zähnchen die Futterbrocken rausangeln. :D Muss man ausprobieren.
    Bei Nassfutter ist ja eh schon Flüssigkeit dabei (kann man aber auch noch etwas Wasser reinrühren) und anderes Frischfutter (Barf, gekochtes) kann man auch gut etwas "suppig" zubereiten.


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    Irgendwie hab ich nur immer das Gefühl, dass sie Schutz sucht und bisweilen völlig verwirrt/durcheinander ist. Vielleicht ist sie auch einfach ein Hund, der bei einer solchen Umstellung wie dem Wechsel des Besitzers ein wenig länger braucht? Oder es sind die Hormone, weil sie gerade läufig ist...?
    Nur das erklärt immer noch nicht warum sie oft so extrem unterwürfig, eigentlich richtig ängstlich reagiert. Bei ihrer Vorbesitzerin lebte auch ein Teenager mit im Haushalt - möchte ja nix unterstellen, aber es würde schon ein wenig ihre ausgeprägte Abneigung gegen und Furcht vor Kindern und auch ihr restliches Verhalten erklären...


    Vielleicht ist sie einfach generell ein Sensibelchen und keine noch so gute Sozialisierung und Erziehung beim Vorbesitzer hätten es dir leichter gemacht. Das kann ja jetzt keiner mehr sagen.

    Vielleicht ist sie aber auch nicht wirklich gut sozialisiert. Das was du schreibst, mit dem unterm Sofa verschwinden bei Interessenten als du sie ausgesucht hast und mit der Scheu vor Kindern sowie ihre generell Unsicherheit in Kombi mit dem "kleben" klingen schon ein bisschen danach.
    Das macht die Umstellung natürlich doppelt und dreimal so schwer.


    DeeDee z.B. hat Kinder durchaus kennengelernt, aber halt nicht wirklich intensiv. Immer nur bei der Züchterin auf dem Grundstück (ummauerter Garten), nie in "freier Wildbahn", immer alle Welpen/Junghunde zusammen in der ganzen Gruppe (auch mit den Eltern und anderen erwachsenen Hunden dabei) und immer etwas ältere hundeerfahrene Kinder (von Freunden der Züchterin).
    DA war sie dann auch begeistert von Kinderbesuch, haben die doch immer toll mit den jungen Hunden gespielt.
    Ich hab sie dann ja erst mit 7 Monaten bekommen und auf einmal waren die Vorraussetzungen ganz anders.

    Als Resultat ist sie aber bei fremden Kindern "draußen" die sich benehmen wie Kinder sich nunmal benehmen, auch sehr unsicher, obwohl ich zu 99,99% sicher bin, dass sie nie was schlechtes mit Kindern erlebt hat.
    Die Züchterin hat mich mit großen Augen angeguckt als ich ihr das erzählt hab und meinte nur immer wieder, die wäre doch so toll mit Kindern gewesen, alle ihre Hunde wären toll mit Kindern, sie könnte sich das gar nicht vorstellen warum das bei mir nicht so ist.

    Das ist halt die Sache... ein wirklich gut sozialisierter Hund lernt in der sensibelen Phase viele verschiedene Sachen kennen, aber hauptsächlich lernt er, zu lernen und mit neuen Eindrücken umzugehen.
    Ein schlecht sozialisierter Hund kann, wenn er sein Leben lang in der selben Umgebung verbringt die er in seiner Kindheit schon gekannt hat und man nix großartig neues von ihm fordert, wunderbar angepasst wirken (bzw ist er es für seine spezielle Situation auch!).
    Wirft man ihn aber ins kalte Wasser einer ganz neuen Umgebung/Situation, dann fehlen ihm die Strategien, neues zu verarbeiten. Auch so ein Hund kann natürlich immer noch neues lernen (und die individuellen Unterschiede sind groß), aber es dauert in den Regel länger. Es sind halt nicht immer offensichtliche Deprivationsschäden oder sowas drastisches.


    Deswegen ist es halt auch wirklich nicht so wichtig, dass der Hund ganz genau die Sachen kennengelernt hat, die ihm später begegnen werden (auch wenn ich jeden Tag mit der U-Bahn zur Arbeit fahren und den Hund mitnehmen will, muss der Welpe das nicht mit 10 Wochen schon gemacht haben), aber er muss verschiedene Dinge kennenlernen und vor allem muss er dabei lernen, wie man mit neuen Eindrücken umgeht und sie verarbeiten.


    Wenn man halt einen Hund erwischt hat, der sich vorher immer an den anderen Hunden orientieren konnte, durch deren Gesellschaft nie wirklich allein war und vielleicht vom grundsätzlichen Charakter eh schon zu großer Anhänglichkeit und Sensibilität neigt, und der dann mit der ganzen neuen Situation etwas überfordert ist weil er nie gelernt hat wie man mit sowas umgeht.. naja, das kann dauern.
    Nen Wechel von Umgebung und Besitzer ist ja für den bestangepassten Hund schon aufregend.


    Sorry, war jetzt vielleicht etwas off topic, sollte nur erklären warum ich immer nur murmele "Zeit, Geduld, Zeit..." :D
    Kann aber auch sein, dass ich total daneben liege, ist ja auch bloß ne Ferndiagnose. ;)


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    Ich habe einfach beschlossen "Du schläfst heute bei mir", genauso wie ich auch mal beschließe "Du darfst jetzt auf die Couch". Wie gesagt, der Hintergedanke war, dass sie dadurch endlich mal wieder zur Ruhe kommen kann, der Schritt von bei mir zum alleine schlafen evtl. doch zu groß war. Nur weil sie nicht mehr jammert heißt das ja nicht gleich, dass sie völlig relaxt ist und entspannt schläft. Ich denke nicht, dass wir jetzt wieder bei Null anfangen müssen, denn ich habe ihr nicht nachgegeben - ICH habe SIE geholt, weil ich es so wollte. Sie saß nicht vor meiner Tür und wollte rein. Ich denke das ist ein riesiger Unterschied.

    Auch sonst ignoriere ich ängstliches Verhalten weitestgehend, schon gar nicht rede ich in solchen Momenten beruhigend auf sie ein oder streichle sie. Im Gegenteil - wenn sie zögert, gehe ich stramm weiter. Dennoch aber scheint die Holzhammermethode bei diesem Hund nicht die richtige zu sein - ich kann sie nicht ständig ignorieren, nicht gleich die 100 % von ihr verlangen, die ich von einem selbstsicheren, gelassenen Hund verlangen würde.


    Klingt für mich richtig, würde ich wahrscheinlich ähnlich machen.

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    Und ich verstehe nicht, warum wir derzeit statt Fort- eher Rückschritte machen...


    Vielleicht ist ihr die Wohnung bei deinem Freund doch noch nicht so vertraut und sie stresst deswegen?

    Vielleicht strengt sie das doch recht schnelle Lerntempo mehr als du jetzt den Eindruck hast?
    Ich mein, guuuuuut, du kannst sie noch nicht allein lassen und empfindest die Fortschritte die ihr bis jetzt habt wahrscheinlich als winzig, vor allem da du sie mit der Erwartung übernommen hast "kann grundsätzlich schon allein bleiben".
    Ich finde die ganze Nacht in nem anderen Raum schlafen und das was sie bei dir zuhause schon alles macht und kann schonmal recht beachtlich dafür, dass sie scheinbar so eine Klette ist.

    Vielleicht verstärkt sich das Verhalten aber auch nochmal bevor sie es endgültig sein lässt?

    Das wären so die Optionen die mir einfallen.


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    Was kann ich noch tun damit sie einfach mal entspannt liegen bleibt? Ich habe das Gefühl dieser Hund steht ständig unter Strom. Selbst wenn ich sie zum Kuscheln aufs Sofa hole, dann lässt sie sich höchstens 5 Minuten streicheln und springt dann runter und geht in ihren Korb! Wenn ich dann aufstehe und weggehe läuft sie mir wieder hinterher...


    Wenn du länger irgendwo in der Wohnung bist (z.B. Küche beim kochen): Korb vielleicht in Sichtweite/Sichtachse so hinlegen, dass es nicht im Weg ist und sie da dann rein verbannen?
    Dann hat sie dich im Blick und kommt vielleicht von dem stressen mal runter, und du hast sie im Blick und kannst sie vielleicht gleich im Ansatz dran hindern wieder aufzustehen (denn zu hören scheint sie ja gut, nur das einhalten des Befehls...).
    Ist ein Kompromiss und finden einige deswegen sicher nicht gut. Ich denk immer, wenn man am Anfang dem Hund ein Stück weit entgegenkommt, kann man später immer noch steigern.

    Wenn du hin- und herlaufen musst, z.B. beim putzen oder so, und sie dir dabei auf Schritt und Tritt folgt... weiß nicht, vielleicht mit ner langsam und positiv aufgebauten Box als konditionierter "Ruheplatz"? Aber damit hab ich selber keine Erfahrung.


    Was macht sie denn, wenn du sie gar nicht vom Sofa springen lässt oder sie gleich wieder herrufst, und einfach weiterstreichelst? Wird sie dann noch unruhiger oder beruhigt sie das eher?

    Ich hab beides (Rassehund vom Züchter und TS-Hunde). Ich würde beides immer wieder gerne machen. Die Situation und das Können für den ausgesuchten Hund, egal ob massgeschneidert oder second hand, muss passen und die Chemie muss stimmen. Alles andere ist dann eh von Fall zu Fall verschieden.

    Richtig aufregen tut mich hier auf dem Dorf vor allem eins:

    - Hund, die einfach an den Höfen/Häusern freilaufen und dann auf der Straße rumrennen. Erstmal, weil sie manchmal auch unangenehm sein können wenn man selber mit seine eigenen Hund da geht. Das ist aber gar nicht mal der Hauptgrund (man kennt ja seine Pappenheimer und meidet bestimmte Höfe), sonder viel eher, dass ich weder selber einen Hund überfahren möchte noch dringend mitkriegen will, wie einer vors Auto rennt!

    Allein gestern Abend, als ich mit meiner Hündin noch ne Runde mit dem Rad gemacht hab, sind 3 (DREI!!!) Hunde in einer halben Stunden hinter uns hergekommen und dann auf der Straße rumgegondelt.
    2 davon dunkel gefärbt und es war bereits dämmrig = echt schlecht zu sehen.

    Das eine Mal kam auch gleich ein Auto - da bin ich dann auf die Straße (ruhige Landstraße) und hab es rangewinkt. Als der Fahrer fragte was los wäre und ich meinte da vorne wäre ein Hund auf der Straße hat der mich angeglotz wie ne Kuh wenns donnert und ist ganz normal weitergefahren. Ok, der Hund blieb am Straßenrand stehen...

    Aber die Leute hier glaube es anscheinend, wenn sie sagen: "Die wissen das schon, dass sie nicht vor ein Auto rennen sollen und außerdem kennen die das, die laufen hier doch schon immer!"
    Ähm... nein, wissen und kennen sie nicht. Kenne aus meinen Oberschuljahren allein 2 Hunde (und diverse Katzen) bei uns aus der Siedlung die wegen dieser Meinung totgefahren wurden.

    Das ging vielleicht vor 50 Jahren hier mal mit dem Tiere einfach frei rumrennen lassen, aber inzwischen führt auch hier ne gut ausgebaute Bundesstraße durch den Ort und die Leute rasen auf den Landstraßen und sogar in den Wohngebieten wie die Bekloppten.

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    Kann mir jemand sagen was das auf dem letzten Bild für eine Rasse ist oder ist das ein gelungener Mischling?
    Meine Emma sieht absolut identisch aus, nur ist sie nur halb so groß :) Der Schwanz, Farbe, Gesicht und Ohren sind absolut Emma! Ein toller Hund, die Andren auf den Bilder sind aber natürlich auch wunderschön!


    Vielleicht eine Podenco Ibicenco-Mix. Das Format und die Rute passen, die Farbe und die Fellänge nicht. Den Kopf find ich auch nicht Podi-tyisch, die großen Faltohren könnten allerdings von Podenco (Ohrgröße) + X kommen. Vom Kopf her könnte vielleicht auch Galgo mit drin sein, muss aber nicht.


    Saluki seh ich da gar nicht.
    Allerdings nicht wegen fehlendem Fell an den Ohren! :D
    A) gibts auch Kurzhaarsalukis ohne jede Befederung und B) haben auch befederte Salukis gar nicht immer Behang an den Ohren, es gibt auch welche, die glatte Ohren und längeres Haar nur am Körper haben, oder welche, die üppig behaarte Ohren, aber eine "nackte" Rute haben.

    Und auch nicht wegen der Ringelrute - im FCI-Stadart steht zwar anderes, aber hochgetragene Ruten und auch richtige Ringel (wie bei nordischen Hunden) sind nicht ganz selten in der Rasse.

    Kurzhaarsaluki (meine)

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    Befederter Saluki (Schwester von meiner)

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    Kurzhaarsaluki mit oft im einfachen Ring hochgetragener Rute (Bruder von meiner)

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    In dem Wurf waren auch noch zwei Geschwister, die die Rute oft als ein-einhalbfachen Ring getragen haben - die können die Ruten allerdings alle auch normal halten, also tief zwischen den Beinen oder im Galopp als "Ruder" ausgestreckt.

    Laut FCI-Standart ist das unerwünscht (da wird eine in leichtem Bogen und unterhalb der Rückenlinie getragene Rute verlangt).
    Historisch ist es aber so, dass hochgetragene Ringelruten grade in den südlichen Ländern des Verbreitungsgebietes (arabische Halbinsel) durchaus nicht selten vorkommen.


    War etwas, was ich bisher immer mit Importsalukis oder deren direkten Nachkommen verbunden hab - ist aber nicht so...
    Scrollt hier mal runter bis zu den Fotos eines Black & Tan Kurzhaarrüden namens "Bukra"
    http://www.flickriver.com/photos/hawksvi…57623765057706/
    Das ist einer der curligsten Curlytails die ich je gesehen hab. Der Eigentümer nennt es liebevoll die "Basenjirute".

    Das ist (falls es jemanden interessiert ;) ) das Pedigree dazu:
    http://www.thesalukiarchives.com/details.php?id=98066

    Da wo unten die Lücke ist, das liegt nicht daran, dass da unbekannte Vorfahren (= Importsalukis) wären, da fehlt einfach nur in dieser Datenbank die Information... da ist das fehlende Stück in einer anderen Pedigreedatenbank:
    http://pawvillage.com/pedigree/pedigree.asp?ID=08QNVVIB2L
    Alles etablierte und vielfach im Showring erfolgreiche westliche Linien.

    Aber man sieht es halt auch nicht immer, denn im Gegensatz zu dem was die meisten Leute glauben, kann selbst so ein extremer Ringelschwanz ausgerollt und tief getragen werden, wie man ja auch sehr schön auf dem Foto von Bukra in den salukiarchives (zweiter Link oben) sieht.


    Joa, um mal nach dem unwiederstehlichen Salukiexkurs :D wieder zur Frage zurückzukommen:

    Sweet Emma, deine sieht für mich mit den hohen Beinen, dem recht kurzen Rücken und der hochgetragenen Rute wie ein kleiner Podimix aus, aber was da sonst noch mitgemischt hat... kann man glaub ich nur raten.
    Vielleicht noch was Terrier- oder Pinscherartiges?

    Zitat


    Das ist gar nicht so einfach...Abby scheint echt ein beliebtes Zielobjekt diverser Kinder zu sein. So schnell kann man manchmal gar nicht gucken da steht plötzlich ein Kind hinter einem und beugt sich schon zum Andatschen runter - und Abby macht vor Schreck nen riesen Satz in die andere Richtung.

    Ja, sowas ist erstmal lästig wenn man es nicht gewöhnt ist darauf zu achten. Aber das spielt sich ein. Was anderes bleibt ja letztlich auch nicht übrig. Ist ein bisschen wie beim spazierengehen mit Windhunden und dem ewigen gucken nach Wild. :D

    Sieh es mal so, wenn ihre erste Reaktion "ausweichen" statt "abschnappen" ist, ist doch schonmal ein guter Anfang. ;)

    Zitat

    Jammert Robin denn immer noch, wenn du innerhalb der Wohnung die Tür schließt oder hat er das nur anfangs gemacht? Hast du mal versucht gezielt dagegen anzugehen (mit Hilfe von Training) oder hast du es einfach hingenommen?


    So richtig gezielt hab ich nie was dagegen gemacht.

    Wie gesagt, ich hab das "in der Wohnung verfolgen"-Thema so gehandhabt, dass er wenn ich zuhause bin auch um mich sein darf, solange er nicht nervt.
    OK, aufs Klo oder zum duschen hab ich ihn nicht mitgenommen und beim kochen dürfen meine Hunden nicht in die Küche, da müssen sie von draußen gucken.

    Er piept jetzt noch manchmal wenn ich z.B. länger in der Badewanne liege. Dann sprech ich durch die Tür ein bisschen mit ihm und er beruhigt sich und legt sich wieder hin.

    Ich denk es ist schon wichtig und richtig das alleinebleiben gezielt zu üben, ich habs auch so gemacht, dass ich mich halt kurz angezogen hab um den Müll rauszubringen oder die Post zu holen usw, halt kleine Intervalle und dann steigern, das übliche Programm halt.

    Aber wenn immer der Tagesablauf es zuließ hab ich den Hund bei mir sein lassen (und solange er nicht im Weg war konnte er gern auch direkt neben mir liegen wenn es ihn glücklich macht) und Nachts finde ich auch wichtig, auch einfach das der Hund sich entspannen und gut schlafen kann.


    Es kommt halt drauf an.
    Ich denke wenn man einen "Kontroletti" hat, der eigentlich nicht unsicher ist, sondern dem es nur nicht in den Kram passt allein sein zu müssen, dann ist "da musst du jetzt durch" vielleicht nicht der schlechteste Ansatz.
    Mit eher unsicheren Hunden würde ich wann immer möglich den Weg der Babyschrittchen gehen und das ankommen und sicher fühlen langsam angehen lassen. Das alleinbleiben ergibt sich dann meiner (geringen) Erfahrung nach von selber.

    Letztlich hast du den Hund vor Augen und jeder ist anders, insofern würd ich nicht sagen "richtig" oder "falsch"! Wenn es funktioniert, dann ist es richtig.
    Ich kann nur sagen, ich würd sie wahrscheinlich weiter bei mir pennen lassen, tagsüber kleinschrittig üben und mir das ganze in vielleicht 4 bis 6 Wochen nochmal angucken.


    IdR hat man dann irgendwann so einen Moment wo man zurückschaut und denkt: "Wow, doch schon ganz schön viel geschafft - wann ist das passiert, hab ich gar nicht gemerkt?"
    Das hatte ich jetzt schon bei mehreren Baustellen bei allen 3 Hunden.


    Zitat

    Ganz in meiner Nähe sucht gerade eine bildschöne Greyhündin ein neues Zuhause - da habe ich gleich an dich gedacht.


    Von Privat, vom Züchter, über den TS? Wenn von privat, wissen die Leute ob es sowas wie Windhunde in Not gibt?
    Frage nur weil ich grade einen anderen Fall mitgekriegt hab wo es reichlich schief gelaufen ist, weil der Besitzer keine Ahung hatte wo er Hilfe kriegen konnte und die Hunde (2 Greys) dann leider länger als nötig unter sehr suboptimalen Verhältnissen aushalten mussten.
    Wenn du noch was drüber wissen solltest, dann gern per PN.

    Zitat

    Doggi guck dir doch noch mal den Lundehunde an. Das sind auch Jagdhunde und ehr selten, dürften aber in der Schema passen. http://norwegischer-lundehund.de/


    Ziemlich kranke Rasse mit sehr niedriger Lebenserwartung. Stichwort "Lundehund-Enteropathie". Würde ich dringend von abraten, es sei denn man ist wild auf ein paar tausend € TA-Kosten.


    Über die Beschreibung mit den ignoranten Basenjis musste ich lachen. Das könnte Fremden auch passieren die mit meiner Salukihündin mit spazieren gehen (mit den Greys nicht so sehr, die sind viel zugänglicher und schmeißen sich an Fremde gern ran). Trotzdem ist sie zu mir privat und zu ihrer Handvoll Bezugspersonen der charmanteste, loyalste Hunde der Welt und auch ziemlich wild und verspielt.
    Woebei die Basenjis ja auch zu den Primitivhunden gehören und die haben es so an sich, dass sie halt irgendwann erwachsen werden und nicht umbedingt lebenslang verspielt und "kindlich" bleiben. Nicht, dass jeder davon nach dem Welpenalter so "langweilig" werden muss, aber man hat halt bei solchen Hunden nicht umbedingt diese überschwengliche Begeisterung über alles was ihr Mensch sich einfallen lässt von wegen "Ja Meister, tolles Bällchen, werf das Bällchen Meister!"

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    Doofe Frage, aber was ist "Ee-rot" (war glaube ich auf Seite 2 oder 3 erwaehnt)? Ich dachte ee ist rot, und alles, was Ee oder EE ist bekommt Rot- / Braunfaerbung nur durch eintweder Agouti/ oder Braun-Lokus (wo es dann egal waere, ob der Hund EE oder Ee ist)?

    Vielleicht hat sich bei Ee jemand mit Groß- und Kleinschreibung vertan? (Falls ich es war :ops: )

    Ich kenne es auch so, dass ee "reines" Rot ist, also nur Phäomelanin und gar kein Eumelanin im Fell = keine schwarzen oder braunen Haare. Hautpigment kann dabei entweder schwarz oder braun (bb) sein.

    Ee oder EE heißt, dass der Hund im Fell beide Pigmente produzieren kann, rot und schwarz in diversen Mischungsverhältnissen und je nachdem, was sie auf anderen Genorten noch mitbringen.


    Zitat


    Vielleicht eine Art Domino?

    Gar nicht mal so falsch...

    Das ist eine "Farbe", die momentan (hoffentlich) grade aufgeklärt wird.
    Bisher sieht es so aus, dass sich diese Farbvariante dadurch ergibt, dass ergibt, dass dominantes Schwarz (KB) irgendwie von Grizzel (EG + at, was man bei Afghanen "domino" nennt) modifiziert wird.
    Andere Faktoren scheinen aber auch noch reinzuspielen, z.B. ob der Hund ne Maske hat oder nicht.

    Woher will man wissen, dass überhaupt irgendwelche Hunde "unterwürfig riechen"? :???:

    Ok, man weiß, dass Hunde ne phänomenal gute Nase haben und die auch für manche Kommunikationszwecke nutzen (z.B. Erkennung der eigenen Jungen, finden von paarungsbereiten Partnern), aber ob deswegen von einer Sekunde auf die nächste bei nem Zusammentreffen auf dem Gassigang "unterwürfige Gerüche" abgegeben werden, darüber ist nach meinen Stand nix bekannt...