Beiträge von Marula

    Zitat

    Ich staune immer über die dünnfelligen Windhunde, die auf Bildern wild durch den Schnee zu toben scheinen. Tessa kann Schnee nicht ausstehen. [...] Wie ist das bei euch?

    Ganz unterschiedlich.
    Die beiden Greyhounds sind ziemlich winterfest, die mögen Schnee gern, haben früher fast nie einen Mantel gebraucht und sind bei Kälte definitiv frischer als bei Hitze. Die gehen sogar bei Minusgraden noch ins Wasser.

    Nur jetzt wo sie beide alt werden brauchen sie doch ab Temperaturen um 0 °C Mäntel, weil die Knochen knarren und knirschen und das durch die Kälte nicht besser wird.
    Spazierengehen im tiefen Schnee ist inzwischen besonders für Robin bei längeren Strecken auch zu anstrengend für die Gelenke.

    Die Salukihündin friert schneller. Die ist einfach für die Wüste konzipiert und nicht für mitteleuropäische Winter. Wenn es friert (auch richtig knackig), aber es windstill ist und sie sich bewegen kann, dann braucht sie auch keinen Mantel.
    Aber wenn es windig ist, sie an der Leine gehen muss oder es zusätzlich noch regnet... dann braucht sie bei Temepraturen so ab 6 oder 7 °C abwärts ihren Mantel.
    Durch frischen Schnee toben macht sie gern mal, aber richtig spazieren gehen lieber auf geräumten Wegen wo man nicht so einsinkt. :D


    Aktuelles Foto von vorgestern (seit gestern taut es auch bei uns heftig):

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    Ich musste sie bestimmt 5 x wieder zurückschicken - "Bleib!"... langsame kleine Knipse fertigmachen... "Und Hopp!" - bis ich endlich ein vernünftiges Sprung-Foto hatte. :lol:


    Februar 2010, Lawrence ist wie man sieht auch im Winter nicht wasserscheu

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    DeeDee kann aber auch, wenn es sein muss

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    4. Advent 2010, da war es deutlich unter Null, aber klar und windstill

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    Robin im Pulverschnee (DeeDee ist auf dem ersten Bild hinter seiner Schneefahne verschluckt, man sieht nur noch die Rute)

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    Es ist irgendwie desillusionierend wenn man aus dem Dogforum zurück in die reale Welt kommt. :D

    Weihnachten bei meiner Oma.
    Hatte meine Hunde mit, sie waren auch alle recht brav. Was meine Oma dann veranlasste, über den anscheinend weniger braven Hund meiner Cousine herzuziehen:
    Der wäre ja total gestört, sowas von krank im Kopf, eingeschläfert würde der gehören!

    Ich hab den Hund noch nie gesehen, er ist aus dem TH, wo meine Cousine ehrenamtlich mitarbeitet und sie hat ihn als Pflegestelle aufgenommen, weil er im Zwinger gar nicht klar kam. Ich meinte dann, meine Cousine würde den ja bestimmt behalten, so viele Probleme wie der hat wäre er doch kaum zu vermitteln

    Da ist meine Oma erstmal richtig ausgerastet: Die Hunde hier im TH wären ja so unverschämt teuer, was denen einfallen würde.
    Ganze stolze 150 EURO kostet da ein Hund!!! :headbash:

    Meine ganzen Tanten stimmten erstmal lautstark ein, das wäre ja Abzocke, ob die vergoldet wäre oder was, IHRE Hunde und Katzen hätten nicht so viel gekostet, man müsst ja ganz schon doof sein um so viel auch noch für einen "gebrauchten" Hund zu bezahlen!!!


    Naja, ich meinte dann, das ich das völlig gerechtfertigt finde weil... naja, ich brauch euch die Gründe ja nicht zu erklären, ihr wisst das ja.
    Ich hätte für meine beiden TS-Hunde jeweils 250 € Schutzgebühr bezahl und fände das völlig in Ordnung.

    Und dann der Hammer, der die Verwandschaft verstummen ließ.... Achtung, jetzt kommts:
    Die Hündin vom Züchter hat mich sage und Schreibe 1000€ gekostst. Unglaublich, oder?
    Man hätte einen Zigarettenstummel fallen hören können. :lachtot:


    Nachdem dann alle Tanten, Großtanten und meine herzallerliebste Oma sich lautstark drauf geeinigt hatten das ich ja debil sein müsste, kam mir dann überraschend die neue Freundin von einem Cousin zur Hilfe:
    Sie würde planen sich einen Curly Coated Retriver anzuschaffen (große, verständnislose Augen rund um die Kaffetafel: Einen WAS BITTE?) und die würden noch mehr kosten. Das wäre auch völlig ok so... und dann hat sie halt die ganze Erklärung losgelassen von wegen was gute Hundezucht alles kostet.

    Naja, von da an waren wir dann wenigstens zwei Debile an einem Tisch und konnten uns bis zum Abendessen nett über Hunde unterhalten.
    Aber trotzdem, nett mal wieder so gefühlvoll mit dem Boden der Tatsachen für... ich weiß nicht, geschätzte 90%?... der Hundehalter außerhalb des Dogforums in Kontakt gebracht zu werden. :D

    Zitat

    Ja, weil schwarz (Ee/EE, Kb), gelb (ee) und "chocolate" (braun, Ee/EE, BB) zu langweilig sind gibt's Labis jetzt auch in "charcoal" (schwarz - dilute), "champagne" (gelb - dilute) und "silver" (braun / "chocolate" - dilute).


    Wusste gar nicht, dass sich der Dilutefaktor auch auf ee-gelb bzw rot auswirkt...
    Das charcoal das selbe ist wie bei anderen Rassen (z.B. Deutsch Dogge) "blau" und das "silver" verdünntes braun/chocolate ist (wie beim Weim) wusste ich wohl, aber das es das selbe auch bei den gelben gibt nicht.

    Zitat

    Noch besser sind Hühnerkarkassen, richtig schön fett der Steiss. Und weitaus nahrhafter als andere RFK, mit gutem Ca/C-Verhältnis - da kann man eigentlich beliebig viel füttern, ohne was aus der Balance zu werfen.


    Kleines OT: Hast du (oder irgendjemand anders) da Werte zu? Ich könnte Hühnerkarkassen günstig bekommen, bin mir aber nicht sicher ob/wie ich die in meine Rationsplanung einbaue, so von wegen wie viel Ca/P und Rohprotein die ungefähr haben.
    Außerdem sind sie halt auch etwas sperrig, nehmen viel Platz im Gefrierer ein, und sind nicht so gut zu portionieren - da müsste ich halt mal gucken wie/ob es bei mir in den Plan reinpasst.

    Meine (2 x Greyhound, 1 x kurzhaariger Saluki) werden gern mit allen möglichen anderen Windhundrassen verwechselt.

    Ältere Leute kennen scheinbar oft Barsois und Afghanen. Waren wohl beide in den 70er oder so mal moderner als heute.
    Wundert mich zwar immer, dass die Leute diese langhaarigen Rassen mit meinen raspelkurzhaarigen verwechseln, aber irgendwie muss da glaube ich hängen geblieben sein: "Windhund = Afghane/Barsoi".

    Dann, ebenfalls bei älteren Leuten, kommt auch gern: "Das sind doch die Hunde vom alten Fritz, der hatte doch auch Windspiele!"
    Ok, die Namensgleichheit, Windhund/Windspiel kann ich auch ganz gut verstehen. Das Italinienische Windspiel ist ja nicht grade ne häufige Rasse, da kann ich nachvollziehen, dass Windspiel und Windhund für synonym gehalten wird, klingt ja ganz ähnlich. Außerdem war "Windspiel" wohl früher tatsächlich auch für die größeren Windhundrassen gebräuchlich.

    Whippets sind sie auch häufig, meistens mit dem Satz: "Bekannte von uns haben auch solche Whippets!".
    Ok. Falscher Maßstab, sonst passt das schon. :D


    Bei jüngeren Leuten oder bei welchen die viel "Tiere suche ein Zuhause" gucken (wie meine Oma...) sind es immer "Diese armen, armen Hunde aus Spanien... wie heißen die gleich... ach ja, Galgos!"
    Oder alternativ auch Podencos.

    Greyhound kommt natürlich auch manchmal, wenn dann meistens mit dem Satz "Das sind doch die mit dem Bus!". Naja, blindes Huhn findet ja auch mal nen Korn.


    Der Kurzhaarsaluki wird grundsätzlich nicht als solcher erkannt, ganz, ganz selten, dass da mal einer richtig tippt. Ein paar Mal kam die Frage ob das ein Sloughi sein, was ja schon sehr nahe dran ist - ein hellsandfarber Sloughi ohne Maske und ein hellsandfarber Kurzhaarsaluki sind schon verdammt ähnlich. Damit wissen selbst mache Windhundleute nix anzufangen.


    Ansonsten wird noch oft gefragt, ob "der Kleine" (die 3,5 jährige Salukihündin) das Baby von den "Großen" (2x kastrierter Greyhoundrüde) wäre und ob "der Kleine" noch wächst.
    Und die Leute sind dann immer ganz verblüfft, wenn sie hören, dass Greyhound und Saluki zwei verschiedene Rassen sind, obwohl das eine doch fast ein Drittel kleiner ist und (meiner Ansicht nach ;) ) ganz anders aussieht.


    EDIT:
    Ach ja, und auch beliebt ist "Windhund" als Rassename. Die Leute sind dann immer total verwirrt, wenn man sagt "Ja, das sind Windhunde, Greyhounds und ein Saluki."

    Häh, was denn nun, Windhund oder Greyhound? :???:
    Wenn ich dann sage, das wäre wie bei den Terriern, da gäbe es ja auch verschiedene Rassen, so wie Yorkshire Terrier und Jack Russel Terrier, dann machts bei manchen Klick. Andere sind dann noch verwirrtet als vorher. :lol:

    Zitat

    Wären alle "richtigen" Jagdhunde so, dass die alles jagen was bei drei nicht weg ist wären die alles, aber absolut nicht tauglich für die Jagd. Insofern ist jeder Labrador, der gerade nicht nem Reh hinterhersteigt ein brauchbarerer Jagdhund als der Deutsch Drahthaar oder der Ridgeback, der munter lustig die Rehe auf Sicht hetzt. Wären die nicht kontrollierbar am Wild, könnte man sie nicht brauchen.


    Ja, Jagdhunde und Jagdhunde...
    Es gibt halt welche, die sollen sehr eng mit Menschen zusammenarbeiten und arbeiten recht viel unter Kommando.
    Es gibt welche, die deutlich selbstständiger sind, aber wo der Oberbefehl immer noch jederzeit beim Menschen liegt
    Und es gibt auch welche, die machst du ab, dann machen sie ihre Arbeit, der Mensch folgt, maximal assistiert er ein bisschen und am Ende sammelt er den Hund wieder ein.
    Kann man halt nicht verallgemeinern. Bei machen Jagdhundrassen fände ich es auch komisch (und rasseuntypisch), wenn der Hund sich bei Wild trotz Training und allem Pipapo einfach verselbstständigt, bei anderen ganz und gar nicht.

    EDIT: Iris war schneller. :D
    Ich lass es aber so.
    Langweilige Nachtschicht ist gleich vorbei...

    Zitat

    Aber ich habe einige Sorgen, besonders wegen der zarten Beine. Arren ist halt eher ein Panzer, käme ein Whippchen damit zurecht?


    Ich kenne jetzt nur die großen Bullterrier life, einen Mini hab ich glaub ich nur einmal gesehen. Mit den großen könnte ich mir das vorstellen.

    Zitat

    Dann habe ich nun schon soviele unterschiedliche Aussagen gehört, von "Ein Whippet muss auf die Bahn!" bis hin zu "Quatsch, der Whippet muss sich mal ausrennen, braucht aber nicht die Bahn."
    Was denn nun?


    Meiner Meinung nach muss kein Windhund auf die Bahn. Wichtig ist Freilauf und ich persönlich finde es auch schön und rassegerecht, wenn man dem Hund es ermöglicht seinen Hetztrieb auf der Bahn oder beim Coursing mal auszuleben, aber absolut nötig fürs Hundeglück finde ich das nicht.

    Von meinen sind die beiden TS-Greys zu alt und in einem Fall auch zu kaputt für die Rennbahn und die Salukihündin vom Züchter hatte die paar Mal, die ich sie auf der Bahn ausprobiert hatte nicht so die dolle Motivation einen Plastikpüschel zu jagen, obwohl ein echter Hase sie schon ziemlich begeistert (muss aber fairerweise sagen, dass ich es auch ewig nicht mehr versucht hab, würde eigentlich gern nochmal mit ihr zum Coursing).
    Trotzdem kommen sie mir alle ziemlich zufrieden vor.


    Zitat


    Das Ableinen scheint ein Mix aus Glück und Erziehung zu sein, notfalls bleibt ja die Schlepp. Und bis so etwas hier einzieht ist unser Garten auch hoffentlich wieder eingezäunt.


    Finde ich bei Whippets meistens nicht so wild. Die sind eigentlich ziemlich gut erziehbar.
    Ich würde mal davon ausgehen, dass man nicht mehr rufen braucht, wenn der Hund schon zur Hatz gestartet ist und dass man nur wenig Chance auf einen Abruf hat wenn der Hund wirklich Wild sieht.
    Aber solange ihnen nix vor die Nase läuft, sind die meistens recht easy.

    Ich kenne keinen einzigen gut erzogenen Whippet, der abhaut um aktiv nach Wild zu suchen, stöbert oder ähnliches.
    Die, die mir untergekommen sind die richtig zum wildern abhauen, das sind alles welche, die mMn null erzogen sind und sonst nie von der Leine kommen. Klar dass die erstmal nur Blödsinn im Sinn haben wenn sie dann mal allein unterwegs sind...

    So wirklich mutwilliges abhauen und erstmal gucken was der weitere Umkreis so an Jagdbarem zu bieten hat, das kenne ich eher von Orientalen, Podencos und manchmal noch Galgos.


    Zitat

    Dann habe ich von furchtbaren Unfällen mit Windigen gehört, schwere Verletzungen durch Stauchungen und sowas. Das wüßte man halt als Windihalter... Aber andererseits heißt es doch oft das sie nicht so zerbrechlich sind wie sie aussehen...


    Ich würde es eher mit der letzteren Aussage halten: So leicht gehen die nicht kaputt. Die sehen nur so zart aus und sind echte Athleten.

    Ein paar Specials haben sie aber schon. Die Geschwindigkeit ist bei Whippets ja schon ne eigene Klasse. Würde man die Größe umrechenen, wären sie wohl so schnell wie Greyhounds. Das setzten den Bewegungsapperat natürlich enormen Belastungen aus.
    Zum Glück sind Whippets ja viel leichter als Greys und man muss ja auch nicht umbedingt einen extremen Renntyp nehmen - die halte ich, ebenso wie extreme Showhunde, eh für eine züchterische Übertreibung.

    Trotzdem, was durch die hohe Geschwindigkeit ganz gern mal vorkommen kann (wie bei allen Windhunden) sind Kapselrisse an den Zehen, Zehenbrüche, ab- oder eingerissene Krallen und abgeschürfte Ballen.
    Das passiert jetzt in der Regel nicht beim spielen auf der grünen Wiese, aber wenn der Hund mal über nen gefrorenen Acker hinter nem Hasen her geht, dann kann das schonmal passieren. Oder enge Wendungen beim Coursing oder das plötzliche springen und stoppen beim Frisbee fangen sind auch Klassiker für Kapselrisse an den Zehen.

    Außerdem haben sie ne relativ dünne Haut und sind beim rennen eher rücksichtslos (bzw bei Jagdspielen mit anderen Windis wird der "Hase" auch gern mal "festgehalten"). Das führt dann uU zu mehr oder weniger großen Triangeln und Ratschern. Macht den Hunden aber idR wenig.


    Richtig schwere Verletzungen aufgrund der Geschwindigkeit beim rennen sind SEHR selten, können aber bei allen schnellen Windhundrassen vorkommen (was bei den meisten anderen Hunderassen ja eher ne große Ausnahme sein dürfte).

    Mir ist zum Beispiel ein Whippet bekannt, der beim Spielen mit einem anderen Whippet aus vollen Lauf vor einen Weidezaunpfahl geprallt ist und kurz darauf aufgrund der schweren Verletzungen eingeschläfert werden musste, und ein weitere Whippet, der sich bei einem wohl etwas größenwahnsinnigen Sprung aus vollem Tempo über einen Graben beide Vorderläufe gebrochen hat.
    Von Greys sind mir ein paar ähnliche schwere Unfälle bekannt , von Galgos und Salukis auch. Überschlag mit Genickbruch, gebrochenes Bein weil im vollen Lauf in ein Loch getreten, mit anderem Hund aus vollem Tempo zusammengestoßen und Halswirbel gebrochen + Rippen gebrochen + Lungenprellung, volle Kanne in Stacheldrahtzaun gerannt und diverse tiefe Schnittwunden... solche Scherze.
    Ist nicht grade alltäglich, aber auf jedem größeren Windhundtreffen oder Renntag kann garantiert irgendjemand so eine Story auspacken.


    SweetEmma:
    Meine Greys sind ziemlich ruhig und man hört sie im Alltag eigentlich nie, speziell Robin hab ich noch nie richtig bellen gehört, nur ein paar Mal so abgewürgt.
    Mit anderen Hunden kann aber grade Lawrence schon mal lauter werden, er hat früher kräftig und lautstark an der Leine gepöbelt und knurrt auch laut beim Spielen (mit Mensch oder Hund). Auch Robin knurrt andere Hunde schonmal warnend an, aber nur sehr dezent.

    Die Salukihündin ist sehr gesprächig: Sie macht einen Riesenalarm wenn es klingelt, knurrt und bellt oft im Umgang mit anderen Hunden (eigene wie fremde), bellt als Spielaufforderung, winselt und jault wenn ihr was nicht passt oder sie Angst hat, grummelt, brummelt und seufzt wenn sie sich wohl fühlt, heult/jodelt zur Begrüßung... und antwortet generell oft wenn man sie anspricht.

    Das was du von deiner Hündin bescheibst würde ich eigentlich weder Windhund- noch Poditypsch nennen. Ist wohl einfach ihre Art. Hört sich doch aber nicht besorgnisserregend an?

    Zu der Sache, dass man UK und Deutschland nicht vergleichen kann... nein, sicher in vielen Punkten nicht, grade nicht bei Rassen, die in Deutschland ebenfalls in sehr großer Zahl gezüchtet werden oder die sogar in Deutschland ihren Ursprung und Zuchtschwerpunkt haben.

    Anders ist es aber bei Rassen, die hier nur ihn geringer Zahl gezüchtet werden und wo man weltweit einen starken Austausch von Zuchttieren hat, oder bei Rassen die eigentlich aus den Staaten oder aus dem UK kommen. Da ist es meiner Ansicht nach extrem relevant was international passiert, weil es früher oder später zwangsläufig auch bei uns ankommt.
    Es werden Zuchttiere importiert und Richter von drüben eingeladen, die dann Hunde nach oben stellen die der dortigen Mode entsprechen und Züchter von hier orientieren sich oft auch sehr am "Mutterland".

    Diese internationale Vernetzung wird auch eher noch zunehmen, es wird immer leichter mit Züchtern am anderen Ende der Welt zu kommunizieren. Innerhalb der EU und zwischen gelisteten Drittländern ist der Im- und Export auch sehr einfach geworden, kein Vergleich zu früher, wo Osteuropa hermetisch abgeriegelt, England und Skandinavien durch die Quarantäne verschlossen und die USA unendlich weit weg waren und wo man sich Fotos und Stammbäume mühsam per Brief zuschicken musste...


    Jetzt zu fordern der ganze VDH müsste reformiert werden wenn hier eigentlich schon passende Maßnahmen existieren, die man nur anwenden müsste, ist aber eher Quatsch, das stimmt. "Wir" machen ja viele der Sachen schon die z.B. bei PDE gefordert wurden.

    Zumal es auch gar nicht immer der VDH ist, sondern oft auch die weitestgehend selbstständigen einzelnen Zuchtverbände.
    Denen steht es ja z.B. frei eine strengere Zuchtordnung zu formulieren als der VDH fordert, zusätzliche Untersuchungen etc pp. Aber wenn die nicht in die Puschen kommen, kann man dem VDH dafür nicht die Schuld zuschieben.
    Und da steht und fällt es wieder mit den einzelnen Züchtern, die ja letztlich meistens das Rückgrat eines Vereins sind.
    Wenn die alles paletti finden und keinen Grund sehen was zu ändern, dann bewegt sich auch nix.


    Grade in der Hinsicht finde ich so Programme wie PDE aber auch nützlich, selbst wenn man die Zustände nicht 1 zu 1 auf Deutschland übertragen kann.
    Erstens informieren sie die Welpenkäufer (und wenn auch nur ein paar, es spricht sich ja doch rum, zumindest in den Hundeforen und so) und die machen dann vielleicht hier und da auch auf die Züchter ein bisschen Druck indem sie vermehrt nach Untersuchungen, Inzuchtgrad etc fragen.
    Und dann erreicht so eine Botschaft ja durchaus auch viele Züchter, grade jüngere oder werdende Züchter. Ich finde schon, dass man da ein steigendes Bewusstsein für z.B. für Genetik, Krankheiten, allgemeine Fitness und so weiter hat.


    Mit den Standards sehe ich es aber auch so, dass man höchstens hier und da minimale Äderungen bräuchte, bei vielen Rassen auch gar keine.
    Eigentlich würde es meistens funktionieren, die Standards wo nötig auch moderater auszulegen, denn wenn man sich wirklich mal den Wortlaut Satz für Satz durchliest, dann fordern die selten die richtigen, heftigen Extreme. Oft sind die Texte sogar eher diffus gehalten.


    Mal eine Frage (oder besser viele Fragen...), die nicht ganz direkt was mit dem Thema zu tun hat:

    Ich lese häufig von "Datenbanken" bei verschiedenen Rassen betreffend die Gesundheitsergebnisse, und von teilweise seit Generationen gescreenter Ahnen, deren Ergebnisse man auch einsehen kann.

    Wie läuft das im Detail bei euren Rassen?
    - Führt der Vereine solche Datenbanken? Oder wird das von Privatpersonen gemacht?
    - Muss man sich das Zeug erst zusammensuchen oder kann man das übersichtlich an einer Stelle veröffentlicht finden?
    - Für wen und wo sind die Daten einsehbar - nur für die Körkommission, für alle Vereinsmitglieder/Züchter, für jeden interessierten Welpenkäufer?
    - Im Internet oder auf Papier (z.B. Vereinszeitschrift oder Zuchtbuch/Jahrbuch)?
    - Ist die Veröffentlichung (nicht die Meldung an den Verein!) der Ergebnisse untersuchter Hunde verpflichtend oder freiwillig?

    Meine Hündin markiert ebenso viel wie meine Rüden (beide kastriert, aber markieren nicht weniger als nen intakter). Sie interessiert sich auch ebensosehr fürs "Zeitung lesen".
    Ins Haus würden trotzdem weder die Jungs noch das Mädel pissen, da ist jeweils am Anfang ein paar Mal daneben gegangen und dann saß die Stubenreinheit. Das ist einfach Erziehgungssache.


    Ich find bei der Anhänglichkeit, Schmusigkeit sowie bei der generellen Erziehbarkeit nimmt es sich nix ob man Rüde oder Hündin hat, da macht der individuelle Charakter nen größeren Unterschied als das Geschlecht.

    Bei mit ist es aber auch so, dass das Mädel etwas zickiger mit anderen Hunden (speziell mit anderen Mädchen) ist, als die Jungs. Das kann natürlich auch am Rasseunterschied, Altersunterschied und am unterschiedlichen individuellen Charakter liegen.
    Es deckt sich aber schon mit meiner Erfahrung und der von vielen anderen, dass Hündinnen, wenn sie denn Streiten, keine halben Sachen machen, während Rüden recht viel posieren und stolzieren und sich aufplustern, aber nicht immer was ernstes dahinter ist.
    Aber auch das kann man nicht verallgemeinern, dazu gibt es zu viele kreuzbrave Hündinnen und stinkstiefelige Rüden.


    Die Läufigkeit empfinde ich im Normalfall als nicht besonders lästig, das ist aber individuell verschieden (wie groß ist das eigene Sauberkeitsbedürfniss, wie stark blutet sie und wie gut putzt sie sich, muss ich zu den Stoßzeiten in ein belebtes Auslaufgebiet oder kann ich in der einsamen Pampa laufen?). Auf jeden Fall hat man ein paar Wochen Leinenpflicht im Jahr - "läufig" kommt ja nicht von ungefähr.

    Was für einen Aufstand ein Rüde macht, wenn er ein läufiges Mädel in der Nähe wittert, ist auch unterschiedlich. Manche machen sich auf die Suche nach der Dame und sind dann erstmal weg, manche drehen selbst zuhause noch am Rad, fressen nicht und jaulen die Nachbarschaft zusammen... anderen merkt man gar nix an.


    Mir ist das Geschlecht eigentlich völlig egal. Wenn man aber schon nen intakten Hund zuhause hat, dann ist oft ein gleichgeschlechtlicher Hund geschickter, wegen trennen und ungewolltem Nachwuchs.
    Wenn man zuverlässig trennen kann und Lust auf den zusätzlichen Aufwand hat (oder wenn man längerfristig eh einen kastrieren lassen möchte), dann geht aber natürlich auch ein gegengeschlechtliches Paar.