Wenn man sich einen Rassehund anschafft, dann hat man halt den Vorteil, dass man relativ genau weiß was draus wird und wenn man (sehr) spezifische Ideen hat was man sich wünscht, dann ist man damit besser bedient.
Im Gegenzug brauch man sich dann auch wirklich nicht beschweren, dass manche Rassen sich als nur-so-nebenher-mitlauf Hund nicht eignen.
Wenn man so einen will (und das finde ich nicht schlimm, denn es stimm schon, die meisten Leute wollen so einen Hund und viele Hunde sind damit ganz zufrieden), dann soll man sich dafür halt ne passende Rasse aussuchen, derer gibt es ja so einige.
Oder man geht ins TH und guckt nach einem passenden erwachsenen Hund mit dem gewünschten Temperament und Charakter.
Aber wer sich nen Vollblutjäger wie den Beagel oder einen selbstständigen, aktiven Hund wie den Husky anschafft, der brauch sich nicht wundern wenn die nicht einfach so "fuktionieren". Da hab ich NULL Mitleid mit den unglücklichen Käufern!
Denn das tolle an Rassehunde ist ja grade: Man hätte genau das vorher wissen können.
Das Mixe automatisch die besseren Familienhunde werden und immer total unkompliziert sind glaube ich kaum.
Man weiß es halt meistens nicht im Voraus.
Erstmal hängt es auch da von den Eltern ab - zwei Rassehunde mit einen schwierigen Charakter oder anspruchsvollen Eigenschaften werden wahrscheinlich keine braven kleinen Unschuldslämmchen werfen.
Bei Mixen in der ersten Generation kann man manchmal noch relativ genau sagen was einen erwartet, je nach beteiligten Eltern. Wobei es auch da schon schwierig werden kann, wenn die Elternrassen sehr verschieden waren von den Eigenschaften her.
Bei Mixen aus Mixen (aus Mixen...) wird es dann vollends zur Lotterie. Selbst wenn man zwei Elterntiere verpaart die beide total nett und unkompliziert sind, können in ein und dem selben Wurf ganz verschiedene Charaktere fallen (und das Aussehen variert auch manchmal erheblich, aber das lass ich mal außenvor).
Wollte man sichere Aussagen treffen wie die Welpen mal werden wenn sie groß sind, müsste man wieder selektieren und bestimmte Merkmale fixieren wie man es bei Rassehunden eben gemacht hat.
OK, wenn man nen Mix aus Zwerpudel, American Cocker, Papillon und Havaneser nimmt, dann kann man davon ausgehen, dass das kein doggengroßer Hund mit mega-Jagdtrieb wird.
Und wenn man nen Mix aus Podenco und Pointer nimmt, dann weiß man ja auch ungefähr was einen erwartet.
Schwierig wird es halt wirklich bei Mehrrassenkreuzungen in zigster Generation.
Wenn die Mutter ein Labrador x Schäferhund x Husky x Kleinpudel war und der Vater ein Irish Setter x Berner Sennenhund x Malinois x Collie... dann kann man vielleicht grad noch sagen welche Endgröße da durchkommt. Aber selbst wenn beide Eltern stock brav waren, kaum Wach- und Schutztrieb haben und der Jagdtrieb bei beiden gut zu kontrollieren war, kann man da bei den Welpen die ganze Bandbreite haben, auch in ein und dem selben Wurf.
Von Mixen mit einem oder beiden Elternteilen unbekannt (Vater unbekannt kommt ja häufiger vor, beide unbekannt ist bei Mixen aus dem TS auch nicht soooooo selten) wollen wir mal gar nicht anfangen...
Gesundheit, Genetik & Rassehundezucht an sich sind nochmal ein ganz eigenes weites Feld, das lass ich hier jetzt mal außen vor.
@ Tobibo... wie wärs mit trennen? Wenn das bei dir nicht geht, dann gib doch die Rüden für die eine Woche oder so (Standhitze + ein paar Tage vorher und nachher) in nen Pension oder falls du jemanden hast zu Freunden.
Wenn du sie eh kastrieren lassen willst, ist es vielleicht nicht sooooo das Drama, aber hat dich dein TA drüber aufgeklärt, dass sich bei diesen Hormonspritzen zur Läufigkeitsunterdrückung das Pyometrarisiko stark erhöht? Behalt sie bis zur Kastration gut im Auge wegen vaginalem Ausfluss, Mattigkeit, vermehrtem Trinken etc.