Beiträge von Marula

    Nee, ich finde Hunde müssen nicht überall hin mit.

    Ich kann gut damit leben, dass manche Leute einfach nicht so begeistert von Besuchshunden in ihrer Wohnung sind .
    Meine Tante z.B., die liebe ich sehr, aber sie hat halt so gar keinen Draht zu Tieren, hatte nie Haustiere, wollte nie welche und legt viel Wert auf ein sehr, sehr sauberes, gepflegtes Haus. Selbst sauber und gepflegt hinterlassen meine Hunde immer ein paar Haare und ich weiß, das sie davon nicht begeistert wäre.

    Oder auch bei Bekannten, die selber mehrere Hunde haben wovon 2 nicht so ganz verträglich sind. Gehen würde das schon, dass ich meine Hunde mitbringe, aber dann wäre es halt ein "Hundebesuch", man müsste sich doch mehr auf die Köter konzentrieren als auf`s gemütliche Quatschen.

    Oder bei anderen Bekannten, die kleine Kinder haben. Meine Hunde kennen keine Kinder und für die paar Mal die ich mit den Hunden "Kinderkontakt" hab, lohnt es sich nicht das ausführlich zu trainieren.
    Die Kinder wohnen da aber nunmal und haben jedes Recht sich da frei zu bewegen UND wir Erwachsenen haben keine Lust die ganze Zeit auf Hunde und Kinder zu achten. Da ist es doch entspannter, wenn die Hunde zuhause bleiben.


    Ins normale Restaurant würde ich die Hunde auch eher nicht mitnehmen (also auch, wenn ich nur einen hätte). Wüsste nicht wozu.
    Was anderes ist es, wenn man unterwegs ist und irgendwo einkehrt, grade wenn es dort ne Terrasse oder einen Biergarten gibt und nicht so schrecklich voll ist. Meine legen sich alle nicht so gern auf die puren Steine (dünn bis knockig gebaut, kaum Fettabdeckung = sehr kalt und unbequem), daher müsste ich jedes Mal ne Decke oä mitschleppen. Das ist mir zu viel Aufwand.

    Mal ne Stadtbummel mit Hund, warum nicht, wenn`s nicht grade im Vorweihnachtsrummel ist... nur halt wenn ich selber groß Shoppen will würde ich das wohl doch wieder ohne Hund machen.


    Das alles gar nicht mal so sehr, weil die Hunde das nicht abkönnen/ich denke es wäre zu stressig für sie. Im Gegenteil, eigentlich macht es ihnen ziemlich Spaß viel mitzukommen.
    Meine Senior hatte ich früher auch mal auf der Kirmes mit (einfach zum ausprobieren) und ja, der fand das spannend - viele nette (angetrunkene...) Leute die ihn streicheln wollen, viel runtergefallene Essensreste und jede Menge interessante Sachen zu sehen. Hängt natürlich vom Hund ab, aber es gibt genug Hunde, denen man sowas nicht nur zumuten kann, sondern die das sogar gern mitmachen.

    Aber es ist für mich oft entspannter, wenn ich mir über die Hunde keine Gedanken machen muss, und das muss ich nicht. Sie bleiben nämlich alle gut alleine (auch einzeln, aber in der Gruppe sowieso) und stressen dabei auch nicht rum.
    Da hab ich dann kein schlechtes Gewissen wenn die Hunde nen schönen Spaziergang gemacht haben und dann mal ein paar Stunden verschlafen während ich meinen Menschenkram mache.

    Eine Bekannte von mir hat ebenfalls einen Welpen bzw inzwischen Junghund aus einem polnischen Verein, der unter der FCI züchtet (weiß nicht, wie das polnische Equivalent zum VDH heißt, aber jedenfalls ist der Verein aus dem ihr Welpen kommt diesem Verband angeschlossen). Auch da hat es einige Monate gedauert, bis das Exportpedigree fertig war.
    Das ist scheinbar in vielen Ländern so, bei meiner eigenen Hündin (aus Israel, FCI-Zucht) hat es mit dem Exportpedigree ebenfalls gedauert bis sie fast ein Jahr alt war und bei Bekannten die Galgowelpen aus spanischer Zucht hatten hat es sich ebenfalls gezogen.

    Ich würd mich erkundigen, in welchem Verband die ausgesuchte Züchterin ist, es sollte halt das polnische Gegenstück zum VDH sein.
    Kannst dann auch diesen Dachverband raussuchen und die direkt anmailen (auf englisch wird`s schon gehen) und dich dort erkundigen, ob sie wirklich Mitglied in diesem Verband ist. Wenn sie das ist, dann denke ich passt das schon.

    Also, was bei meinen immer als besondere Highlights toll ankommt (mach ich ab und an, einfach so, zum Geburtstag kriegen meine nix):

    - Hühner/Reis/Gemüse-Eintopf, dauert lange:
    Ein Suppenhuhn oder Hähnchen aus der Tiefkühle in einem großen Topf mit viel Wasser kochen bis es ganz, ganz weich ist und das Fleisch praktisch von selber von den Knochen fällt (wenn man es vorher rausnimmt, dann hat man nur mehr gepule, weil das Fleisch dann schwerer abgeht). Kann durchaus mehrere Stunden vor sich hinköcheln.
    Huhn rausnehmen, Fleisch, Haut, Knorpel, weiche Knochen (bei jungen Hühnchen sind viele Knochen noch sehr weich, die kann man nach langem Kochen praktisch mit den Fingern zerbröseln) wieder in die Kochbrühe werfen. Harte Knochenstücke wegtun, und zwar so, dass der Hund sie sich nicht heimlich einverleiben kann.
    Rundkornreis (wie für Mlichreis) hinzufügen, einmal aufköcheln lassen, dann so lange Wasser ziehen lassen bis es alles ein schöner weicher Brei ist.
    Gemüse ja nach Geschmack/Jahreszeit dazugeben, ich nehm oft Möhren und Stuadensellerie oder Knollensellerie samt Laub. Je nachdem was man hat gibt man es halt so dazu, dass es noch gut gar wird (Karotten z.B. sollten schon schön weichgekocht sein, von der Konsistenz wie ne reife Banane), aber nicht stundenlang totgekocht wird.
    Man kann auch noch ne gute Priese Salz dazugeben.

    Je nach Größe des Hundes reicht so ein Topf natürlich ewig wenn man nen ganzens Huhn nimmt. Bei meinen ist das immer nur eine Mahlzeit für alle 3. Für einen handlichen Einzelhund kann man z.B. auch gut ein paar Hühnerschenkel mit Rückenstück nehmen.


    - Hühnchenleberpfanne, geht sehr schnell:
    1 Packet TK-Hähnchenleber (500 g, gibts bei uns in der Tiefkühlabteilung im Edeka bei den Suppenhühnern und Hühnchenklein) auftauen. Das ist das einzige was ein bisschen dauert. Frische Leber geht natürlich auch...
    In der Pfanne in reichlich Öl kurz anbraten, darf innen gern noch roh sein. Irgendwelches vorher gegartes Gemüse und vorher gegarten Reis (oder Nudeln oder Hirse oder Bulgur oder Kartoffeln... ;) ) dazu schmeißen. Dürfen auch gern Reste von dir dazu oder ne Scheibe angetrocknetes Toast oder so.
    Eventuell noch mit ein bisschen Wasser aufgießen und nen Moment ziehen lassen, wenn die Getreideprodukte viel Flüssigkeit gezogen haben und das ganze zu trocken wird.

    Naja, wie gesagt, ich kannte ja auch ein Beispiel wo es ohne große Brechnungen und so weiter in der Praxis jahrelang gut geklappt hat.

    Trotzdem gibt es da ein paar Sachen, die man finde ich nochmal gesondert überdenken sollte. Wenn man vegetarische/vegane Fertigfutter füttert, dann sind die sicher entsprechend vitaminisiert und mineralisiert, wie andere Fertigfutter halt auch. Da sollten also zumindest schonmal über kürzere Zeiträume keine groben Mängel auftreten, auf lange Sicht müsste man dann sehen wie es läuft.

    Wenn man allerdings ne Ration (teilweise) selber zusammenstellen will, sollte man vielleicht über ein paar Aspekte detailierter nachdenken
    Von den Inhaltsstoffen her kenn ich mich mit Seitan und Tofu nicht so gigantisch aus. Aber wie sieht es denn da mit so Sachen wie Calcium aus wenn man gar nix tierisches verfüttern will, also keine Eierschale und keine Milchprodukte (wobei ein Hund da eh schon große Mengen von fressen müsste um seinen Ca-Bedarf zu decken) und schon gar keine Knochen/Knochenmehl? Das müsste man wohl auf jeden Fall über Futterkalk, Algenkalk oä ergänzen.
    Auch Salz z.B. müsste man zufüttern (wobei das vieleicht teilweise über Essenreste gedeckt werden kann, aber ich geh mal davon aus, dass jemand der sich selber vegan ernährt nicht massenhaft Salz ans eigene Essen kippt und das die Hunde nur einen kleinen Teil und nicht täglich was vom Menschenessen bekommen), Jod ebenfalls (über Seealgenmehl z.B.).
    Wie siehts mit Eisen aus, ebenfalls ziemlich wichtig für Hund? Vit. A kann ich mir noch vorstellen, dass man das über carotinreiche pflanzliche Lebensmittel decken kann, Vit. D sollte man aber auch bei fleischhaltiger Nahrung bei Hunden noch zufügen (Lebertran, fetter Seefisch...) und mir wär jetzt kein pflanzliches Lebensmittel bekannt, womit man das bei Hunden in empfohlener Menge reinbekommen würde. Ok, ich kenn auch wieder ne Menge "gebarfter" Hunde, die nie Seefisch oder Lebertran bekommen und trotzdem noch leben...
    Taurin und L-Carnitin... die wichtigkeit ist eher bei der Katze bekannt, für Hunde aber wohl auch nicht ganz irrelevant.
    B-Vitamine (die sonst viel in Fleisch enthalten sind) kann man wohl auch über Hefe ganz gut zufüttern.

    Das wären alles so Sachen, wo man sich, finde ich, mal mit nem Tiererährungsspezi zusammensetzen und gründlich rechnen sollte, wenn man seinen Hund denn vegetarisch oder gar vegan füttern möchte. Die Wahrscheinlichkeit, das man da irgendwas aus Extra-Döschen ergänzen muss, ist schon gegeben.


    PS. Blutbilder, grade wenn sie über Jahre immer wieder gemacht werden, sind sicher kein schlechtes Mittel zur Verlaufskontrolle.
    Allerdings sieht man viele Mängel und Erkrankungen da auch erst 2 vor 12, weil der Körper sehr lange gegenreguliert und die Werte im Blut so lane stabil hält wie es nur irgendwie geht (indem er z.B. Calcium aus den Knochen abzieht um den Blut-Calciumspiegel normal zu halten).
    Also würde ich mich darauf nicht ausruhen und trotzdem der Hund gut aussieht, fit ist und ein gutes Blutbild hat trotzdem versuchen die Ernährung soweit es geht an die geltenden Bedarfsempfehlungen anzupassen.

    Zitat

    Klar sagen alle : Mach ja eh alles keiner, aber wenn das alle immer sagen, was soll sich dann ändern? Wer soll dann bitte den ersten Schritt machen, wenn es allen immer am liebsten ist, dass es so bleibt.


    Wieso sollte man denn was ändern? Ich find`s ok so wie es ist.

    Den meisten Hunden in Deutschland gehts ziemlich gut, verglichen mit den Zuständen anderswo und mit der Hundehaltung (Lebenserwartung, Ernährung, medizinische Versorgung, Stellenwert des Hundes in der Familie...) vergangener Zeiten.
    Klar, nicht allen gehts "Dogforum-Hundegeek-Perfekt", aber mir sind in meinem Leben bisher nur sehr wenige Fälle begegnet wo ich mir wirklich gedacht hab: "Armer Hund, der muss da so schnell wie möglich weg".

    Die meisten Hunden leben völlig unauffällig mit ihren Familien vor sich hin und stören niemanden. Wenn mal was passiert, egal ob sich zwei Hunden raufen, ein Hund Wild reißt oder ein Mensch gebissen wird (oder auch nur angesprungen und angebellt...), dann wird das immer aufgebläht bis zur Unkenntlichkeit.

    Ich find es traurig, das mittlerweile auch schon Hundehalter auf diesen Zug aufspringen und diese ganze Panikmache, diese Verdammung und Verkomplizierung von ner ganz normalen Sache (Hundehaltung ist keine Wissenschaft...) mitmachen.
    Joa, die Welt ist nicht perfekt, aber weder seh ich überall misshandelte Hunde mit nur bescheuerten, inkompetenten Haltern noch seh ich massenhaft aggressive, gefährliche Hunde. Weder in der "Großstadt" Hannover, wo ich mehrere Jahre mit 3 Hunden gewohnt hab, noch hier auf dem Land.

    Das sind meiner Meinung nach Ausnahmefälle und für deren Handhabung haben wir bereits taugliche Gesetze.


    Zitat

    Kein Wunder, dass die Diktatur immerzu noch funktioniert, manche Menschen scheint es ja förmlich nach Regulierungen zu sehnen, dass sie die jetzt auch allen anderen aufzwingen wollen.
    [...]
    Weniger Gesetze, mehr Eigenverantwortung, ansonsten sind wir bald wirklich die verdummte Gesellschaft, der man nahezu alles erzählen kann, auf die wir zusteuern.
    Wer das will, bitte schön.


    Das kann ich nur unterschreiben.

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    Habe ich das jetzt richtig verstanden? Ich weiß als Hundehalter, dass mein Hund nicht jederzeit zuverlässig abrufbar ist und lasse ihn deshalb an der Leine.Zum Freilauf nutze ich den Hundetreff oder die eingezäunte Hundewiese gegen Gebühr. So,weil man mir das aber unmöglich glauben kann, muss ich 5 Einzelstunden buchen und bezahlen- mit dem Ergebnis( Stufe1?) das mein Hund an der Leine bleiben muss???? Liebe Trainer das wusste ich schon vorher - und das von ganz allein und ohne Bezahlung


    Naja, ist ja bisher nur fiktiv. ;)


    Ein Schreckgespenst wäre so eine Prüfung für mich auch nicht. Ich geh mal davon aus, dass, wie auch immer das ganze gestaltet wäre, der Teil mit ableinen nirgendwo stattfinden würde wo einem Wild um die Füße läuft.

    Und unter der Voraussetzung würden meine sowas auch bestehen, sofern halt wirklich nicht auf das Abfragen von Kommandos und eingedrillten Abläufen bestanden wird (da müsste ich dann doch extra für üben), sondern halt auf Händelbarkeit und Beeinflussbarkeit des Hundes durch den Halter.


    Aber deswegen wären meine Hund bei sichtbarem Wild (auf Fährte gehen sie nicht) trotzdem nicht abrufbarer, Schein hin oder her.
    Insofern steht und fällt dann eh wieder alles mit meinen Entscheidungen im schnöden Alltag... genau wie vorher auch.
    Deswegen hab ich keine Lust, da Geld für auszugeben und mich für eine beliebige Anzahl von Trainingsstunden, die ich (sag ich arroganterweise ;) ) nicht nötig hab, in die Hundeschule zu schleppen, wo mich wirklich noch nie was hingezogen hat.


    So ein Kurs "Basiswissen Hund in Theorie und Praxis" könnte manchen Leuten gut tun, ja... aber man soll bitte die Leute damit in Frieden lassen, die einfach nur ruhig mit ihrem Hund vor sich hin leben und noch nie negativ aufgefallen sind. Und das ist ja wohl immernoch die ganz große Mehrheit.


    Es ist außerdem laut geltender Gesetzeslange in Deutschland bereits vorgeschrieben, dass man seine Viecher artgerecht halten muss und sich entsprechend sachkundig zu machen hat:

    Zitat

    § 2
    Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

    1.muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,

    2.darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,

    3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.


    http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html

    Muss man das jetzt ehrlich nachweisbar machen? Wir sind doch alle erwachsene Menschen und die Möglichkeiten sich Wissen anzueignen sind vielfältig und leichter zugänglich denn je.
    Wenn jemand das nicht macht und negativ auffällt deswegen, dann gibt es doch auch jetzt schon reichlich Möglichkeiten den zu belangen.


    Und mal ehrlich, es weiß auch heute schon jeder, dass Hundekacke liegen lassen, andere Hunde anfallen, Vieh oder Wild hetzen oder Menschen beißen nicht erlaubt sind und bestraft werden (können).
    Wer`s trotzdem macht, der setzt sich da bewusst drüber weg - oder lebt auf nem anderen Stern.

    Und diese Leute werden denke ich auch mit nem bestandenen Hundeführerschein in der Tasche nicht einsehen, dass ihr Hund nicht mit dem Jogger "nur spielen" wollte.
    Das kommt erst, wenn`s dafür Konsequenzen gibt. Und DAFÜR haben wir ja heute schon die entsprechenden Regelungen.

    Wenn der Hundeführerschein nur dazu dienen sollte, festzustellen ob ein Besitzer seinen Hund unter Kontrolle hat statt das Kommandos abgefragt werden und befolgt werden müssen...

    ...was macht man bei in nem Hundeführerschein dann mit nem Hund, der bei Sichtung von fremden Hunden abgeht wie Luzie, aber wo der Besitzer kräftemäßig gut in der Lage ist ihn zu halten und sagt, er gehe nie ohne Leine und Maulkorb mit ihm raus und lässe ihn nur auf eingezäuntem Gelände mit bekannten Hunden laufen?

    Oder mit einem Hund der jagt wie nix gutes, sich beim ableinen sofort auf die Suche nach Spuren macht und dann nicht mehr abrufbar ist... und der deswegen laut Besitzer nur an der Schleppleine, im Garten und auf nem Hundeauslauf laufen gelassen wird?


    Bestehen lassen, weil da Hund unter Kontrolle ist?
    Könnte man sicher sein, dass der Hundehalter verantwortungsvoll ist und es auch wirklich genau so macht, dann fände ich das absolut gerechtfertigt.


    Aber man kann ja nicht sicher sein, dass der Besitzer es auch wirklich so verantwortungsvoll macht. Das kann einem ein fünfstündiger Kurs + Prüfung nicht garantieren.
    Ne psychologische Evaluation der Hundebesitzer sollen die Hundetrainer wohl kaum auch noch leisten. :D

    Nicht bestehen lassen?
    Und was machste dann mit dem Hund? Ab ins TH?
    Amtlich angeordnet Hundeschule bis zum Beseitigen des Problems & Bestehen des Scheins? Oder was?

    Ich würde keinen Pflegi nehmen wenn ich nicht die Kapazitäten oder den Willen hätte ihn notfalls auch unbegrenzt zu behalten.
    Ganz einfach deswegen, weil ich im Bekanntenkreis schon einige Male mitgekriegt habe, das ein neuangekommener Hund (egal ob auf Pflege oder zum Behalten gedacht) dann doch Baustellen hatte, die ihn schwer- oder unvermittelbar machten/gemacht hätten.

    Seien es Charaktermacken die erst in Laufe des Zusammenlebens auftreten und die die Tierschutzorga auch nicht immer vorraussehen konnte (es ist ja nicht immer Inkompetenz oder gar Böswilligkeit, wobei beides vorkommt...) oder seinen es vorher unentdeckte oder erst auf der Pflegestelle aufgetretene Krankheiten.

    Eine Bekannte hatte es z.B., dass sie von einer eigentlich seriös arbeitenden Tierschutzorganisation einen Pflegehund genommen hat, bei dem sich dann nach fast 1 Monat rausstellte, dass er taub war. Man merkt es ihm im Alltag kaum an, er kompensiert sehr gut (im Tierheim, wo er vorher war, hatten die Mitarbeiter es nicht bemerkt, weil er sich super an den anderen Hunden dort orientierte)
    Aber eben wegen diesem kleinen Mangel hat sich 2 Jahre (!) niemand für ihn interessiert, nicht eine einzige Anfrage... und letztendlich hat sie dann gesagt: Gut, behalten wir ihn, wir haben jetzt schon so viel Arbeit und Mühe investiert, er hat sich so gut hier eingelebt, was soll ich den jetzt noch vermitteln?


    Eine andere Bekannte hatte eine Hündin genommen (in dem Fall nicht als Pflegestelle sondern gleich als Endbesitzerin, aber das hätte einem auch mit ner Pflegestelle passieren können...) die sich im TH zwar als recht ruhig, aber scheinbar gesund darstellte.
    Als sie nach einige Monaten regelmäßiger Spaziergänge immer noch nicht in Form war wurde die Besitzerin doch irgendwann misstrauisch und siehe da... herzkrank.
    Wäre das ein Pflegehund gewesen, dann wäre die ab Diagnosefindung verdammt schwer zu vermitteln gewesen.


    Klar, mit der Wahl einer guten Orga und mit der Wahl des "richtigen" Pflegehundes kann man einiges davon ausschalten. Und die allermeisten Hunde sind wahrscheinlich lieb und pflegeleicht und lassen sich wirklich innerhalb eines halben Jahres vermitteln.
    Und manchmal hat man auch Glück und findet auch für schwierige Kandidaten DIE perfekten Leute denen das Problem (welches auch immer) gar nix ausmacht.


    Aber dummes Zeug kann immer passieren und wenn sich dann kein Mensch für den Pflegling interessiert und er sitzt und sitzt und sitzt ...
    Ich könnte es nicht mit mir vereinbaren einen Hund für den ich bewusst und ohne Not die Verantwortung übernommen hab, der schon eine Vorgeschichte mitbringt und der sich an mich gewöhnt hat dann nochmal unnötig umzusetzen, nur weil ich mir ein Zeitlimit gesetzt hab. Und dann vielleicht zum Wanderpokal wird weil es den nächsten wieder geauso ergeht.
    Ganz oder gar nicht, das wäre für mich da der einzige Weg. Also entweder der Hund wechselt in eine hoffentlich endgültige Familie oder er bleibt halt bei mir.

    Ich kenne ehrlich gesagt auch nur wenige Pflegestellen die das langjährig machen und und die schon eine größere Anzahl an Hunden hatte (mehr, als man an einer Hand zählen kann), bei denen noch nie ein aus irgendeinem Grund ein "Unvermittelbarer" kleben geblieben wäre.


    Urlaubsbetreuung oder ein regelmäßiger Gassi-Hund finde ich da wirklich einen guten Kompromiss. Ich hatte auch ne Weile lang 2 Gassihunde (als ich selber noch "nur" 2 eigene Hunde hatte), von denen ich abwechseln immer einen mitgenommen hab. Da kann man sich auch als Rudelhalter auf Zeit austoben. :D