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1. Braucht Emma einen Zweithund? Sie versteht sich zwar mit jedem Hund, sucht aber nicht den Kontakt & spielt auch nicht sehr viel. Bei großen, wilden Hunden ist sie eher unterwürfig und ängstlich.
Das ist bei zwei von meinen 3en ähnlich: Sie sind mit fast allem verträglich, aber haben eigentlich kein großes Interesse an anderen Hunden. Beide kommen mit Mehrhundehaltung gut zurecht. Ich denke sie bräuchten es nicht, aber sie sind auch nicht unglücklich so.
Ich denke, die meisten sozial normalen Hunde kommen sowohl als Einzel- als auch als Zweit- oder Dritthund zurecht. Ausreißer die nur in der Gruppe oder nur allein glücklich wären. Das werdet ihr nicht wissen, bevor ihr es nicht ausprobiert habt.
Aber wenn sie sich sonst mit anderen Hunden versteht, nicht extrem Ressourcen verteidigt, mobbt oder sonstwas, würde ich da jetzt erstmal keinen allzugroßen Bedenken haben.
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2. Mein Lebensgefährte und ich müssen ca. 9 Mal im Jahr für je 2-4 Tage geschäftlich auf Messe. In der Zeit ist Emma immer bei meinen Eltern und deren Hund. Das klappt auch super, Emma fühlt sich dort pudelwohl.
Das Problem ist, meine Eltern lehnen es ab auch zwei Hunde zu betreuen. Geldmäßig wäre eine Hundepension kein Problem, ich weiß nur nicht ob das für die Hunde so toll ist?! Emma ist doch sehr anhänglich & ist eigentlich so gut wie nie von uns getrennt. Wäre sie dann in der Hundepension auch nicht, da der Zweithund ja dabei wäre, aber eben keine Menschen die sie kennt. Wäre es hier sinnvoll lieber eine private Betreuung zu suchen?
Vielleicht liegt es auch eher daran dass es für mich schwer ist Fremden Menschen meine Hunde anzuvertrauen, bei meinen Eltern weiß ich einfach dass sie zuverlässig sind und sich 100% gut um meinen Hund kümmern.
Finde ich kein Problem.
Im besten Fall überlegen es sich deine Eltern nochmal anders wenn sie den Zweithund kennen lernen, das war bei mir auch so.
Ansonsten müssen sie halt mal ein paar Tage in einen Pension - so what? Da kommt ein normaler Hund der nicht eh schon nen Knacks weg hat problemlos mit klar.
Oder ihr findet tatsächlich nen privaten Sitter den ihr vorher schonmal ein bisschen kennenlernen könnt und wo sie dann mit im Haus wohnen können.
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3. Wir wohnen noch in einer Mietwohnung, wollen aber Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres in ein Haus mit Garten ziehen. Sollten wir dann lieber mit dem 2. Hund warten bis der Umzug durch ist?
Meine Hunde haben bisher 2 Umzüge mitgemacht und es war immer problemlos. Ich hatte beide Mal ca. ne Woche Zeit bis sie in der neuen Wohnung komplett allein sein mussten und das hat gereicht. Aber bei euch müssten sie ja nichtmal tagsüber lange alleine bleiben, das sind ja eigentlich noch bessere Voraussetzungen.
Es kann natürlich sein, je nachdem ob ihr bauen oder renovieren müsst/wollt, dass das allgemein eine ziemlich aufreibende Angelegenheit wird. Wenn der neue Hund dann total unkompliziert ist und nach etwas Eingewöhnung mitläuft wie ein alter Hase ist das ja kein Problem.
Manche Hunde sind ja aber etwas anstrengender, manche Häuser auch, wenn dann noch der Beruf dazukommt... naja, da gibt es viele Variablen, das müsst ihr selber wissen.
Ich persönlich würde mir wohl ruhig schonen nen Hund anschaffen, bei mir ging das immer noch neben allem anderen, aber das ist einfach ne persönliche Vorliebe.
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4. Irgendwie hab ich ein bisschen Angst dass sich Emma zurückgesetzt fühlt, sie ist halt jetzt die Nummer 1, in Zukunft müsste sie uns teilen. Ich habe Angst dass dadurch unsere gute Bindung und Erziehung kaputt geht weil sie nicht mehr glücklich ist . (ja, das ist vielleicht etwas zu "vermenschlicht" aber solche Gedanken kommen mir leider).
Siehe oben, nicht jeder Hund braucht nen Zweithund, viele sind auch als Einzelhund ganz glücklich. Ich glaub aber, die meisten normalen Hunden haben da auch kein Problem mit. Also, ja, ich find`s auch etwas zu vermenschlichend. 
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5. Wie ist das mit dem "Rudelverhalten" bei zwei Hunden. Ich habe jetzt immer mal wieder gehört dass Gassi gehen mit anderen Hunden problematischer werden kann. Ich habe es jetzt bei Emma und der Hündin meiner Eltern erlebt, dass die Hündin meiner Eltern beim gassi gehen meine Emma "maßregeln will" wenn diese mit andren Hunden spielt. Das selbe habe ich auch bei Emma und ihrer besten Freundin festgestellt. Sobald andere Hunde zu den zweien dazu kommen versucht Emma`s Freundin sie zu maßregeln wenn sie mit anderen spielen will. So als würde sie sagen wollen " du gehörst zu mir und darfst nicht mit anderen spielen".
Kann man soetwas gut entgegenwirken? Denn Hundebegegnungen haben wir hier ständig & das wäre ja schon doof wenn immer eine an der Leine bleiben müsste.
Ja, mit zwei Hunden schaukelt sich vieles definitv leichter hoch!
Wenn einer wegrennt (warum auch immer) dann düst der andere hinterher, wenn einer nicht hört, dann merkt der andere auch "Aha, herkommen wenn Frauchen ruft wird überbewertet!", wenn einer ein Hasi entdeckt und Alarm schlägt, dann zischen gern beide zusammen los, wenn einer einen Erzfeind hat, dann ist das bald ein gemeinsamer Feind...
Da muss man ziemlich aufpassen, auch grade in Sachen Jagdtrieb wenn ihr noch einen Podencomix wollt.
Emma scheint ja noch recht wenig Jagdtrieb zu haben? Sie ist aber auch noch ziemlich jung und es kann gut sein, dass da noch was kommt wenn sie richtig erwachsen wird. Und beim zweiten Podimix kann es gut sein, dass ihr dann nicht mehr so viel Glück habt.
Im besten Fall geht es gut und ihr habt am Ende zwei Hunde mit beherrschbarem Jagdtrieb die irh zumindest hier und da mal zum spielen ableinen könnt.
Vielleicht habt ihr dann irgendwann aber auch einen Hund mit beherrschbarem Jagdtrieb und einen, den ihr doch nicht ableinen könnt.
Im schlimmsten Fall findet Emma so eine gesellige Jagd zu zweit aber auch ganz toll, die beiden arbeiten als feines Team zusammen und ihr könnt beide nicht ableine. Oder sie nur getrennt laufen lassen, was ja auch irgendwie blöd ist.