Ich hab drei Hunde.
Nummer 1 kam mit ca. 5 Jahren.
Nummer 2 kam mit 4,5 Jahren dazu als Nummer 1 ca. 7 Jahre alt war.
Nummer 3 kam mit 7 Monaten als die beiden anderen ca. 9 und ca. 7 Jahre alt waren.
Liegeplätze habe ich von Anfang an nicht geregelt oder zugewiesen. Da konnte sich jeder seinen aussuchen und wenn besetzt war, dann war halt besetzt. Da waren sie auch ganze pflegeleicht, das gab nie Stress.
Was ich in der Hinsicht mache:
Ich seh zu, dass es immer mehr bequeme Liegeplätze als Hunde im Haus gibt und das auch in verschiedenem Abstand voneinander. So kommt keiner zu kurz und sie können wählen ob sie dicht beieinander (eventuell sogar im selben Bett, groß genug sind die) liegen wollen oder doch lieber ihre Ruhe möchten.
Einfach so auf dem Boden liegen meine leider nicht. 
Futter gibts im selben Zimmer und für alle gleichzeitig. Jeder hat seinen festen Platz und sie kriegen ihre Näpfe mit Nennung des Names und immer in der gleichen Reihenfolge hingestellt. Freigabe gibts nicht extra, wenn den Napf am Platz steht, dann darf auch gefressen werden.
Ich bleibe dabei und wenn alle aufgefressen haben, dann dürfen sie tauschen und gegenseitig die Näpfe auslecken.
Besonders futterneidisch sind sie nicht, man kann sie auch mit Kauknochen oä alleinelassen und nacher sind noch alle ganz.
In 6 Jahren Mehrhundehaltung hatte ich nur zwei minimale Reibereien, beide Male wegen ganz besonderen Leckereien.
War auch beide Male genau die selbe Situation: Der ältere Rüde frisst langsam, der jüngere Rüde ist ein Gierhals der alles in einem Stück wegschluckt. Bei beiden Gelegenheiten hatte der Gierschlund seinen Anteil blitzschnell eingeatmet und musste dann die Nase umbedingt zum Genießer rüberstecken.
Da hat`s dann kurz gerappelt in der Kiste, einmal unblutig, einmal mit einem kleinen, aber stark blutenden Löchlein im Nasenschwamm vom Gierhals.
Aber sowas passiert mal und die (also meine) verbeißen sich dann auch nicht ineinander und gehen aufs Ganze, sondern der Gierhals akzeptiert den Rüffel und damit ist`s erledigt.
Ist ja auch nicht so, dass er nicht weiß, dass das unerwünscht ist, aber bei besonders leckerem Futter läuft er halt kurzfristig im Zombiemodus.
Worüber man sich vielleicht am Anfang Gedanken machen muss ist das Autofahren. Wenn man beide Hunde in Einzelboxen packt ist kein Problem. Sollen aber (bei kleinen Hunden) beide in eine Box oder sollen sie sich den Kofferraum teilen, dann müssen sie sich schon recht gut verstehen.
Im Auto ists ja immer etwas wackelig und meistens recht eng, wenn da mal einer dem anderen auf den Schwanz oder auf die Pfote tritt oder gar bei nem Huckel oder ner Bremsung auf den anderen draufplumst (nein, ich fahre in der Regel nicht so
, aber passieren tut das nunmal ab und zu...), dann dürfen die das nicht gleich als Provokation/Verletzung der Individualdistanz auffassen und ausrasten.
Ich hab mir bei Hund 1 + 2 keine Gedanken drum gemacht, die sind vom ersten Tag an zusammen im Kofferraum gefahren und es war absolut kein Problem.
Ne Bekannte hatte aber mal ne böse Beißerei in so einer Situation: Sie hatte den Zweithund erst ein paar Tage und die Hunden verstanden sich eigentlich bereits recht gut, hielten aber im Alltag noch eine gewisse respektvolle Individualdistanz.
Stiegen beide brav in den Kofferraum und legten sich hin, sie fuhr gemütlich los. Dann stand einer der Hunde auf und wollte sich wohl umdrehen, sie fuhr über eine Bodenwelle, der stehenden Hund stolperte wahrscheinlich und trat auf den liegenden drauf und bevor sie "Pieps" sagen konnte hatten sich die beiden volles Rohr in der Wolle.
Ganz schöner Mist wenn man dann wegen fließendem Verkehr nicht sofort anhalten kann und die Hunde sich auf dem engen Raum nicht ausweichen können. 
Wenn die Hunde sich erstmal ein bisschen kennen kann man das ein bisschen besser einschätzen. Heute hätte ich bei keinem von meinen Bedenken, dass es zu Ausrastern führt wenn einer sich mal versehentlich auf den anderen legt - das gibt vielleicht mal Mecker, aber keine ausgewachsene Beißerei.
Aber mit neuen Hunden kann sowas halt eskalieren.
Von meinen dreien wären zwei auch als Einzelhund sehr glücklich. Glücklicher als jetzt... weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall würde man ihnen mit Einzelhaltung keine seelische Grausamkeit zufügen, die würden es auch als verwöhnte Kronprinzen bestens aushalten.
Hund Nummer 3 könnte man denke ich wenns sein muss auch als Einzelhund halten, sie genießt die Gesellschaft aber sehr.
Für sie würde ich mir so einen Kumpel wünschen wie Aeolon es mit Arren und Hamilton hat - von ihrer Seite wäre sie nämlich sehr für solche Vertraulichkeiten zu begeistern, aber meine anderen Hunde sind da nicht so für.
Sowas wie gegenseitig putzen oder große Kuschelorgien finden hier (zum Leidwesen meiner Hündin) nicht statt und auch gemeinsam spielen ist selten, da zwei meiner Hunde inzwischen Senioren sind und auch in jüngeren Jahren beide nicht soooooooo verspielt waren.
Wie auch immer, ich hab jeden Hund in erster Linie für mich angeschafft und sie sind auch alle wesentlich stärker auf mich fixiert als aufeinander. Jeder von ihnen würde eher die anderen stehen lassen und mit mir kommen als andersrum.
Insofern... irgendwo denke ich schon, dass sie von der Mehrhundehaltung profitieren. Es ist immer Gesellschaft da, ein bisschen Kontaktliegen tut jeder mit jedem Mal (wenn auch in unterschiedlichen Zusammensetzungen und Häufigkeiten), sie haben immer Sozialkontakte zu Artgenossen und man merkt schon irgendwo, dass sie ein eingespieltes, harmonisches Team sind, grade bei Begegnungen mit Fremdhunden.
Aber das wirklich brauchen oder den vorhandenen Hunden mit der Anschaffung der weiteren Hunden ne große Freude gemacht haben... nee. Das ist eher neutral. Nicht schlecht für die schon vorhandenen Hunde, aber auch kein Grund für Freudenfeiern.
Wie andere hier auch schon sagten: Ich liebe jeden meiner Hunde gleichermaßen, aber alle auf unterschiedliche Weise.
Sie bedeuten mir jeder was anderes, haben jeder eigene Macken und sind nur entfernt miteinander vergleichbar. Da sehe ich gar keine Konkurrenzsituation, deswegen hab ich auch keine Angst einen zu bevorzugen oder so.
Was auch problematisch werden kann ist, wenn man Hunde sehr verschiedenen Alters hat. Da wird dann das unterschiedliche Bewegunsgbedürfniss manchmal schwierig. Mein Opi kann/will jetzt keine flotten zwei Stunden mehr mitlaufen, die die anderen beiden aber gut und gern machen. Eigentlich würde ihm nen Stündchen sehr gemütlicher Bummel grad recht sein.
Aber ich hab nicht jeden Tag Zeit doppelte Runden zu gehen, ne große mit den beiden fitten Hunden und ne kleinere mit dem ältesten. Da muss man dann halt das organisieren anfangen und ja, an manchen Tagen kommt eine Partei auch mal zu kurz.
Das ist mit zwei gleichalterigen Hunden sicher einfacher, die kommen dann gemeinsam in die Seniorenzeit.