Beiträge von Marula

    Zitat

    Was tolle Aufnahmen :smile: Wo und wann kann man sich denn den fertigen Film angucken?

    Bin jetzt leider gänzlich verwirrt, was die orientalischen Rassen betrifft - sind das nun Afghanen oder Tazi (stand ja dort)? Ist ja mit sicherheit nicht das selbe. Die haarige Variante kann ich wenigstens richtig identifizieren :D


    Ich weiß noch nicht, wie die Doku dann letzendlich unter die Leute gebracht wird, ob sie sie auf DVD oder per Download vertreiben wollen oder sie vielleicht sogar für lau auf Youtube stellen (würd es ihnen aber auch nicht verübeln wenn sie Geld dafür haben wollen)... keine Ahnung. Werde denke ich immer mal einen Blick auf die Facebookseite von denen werfen.


    Wie Tengri schon sagte, Tazi (oder ähnliche Schreibweisen) wird in verschiedenen Sprachen im Nahen Osten und in Zentralasien benutzt. In der Türkei, in Syrien, im Iran und Irak, in den ganzen ehemals sowjetischen -stans... gibt es Varianten davon. Meistens bezeichnet es einfach "Windhund" und zwar die jeweils einheimische lokale Variante.
    Im Iran benutzen zum Beispiel in manchen Gegenden mehrsprachige Leute "Saluki" wenn sie arabisch sprechen und "Tazi" wenn sie kurdisch oder persisch sprechen.
    Saluki ist dann eher ab der Levante südwärts, in den rein oder überwiegend arabisch sprechenden Ländern.

    Das ist die sprachliche Seite.
    Wer dann was als welche Rasse anerkennt und wo man Grenzen ziehen will oder auch nicht, das ist noch ne ganz andere Kiste. :lol:

    Sehr interessant ist dazu zum Beispiel die Seite von Sir Terence Clark:
    http://saluqi.net/
    Das ist ein britischer Diplomat der lange in verschiedenen Ländern des Nahe Ostens gelebt hat und sich für Salukis/orientalische Windhunde begeistert. Die Homepage gibt einen ganz guten ersten Eindruck von der Vielfalt der Orientalen.

    Zitat

    Hier dürfen die Jäger Hunde schießen, die wildern. Beweise da anschließend mal das Gegenteil.
    Und der Polizist, der einen kleinen Hund verfolgt hat, der im Feld vor ihm weglief und sich nicht einfangen lies, der auf eine Autobahn zulief, die aber noch weit entfernt war.
    12 Schüsse hat er abgefeuert, bis der Kleine es endlich geschafft hat.
    Ein Hund, der auf einem Spielplatz in eine Schaukel gebissen hat- erschossen.


    Ja, Jäger dürfen im Rahmen des Jagdschutzes wildernde Hunde und Katzen schießen und die Polizei darf bei Gefahr im Verzug Tiere jeder Art schießen.

    Aber kein deutsches Amt kann einfach so von jetzt auf gleich die Einschläferung eines Hundes anordnen, ohne Wesenstest oder sonstwas. Tötung eines Hunde ist hier, wenn von Amtswegen eigenleitet, immer erst der letzte Schritt in einer sehr langen Kette wo man als Besitzer auch noch vielfältige Einspruchsmöglichkeiten hat.
    Das sollte man nicht vergleichen/verwechseln mit der Möglichkeit, als Besitzer nach Absprache mit dem TA einen Hund wegen seiner Gefährlichkeit einzuschläfern OHNE lange Prozedur.

    Und die deutsche Polizei darf auch keinen Hund erschießen oder gar einziehen und anschließend zum einschläfern bringen, von dem keine akute Gefahr ausgeht.
    Nichtmal wenn der Hund schon jemanden ins Krankenhaus gebissen hat - sobald er gesichert ist (wie und was da passieren muss, das kann von Fall zu Fall verschieden aussehen) und somit keine Gefahr mehr im Verzug ist, muss die Angelengenheit übers Amt weiterlaufen und die Polizei hat mit dem Hund selber nix mehr zu tun.


    Ich will das gar nicht werten, ich wollte lediglich die Unklarkeiten beseitigen. Wenn man Vergleiche anstellen will, dann sollte man wissen über was man genau spricht.
    Das heißt nicht, dass ich glaube, dass es hier perfekt und da sch**** ist oder so.

    Zitat


    Laut Tierheim kommt das davon ( hab ich gestern erfahren) Da jeder hund bei Ihnen als Spielzeug einen Tau mit verschieden Stoffen und PFERDEHAAREN dran hat zum Spielen


    Ich glaub nicht, dass das davon kommt.

    Hört sich einfach nach einem Junghund mit überschäumender Energie an. Auch andere Hunde beißen in dem Alter gern in Kleidung, Schals und was sie sonst noch so erwischen können, zergeln macht halt Spaß und wenn sich das "Opfer" noch wehrt (= mitspielt :D ) gleich nochmal dopplet so viel. Das ist ein relativ normales Problem. Kannte mal einen Boxer der in dem Alter total auf Schals und Handschuhe als "Zerrspeilzeug" abging.


    Das er es lässt wenn ihr wirklich ungehalten werdet (die Sache mit dem Inhalt vom Napf über den Kopf kippen) kann wohl drauf hindeuten, dass er es eben die restliche Zeit nicht wirklich ernst nimmt, dass ihr das nicht wollt. Vielleicht hat er das in seinem jugendlichen Spatzenhirn auch noch gar nicht wirklich begriffen und versteht es in der Moment, aufgedreht wie er ist, wirklich eher als tolles, wildes Spiel.

    Ich würd ihn mir am Halsband oder Geschirr schnappen, ruhig festhalten und ihm nachdrücklich sagen, dass ich das nicht will. Nicht in ganzen Sätzen, sondern nur ein festes, ruhiges "Aus" oder "Nein" oder "Pfui" oder was immer ihr sonst benutzt.
    Kein "mitspielen" in irgendeiner Form, also kein rumzappeln, versuchen den Hund zu verscheuchen oder ihn zu greifen, einfach den Spaß beenden und sonst nix.
    Wenn er sich wieder beruhigt hat ohne weiteren Kommentar loslassen und nicht weiter um den Hund kümmern. Nicht loben oder irgendeinen Aufstand machen, das dreht den Hund nur wieder hoch.

    Falls er dann wieder anfängt darf man auch ruhig mal böse werden, er soll schon merken dass es absolut nicht spaßig ist was er da macht, sondern das ihr das richtig sch**** findet.
    Je nachdem wie er so drauf ist kann das ein ordentlicher Anschnauzer sein, es kann aber auch mal die Leine (oder was man sonst grade in der Hand hat) vor die Füße fliegen oder so.

    Da müsst ihr selber wissen wie sensibel (oder eben nicht) euer Hund ist. Mancher kriecht bei einem Anraunzer schon eingeschüchtert auf dem Bauch, andere denken es ist ne tolle Spielaufforderung wenn man ihnen die Leine vor die Füße knallt und fangen an damit zu zergeln. Ihr sollt ihn nicht völlig einschüchtern, aber wie gesagt, er soll schon merken das ihr nicht begeistert seid.


    Wenn ihr anfangen würdet ihn im Spiel zu kneifen und an den Ohren zu ziehen würde er euch schließlich auch irgendwann wissen lassen das das nicht mehr witzig ist. Erst mit "Aua, das tut weh, bitte aufhören", dann mit "Hör auf oder es setzt gleich was!" und irgendwann gibts dann halt auch Ärger.

    Meine älteren Rüden haben der jungen Hündin auch das ein oder andere Mal kräftig den Kopf gewaschen wenn sie meinte sie könnte sie in einem Anfall von Spielwut zwicken und zwacken. Und die waren da wesentlich weniger duldsam als die meisten Hundebesitzer.


    Wisst ihr die Mischung sicher oder war das eine Schätzung vom TH? Ich hab nämlich auch Greyhounds, deswegen hatte ich hier eigentlich rein geguckt. Gibts vielleicht ein Foto? Mich würde total interessieren wie diese Mischung aussieht.

    Überrascht mich etwas, dass er bei diesem Rassemix scheinbar recht wenig Jagdtrieb hat, da beide Ausgangsrassen nicht grad wenig jagen. Aber das kann uU noch kommen wenn er richtig erwachsen wird. Nicht, dass ich es herbeireden wollte, aber ich wäre in der Hinsicht vorsichtig.

    Um darauf nochmal zurück zu kommen:

    Zitat


    Schön wärs, das läuft so viel ich weiß anders. Ich hab mal einen Hund erlebt, der galt als gefährlich. Besitzer hat sich das vom TA immer wieder bestätigen lassen und behauptet, wenn er will, wird der Hund wirklich sofort eingeschläfert. Ich fand den Hund total normal. Ich glaube er kam dann wirklich weg.

    Eine mir bekannte Hündin hatte einen Hund getötet, die wurde auch sofort eingeschläfert.

    Wenn es sich wirklich so verhält, möchte ich nicht wissen, selche Zahlen es in D tatsächlich gibt. Man kann sich dann nämlich auch einen unbequemen Hund vom Halse schaffen. Und gefährliche Hunde gibt es auch bei uns.

    Wenn ich das richtig verstanden hab, dan gehen an dieser Stelle zwei verschiedene Sachen durcheinander:
    1. Die von oben angeordnete Einschläferung eines als aggressiv eingestuften Hundes
    2. Die nicht amtlich angeordnete, sondern privat in Absprache mit dem TA getroffene Entscheidung einen Hund wegen aggressivem Verhalten einzuschläfern.

    Von Amts wegen läuft es so, wie cazcarra es beschreibt:

    Zitat

    Doch, je nach Bundeland wird der Hund nach einer "Beißerei" u.U. als gefährlich eingestuft und bekommt Auflagen - als da wären z.B, Maulkorb- und Leinenzwang bis zu einer evtl. "Neuvorstellung" des Hundes nach entsprechendem Training plus Wesenstest.

    Allerdings wird kein Hund nach einer sog. "Beißerei" sogleich eingezogen und getötet. Egal, ob Halter und Hund angezeigt wurden oder nicht.


    Wenn ein Hund dann in letzter Konsequenz eingezogen wurde (und das dauert in der Regel sehr lange, wie alles was mit Vetamt zu tun hat), dann wird er meistens im TH auch nochmal neu bewertet.

    Unvermittelbarkeit allein ist kein Grund zur Einschläferung (weswegen ja auch so viele unvermittelbare Hunde bis zum bitteren Ende im TH hocken), dafür muss der Hund schon als krankhaft aggressiv und hochgefährlich eingestuft werden.


    Wenn allerdings der Besitzer selber zum TA geht und von Beißvorfällen berichtet, dann liegt es im Ermessen des TA und des Besitzers eine Einschläferung zu entscheiden.
    Da hat dann aber der Staat nix mit zu tun, das ist Sache des Besitzers.

    Wie die Tierärzte damit umgehen ist unterschiedlich. Natürlich gibt es da auch (einige wenige) Hardliner die auf Wunsch des Besitzers sofort ne Spritze aufziehen. Andere TÄ schläfern grundsätzlich gar nicht aus Verhaltensgründen ein ohne eine Meinung von einem Fachmann dazu zu haben, weil sie sagen, sie wären TÄ und keine Verhaltenskundler oder Hundetrainer und daher wäre das nicht ihre Entscheidung.

    Meist ist es irgendwo dazwischen: Es wird sich drüber unterhalten was das Problem ist, was passiert ist, wie die Risiken aussehen, was es für andere Möglichkeiten gäbe und dann wird nach Einzelfall entschieden.
    Die wenigsten TÄ würden einen Hund einschläfern weil er mal Beißerei hatte oder mal jemanden geschnappt hat und die meisten werden auch andere Optionen ansprechen wie Hundeschule/Trainer, Abgabe ins TH oder an einen passenden Privatplatz und so weiter.
    Aber wenn für den Besitzer eine Abgabe oder andere Lösungsmöglichkeit nicht in Frage kommt und die Situation so wie er sie beschreibt wirklich gefährlich ist, dann kann der TA sich halt auch entscheiden, dass er die Einschläferung akzeptabel findet.

    Aber das ist ne Sache zwischen Besitzer und TA, das ist nicht von oben verordnet.

    Zitat


    So ganz verstehe ich deine Argumentation nicht, denn gerade in dieser Zeit ist doch die Wahrscheinlichkeit, dass ihnen was begegnet oder sie was aufscheuchen, viel größer. :???:


    Nein.
    Da wo ich sie laufen lasse ist die Wahrscheinlichkeit das ganze Jahr über extrem gering, BSZ hin oder her. Wenn man einen (oder mehrere) Hund(e) hat die bei passender Chance und mangelnder Aufmerksamkeit eh das ganze Jahr über jagen würden macht das Datum in der Praxis keinen Unterschied mehr.

    Sie dürfen auch im Oktober nicht im Unterholz stöbern und sie dürfen auch im März nicht in Wiesen rein die ich nicht mindestens kenne wie meine Westentasche.
    Und wenn ich mich nicht konzentrieren kann/will, das Gelände für nicht geeignet halte, es nicht gut genug kenne oder wenn sie mir ein bisschen zu "aufgeregt" vorkommen und die Landschaft zu aufmerksam abscannen (was fast immer ein Zeichen dafür ist, das auch wirklich was da ist), dann bleiben sie halt an der Leine und aus die Maus.

    Wenn sich jeder das ganze Jahr über rücksichtsvoll und vernünftig verhalten würde bräuchte man gar keinen extra Leinenzwang zur Brut- und Setzzeit, aber so ist es ja nunmal leider nicht.

    Wobei bei uns auch keinen Leinenzwang ist, in NRW entscheiden das die Kommunen und bei uns in der Gemeinde ist keine Anleinpflicht in der BSZ.
    Es wird lediglich in der Tageszeitung darauf hingewiesen das man Rücksicht nehmen soll (was ich tue) und die Jägerschaft hängt Infoschilder auf.

    Ich lass meine Hunde nicht wildern, und das würden sie, wenn ich sie lassen würde, unterschiedslos rund ums Jahr machen. Die würden auch ein erwachsenes Reh kriegen, da brauch ich nicht erst auf die Brut- und Setzzeit warten.
    Aber erstens hab ich Angst um meine Hunde, und zwar noch viel mehr wegen Verkehr als wegen Jägern, und zweites will ich mich auch selber nicht strafbar machen.

    Leute die ihre Hunde am Anfang des Spaziergangs aus dem Auto lassen und dann träumend oder mit dem Handy am Ohr durch die Landschaft wackeln während ihr Hunde (unter Umständen auch mal mehrere 100 m entfernt) Gott weiß was treiben, haben wir hier auch. Finde ich das letzte, auch weil eben solche Leute mich als vernüftigen Hundehalter ebenfalls in Verruf bringen.


    Andererseits finde ich aber jegliche Hysterie wenn ein sonst gut beaufsichtigeter Hund trotz aller Vorsicht mal was erwischt völlig unnötig.
    Meine Hunde hätten letzten Sommer fast ein Rehkitz erwischt, und zwar an der 2,5 m Leine. Ich bin einen Feldweg zwischen zwei Maisfeldern runtergegangen wo in der Mitte und an den Seiten das Gras hoch stand und die beiden Fahrspuren blanker Lehm waren. Das Kitz lag im Mittelstreifen. Es war wohl kein ganz winziges Baby mehr, denn es ist aufgesprungen als meine Hunde schon fast draufstanden statt sich weiter zu drücken. Ich konnte sie noch reflexartig zurückreißen, aber das war reine Glückssache. Ebensogut hätten sie es auch erwischen können.
    Wäre ein bedauerliches Versehen gewesen und um das individuelle Tierchen tut es mir auch leid, aber mehr auch nicht. Nur noch auf asphaltierten Wegen zu laufen oder so fände ich dann doch übertrieben.


    Rehe sind keine bedrohte Art, eher im Gegenteil. Die Bambis sind süß, aber ehrlich gesagt gehen mir die vielen Küken bodenbrütender Vogelarten die wegen mangelnder Lebensräume gar nicht erst zur Welt kommen oder dann von Landmaschienen plattgewalzt oder zerschnitzelt werden (kein Sensor reagiert auf Lerchenküken...) näher. Denen schaden freilaufende Hunde in den Wiesen und Feldern auch, vor allem weil sie die Eltern verschrecken und bei der Brut stören und diese dann die Nester verlassen, erst sekundär durch das zerstören/fressen von Gelegen und Küken.
    Aber Lebensraumzerstörung durch Landwirtschaft, Straßenbau und so weiter spielt für diese Arten ne wesentlich größere Rolle als Hunde.

    Es ist auch keine Entschuldigung für wildernde Hunde, dass jährlich zig tausende Rehe im Straßenverkehr oder in den Mähwerken sterben. Das eine ist nicht besser als das andere.
    Aber ich seh doch wieder nicht ein, warum ich mich als Hundebesitzer an den Marterpfahl stellen sollte wenn trotz aller Umsicht mal einer meiner Hunde ein Wildtier reißen sollte, aber als Autofahrer bin ich im gleichen Fall eher noch das Opfer.


    Meine Hunde laufen übrigens auch in der Brut- und Setzzeit frei. Aber halt nicht immer und überall, nicht in hohen Wiesen oder im Gebüsch, nie wenn ich am Handy telefoniere oder lieber quatsche will und so weiter.
    Das mache ich eh das ganze Jahr über so, denn jagen würde sie wie gesagt sowieso rund ums Jahr.

    Zitat

    Genau das ist es. Allerdings erlebe ich häufig eine hohe Akzeptanz bei Leuten, deren BCs sich eine Handlung zuglegt haben, die "niedlich" erscheint und den Mensch nicht stört.

    Ich liebe meine Border Collies wegen ihrer Arbeitseigenschaften. Es ist einfach der Hammer, wenn man mit denen bei der Arbeit ist und diese Zusammenarbeit erleben darf. Das ist etwas, was ich in keinem anderen Bereich der Arbeit mit den Hunden jemals erleben konnte. Und ich bin in vielen Bereichen des Hundesports und der Ausbildung "Zuhause".

    Aber ich nehme dafür auch in Kauf Hunde zu haben, bei denen ich im Alltag dauernd darauf achten muss, dass oben Genanntes nicht passiert. Und es ist beim BC nicht so, dass man sich da irgendwann auf die faule Haut legen kann. Meine Chill wird in diesem Jahr zehn Jahre alt und ist der "Spezialist" hier beim Zulegen von zwanghaften Handlungen. Und es sind immer wieder andere Dinge, mit denen sie mich überrascht bzw. die sich so einschleichen. Oft merkt man erst, dass es zwanghaft ist, wenn es schon zwanghaft ist... und BCs können darin sehr subtil sein, damit der Besitzer es nicht checkt.


    Ich muss sagen, das fett hervorgehobene macht mich sehr nachdenklich.

    Deine Border Collies, Corinna, haben ja nun einen rassegerechten Job und werden auch sonst total kompetent gehalten und geführt.
    Und trotzdem würden sie ohne aktives Gegensteuern deinerseits in Verhaltensstörungen abgleiten.

    Kann man da noch von "Rasseigenschaften" sprechen oder sind das nicht schon eher "rassespezifische erblich bedingte Verhaltensstörungen"?

    Ich meine, wenn ein Hund eine Verhaltensstörung entwickelt weil er völlig entgegengesetzt seiner rassespezifischen Anlagen gehalten, nicht gefördert und nicht erzogen wird, das kann ich absolut verstehen.
    Ein Hund aber, der auch Verhaltensstörungen etwickelt wenn man ihm alles gibt was er braucht um glücklich und "ausgelastet" zu sein, einfach weil seine Genetik dieses Verhalten bedingt... wo ist das noch anders als z.B. Rage Syndrome/SOA?

    Ist es echt ok Hunde zu züchten die ohne ständiges Management auch bei nahezu idealer Haltung und rassegerechter Arbeit Verhaltensstörungen entwickeln?

    Ist keine Kritik, ist frage mich das wirklich...


    Zum eigentlichen Thema:
    Bei meinen eigenen Rassen (Greyhound und Saluki) kann ich das ganz gut nachvollziehen, diesen Gegensatz zwischen den Leuten, die diese Hunde als praktisch unerziehbare Jagdmaschienen darstellen die eh nur machen was sie selber wollen und die man (weil sooooo sensibel) bloß nicht zu laut ansprechen darf, und denen, die im Grunde sagen: "Was für ein Quatsch, Hund ist Hund!"

    Letztlich ist beides richtig und beides falsch.
    Wenn der Hund zuhause auf dem Küchentresen rumspaziert, das Essen von der Gabel klaut, an der Leine zerrt und pöbelt (mit der Begründung des Besitzers, Windhunde wären nunmal rassistisch :lepra: ), einen bei "Sitz!" auch nach langem üben anguckt wie die Kuh wenn`s donnert... dann hat das nix mit der Rasse zu tun, sondern ist einfach nur grottige Erziehung. Im Fall des "Rassismus" auch noch mangelnde Sozialisierung.

    Andererseits wird man auch mit der besten Erziehung irgendwann wegen rassespezifischer Eigenschaften an seine Grenzen stoßen. Bei den Windigen ist das bei den meisten Rassen nunmal der Fall wenn`s an die Abrufbarkeit von Wild geht.

    Und da krieg ich dann die Krätze, wenn jemand ankommt und meint er wüsste es besser als Generationen von langjährigen Züchtern und Besitzern und wäre jetzt derjenige, der das alles Lügen straft oder aber derjenige, der ausgerechnet die berühmte Ausnahme von der Regel erwischen wird (die es natürlich immer mal gibt!).


    Ich find`s schade, wenn jemand sich für Windhunde interessiert und dann gleich wieder eingeschüchtert abdreht, weil man die ja gar nicht erziehen könnte, sie sowieso nur was für "ganz spezielle" :lol: Menschen wäre und der Jagdtrieb völlig unkontrollierbar wäre.
    Aber das ist mir ehrlich gesagt lieber als jemand der mit dem gegenteiligen Anspruch rangeht, das das ja alles so schlimm nicht wäre und die ganzen elitären Gestalten einen die Hunde bloß madig machen wollten damit sie sich weiter als was ganz besonderes darstellen können.


    Grad bei Rassen, bei denen die ehemaligen oder auch auch die immernoch gebrauchten Arbeitseigenschaften noch sehr stark reinspielen muss man, finde ich, diese Eigenschaften nicht nur zähneknirschend tolerieren, sondern sogar interessant und im besten Falle richtig toll finden.
    Wenn man völlig entsetzt von dem Gedanken ist, dass der eigene Hund Nachbars Katze ohne zu zögern töten würde wenn er sie erwischen würde, dann sind die wenigsten Windhunde und Terrier ne gute Wahl.
    Wenn man es extrem unangenehm findet das der Hund wacht und schützt, man es nur schrecklich findet so ein "unfreundliches, aggressives" Verhalten unter Kontrolle halten zu müssen, naja dann wohl keinen Rottweiler.

    Der Hund mit der auffälligen Augenumrandung ist mir in einem anderen Forum schonmal begegnet. Der heißt Cosmo und ist ein Greyhound aus Showlinien, aus schwedischer Zucht. Die Greyhoundwelt ist klein! :D


    Danke für alle Fotokomplimente, freut mich total wenn die Bilder gefalllen!

    Zitat


    Und er ist einfach wunderwunderschön :wolke7:

    Ja, der Lawrence... und das beste ist, der ist noch lieber als er hübsch ist. Ich weiß nicht wie oft der nach Windhundspaziergängen oder Treffen schon sehnsüchtige Blicke hervorgerufen hat: "Und sie machen gar keine Pflegestelle? Der ist nicht zu vermitteln? Das ist aber schaaaaaade..."

    Eine Bekannte, die Pflegestelle machte, meinte jedesmal wenn wir zusammen unterwegs waren: "So einen Hund... so einen wie den... groß, weiß, freundlich, hört auch noch... den könnte ich 10 mal in 3 Tagen vermitteln!"

    Tja, zu spät. Besetzt! :D

    Er hat auch indirekt mindestens 3 anderen Windhunden zu neuen Familien verholfen.
    Einmal waren wir in Hannover mit einem jungen Paar spazieren die noch unentschieden ware. Eigentlich wollten sie Galgos kennenlernen, aber ich wohnte nur 3 Straßen weiter, also haben wir uns mal verabredet obewohl ich "nur" einen Greyhound vorweisen konnte.
    Sie hätten ihn nach dem Spaziergang am liebsten sofort eingepackt, haben genauestens nachgefragt wo er eigentlich her kommt und sind dann einige Monate später mit Auto und Fähre SELBER nach Avalon in Co. Galway, Irland, gefahren. Das ist die Auffangstation wo Lawrence auch her ist und dort haben sie dann auch ihren eigenen Greyhound abgeholt, weil der Transport durch die TS-Orga sich immer wieder verschob und sie nicht länger warten wollten.

    Und eine junge Familie haben wir auf einem historischem Jahrmarkt kennengelernt, da hab ich während des Studiums gejobbt. Die sagten, sie wären von sich aus nie auf einen Windhund gekommen. Aber weil Lawrence erst seelenruhig hinter der Absperrung im Marktgetümmel lag und gepennt hat und dann nachher so lieb zu ihren Kindern war, sind wir ins Gespräch gekommen. Ich hab ihnen ein paar Basics erzählt, ein paar Notorgas auf eine Serviette geschrieben und sie dann vergessen.
    Ein Jahr später hab ich auf dem gleichen Jahrmarkt gearbeitet und sie kamen zu Besuch und haben erzählt, dass sie sich kurz danach eine Galgohündin und dann einige Monate später noch einen Greyhoundrüden geholt haben.


    An Lawrence hab ich wirklich nix auszusetzen, der war und ist perfekt. Nicht, dass er sich immer nur gut benommen hat, der ist auch mal hinter nem Hasen her oder hat Scheiße gefressen. Auch jetzt im Alter macht der manchmal noch Sachen...
    Aber wenn`s drauf ankam konnte man immer mit ihm rechnen, und das obwohl ich am Anfang auch so einige Fehler gemacht hab.
    Das einzige was ich bereue ist, dass ich ihn nicht früher bekommen hab. Wie gern hätte ich diesen Hund von Welpenbeinen an gehabt. Aber wer weiß ob er ohne die ganze Vorgeschichte der gleiche Hund wäre?

    Zitat

    Razzia Rauhaargalgo


    Razzia ist ein ziemlich geiler Name für eine Hündin. :lol:


    So, und zu guter letzt (schreibt man das eigentlich zusammen?):
    http://www.youtube.com/watch?feature=…d&v=s6SnW38LYyE
    Umbedingt anschauen!
    Das ist ein ganz toll gemachter kurzer Teaser für einen kommenden Dokumantarfilm über afghanische Windhunde im heutigen Afghanistan.
    Schon das kurze Stückchen zeigt ein ganz anderes Afghanistan als die ausgebombte Terrorhochburg die man in den Nachrichten gezeigt kriegt. Viele würden zwar behaupten, dass diese Hunde mit "echten" Afghanen nix mehr zu tun hätten, aber ich finde sie sehr beeindruckend und auf eine kantige, minimalistische Weise wirklich schön. Ich freue mich schon sehr auf den eigentlichen Film.
    Die Macher (sind glaub ich aus Afghanistan oder Pakistan) haben auch eine Facebookpräsens mit vielen schönen Fotos, unter "KuchiFilms".

    Ich wollte seit Ewigkeiten mal wieder was in meinem Fotothread posten, weil ich (ebenfalls seit Ewigkeiten) mal wieder eine Kamera mit hatte. Aber irgendwie ist da jetzt der Zugang eingeschränkt? Hab bei den Mitteilungen und so nix gefunden, wahrscheinlich bin ich blind...
    Wie geht das jetzt?


    Naja, wie auch immer, jetzt poste ich sie erstmal hier rein.
    Das war am Mittellandkanal vor ein paar Tagen:


    Ganz am Anfang, noch bei strahlendem Sonnenschein (nach 2 Tagen pausenlosem Regen):

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    Dee im hohen Gras

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    Frachtschiff

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    Ins Wasser zu kommen ist zwar möglich, aber an den meisten Stellen für Hunde nicht so toll, wegen der Uferbefestigungen

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    Was stinkiges gefunden, ne Sekunde später hat Lawrence sich hingeschmissen

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    Der Raps ist auch bald schon wieder fertig

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    Eigentlich überbelichtet, aber mir gefallen die Pastellfarben

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    Dieses Graffiti unter der Brücke war mir vorher nie aufgefallen, aber die untergehende Sonne brachte die Metallicfarben so richtig zu glühen

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    Argh... Robinchen, warum musstest du da die Augen zukneifen?

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    Von meinen Hunden posed eindeutig DeeDee am besten. Robin guckt gern weg oder macht die Augen zu und Lawrence ignoriert mich eiskalt wenn ich versuche seine Aufmerksamkeit zu erregen damit er hübsch guckt.

    Rosa Windhund

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    Goldbärtchen

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    Ganz schön grau ist er mittlerweile schon...

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    Auf dem Rückweg, andere Kanalseite

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    Sie alle zusammen beim Vorauslaufen zu fotografieren ist gar nicht einfach, weil Robin meistens direkt hinter mir läuft und wenn er mal vor ist und ich anhalte, dann dreht er sich augenblicklich um und kommt zurück.

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    Ungefähr eine Zehntelsekunde nach diesem Foto hat er auch wieder kehrt gemacht.

    Und noch ein paar Abendstimmung-Impressionen:

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    Als es dann so dunkel wurde und wir direkt an den Wiesen lang sind, hab ich Dee und Robin angeleint. Lawrence kratzt es inzwischen nicht mehr so, ob da nun ein Reh in der Wiese steht oder nicht, aber die anderen beiden können sonst etwas störend auf den Abendfrieden wirken. :D

    Um darauf nochmal zurückzukommen:

    Zitat


    Was macht man, wenn ein Hund (genetisch verankert) fremde Menschen einfach sch**** findet und deshalb verbellt, weil er gelernt hat, dass er sie mit der Strategie los wird? Wenn man eine Ursache nicht beheben kann, weil man gegen Genetik einfach nicht ankommt?
    Das ganze Hundeleben lang schön füttern? Ich habe mich dann auch nach fast nem Jahr Zeigen und Benennen mit geringem Erfolg dazu entschieden, die Strategie zu ändern und dem Hund einfach zu sagen, "Halt deine Klappe, bleib hinter mir, ich mach das". Und siehe da, der Hund wurde in kurzer Zeit viel entspannter, weil er kapiert hat, dass das nicht (mehr) sein Job ist.

    Ich dachte es geht hier um Angsthunde oder zumindest ängstlichen Hunde, nicht um Hund die von ihrer erblich/rassebedingten Veranlagung her fremde Menschen verabscheuungswürdig finden ohne sich besonders vor ihnen zu fürchten.

    Das ist aber doch in der Handhabung ein großer Unterschied?

    Bei einem Hund, der nicht schissig ist, sondern sich andere Menschen aus z.B. Schutztrieb gegenüber dem Besitzer oder Territorialverhalten in der Wohnung vom Leib halten will, da finde ich den Ansatz mit dem, platt ausgedrückt "Füße still halten - ich Chef, du nix!", nicht ganz unvernünftig.
    Da ist das Problem ja eher, dass der Hund zu viel Selbstvertrauen hat und meint, das wäre seine heilige Pflicht in dem Saustall mal für Zucht und Ordnung zu sorgen, wo es doch sonst keiner macht. :D

    Bei ner Schissbux (egal ob die flüchten, erstarren oder präventiv nach vorn gehen) hat man ja aber eher das gegenteilige Problem.

    Was ich denke was dem Hund da beigebracht wird ist nicht, dass er keine Angst haben muss, sondern man versucht lediglich eine weniger problematische (für den Menschen) Reaktion zu erreichen. Halt "freeze" statt "fight".


    Bei manchen Hunden kann man von da aus vielleicht weiterarbeiten. Wie einige hier meinten, das eingespielte Verhalten mit dem der Hund bis dahin Erfolg hatte unterbrechen und von da an dann weiterarbeiten. Jeder Hund ist anderes und wenn die Panik vielleicht so garoß gar nicht war?

    Aber ich persönlich denke, dass das vorher schwer einzuschätzen ist und es auch immer sein kann, dass man an einen Kandidaten gerät der statt dessen nach so einem Kämpfchen einfach noch früher oder noch heftiger oder auch mit weniger Vorwarnung zum Präventivschlag ausholt.