Beiträge von Marula

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    Bei so etwas wie "Mischlingszucht" fallen mir aber nur zwei Vorteile ein: süße Welpen im Haus (kann sich schnell zum Nachteil entwickelt) und Geld.

    Ich habe nichts gegen Mischlinge. Aber Zucht hat etwas damit zu tun ein spezielles Wesen, einen speziellen Charakter, besondere Eigenschaften und ein besonderes Aussehen zu verfeinert und zu erhalten. Insofern hat die Verpaarunng von Mischlingen oder verschiedenen rassigen Tieren erstmal nichts mit Zucht zu tun.

    Natürlich sind einige Rassen genauso entstanden, denken wir an den Eurasier. Aber in dem Fall war von Anfang an ein spezielles Zuchtziel vorhanden und es wurde nicht wahllos verpaart sondern ganz gezielt unter Anwendung von Genetik geschaut, wie das Zuchtziel erreicht werden kann . Dies wird bei 99% der Mischlings-Würfe nicht so sein. Insofern sehe ich erstmal keinen Vorteil.

    Für jemand der gern einen bestimmten Mischling hätte (egal ob als Erzeuger oder als Käufer) wäre der erste Vorteil schonmal, dass er so zu eben diesen Mischling kommt.
    Fans von Rassehunden, zu denen ich auch gehöre, nehmen es sich ja auch raus ihren ganz bestimmten massgeschneiderten "Designerdog" haben zu wollen und haben dafür ihre der eigenen Ansicht nach guten Gründe. Warum findet man den gleichen Wunsch von anderen so verwerflich nur weil sie andere Prioritäten und andere Begründungen dafür haben als man selber?


    Dann ist es so, wie du schon sagst, dass ja diverse Rassen so entstanden sind. Entweder absichtlich, wie der Eurasier oder zu Beginn zufällig, wie der Kromfohrländer. Aktuell "in der Entwicklung" sind zum Beispiel die europäischen Schlittenhunde, die ja eigentlich bloß buntgemischte Gebrauchskreuzungen sind, oder auch die Silken Windsprites/Langhaarwhippts.
    Ich brauch selber keinen langhaarigen Whippet, aber es gibt offensichtlich Leute die sowas total toll finden und das ist meiner Meinung nach deren gutes Recht. Solange sie bei der Umsetzung ihrer Wünsche den Tieren nicht schaden ist mir das einerlei.


    Bei Rassehunden kann man sich seine zu erwartenden Gesundheitsprobleme in der Regel zusammen mit vielen anderen Eigenschaften vorher aussuchen (und einige wenige Erkrankungen sicher ausschließen sowie einige andere zumindest in der Wahrscheinlichkeit reduzieren).
    Bei Mischlingshunden kriegt man halt auch in dieser Hinsicht das Ü-Ei. Manche finden das eine besser, andere das andere, ok ist meiner Meinung nach beides.

    Es gibt meines Wissens nach keine genetisch bedingte Erkrankung, für die Mischlinge ein höheres Risiko hätten als Rassehunde. Es ist auch nicht erwiesen, das Mischlinge kürzer leben würden als Rassehunde gleicher Größe (Kleinhunde werden quer durch alle Rassen und Mixe im Schnitt älter als Groß- oder Riesenrassen, eine Kleinhundrasse aufgewogen gegen Mixe aus Riesenrasse wäre daher von vorn herein unfair). Wer solche Daten hat kann sie mir ja gern schicken, interessiert mich immer.

    Bei allen Studien von denen ich bisher gehört haben stehen Mischlinge zumindest nicht schlechter als Rassehunde da. Bei manchen spezifischen Erkrankungen stehen einige Rassehunde besser da (zum Beispiel haben die meisten Windhundrassen extrem wenig HD), bei anderen spezifischen Erkrankungen stehen einige Rassehunde schlechter da (zum Beispiel haben Dobermänner wesentlich öfter Herzerkrankungen als der Durchschnitt der Hunde).
    Alles in allem kann man aber, wenn man sich nur die objektiven Daten anguckt, nicht sagen "Kauf dir bloß keinen Mischling, der wird leider mit großer Wahrscheinlichkeit X Jahre früher sterben als mein Rassehund/mit noch höherer Wahrscheinlichkeit als die Ausgangsrassen Krankheit xy haben!"

    Das heißt nun nicht, dass jeder Mischling automatisch gesünder wär als jeder Rassehund oder das man auf magische Weise gesunde Mischlingswelpen bekommt wenn man zwei kranke Rassehunde verpaart.
    Es heißt aber auch, dass Mischlinge im Schnitt eben nicht öfter erkranken und nicht früher sterben als Rassehunde.


    Das "Was?" beim züchten sollte man finde ich nicht mit dem "Wie?" verwechseln - Aufzucht und Sozialisation der Welpen ist nochmal ne andere Kiste als ihr genetisches Päckchen.
    Da sind Vereinszüchter oft im Vorteil, einfach weil sie halt ihre Züchterseminare machen müssen und sich meist sehr intensiv mit dem ganzen Thema befassen. Aber das Problem hat man nun wieder nicht nur exklusiv mit Mischlingen, sondern auch mit papierlosen reinrassigen Hunden (ok, nach mancher Leute Definition sind das ja auch nur Mischlinge).

    Wenn man überhaupt irgendwas regulieren sollte (und meiner Meinung nach ist das nicht nötig, ich finde die bisherigen Grundlagen im Tierschutzgesetz ausreichend wenn diese komplett umgesetzt werden könnten), dann wäre eher da der Ansatzpunkt.


    Tja, und das ist halt die Frage, wie nah muss man überhaupt an den Wahnsinn um an`s Genie zu kommen und wie nah darf man?

    Ich kenn es von anderen Rassen (oder auch von Pferden) so, dass da manchmal Kompromisse gemacht werden von wegen "Jaaaaa... der hat einen Knall. Aber er macht xy so schön. Es wäre so ein Verlust mit dem nicht zu züchten."
    Aber gibt`s nicht auch andere Hunde gleicher Rasse oder andere Pferde, die Job xy ebenso schön machen ohne einen Knall zu haben?

    Ich mein, das Hunde für spezielle Arbeitsgebiete immer eine gewisse Intensität haben, anspruchsvoller sind als reine Gesellschaftshunde und auf jeden Fall eine passende Aufgabe brauche, ist klar. Find ich völlig ok.
    Nur halt, wenn sie dann selbst bei Leuten, die sich mit der entsprechenden Rasse eigentlich auskennen und sie genau für ihren eigentlichen Zweck halten, noch ein Problemverhalten entwickeln, dann wird`s finde ich doch fragwürdig.


    Um nicht nur immer auf den armen Borders :lol: rumzureiten:
    Der Opa von ner Freundin von mir hatte einen Deutsch Drahthaar Rüden. Im Arbeitseinsatz ein toller Hund, er schwärmt heute noch von dessen guten Nachsuchen. Sobald er jemand in grüner Jagdmontur sah war er wie eingeschaltet, ruhig und diszipliniert und hat bei verschiedenen Hundeführern super funktioniert, so dass er auch regelmäßig an Jagdfreunde verliehen wurde die keinen eigenen Hund hatten. Der hat für die Jagd gelebt. Arbeiten konnten mit dem sogar Leute, die wenig Erfahrung hatten, Hauptsache sie hielten sich an das, was der Hund gelernt hatte.

    Aber im Alltagsleben hatte dieser Hund echt nen Schatten, und das obwohl der Besitzer nicht wenig Hunde- und Rasseerfahrung hatte, etliche DD vorher ohne Probleme geführt hatte und der Hund definitv rassegerecht gearbeitete wurde.
    Der hatte wohl nach den Erzählungen eine unglaublich niedrige Reizschwelle und ein ziemlich grotesk vergrößertes Ego.
    Der Opa selber war eigentlich die einzige Person im Haushalt die er nie gebissen hat, die Ehefrau ist einmal über Nacht im Krankenhaus gelandet, weil der Hund sich wegen eines runtergefallenen Essensbröckchens, das sie aufheben wollte und an dem er auch Interesse hatte, in ihrem Arm verbissen und nicht wieder ausgelassen hat bis ihr Mann den Hund losgeeist hat. Wenn Besuch da war und der Besitzer ging aus dem Raum, dann stand der Hund von seinem Platz auf wo er vorher ruhig gelegen hatte, baute sich vor den Leute auf und fing an die anzufletschen.

    Das alles wussten seine Jagdkollegen - auf dem Dorf spricht sich sowas rum. Trotzdem hatte er Deckanfragen für dieser Rüden, und nicht nur eine.
    Da packt man sich doch echt an den Kopf...
    Hat er aber zum Glück nie gemacht, eben weil er auch vorher schon gute Jagdhunde hatte und wusste, dass die auch gut arbeiten können und man kann sie trotzdem mit den Enkeln allein lassen.

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    Ich bin auch nicht dafür mit der Gesundheit eines Tieres zu spielen und froh, dass wir in einem Land leben, indem das Verständnis für Tierschutz weitestgehend ausgeprägt ist. Trotzdem gibt es natürlich immer zwei Seiten der Medaille, die engen Kontrollen diverser Vereine sorgen für andere Probleme, als vereins- oder eher zuchtbuchloses züchten. Daher empfinde ich die Vorstellung das Züchten an staatliche Maßgaben zu binden, sehr fragwürdig, denn auch hier würden Regeln aufgestellt werden, die sich nicht am Individuum orientieren, sondern (schon weil es sonst eine logistische Unmöglichkeit ist) an bloßen Nummern (z.B. Zahl der Züchter).[...]

    Es mag zwar schwer fallen zu akzeptieren, aber meistens denken sich auch andere Menschen etwas bei ihren Entscheidungen. Auch wenn sie dann nicht so ausfallen, wie wir es uns wünschen würden. Solange darüber hinaus kein Leid entsteht (absichtlich zugefügtes oder durch bewusst geflegte Unwissenheit akzeptiertes), sollten die Einschränkungen des Staates sich gerade in die Freizeitgestaltung seiner Bürger nicht einmischen.


    Eeeeeben.

    Rassehundezucht und Mischlingszucht haben verschiedene Risiken und verschiedene Vorteile, keins von beiden ist nur schlecht oder nur gut.
    Über diese Pros und Contras sollte man ruhig immer wieder und ausführlich informieren und ansonsten sollte jeder (Züchter/Verkäufer ebenso wie Käufer) selber entscheiden können welches Risiko er ok findet.
    Wer so weit nicht selber denken kann und sich das lieber von oben abnehmen lassen will (oder sich selber für sehr schlau, seine Mitmenschen aber für so doof hält, dass man sie nicht selber entscheiden lassen könnte), dem ist eh nicht zu helfen.


    Gut, dass das auch mal einer auf die positive Tour macht, ich finde Teletakt am Steuer nämlich echt zu gefährlich.


    Zum Thema: Ja, sowas hatte ich auch schon, und zwar ganz klassisch beim Leinenpöbeln.

    Es ist nicht NUR die Haltung/Einstellung des Hundeführers wenn der Hund dieses Verhalten erstmal verinnerlicht hat, aber ein ganz großer Teil davon.
    Es macht einen gigantischen Unterschied ob die Person am Ende der Leine einfach gelassen und selbstbewusst weitergeht und einem ausflippenden Hund kommuniziert "Mein Freund, halt mal die Füße still, hier gibts nix zu sehen und du hast hier sowieso nix zu melden"; oder ob sie noch drauf eingeht, unsicher ist, vielleicht Angst hat den Hund nicht halten zu können, es ihr peinlich ist wie schlecht der Hund sich benimmt, sie das Gefühl hat irgendwas falsch gemacht/bei der Erziehung versagt zu haben...

    Wenn ich überlege, wie lange ich beim ersten Hund gebraucht hab, um die Pöbelei mit gezieltem Training in den Griff zu kriegen... ja, das hat auch was gebracht und hat funktioniert, so ist es nicht.
    Aber hätte ich das Selbstbewusstsein von heute im Umgang mit dem Hund, dann wäre das wahrscheinlich a) gar nicht erst soweit gekommen oder b) in ein paar Tagen erledigt gewesen. Nicht, dass ich heute ein Musterbeispiel an Führungsqualitäten wäre oder so :lol: , aber immerhin besser als vor ein paar Jahren.

    Ich würd einfach den Hund das Tempo wählen lassen das ihm am besten passt (also früh genug losfahren), notfalls auch mal schieben wenn er nicht mehr traben mag und ihm zwischendurch gelegentlich Wasser anbieten.
    Wenn er nicht mehr kann wird er schon langsamer machen und wenn er Durst hat wird er auch trinken. Da würde ich mal gar keinen Aufwand treiben, ich denk das wird er schon selber merken.

    Klar, bei Wettbewerben wässert man extra und da gibts auch alle möglichen Tricks wie man etwas Geschmack ins Wasser bekommt (von ein bisschen Trofu, Nassfutter, Leberwurst, selbstgemachter ungesalzener Fleischbrühe bis hin zu etwas H-Milch).
    Aber da will man ja vom Hund auch Leistung fordern und nicht, wenn er das will, im Schneckentempo dahinbummeln.

    Den Tipp mit dem nass machen wenn es richtig heiß ist finde ich auch gut. Könnte halt je nach Felltyp und Arbeitsstelle ein bisschen doof sein falls du das morgens machst, aber wäre einen Versuch wert.
    Falls man nicht an Wasser vorbeikommt könnte man z.B. so eine 1l PET-Flasche mit einem Saugverschluss mitnehmen (so wie Gatorade und so es haben), damit kann man zumindest den Bauch und die Schenkelinnenseiten und Halsunterseite nassspritzen. Damit kommt man auch schon ein Stück weit und da wo das Fell am dünnsten ist kann das Wasser am besten bis auf die Haut durchkommen und kühlt mehr.

    Bisschen spät, aber besser spät als nie:
    Bei Windhündinnen die im Sport gehen, Rennen oder Coursing, ist bekannt, dass die in der Nachhitze und während der Scheinschwangerschaft messbar weniger Leistung bringen, also wirklich zum Teil einige Sekunden Zeitunterschied auf der Rennbahn, und das auch bei Hündinnen die keine ausgeprägten Scheinschwangerschaften haben und nicht besonders "depri" sind.
    Im schönen Amiland wird deswegen sowohl bei Rennhündinnen als auch bei Coursern vor allem mit Testosteron, aber auch mit anderen Hormonen, die Läufigkeit unterdrückt (hier würde das, meiner Meinung nach völlig zu recht, unter Doping fallen), damit man die Hündinnen rund ums Jahr bzw für eine ununterbrochene Saison wettbewerbsmäßig nutzen kann. Oder sie werden halt gleich kastriert, wenn sie eh nicht in die Zucht sollen.

    Die meisten Rennbahnleute die ich kenne propagieren bei Hündinnen im Rennsport die "100-Tage-Regel", also erst ca. 100 Tage nach einsetzen der Läufigkeit wieder auf die Bahn, dann sollten sie durch die Scheinschwangerschaft mit ein paar Tagen Luft wieder durch sein und langsam wieder zur Normalform zurückzukommen. Wie viele dass dann auch so praktizieren ist ne andere Sache... Tatsache ist, wenn man ne Hündin hat die einmal im Frühjahr und einmal im Herbst läufig wird reduziert das die Rennsaison (nur im Sommer) fast bis zur Nichtexistenz und da stellt dann doch mancher seine Hündin früher wieder auf die Bahn. Aber kommt natürlich auch drauf an, wie ausgeprägt das bei der eigenen Hündin ist.

    Aber was ich jedenfalls sagen wollte: Diese Leistungsschwäche in der Nachhitze ist nicht nur durch Erfahrungswerten gut belegt, das ist zumindest was Rennleistung angeht messbarer Fakt.


    Meine eigene Hündin hat nur mäßig ausgeprägte Scheinschwangerschaften. Sie ist jetzt 4, hatte nach der aller ersten Läufigkeit mit 16 Monaten oder so minimal Milcheinschuss in den zwei hintersten Zitzen. Die folgenden Läufigkeiten (alle 8 Monate) und Scheinschwangerschaften waren alle schwächer als die erste und vom Verlauf her wie aus dem Lehrbuch. Alles sehr undramatisch, großartige Stimmungsschwankungen hat sie auch nicht.

    Bei ihr merkt man sehr starke und wohl mit großer Wahrscheinlichkeit hormonell bedingte Schwankungen in der Leistungsbereitschaft.
    Zeiten hab ich von ihr nicht, da sie nicht auf der Rennbahn läuft. Aber beim Radfahren merke ich immer, dass sie die 2-3 Monate direkt vor einsetzen der nächsten Läufigkeit ein absolutes Hoch hat, kaum tot zu kriegen ist, dann auch durch die eigentliche Läufigkeit noch ganz guter Dinge ist, aber dann durch die Scheinschwangerschaft hindurch und auch noch ein paar Wochen danach was Bewegung angeht ziemlich lustlos und auch schnell außer Atem ist.
    Sonst ist sie gut gelaunt, geht auch gern und normal lange spazieren und so, aber unnötige körperliche Anstrengungen... nee, vielen Dank!

    Der ganze Stoffwechsel läuft in dieser Zeit scheinbar auf Sparflamme, denn egal wie sehr ich ihr die Ration runtersetze und wie sehr ich sie bewege, sie setzt in diesen trägen Wochen immer eine kleine Speckschicht an.
    Die geht dann ganz von selber wieder weg wenn sie wieder aktiver wird, und dann ist es genau andersrum, ich kann ihr während der Zeit ihres "Leistungspeak" füttern was ich will, sie bleibt rippig und sehnig.


    Mit den Homöopathika hab ich keine Erfahrung. Was ich versuchen würde wäre, sie durch die nächste Läufigkeit und Scheinschwangerschaft hindurch schön schlank und aktiv zu halten und sie trotz Lustlosigkeit zur Bewegung anzuhalten. Falls du das nicht eh schon gemacht hast/machst.


    Wenn das zu ausgeprägt wird und sie ein paar Monate im Jahr nur noch mit Trauerbeflaggung rumschlappt, dann würde ich vielleicht auch über eine Kastration nachdenken. Ich glaub zwar nicht, dass es den Hündinnen wirklich was ausmacht, die denken sich ja nix dabei, sondern sind einfach so aktiv oder träge wie sie sich grade fühlen ohne das zu werten.
    Aber es ist für einen als Besitzer halt doof.
    Da muss man sich dann überlegen, was einem wichtiger ist, ein ganzjährig hormonell stabiler und "immer gleicher" Hund, oder halt intakt lassen aus Überzeugung mit allen weiblichen auf`s und ab`s.

    Natürlich spielen dann alle anderen Überlegungen warum man sonst kastrieren würde oder nicht auch mit rein.


    Das mit dem Gebärmutter drinlassen hängt vom Einzelfall ab. Bei jungen Hündinnen die noch nie oder nur selten läufig waren geht das eigentlich immer.
    Bei Hündinnen die schon ein paar Mal läufig waren kann es sein, dass sie schon Veränderungen haben, Zysten und so weiter. Da kann man nicht immer allein vom Ultraschall oder vom draufgucken in der OP wissen ob die gutartig sind oder nicht. Wenn sie gutartig sind, dann bilden sie sich meist nach der Kastra zurück, durch den fehlenden Hormoneinfluss. Wenn sie bösartig waren können sie eben deswegen erst richtig anfangen zu wuchern. Das entscheidet man dann meistens nach Voruntersuchung und halt danach, wie die Geärmutter bei der OP von außen so aussieht.

    Es gibt wohl die Vermutung, dass das Inkontinenzrisiko etwas geringer ist wenn man die Gebärmutter drin lässt und nur die Einerstöcke rausnimmt, weil die Gebärmutter mit ihren Bändern die Lage der Blase und harnableitenden Wege etwas stabilisieren kann. So richtig defintiv ist das aber nicht.
    Aber grundsätzlich würde ich immer nur das rausnehmen lassen was raus muss und nicht mehr. Also, wenn die Gebärmutter z.B. im Ultraschall gut und während der OP unauffällig aussieht, dann würde ich sie wohl auch bei einer älteren Hündin drin lassen.

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    zum Geld: Mir gefallen beide "Pauschal-Aussagen" nicht. Mich nerven einerseits die Züchter, die immer erzählen es würde - egal wie - gaaar nicht übrig bleiben. Und mich nerven die Leute, die sagen "nie ein Hund vom Züchter weil ich nicht unterstützen möchte dass einer so einfach den großen Raibach macht".

    Ich habe mit einer ehemaligen Briard-Züchterin (VDH) bei uns im Ort gesprochen. Sie hat mir erzählt, bei ihren Würfen hat es sich ab 8 Welpen gelohnt. Bei 7 gingen die Kosten null auf null, bei weniger zahlt man drauf. Sie sagte aber auch, dass sie bei insgesamt 2 Würfen das Glück hatten, dass es immer 10er Würfe waren. Sie hätten also dran verdient, das auch offen zugegeben, aber eben auch vieles wieder in die Zucht gesteckt.

    Im Übrigen - selbst wenn ich jemals hätte Welpen von meiner Hündin wollen - nach ihren Erzählungen nie und nimmer. Die Welpen machen einiges kaputt, es stinkt, es ist laut, man hat jedes Wochenende das Haus voll mit Fremden und man weint sich fast die Augen aus wenn man die kleinen dann abgeben muss.

    Ich muss jeden bewundern, der das alles auf sich nimmt, dazu noch durch halb Europa auf Ausstellungen fährt, die Wochenenden kaputt macht usw. Und derjenige darf dann auch gerne etwas daran verdienen.

    Ja, so seh ich es auch bzw so ähnlich sind auch die Dinge, die mir erzählt wurden.
    Wenn wirklich alles glatt geht, es ein recht großer Wurf war und man nur die Kosten die wirklich direkt mit Zucht und Welpenaufzucht in Verbindung stehen rechnet, dann bleibt unter Umständen nen nette Summe über.
    Wenn man anfängt alle Kosten für alle noch in die Zucht kommenden Hunde, alle Rentner, alle Ausstellungen und Sportveranstaltungen, alle Urlaubstage die man dafür aufwendet samt eventuellem Verdienstausfall... und so weiter... einzurechnen, dann ist man schon mindestens bei Null, oft auch im Minus.
    Und wenn es dann ein kleiner Wurf ist (bei meinen Rassen hab ich ein paar mal gehört, dass man ab 6 Welpen aufwärts ne Chance hat in die schwarzen Zahlen zu kommen), wenn bei der Geburt was schief geht, wenn Mutter und Welpen krank werden, wenn Welpen länger sitz oder zurückkommen und dann auch wieder mitversorgt werden müssen, wenn es ein außergewöhnlich teuerer Wurf ist weil man TG-Sperma aus Australien verwendet oder zum decken nach Norwegen fährt oder einen Hund aus dem Iran importiert... na, dann gute Nacht, da zahlt man dicke drauf.

    Wenn also mal was über bleibt finde ich das schon ok. Je nach Rasse 800 - 1600 € (das ist ja so die Spanne in der es sich in Deutschland überwiegend bewegt, denke ich) passt schon. Das ist mir ein guter Hund wert und damit honoriert man ja auch das Herzblut das die Züchter da rein stecken.


    Mehr Regelmentierungen, ein Heimtierzuchtgesetz... nee.
    Da ist meine Meinung die gleiche wie bei anderen Themen rund um stärkere Reglementierung der Hundehaltung: Ich finde die existierenden Gesetze ausreichend und denke, wenn die konsequent durchgesetzt werden würden, dann wäre das für meine Ansprüche genug.


    Hohhhhh, ganz ruhig Brauner. ;) Ich propagiere gar nix, das war lediglich eine Beispiel, das man manchmal eben doch die Wahl hat wo man anmeldet.

    Und ja, die hatte ich in dem Fall. Ich bin bei der Anmeldung in Hannover hingegangen, hab denen im Bürgeramt meine Bedingungen aufgezählt und hab gefragt, ob ich bei meinen Vorraussetzungen umbedingt meinen Erstwohnsitz da anmelden muss oder nicht. Nein, musste ich laut der Dame auf dem Amt nicht, könnte ich nach eigenem Gusto entscheiden. Zweitwohnsitzsteuer fiel eh weg, wegen Studentin und kein ausreichend hohes eigenes Einkommen. Ich denk mal so schrecklich illegal kann`s dann wohl nicht gewesen sein.

    Ich hab es nie mit der Eieruhr gemessen, denke aber, dass ich von der Zeit her ungefähr Hälfe/Hälfe zwischen den beiden Orten geteilt gelebt habe. Eben das hab ich es auch beim Amt bei der Anmeldung gesagt.
    Insofern könnte man genauso gut von Steuerhinterziehung in meiner Heimatgemeinde sprechen wenn ich meinen Erstwohnsitz am Studienort gemeldet hätte. Hätte aber einer der beiden Orte die genauen Zeiten rausfinden wollen (und wie gesagt, Grund dafür hätte meine Heimatgemeinde ebenso gehabt wie der Studienort), dann wäre das wohl nur per rund um die Uhr Beschattung und Stoppuhr gegangen. Völlig unnachweisbar.

    Aber vielleicht hätte ich ja vorsorglich zur Beruhigung der Gemüter einfach an beiden Orten Hundesteuer zahlen sollen (was ich ja im übrigen durchgängig gemacht hab... also, Hundesteuer bezahlt, aber natürlich nicht doppelt... "schwarz" waren meine Hunde jedenfalls nicht) statt nur am Erstwohnsitz. :D

    Ich weiß schon, dass das eher ein Ausnahmefall ist, aber auch solche gibt es halt mal. Zumindest bei einer Kommilitonin von mir war es ebenso.

    Also, die "Ich liebe..." Liste wäre sehr lang. Das spar ich mir mal. Unfair, aber ich glaub meine Köter wissen das auch so! :smile:


    Mich nervt:
    Ich hab einen Hund, der einfach immer im Weg steht. Er ist eigentlich sehr lieb und meint es nur gut, will es einem immer Recht machen, aber hat null Gespür dafür, wo man sich als nächstes hinbewegen will.
    Wie diese typische Situation wo einem jemand fromtal entgegen kommt und beide weichen gleichzeitig erst nach links, dann nach rechts, dann wieder nach links aus.
    "Nach ihnen, bitte. Nein, nach ihnen, ich bestehe darauf!"

    Genauso ist es mit Robin. Steht er im Weg und ich will nach rechts um ihn rumgehen, dann weicht er garantiert nach rechts aus statt stehen zu bleiben oder nach links zu gehen.
    Will man einfach "durch ihn durch" gehen, weicht er nicht zur Seite aus, sondern läuft vor einem her und steht dann nach ein paar Metern wieder im Weg.

    Ich hab ihn jetzt bald 5 Jahre und ich glaub er lernt`s nicht mehr. Ich hätte nie gedacht wie nervig das ist bevor ich es hatte. Meine anderen beiden machen das automatisch.

    Das einzige was schlimmer war, waren die dickfelligen Hunde von einer Bekannten die ich ab und an mal betreut hab. Die machten nämlich gar nicht erst den Versuch aus dem Weg zu gehen, sondern im Gegenteil, blieben entweder dick und breit wo sie waren oder drängelten noch dagegen wenn man sie wegschieben wollte. Sowas treibt mich zur Weißglut.

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    bei der hundesteuer kann ich nich mal eben zu ner anderen amtstelle fahren und weniger zahlen.


    Kommt drauf an...

    Ich hab in Hannover studiert, wo ich für meine 3 Hunde im Jahr 600€ Hundesteuer hätte bezahlen müssen (120 € für den ersten, je 240 € für den zweiten und dritten. Inzwischen ist es sogar noch mehr, ich glaub über 130 € für den Ersthund).
    Deswegen, und nur deswegen, hab ich meinen Erstwohnsitz nicht in Hannover gemeldet, sondern nur den Zweitwohnsitz. Der Hauptwohnsitz war weiter bei meinen Eltern auf`m Dorf, wo mich die Hunde etwas mehr als 100 € im Jahr gekostet haben und wo ich auch jetzt wieder wohne.

    Theoretisch hätte ich natürlich meinen Erstwohnsitz und die Hunde da anmelden müssen wo ich bzw die Köter mich die meiste Zeit aufhalte.
    Aber da Erst- und Zweitwohnsitz noch in Pendelentfernung waren (wenn auch weit) und Studenten an den Wochenenden und Ferien auch mal zuhause sind... wer will mir da schon nachweisen, wie viel Zeit ich wo verbringe und wo sich die Hunde aufhalten? Völlig unmöglich.

    Hatte für mich keinerlei Nachteile, für die Stadt Hannover schon, da denen die Förderungen vom Land soweit ich weiß nach der Zahl der mit Erstwohnsitz gemeldeten Bewohner bemessen werden.

    So eine oder eine ähnliche Konstellation werden sicher die wenigsten haben, aber wenn es sich aus irgendwelche Gründen nochmal anbieten sollte, würde ich es auch wieder so machen. /Fast) 500€ sind 500€, da kommt man schon ein Stück weit mit wenn sie in der eigenen Tasche bleiben.