Beiträge von Marula

    Ich fütter ebenfalls 3 Hunde. Die dürfen bei der Zubereitung neben mir stehen und gierig gucken. Solange sie nicht hochspringen oder drängeln oder so ist alles in Butter.
    Einer legt sich in der Regel von selber in einiger Entferung hin, die anderen beiden stehen links und rechts neben mir und beobachten jede Bewegung mit Argusaugen.

    Sobald das Futter fertig ist nehme ich die ersten zwei Näpfe, sage die Namen der jeweiligen Hunde (ich halte immer die gleiche Reihenfolge ein), gehe an ihre festen Futterplätze, stelle den ersten Napf hin, sage mehr oder weniger gleichzeitig "Fass!" :lol: und dann darf Nr.1 auch schon fressen. Ebenso danach mit Nr. 2 und anschließend mit Nr. 3.
    Von "Napf von der Arbeitsplatte nehmen" bis "Hund fängt an zu fressen" dauert es jeweils vielleicht 3-5 Sekunden.

    Wenn einer gar zu wild ist, hochspringt oder die Nase schon in den Napf stecken will wenn der noch nicht steht, dann gibts halt ein "Nein, lass das" oder so und ich stelle den Napf erst hin, wenn der Hund sich gesittet benimmt (und wenn es nur für nen Sekundenbruchteil ist).
    Aber ich kann mich gar nicht erinnern, wann das das letzte mal ein Problem war.


    Klar sind sie freudig erregt und "unter Spannung" wenn es Futter gibt, das ist aber auch der einzige Stress dabei. Finde ich normal, die Fütterung ist schließlich immer wieder ein Highlight und meine fressen alle gern, in diesem Haus gibts keine Mäkler (mehr).

    Kloppen tut sich hier keiner und immer unverschämter und drängeliger werden die auch nicht. Eher im Gegenteil.
    Ich denke die haben gelernt, dass sie ihr Futter so schnell wie möglich serviert kriegen, es ihnen nicht unnötig vorenthalten wird und jeder in Ruhe fressen kann.
    Mal in nen Napf reinzugreifen oder ihn wieder wegzunehmen ist kein Problem, war es auch nie.


    Mag nicht die Universalmethode sein, für mich hat es bisher gut funktioniert, ich bin wohl ebenfalls ein Fan von "So wenige Aufstand ums Futter wie möglich!"


    Ich glaub es ist aber relativ egal ob der Hund vorher noch kurz "Sitz" macht (auch wenn ich es unnötig finde), solange er jeden Tag das selbe Ritual hat das er gut einschätzen kann und es bitte schnell geht, nicht noch ewig auf die Folter spannen.
    Zwei bis drei Sekunden warten sind denke ich dicke genug, so in die Richtung "2-3-4-Nimm`s!"

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    Wenn ich mir überlege wie riesig so ein Whippetzwerg wie Toffee im Bett ist wenn sie alle Viere von sich streckt, würde ich mir auch zweimal überlegen, ob ich mein Sofa mit 2 Greyhounds und einem Saluki teilen wollte ^^


    Ich glaube das ist physisch unmöglich :D - ein Greyhound, ein Zweiersofa. Alles andere ist nicht wirklich greygerecht.
    Naja, ok, vielleicht nicht GANZ so schlimm (nachts aber schon... Robin ist ausgestreckt über 2 m lang, ich hab gemessen), aber die sind schon sperrig, da macht man sich keine Vorstellung von.

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    [...]auf dem harten, kalten Sofakissen.


    Armer Hund! :D


    Hab eine Freundin, die selber keine Hunde hat, aber deren Großeltern immer Schäferhunde hatten. Die hatten ne zweimal zusammengefaltete Decke zu liegen, die im Sommer im Windfang der vor Haustür lag, im Winter im Flur direkt bei der Tür.
    Das war ihre Vorstellung davon, wie ein Hund gern & gut liegt bis sie meine Hunde kennengelernt hat. :lachtot:

    Auf die Idee, dass man für einen Hund auf eine Wanderung oder bei einem Caffebesuch extra eine Unterlage mitnehmen muss wäre sie nicht gekommen, weil die von Omma und Oppa sich ja immer ohne Prozedere auf den Boden geschmissen haben wo sie grade standen.
    Ein ganz schoner Kulturschock. Erst glaubte sie ich spinne total rum mit meiner transportabelen "Bettrolle", bis sie dann gesehen hat, wie ungern die wirklich auf hartem Boden liegen, bzw dass sie eben NICHT liegen.

    Es gibt hier so eine alte, billige Schaumstoffmatte mit Baumwollbezug vom Fressnapf, die eigentlich noch voll in Ordnung ist (wohnt jetzt aber auf der Terrasse, weil so hässlich...). Aber leider ist dieses Folterinstrument ja nur :hust: popelige 10 cm dick und recht fest - das ist unzumutbar.
    Wenn man die Hunde beobachtet, dann kann man schon ganz deutlich sehen, dass es für die echt die Arschkarte ist wenn die anderen Liegeplätze schon besetzt sind und nur noch dieser übrig ist. Teilweise geht der Looser lieber wieder rein und legt sich drinnen irgendwo mit Blick auf die Terrasse hin, auch wenn wir alle draußen auf der Terrasse sind, statt sich auf dieses unbequeme Lager zu betten.


    Ihre Kunstlederbetten mögen sie "pur" auch nicht besonders, es soll schon was kuscheliges drin sein. Wie gesagt, einzige Ausnahme ist hier mal beim Sonnenbaden und dann auch fast nur der Saluki.

    Wegen dem "Nicht auf hartem Boden liegen!"... Blödsinn.

    Ok, wenig Fett und Fell zum Polstern, Gefahr von Liegeschwielen. Schon klar. Aber dafür müsste der Hund es schon dauernd machen. Das machen ja nu die wenigsten Windhunde, weils einfach zu unbequem ist wenn man so knochig ist.

    Meine Salukihündin legt sich gern mal auf der Terrasse oder der Hofeinfahrt auf die Holzplanken oder aufs blanke Pflaster um sich in der Sonne zu braten, manchmal auch im Wohnzimmer aufs Parkett in einem Sonnenfleck. Aber das sind immer nur 10-15 min höchstens, und das alle paar Tage mal. Das schadet kein Stück.


    Das ist glaub ich eher so wie der Quatsch von wegen "Windhunde MÜSSEN aufs Sofa dürfen, sie BRAUCHEN erhöhte Liegeplätze!"
    Klar mögen gern sie auf dem Sofa liegen, welcher Hund mag das nicht? Aber wenn es genug bequeme Hundebetten gibt und man das Sofa schlicht und einfach verbietet, dann tragen die auch kein Trauma für`s Leben davon. :D
    Meine dürfen auf genau ein Sofa im Haus: Das billige Klappsofa im Schlafzimmer, wo sie nachts liegen. Die Sofas und Sessel im Wohnzimmer sind tabu, weil es einfach sch*** ist wenn Gäste kommen und ich muss vorher mindestens ne halbe Stunde einplanen um die Sitzmöbel in einen Zustand zu versetzen wo man es jemandem zumuten kann sich da drauf zu setzen.

    Früher durften sie auch auf die Wohnzimmersofas, aber sie haben es ohne murren und knurren akzeptiert als das auf einmal verboten war.

    Meinem alten Lawrence mit seinen 12-13 Jahren setzt die Hitze sehr zu. Dem gehts momentan eh nicht so gut, und bei der Wärme liegt er eigentlich nur noch 24/7 platt rum, nichtmal abends ist es kühl genug zum spazierengehen. Nur ganz früh morgens geht eine Minirunde.

    Robin wird nächsten Monat auch schon 10 - wie die Zeit vergeht... kommt mir wie gestern vor dass ich ihn geholt hab, da war er 4,5. Er ist kein Fan von dem Wetter, aber wenigstens ist er derjenige von meiner Truppe, der von sich aus am meisten ins Wasser geht und auch mal richtig schwimmt.


    Kurzhaarsaluki DeeDee ist im Gegensatz zu den Greys ein ausgesprochener Fan des momentanen Wetters, endlich ist es warm genug, dass sie abends auf der Terrasse nicht mehr zittern muss wenn die Sonne weg ist! :lol:

    Ok, in der Mittagshitze rennt sie auch nicht grade wild rum, aber morgends und abends ist sie putzmunter und tagsüber setzt ihr das Wetter auch nicht weiter zu, mehr als ein bisschen hecheln wenn sie sich ne Viertelstunde lang in der direkten Sonne hat grillen lassen ist nicht.

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    umso mehr Wolf im Hund steckt umso mehr wird er zum Hund und umso weniger Wolf im Hund steckt umso mehr bezeichnet man ihn als Wolf. Oder je nachdem wie sehr die eigene Wolfsfaszination ausgeprägt ist. Aber das fällt vor allem in der Amerikanischen Wolfhundeszene auf, alle fastwölfe, also hc werden in der Regel als Hund bezeichnet und alles danach, also ab mid, wird darauf bestanden, dass man einen Hauswolf hat. Find ich spannend..


    Ja, das ist mir auch schon aufgefallen und die Ironie ist mir nicht entgangen. :lol:

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    ansonsten gibt es alle.. gelb, grün, braun..


    Grün? Klares, echtes Grün ohne Diskussionspielraum, wie Katzenaugen? Oder wie bei dem afghanischen Mädchen von dem berühmten National Geographic Foto?
    Hab ich bisher noch nicht gesehen, weder bei Wölfen noch bei Hunden.

    Ich dachte auch immer, das es das bei Wölfen gibt. Aber wenn man genauer hinguckt ist es eigentlich immer ein helles "hazel", also ein verwaschenes, helles braun was vielleicht, mit Fantasie, so ein bisschen Richtung grün tendiert und nur farbintensiver aussieht wegen dunklem Fell drumrum.

    Hatte da vor 2-3 Jahren mal intensiv nach gesucht, weil eine Bekannte meinte, es gäbe Hunde mit grünen Augen. Das einzige was ich da gefunden hab waren manche Schokobraunen (und Rote die Braun tragen...) und die Dilutes davon, Lilac nennt man die wohl. Die haben manchmal, besonders beim Übergang von der Welpenfarbe zur Erwachsenenfarbe, so eine hellgrünliche Farbe, wie Kupfererz. Das verwäscht sich aber beim Erwachsenen meistens auch wieder zu hellem braun.


    Ansonsten... Wölfe haben irgendwie recht kleine Augen (oder zumindest sieht es so aus, weil das Gesucht durch den "Backenbart" sehr breit wirkt), die sehr weit auseinanderstehen und dann so typisch dreieckig sind. Hab ich so in der Kombi noch bei keiner Hunderasse gesehen.

    Außerdem haben Wölfe oft helle Augen. Ich weiß nicht warum, aber zumindest bei Rassehunden ist das oft verpönt, die meisten Standards wo Augenfarbe explizit erwähnt wird verlangen ausdrücklich nach einem dunkelen Auge oder bevorzugen das.
    Ich hab dazu verschiedene Meinungen gehört, die einem meinen helle Augen wären empfindlicher gegen Sonnenstrahlung (was ich für Schwachsinn halte, weil eben Wölfe auch oft solche haben und die brauchen sowohl in Schnee und Eis als auch in Wüsten und Halbwüsten gute Augen), die meisten geben aber zu, dass sie einfach helle Augen nicht mögen, weil das den Blick stechend macht statt den klischeemäßigen treuen braunen Hundeaugen...

    Vielleicht auch ein kulturelles Ding, was mit der Angst vorm Wolf zu tun hat die in Europa stark verwurzelt war/ist? Wölfe haben helle Augen, also sollen gute, sanfte, zahme Hunde dunkle Augen haben?


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    Timberwölfe sind ja genetisch von allen heute lebenden Wölfen am wenigsten mit den heutigen Hunden verwandt. Als der Wolf zum Hund wurde, waren sie bereits eine abgetrennte genetische Linie. Seitdem sind sie einen langen Weg der Evolution gegangen, genau wie die Hunde auch - aber in zwei extrem verschiedene Richtungen. Auch im Sozialsystem bestehen deutliche Unterschiede. Wenn man heute (Timber)Wölfe mit Hunden kreuzt, bekommt man demnach keine besonders ursprünglichen Hunde und auch keine Wölfe, die man wie Hunde halten kann, sondern eigentlich "Aliens" - etwas ganz modernes. Ist es ok, so etwas zu tun? Tut man den Tieren etwas Gutes damit? Was wird aus dem Ausschuss, der in keiner Welt richtig zuhause ist? Ich finde, das sind schon ein paar Fragen, über die man nachdenken sollte.


    Naja, das Problem was du ansprichst hat man ja mit allen Wolf/Hund-Kreuzungen, nicht nur mit denen mit Timberwölfen.

    Das schwarz bei den Timberwölfen (und neuerdings bei italienischen und russischen Wölfen) kommt von Haushundgenen, und ich meine sogar (kann mich aber auch irren), dass diese Hund/Wolf-Vermischung im Falle des Timberwolfes vermutlich vor dem Eintreffen der Europäer in Nordamerika stattgefunden hat.
    Kann man jetzt draus machen was man will, aber zumindest die Wölfe und Hunde scheinen sich gegenseitig unter manchen Umständen durchaus kompatibel zu finden und ganz modern ist es damit nicht.
    Die Wolfsunterarten (sofern man ihnen denn Unterartstatus zugesteht, aber ich bin kein Taxonom...) untereinander kreuzen sich auch völlig problemlos.

    Die Sache mit den unterschiedlichen Sozialsytemen wird glaube ich auch dahingehend diskutiert, dass die nordamerikanischen Wölfe nicht in den Ausmaß wie die europäischen oder nahöstlichen in einer Kulturlandschaft leben mussten und in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes nicht so stark bejagt wurden. Daher wurden sie wohl auch nie verstärkt auf Menschenscheu selektiert, wie man das bei den europäischen Wölfen vermutet, und sie konnten größere Rudel bilden wegen besserem Nahrungsabgebot und weniger Bejagungsdruck/Zwang zur Heimlichkeit.

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    Ich werde meine Kontakte zu lebendigen Saarloos und deren Besitzern/Züchtern demnächst schon in Angriff nehmen und einfach mal diese Hunde erleben.


    Das ist sicher das vernünftigste. Ich denk auch als Anfänger oder mit speziellen Bedingungen kann man mit einer "schwierigen" Rasse klarkommen, wenn es halt passt, man muss nicht vorher zig "einfache" Hunde zum üben gehabt haben. Das hilft einem mit manchen Hunden auch nicht weiter.
    Aber man sollte sie schon life kennen bevor man sich nur nach der Beschreibung verliebt.


    Tut dir vielleicht aber auch den Gefallen, mal mit ganz kaltem Herzen, spitzem Stift und völlig unabhängig von der Rasse aufzuschreiben, was für Eigenschaften du dir wünscht und welche dein Hund gar nicht haben darf, und guck dann auch noch nach anderen Rassen auf die das passen könnte.

    Wenn du am Ende feststellst, dass ein Saarloos wirklich perfekt für dich ist, ist doch super. Aber ich würde, wenn es geht, vermeiden so früh in der Anschaffungsphase einen Tunnelblick/eine Fixierung auf diese eine Rasse zu entwickeln, sondern da ruhig ein bisschen offener rangehen.

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    Ich kenne leider ein Negativbeispiel. Meine ehemalige Stallbesitzerin musste sich mit 72 Jahren noch einen Hund holen. Eigentlich wollte sie einen irischen Wolfshund, da hat sich aber ihre Tochter gegen gesperrt. Heute sagt sie aber, dass sie sich trotzdem einen holen würde.


    Na, ich sag mal so, die Wahrscheinlichkeit dass ein Hund einer Riesenrasse seinen älteren Besitzer überlebt ist zumindest wesentlich geringer als bei den meisten Kleinhunden.
    Ein IW wird selten den zweistelligen Bereich knacken, und wenn, dann eher knapp. Bei nem Kleinpudel oder auch bei vielen anderen Kleinhunderassen kann man 15+ locker erreichen.

    Tragen oder mit Körperkraft halten kann man so ein Kalb auch als junger Mensch nicht.


    Ich hab in der Familie ein Beispiel das gleichzeitig den Negativ- und den Positivfall beleuchtet.
    Meine Tante wohnt mit ihren Kindern bei meiner Oma mit im Haus (zwei getrennte Wohnungen). Von Beruf ist sie mobile Altenpflegerin.
    Ein Ehepaar in ihrer Kundschaft, beide 80+, hatte immer Pudel. Als der letzte ruhige Senior verstarb wollten sie umbedingt wieder einen neuen Pudel und es wurde sich ein Kleinpudelwelpe angeschafft. Die Frau herzkrank, Diabetikerin, nicht mehr sehr fit, an manchen Tagen bettlägerig. Der Mann zwar Herz-Keislaufmäßig gut dabei, aber Hüfte und Knie nicht mehr taufrisch.
    Spazieren gehen war bei beiden nicht mehr machbar (selbstständiges einkaufen war nicht mehr machbar...). Der Welpe sollte nur in den Garten gehen - bei dem Senior vorher ging das ja auch. Gekauft hatte den Hund glaube ich eins der Kinder im Auftrag der Eltern.

    Naja, das war, wie man sich denken kann, ein kompletter Reinfall. Es war kältester Winter, der Knirps wurde nichtmal richtig stubenrein, weil niemand es hinkriegte rechtzeitig mit ihm vor die Tür zu gehen wenn er musste. Und er machte auch schonmal was kaputt.
    Ansonsten war er aber erstaunlich brav und angepasst, was ja sehr für sein nettes Wesen sprach.


    Naja, nach einiger Zeit, als es gesundheitlich bei den Leuten eher noch schlimmer wurde, erzählten sie dann, dass sie sich jetzt entscheiden hätten den Hund doch abzugeben. Da hat meine Tante dann "zugeschlagen", der Hund hatte ihr schon länger gefallen.

    Da meine Tante Vollzeit berufstätig ist, ist der Hund tagsüber viel bei meiner Oma, die jetzt auch schon auf die 80 zugeht.
    Sie geht nicht mehr mit ihm spazieren, das kann sie inzwischen auch nicht mehr, aber sie genießt die Gesellschaft sehr, obwohl sie nie ein Hundemensch war. Faktisch ist es ebenso sehr ihr Hund wie der meiner Tante, den Tag verbringt er jedenfalls mit ihr und oft schläft er dann auch bei ihr.
    Meine Tante geht morgends ne kurze Runde mit ihm, mittags lässt Oma ihn in den Garten, spielt vielleicht mal ein bisschen Ball, und Abends nach Feierabend geht meine Tante ne große Runde.

    Die Kinder sind beide noch im schulpflichtigen Alter, aber bald fertig mit Schule. Kann gut sein, dass die in den nächsten Jahren mal ausfliegen. Aber selbst wenn meine Oma mal nicht mehr ist und die Kinder aus dem Haus sind, wird der Hund nicht den ganzen Tag alleine bleiben müssen.
    Ne weitere Tante wohnt im Ort, die hat ebenfalls nen Hund und könnte sich über den Tag ein bisschen kümmern. Und wenn alle Stricke reißen würde meine Tante wohl ne anderweitige Betreuung suchen, wie jeder andere Berufstätige auch.
    Das finde ich so eigentlich keine schlechte Lösung.

    Also ich nur einen Hund hatte (72 cm, um die 30 kg) ist der auch viel mitgekommen. Jetzt hab ich zwei in dem Kaliber und einen etwas kleineren (knapp 60 cm, um die 19 kg). Das ist mir einfach zu viel und zu unhandlich zum mitnehmen. Passt unter keinen normalen Tisch mehr. ;)

    Ab und zu nehm ich einen mit (mehr zu Übuns-/Erziehungszewecken), aber selten alle. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich brauch das nicht. Ich hab keine zeitintensiven Hobbys außerhaus, die Hunde SIND mein primäres Hobby. Ich verbringe eh schon viel Zeit mit ihnen.
    Wenn ich dann mal was anderes machen will, dann geht das auch gut ohne Hund(e). Am Anfang fand ich so einen überall hin mitkommenden Hund ganz interessant, aber der Neuheitswert hat sich schnell abgenutzt und ich finde es einfach praktischer wenn es klar getrennte Hundeunternehmungen und hundefreie Unternehmungen gibt.

    Ich genieße es, bei Cafes oder Läden vorher nicht fragen zu müssen ob Hunde erlaubt sind, bei ner Radtour einfach so schnell zu fahren wie es sich grade anbietet statt auf den Hund Rücksicht nehmen zu müssen und viele meiner Freunde sind auch nicht böse wenn die Haarverbreiter zuhause bleiben.

    Nochmal zu Ausgangsposting:
    Also, wenn ein völlig aufgebrachter Typ mit ner Mistgabel vor meinem Hund rumfuchtelt, dann würd ich mich mal mit der Polizei in Verbindung setzen.
    Ich habe noch nie in meinem Leben jemanden angezeigt und bin da sonst auch echt nicht wild drauf, aber ganz ehrlich, das finde ich nicht mehr witzig. Das ist für mich auch keine "normale, verständliche Reaktion" mehr, und wenn da auch am Tag ein dutzend Hunde hinkackt, sowas finde ich nicht gerechtfertigt.

    Mach das mal im Straßenverkehr, wedel da jemand mit ner Glasflasche vor der Nase rum während du ihn anschreist - da kannst du noch so sehr "Recht haben" weil der andere dir die Vorfahrt genommen hat, sowas darf man trotzdem nicht.
    Oder mach es am Arbeitsplatz, schwing da mal scharfkantiges Werkzeug durch die Luft und lass dabei ne ordentliche Tirade los, weil dein doofer Kollege schon wieder vergessen hat den Kühlschrank zu schließen und zum dritten Mal in 2 Wochen alle deine Proben verdorben sind... mag nachvollziehbar sein, aber ich glaub da wäre ein Gespräch mit dem Chef unter vier Augen die mindeste Konsequenz.

    Selbst wenn er nicht vorhatte Hund oder Halter wirklich anzugreifen sind solche Drohungen meiner Ansicht nach nicht akzeptabel.


    Ansonsten finde ich, Rücksichtnahme beruht immer auf Gegenseitigkeit. Ich mag da kein Extrem besonders. Natürlich sollte man als Hundehalter aufpassen, dass der Hund nicht in Gärten, auf Gehwege, in Wiesen kurz vor der Heuernte oä reinscheißt. Wenn doch mal was passiert, macht man es halt weg. Und an jede Hausecke pissen muss auch nicht sein.

    Auf der anderen Seite muss aber auch als Nicht-Hundebesitzer keiner hysterische Anfälle kriegen, wenn eben mal was daneben geht und der Besitzer es wegmacht und man sollte als erwachsener Mensch intelligent genug sein, nicht alle Hundebesitzer in einen Topf zu werfen und grade die anzupaulen, die es weg machen.

    Und man muss auch die Gesundheitsrisiken von Hundescheiße nicht mit radioaktivem Abfall oder Milzbranderregern auf eine Stufe stellen.
    Ja, es ist ekelig, ja, ich will auch nicht reintreten oder es in meiner Einfahrt liegen haben, aber wenn da Spuren von im Gras hängen bleiben oder auch (oh Schreck, oh Graus) wenn ein Hund im Januar auf ne Wiese kackt die im Mai gemäht wird, dann wird da keiner von umkommen. Da kann man auch mal auf dem Teppich bleiben.