Beiträge von Marula

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    Wir reden aber schon noch von Molosserartigen Hunden, die in weitgehenster Eigenverantwortung alleine bei einer Herde Schafe leben sollen? In Deutschland?
    Und die Frage war auch: WIEVIELE HSH sollen zusammen leben?
    Oder nur ein Hund pro Herde?
    Und wie gross sind diese Herden? Und wo stehen die?
    [...]
    Aber vielleicht ists ja bald in Deutschland populär HSH einzusetzen. Die Notaufnahmen werden sich freuen.

    Vielleicht würde es helfen, wenn du den ersten Satz meiner Antwort, den du hier rausgelöscht hast, nochmal lesen würdest.

    Hier der Einfachheit halber nochmal:

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    Ob es nu von wegen mangelndem Platz/dichter Bevölkerung hier möglich ist, da hab ich auch Zweifel!

    Im Klartext: Ob der Einsatz von Herdenschutzhunden in Deutschland in der Praxis ohne weiteres funktionieren würde, da bin ich aufgrund von mangelndem Platz/dichter Besiedlung durchaus skeptisch.
    Ich find den Gedanken ebenfalls nicht so prickelnd, dass sich so ein HSH auch mal irren kann und sich dann statt des Wolfes den nächsten Wanderer oder dessen Hund vorknüpft, oder was er sonst als Gefahr für seine Herde einstuft.


    Aber du schriebst irgendwas vom durchschnittlichen Dogforumler, der doch gar nicht fähig wäre seinen geliebten Hund nachts bei der Herde zu lassen, dass wohl niemand ernsthaft einen 8 Wochen alten HSH auf Schafe sozialisieren wollte wie es für die Arbeit nötig wäre, dass das mit unseren Vorstellungen von Hundehaltung nicht übereinstimmt...
    Naja, wenn du das so siehst ist das ok. Aber das ist ja keine allgemeingültige Wahrheit.

    WENN es bei unseren Bedingungen hier Sinn machen würde (dazu: siehe oben...), sehe ich gar kein Problem damit, solche Hunde eben als Arbeitstiere zu züchten und entprechend zu halten.
    Ich denk wie viele andere Spezialisten untern den Hunden wäre auch ein HSH bei seiner eigentlichen Berufung am besten aufgehoben, auch wenn er dann vielleicht seinen Lebtag lang kein Sofa (oder auch nur ne Wohnung von innen) sieht, der Job hart und gefährlich ist und er eventuell nicht besonders alt wird.

    Was der durchschnittliche Dogforumler kann oder nicht kann hat doch damit nix zu tun.

    Ja, hier auf`m Land ist es auch in der Hinsicht viel ruhiger, wie überhaupt. Heute war ich 3 Stunden spazieren und habe keine Menschenseele getroffen, geschweige denn jemanden mit Hund.

    Ab und an macht zwar mal jemand ne Bemerkung dass meine Hunde alle zusammen nur ne halbe Portion wären, aber solche verrückten Rächer der Unterernährten wie in der Stadt sind mir hier noch nicht begegnet.


    Tessa auf der Liege (geiles Foto übrigens :D ) und Tessa vor einem Jahr sieht gut aus, Tessa heute finde ich, wenn ich ehrlich bin schooooooon ganz schön möppelig, zumindest auf dem Bild. :p Da wär bei mir wohl schon abspecken angesagt.


    Mein üblicher Foto-Uploader geht immer noch nicht. Ich glaub ich muss mir nen neuen suchen... :sad2:

    Ob es nu von wegen mangelndem Platz/dichter Bevölkerung hier möglich ist, da hab ich auch Zweifel!

    Aber warum um Gottes Willen ist es unpassend, einen Arbeitshund auch wie einen Arbeitshund aufzuziehen, zu halten und zu nutzen?
    Die können ja ganz normal geimpft, entwurmt, entfloht und jeden Tag gefüttert werden, der Schäfer ist idR eh jeden Tag bei der Herde und kann gucken wie es den Hunden geht. Ans gnazjährige draußen leben sind die entsprechenden Rassen bestens angepasst. Ich denk mal die sind bei entsprechender Sozialisation an ihrer Herde glücklicher als arbeitslos auf dem Sofa, selbst wenn sie dann vielleicht nicht so alt werden.

    Hör mir auf mit solchen Leuten. Manche haben echt nen Schatten. Hab das in Hannover das eine oder andere Mal erlebt als ich da noch während des Studiums gewohnt hab.

    Also, dass irgendwelche Passanten im vorbeigehen mitleidig kommentieren "Ach, du armer, du bist aber dünn!" oder "Der ist doch bestimmt aus Spanien und schrecklich verhungert, oder?" ist ja ganz normal. Manche kurbeln auch mal schnell an der Ampel das Fenster runter und dann: "Der Hund ist ja viel zu dünn, sie sollten sich schämen!!!"
    Da reagiert man schon gar nicht mehr drauf.


    Auch immer beliebt ist die vorwurfsvolle Frage: "MUSS der so dünn sein?"
    Auf die Antwort: "Nein, der MUSS nicht so, der IST einfach so!" kommen die meisten gar nicht klar. Wenn sie halbwegs intelligent wirkten, hab ich mir noch die Mühe gemacht zu erklären, dass das ein rassetypisches Normalgewicht ist und dass der Hund ausreichend gefüttert wird.
    Oft merkt man aber schon, dass man sich das sparen kann.


    Aber zwei Erlebnisse blieben mir über die Jahre in besonderer Erinnerung.
    Einmal die dicke ältere Dame, die in ähnlicher Manier wie bei Aoleon auf mich losging, von wegen sie wäre ja im TS aktiv und sie würde mich anzeigen und so weiter, aber in einem aggressiven Tonfall dass sich einem die Zehennägel hochklappen.
    Das hinrverbrannteste an der ganzen Aktion war, dass sie auch noch behauptete, sie würde sich ja mit Galgos auskennen, ihre Bekannte hätte immer gerettete Galgos und die wären nicht so dünn wie meine.

    Als ich ihr dann gesagt hab, dass die wahrscheinlich einfach schneckenfett wären (typisch "geretteter" TS-Galgo... sorry, aber es ist so) und dass ein Galgo definitv übergewichtig ist wenn man nicht ein paar Rippen, ein bisschen Wirbelsäule und die Hüfthöcker nicht nur fühlt, sondern auch gut sieht, bekam sie bald Schaum vor den Mund und legte halt los von wegen anzeigen und Amtstierarzt.

    Hab sie dann, mit dem Hinweis, dass ich mich schon auf den Besuch freue, stehen lassen. Kam natürlich nix bei rum, wie auch, die kannte mich ja überhaupt nicht, war eine einmalige Gassibegegnung.


    Das zweite war aber wesentlich krasser.
    Da war ich auf der Alten Bult unterwegs, einer ehemailgen Pferderennbahn und heute ein beliebtes und belebtes Hundeauslaufgebiet. So ein parkähnliches Gelände wo man halt einen Rundkurs laufen kann, einmal rum ist vielleicht 1000 m, würde ich schätzen.
    Ich hatte dorthin damals von meiner Wohnung aus ca. ne 3/4 Stunde Anmarsch (und ich gehe recht stramm) mit Hunden an der Leine, bin da dann meist so 2-3 mal die Runde mit freilaufenden Hunden gelaufen und dann halt wieder ne 3/4 Stunde zurück. Alles in allem also so 3 Stunden Spaziergang, mögen vielleicht so 8-10 km insgesamt gewesen sein.

    Da war so ein Mädel mit einem wurstförmigen Dackelmix (nicht wirklich extrem dick, aber halt etwas unvorteilhaft gebaut).
    Die hängte sich an mich dran und sprach mich erst eigentlich ganz nett an. Ob meine Hunde schon älter oder krank wären?
    Ich hab ihr unbefangen geantwortet, dass der eine schon was älter wäre (Lawrenc war zu der Zeit um die 9 Jahre alt), aber noch bei guter Gesundheit, der andere sei 2 Jahre jünger, aber hätte ein bisschen Arthrose, und die Dritte sei noch ein Jungspund (DeeDee war da ein knappes Jahr alt und sah aus, wie wachsende Orientalen halt manchmal aussehen).

    Und dann gings los...
    Sie hätte mich ja beobachtet :fear: :lol: und sie fände das unmöglich! Meine Hunde wären total abgemagert und unbemuskelt und sie würde ja genau sehen, das ich immer bloß 2 Runden laufen würde.
    Ich erwiedert, dass ich erstens nur sehr selten hier gehen würde, oft wochenlang gar nicht, und daher gar nicht wüsste wann sie mich außer heute "beobachtet" haben wollte, und dass ich nicht mit dem Auto anfahre, sondern zu Fuß komme und gehe.
    Ja, meinte, sie, das könne doch gar nicht sein, in so einem Zustand wie die Hunde wären, man würde denen ansehen das sie nicht genug Bewegung bekämen. Und überhaupt, das seine Windhunde (ach neeeeeeeee... :roll: ), die müsste auch mal rennen!

    Meine Köter trabten derweil gemütlich um uns rum bzw schnüffelten in der Nähe, wir gingen die ganze Zeit weiter. Ich zeigte auf die Hunde und meinte, es stehe ihnen ja völlig frei sich zu bewegen, machen müssten sie das aber schon selber - die Gelegenheit hätten sie jedenfalls täglich. Beschleunigte meinen Schritt ein bisschen und hoffte das Gespräche wäre beendet.


    Sie ließ sich aber nicht abhängen, wurde immer biestiger und meinte, das wäre trotzdem nicht normal, die Hunde wären massiv untergewichtig. Ich wusste langsam nicht mehr was ich sagen sollte, meinte dann, die beiden Rüden seinen völlig normalgewichtig für Greys und DeeDee halt etwas dünn, aber für einen wachsenden jungen Saluki nicht ungewöhnlich. Zu fressen würden sie alle genug bekommen. Außerdem seien alle gut bemuskelt, wenn sie das nicht sehen könnte wäre das nicht mein Problem.

    Da fing sie dann an, ihre Freundin würde Salukis züchten und die sähen nicht so schlimm aus.
    HÄH?!
    Ganz ehrlich, DeeDee war da zwar jugendlich-schlacksig, aber echt nicht außergewöhnlich für einen Saluki, da hab ich schon anderes gesehen.
    Ich wüsste auch nicht, wer hier in Deutschland Wunderlukis züchtet die während des Wachstums nie phasenweise rippig aussehen, ich vermute mal, die züchtende Freundin war fiktiv...

    Und dann holte sie zuguterletzt die Trumpfkarte raus: Sie würde Tiermedizin studieren, und daher könnte sie das definitv beurteilen, diese Hunde seien krankhaft untergewichtig!
    Ich so geguckt: :schockiert: und nach dem Semester gefragt.
    Sie ganz stolz: "4. Semester!"
    Ich nur den Kopf geschüttelt und im weggehen gesagt: "Na dann viele Grüße aus dem 8. Semester, Frau Kollegin, hoffentlich geht der Rest von dem teuren Studium nicht genauso spurlos vorüber."
    Da hat sie dann endlich aufgegeben.

    Ma ehrlich, in Hannover in den TiHo-nahen Auslaufgebieten irgendwelche jungen Mädels aggressiv mit dem eigenen veterinärmedizinischen Hintergrund beeindrucken zu wollen ist echt hirnbefreit. Davon laufen da so viele rum, da macht man sich leicht lächerlich.

    Ich wollt eigentlich grade noch ein paar Dokumentationsfotos *grummel* aus dieser Zeit posten, mein normaler Bilder-Uploader streikt aber grad.

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    Ein Bekannter hat eine Stute gekauft, die nach einer ganzen Reihe von Deckversuchen nie tragend wurde - kleiner Fehler bei einer Zuchtstute, aber er wollte ja ein Reitpferd, keine Zuchtstute haben. Die Mutter meiner Freundin kam in den Stall und meinte zu ihm: Du, dein Junghengst steht bei der Stute auf der Koppel und hat sie gerade auch gedeckt ...
    Antwort: ach, der ist eh noch zu jung, und selbst wenn, die wird ja eh nicht tragend, da passiert nix... 11 Monate später stand das "passiert nix" in Form eines Fohlens neben der Stute ......

    Das wollt ich auch grad sagen. Solche Geschichten kenn ich sowohl bei Pferden als auch bei Hunden mehrere.

    Jahrelang will man umbedingt Nachwuchs, treibt allen möglichen Aufwand und es klappt doch nicht. Und wenn man es zu den Akten legt und sie einfach auf der Weide machen lässt oder wenn der Nachbarsrüde einmal zwischen Tür und Angel drübergerutscht ist, dann gibts nen Fohlen oder 10 Welpen.

    Wenn nicht eine definitive, ausdiagnostizierte, organische Ursache für die Unfruchtbarkeit bekannt ist, dann sollte man siucherheitshalber davon ausgehen, dass die Hündin fruchtbar ist. Eine Trächtigkeit ist für ne Hündin in dem Alter kein Pappenstil.


    Auch sonst würde ich die Hunde nicht decken lassen, auch nicht wenn einer sterilisiert ist. Ja, die haben ihren Spaß und man spart sich den Stress mit Aufpassen. Aber die Hündin hat in der Zeit hormonell bedingt am Uterus eh eine verringerte Immunabwehr und durch jeden Deckakt werden Keime eingetragen.
    Man hat das Pyometrarisiko eh schon nach jeder Läufigkeit, das ist halt so bei intakten Hündinnen, aber man muss das nicht noch zusätzlich erhöhen indem da uU tagelang mehrmals ne schöne Dosis Keime eingetragen wird.

    Und dabei geh ich davon aus, dass die beide damit klarkommen und z.B. nicht die Hündin den Rüden beim hängen verbeißt oder so (was ja bei normalen, gesundem Instinktverhalten nicht die Regel sein sollte, aber durchaus vorkommt).

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    Zusammenfassend wird gesagt, dass der Schutzeffekt der Herdenschutzhunde gegen Null tendiert. In mit Herdenschutzhunden bewachten Herden werden weniger Tiere auf einmal getötet, aber die Gessamtzahl der Angriffe nimmt zu. Ein Großteil der Schäfer ist wegen des ausbleibenden Nutzens (getötete Hunde und Schafe) mittlerweile sehr negativ den Herdenschutzhunden gegenüber eingestellt.

    In den USA werden auch seit einigen Jahren vermehrt Herdenschützer eingesetzt und dort hatte und hat man wohl viele dieser Probleme ebenfalls.
    Ganz interessant dazu sind die Berichte von Cat Urbigkit, man kann z.B. manches von ihr hier nachlesen:
    http://stephenbodio.blogspot.de/search/label/l…guardian%20dogs
    (der ganze Blog ist übrigens sehr interessant, ich hab jetzt mal nur die Beiträge mit dem Tag "livestock guardian dogs" verlinkt).


    So wie ich das verstehe ist es wohl oft ein Problem, dass Farmer ungeeignete (sprich: nicht aus erwiesenermaßen unter ihren spezifischen Gelände- und Raubtierbedingungen tauglichen, im täglichen Einsatz getesteten Arbeitslinien) Hunde kaufen, oft zu wenige Hunde im Verhältnis zur Herdenstärke bei den Schafen, diese dann gar nicht oder falsch ausgebildet bzw aufgezogen werden und man dann aber trotz nicht fachgerechtem Managemen hohe Erwartungen hat... die dann natürlich nicht erfüllt werden.


    Ein weiteres Problem ist halt auch, dass sich wirklich scharfe, wehrhafte HSH und mitteleuropäische Verhältnisse (dicht besiedelt, überall Menschen und Hunde) eigentlich wiedersprechen.
    In den USA gibts es an vielen Stellen wirklich massive Probleme nicht nur mit Wölfen und Kojoten, sondern auch mit Schwarzbären und Grizzlys. Dafür brauch man ja nun nochmal etwas andere Hunde, das ist noch ein bisschen was anderes als "nur Präsenz zeigen" um eh relativ scheue Raubtiere abzuhalten.
    Und selbst da, mit viel, viel, viel mehr Platz als hier, sind solche Hunde teilweise ein Problem, weil die eben unter Umständen nicht nur bei Raubtieren ziemlich rangehen, sondern auch bei Menschen und fremden Hunden.

    Ich mein, es ist schon ein Kunststück, wenn man von einem Hund verlangt, dass er einerseits genug Mumm in den Knochen hat einen Bären zu schikanieren bis er abhaut, aber dann brav den nächsten Wanderer mit Hund durch das uneingezäunte Weideland passieren zu lassen...

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    Ja ist bei Levin in der Regel auch so mit dem Abruf. Allerdings stelle ich momentan häufiger fest, dass er sich kaum mehr beruhigen lässt, nach wild- oder hasensichtkontakt.


    Kann aber auch einfach das Alter sein... manche sind halt als Kinder und Teenager brav und wenn sie groß sind entdecken sie dann doch die Freuden der Jagd. :D


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    Charly ist auch soooo lieb und gehorsam. Er ist zusammen mit einer anderen Wurfschwester ins neue Zuhause gezogen, die hat dann doch etwas mehr Pfeffer im Hintern hat (wie Toffee auch :/ hät ich das gewusst, hät ich nen Rüden genommen ^^). Wenn wir zusammen spazieren gehen sind die beiden unter dem Motto "Gemeinsam sind wir unausstehlich" unterwegs während Charly immer brav guckt was Frauchen macht :hust:


    Ich find auch das Rüden meistens braver sind, und irgendwie "weicher".

    Als ich noch in der Stadt und ohne Garten wohnte bin ich auch 3 x tgl Gasi gegangen, ging einfach nicht anders. Davon waren aber 2 Runden je 10-20 Minuten nur an der Leine "zum ausleeren". Nur eine Runde war ein richtiger Spaziergang mit Freilauf und allem drum und dran, meist so 1-2 Stunden, manchmal auch länger.


    Jetzt wohne ich ländlich mit Garten.
    Vor der Arbeit gehe ich eine 20-30 minütige Runde, einfach damit sie auch auf jeden Fall alle ihre Geschäfte gemacht haben bevor sie ein paar Stunden allein sein müssen. Wenn ich sie nur in den Garten oder an den Feldrand schicken würde, dann pieseln sie oft nur und machen keinen Haufen.
    Abends nach dem Füttern gehts nochmal schnell vor die Haustür an den Feldrand zum pieseln, aber wirklich nur für 5 Minuten.

    Einmal am Tag machen wir in der Regel ne große Runde mit Freilauf, auch wieder so wie zu Stadtzeiten. Das ist für die Hunde neben der Fütterung und meinem Nachhausekommen von der Arbeit immer das Tageshighlight. :lol: Lustigerweise erkennen sie den Unterschied ob wir jetzt zu nem kleinen Pipi-Kacka-Gassi oder zu einem richtigen Spaziergang aufbrechen, ich weiß nicht woran, die Ausrüstung und Vorbereitung für Mensch und Hund ist die selbe.
    Aber vor nem Gassi freuen sie sich ein bisschen und stehen an der Tür rum, vor dem Spaziergang drehen sie fast ab vor Begeisterung und jeder will zuerst sein Halsband umkriegen.


    Ich kenne auch Leute, die sehr stark jagdlich interessierte Hunde haben, die draußen gar nicht abgeleint werden können. Die haben einen riesigen, sicher eingezäunten Naturgarten (ist ein großes Hofgelände mit Nebengebäuden) und die Hunde nen Hundeklappe.
    Aber auch diese Hunde gehen täglich noch ein Stündchen an der Leine spazieren und fahren am Wochenende auf nen Auslauf, einfach um mal einen Tapetenwechsel zu haben.


    Ich find 3 oder 4 mal Gassigehen täglich jetzt nicht nötig. Aber einmal am Tag ne größere Runde raus und was unternehmen sollte man dem Hund finde ich schon bieten, auch wenn`s nur an der Leine ist.
    Wenn`s mal nen Tag nicht klappt ist auch kein Drama, aber das sollte in meinen Augen eher die Ausnahme als die Regel sein.
    Nicht jeder Hund brauch Hundesport und aufwendige Auslastung, aber jeden Tag ein bisschen Anregung durch neues sehen, neues riechen, fremde Menschen treffen, andere Tiere sehen... und halt einfach rein die Bewegung, das finde ich schon sehr positiv.

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    Drei Hunde im Bett wären mir deutlich zuviel, habt ihr da echt alle Platz?


    Also mir ist es zu viel. Einer geht gut, das kann sehr gemütlich sein. Zwei oder drei finde ich eher ungemütlich - zu warm, zu eng, Decke blockiert (wie können 30 kg so schwer sein? Das sind doch mehr?), spitze Knochen die sich in meine Seite bohren und irgendwer stemmt sich garantiert genüsslich mit den langen Gräten an die Wand und drückt mich weg. :muede2:

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    Finde das auch zu schön anzusehen, wenn ganz viele Hunde Kontaktliegen. Machen das die Greys und Saluki nicht?


    Salukis machen das oft schon ganz gern, meine Hündin würde auch gern. Ist ja auch ein Smoothie, die sind angeblich noch kuscheliger als die befederten. Kann ich aber nichts zu sagen, ich hatte ja noch nie einen fusseligen Saluki.
    Jedenfalls, die Greys spielen nicht so richtig mit wenn sie kuscheln will, die dulden das ein paar Minuten und gehen dann kommentarlos weg.

    Von denen kennen ich dieses Stapelschlafen nicht so, also nicht nur von meinen nicht, sondern generell.
    Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber was ich bisher so gesehen hab mögen zwar manche ein bisschen Körperkontakt beim schlafen, z.B. Rücken an Rücken liegen oder den Kopf beim anderen auf den Schinken betten, aber so dieses Yin & Yang-artige ineinander verknoten und wirklich aufeinander drauf liegen, wie die Whippets das machen (so, dass man nicht mehr weiß welches Bein zu welchem Hund gehört), kenne ich von Greys eher nicht, ebensowenig wie unter die Bettdecke kriechen.

    Ich glaub das ist, weil die nicht so verfroren sind, die können Kälte eigentlich ganz gut ab und normale Raumtemperatur finden die auch so schon ziemlich gemütlich. Wenn ich sie mal zudecke (als treusorgender Hundehalter probiert man ja alles mal aus...), dann strampeln sie sich meistens auch ganz schnell wieder frei, ich denk weil ihnen zu warm wird.

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    Zum Mitnehmen hat der Weasley eine total tolle Tasche (bei allem was größer ist als ein handelsüblicher Whippet aber wahrscheinlich nicht praktikabel ^^). Jetzt nicht zum drin rumtragen, Hund kann ja selber laufen, aber als portables Körbchen für Uni, Restaurant, Cafe, Zug ist das sicher nicht schlecht.


    Ja, es ist schon so, kleine Hunde sind einfach viel praktischer. *Neid*

    Es gibt ja auch so tolle Hundeschlafsäcke, hab die mal bei einer Freundin life und in Farbe bewundern dürfen. Aber ich glaub meine sind da zu doof für, die legen sich nur drauf, nicht rein. Zumindest an dem Nachmittag, vielleicht braucht das noch mehr Übung?

    Ich würd sagen: Erstmal langsam mit den jungen Pferden.

    Du willst Tiermedizin studieren. Hast du schon einen Studienplatz? Wenn ja wo? Studieren mit Hund ist an jedem der Studienorte ein bisschen anders.
    Vetmed mit Hund studieren geht im Grunde noch ganz gut (besser als Humanmedizin soweit ich weiß), allerdings ist da nix mit "wenn ich mal an die Uni müsste" und "1-3 Stunden allein sein"!
    Das ist ein recht verschultes Studium mit einem Ganztagsstundenplan, 5 Tage die Woche. Es ist nicht alles mit Anwesenheitspflicht, aber auch wenn man nicht zwingend da sein müsste, sollte man nicht ma eben die Hälfte der Vorlesungen sausen lassen, zumindest nicht wenn man gut durchkommen will. Mindestens halbtags sollte der Hund also schon allein sein können, an manchen Tagen kommt man auch nur Mittags schnell für ein Stündchen nach Hause und ist ansonsten von 8 am Morgen bis 4 am Nachmittag unterwegs.

    Im Praktischen Jahr stehen dann diverse Pratika und klinische Blöcke an, wo man Vollzeit weg ist, und das können bei Tierärzten auch gerne mal 10-12 Stunden sein. Ohne An- und Abfahrt. Von Praktikanten wird selbstverständlich erwartet, dass sie das so mitmachen ohne zur normalen Feierabendzeit auf die Uhr zu schielen und hibbelig zu werden.
    Wenn man sich ordentliche Praktika organisieren will von denen man auch was hat UND gleichzeitig den Hund unterbringen oder mitnehmen muss, wird das schon schwierig.
    Kann also gut sein, dass man in dem Jahr den Hund mehrmals für mehrere Wochen oder sogar Monate am Stück irgendwo anderes parken muss - Eltern, Freund, Hundesitter, Pension - weil man selber zu wenig Zeit und/oder keine Möglichkeit zum mitnehmen hat.

    Nach dem Studium kommt, wenn man denn in die Praxis will, erstmal die Anfangsassistenzzeit und das ist eine ziemliche Schleiferei. Auch da sind Arbeitstage von 10-12 Stunden keine Ausnahme. Es gibt natürlich auch andere Stellen, mit super netten Chefs und tollen, Hundekompatibelen Arbeitszeiten, aber grade am Anfang kann man sich die Rosinen meist nicht rauspicken. Der Hund und die Vereinbarkeit der Hundehaltung mit dem Job ist ja auch nicht der einzige Faktor bei der Stellenwahl.

    Selbst wenn man sich mal selbstständig machen will, muss man ja in der Regel erstmal ein paar Jahre als Angestellter Berufserfahrung sammeln und Kapital organisieren, ist ja nicht so, dass man von der Uni weg mal locker flockig sein eigener Chef ist und sich die Zeit selbst einteilt.
    Wenn man selbstständig ist, dann teilen in der Regel eh die Kunden die Zeit für einen ein.


    Gehen tut das schon, es haben nicht umsonst sehr viele Vetis (sowohl Studenten als auch fertige Tiermediziner) eigene Hunde, aber spätestens ab dem praktischen Jahr und mit Berufsanfang ist es echt kein Spaziergang. Übrigens ist die Abbrecherquote in den ersten 2 Semestern bei auch sehr hoch. Jeder sagt zu Anfang "Ich brech nicht ab, ich nicht!"... aber manchmal kommt es doch anders als man denkt.

    Ich würde dir raten, erstmal 1-2 Semester zu studieren und mit fertigen TA zu sprechen die Hundebesitzer sind sowie mit Studis aus höheren Semestern.
    Zu dem Zeitpunkt kannst du dann auch realistisch einschätzen, wie deine Wohnsituation sein wird (die ändert sich meistens mit Antritt des Studiums und dann noch einige Male... vielleicht nicht bei jedem, aber bei den meisten), wie deine Beziehungssituation sein wird (auch wenn es jetzt alles Rosen und Regenbögen sind, auch das ändert sich ganz gern mal mit den veränderten Anforderungen die ein Studium an einen stellt), ob du es zeitlich und von der Arbeitsbelastung neben dem Studium noch schaffst einen Hund zu halten und wenn ja, ob du Zeit/Lust/Nerven hast, mit ihm noch einen aufwendigen Hundesport zu betreiben.


    Vielleicht stellst du nämlich dann auch fest, dass Hund haben durchaus möglich und auch sehr schön ist, aber mit Hund arbeiten, arbeiten MÜSSEN weil er eben auch danach angeschafft wurde, neben allem anderen doch ein bisschen viel ist.

    Nix dagegen, sich jetzt schonmal Rassen auszugucken oder mal auf dem Hundeplatz vorbeizuschauen, aber um da ernsthafte Überlegungen anzustellen finde ich es etwas früh. Das ist jetzt mehr Träumerei, die natürlich erlaubt ist und Spaß macht!