Beiträge von Marula

    Ich hatte an gewolftem Fisch aus dem Barf-Handel bisher Lachs von zwei verschiedenen Anbietern und bei beiden waren noch so große Grätenstücke drin, dass ich das gekocht nicht füttern würde. Hab mal eine Portion in den Topf geschmissen weil ich vergessen hatte aufzutauen, aber das wurden lauter scharfkantige "Nadeln" von 1,5 - 3 cm Größe.
    Im rohen Zustand sind sie relativ elastisch, meine Hunde hatten nie Schwierigkeiten damit. Im gekochten Zustand wurden sie hart und unelastisch. Würde ich also eher nicht machen.

    Außerdem war ich mit der Qualität in beiden Fällen nicht so zufrieden. Ich hatte den Eindruck, es war wirklich nur kleingewolfter grätiger Abfall und Haut, der auch schon ein bisschen... fischig roch.

    Ich kaufe jetzt immer im russischen Supermarkt Lachsabschnitte für Suppe, gibts bei uns tiefgefroren in 800 g Paketen. Das sind Köpfe, Flossen mit Fleisch dran, Bauchlappen, ein paar Stücke Mittelgräte... halt alles, was bei filetieren überbleibt. Das sind zwar auch Abfälle, aber da ist mehr Fleisch dran als bei dem was ich in Barfshop bestellt hatte UND es ist frisch und in menschlicher Lebensmittelqualität.
    Das füttere ich dann aber ungekocht und so wie es ist.

    Was auch ganz gut kommt sind Sardinen aus der Dose. Natürlich nicht die Sorten mit Soße... einfach die "naturell" in Öl (hat auch schön viel Energie).
    Vorsichtshalber vorher nochmal aufs Etikett gucken, aber eigentlich sind da keine Konservierungsstoffe drin, die werden durch die Hitze beim eindosen konserviert. Ebenso wie gutes Dosenfutter übrigens, die Lunderlandosen Steinbeißer füttert eine Bekannte von mir mit nem Allergiker auch. Die hatte da angefragt und die Auskunft bekommen, die enthielten keine Konservierungsstoffe.


    Generell ist das was du momentan fütterst viel zu einseitig und nichtmal ansatzweise ausgewogen. Du kannst ohne Probleme nur eine Kohlenhydratquelle (Kartoffel) und eine Proteinquelle (Fisch) füttern, ich kann verstehen, dass man nicht noch zig neue Sachen ausprobieren will wenn der Hund endlich was verträgt. Kommerzielle Allergikerdiäten sind ja von der Basis her auch so aufgebaut: Eine Kohlenhydratquelle, eine Proteinquelle, Mineral- und Vitaminzusätze.
    Wenn du weiter bei Kartoffel und Fisch bleiben willst MUSST du aber eben auch zwingend eine Vitamin-Mineralmischung dazufüttern. Das geht wirklich nicht anders. In dieser Ration fehlt sonst hinten und vorne alles mögliche. Da hilft auch ein Möhrchen am Tag nicht.

    Wenn dein Hund auf Huhn reagiert, dann würde ich ihm keine Eierschalen geben. Da ist auch Hühnereiweiß dran in Form von Schalenhäutchen und Eiweißresten.


    Falls du selber keine Lust hast, dich eingehender mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen, was durchaus ok ist, dann würde ich dir raten mal eine professionelle Rationsberechnung/-beratung in Anspruch zu nehmen.

    Da kannst du die Nahrungsmittel nennen die dein Hund verträgt und auf die er allergisch ist und die machen dir dann auf Basis dessen einen Plan mit Mengenangaben und entsprechenden Zusätzen in passender Dosierung fertig.
    Gibt diverse spezialisierte Tierärzte die sowas machen, an den Tierernährungsinstituten der Unikliniken zum Beispiel auch.

    Kostet zwar einmal (ich glaub zwischen 80 und 150 €, je nach Anbieter... kann man ja vorher rausfinden). Aber dann hast du wenigstens was, was halbwegs bedarfsdeckend auch über eine längere Zeit gefüttert werden kann.

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    Der einzig schlaue Vorschlag, ist die Abschaffung der Rasseliste.


    Da stimme ich dir zu.

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    Wenn es zudem künftig ausreicht, dass ein Hund einmal Wild gehetzt oder Menschen geängstigt hat, um den Halter mit Auflagen zu bombardieren, sieht die Zukunft für manch einen Jungspund, der beim Erwachen seines Jagdtriebes beobachtet wurde oder so manchen grossen, schwarzen Hund düster aus. "Ängstigen" - das ist eine höchst subjektive Angelegenheit. Wie will man das gerecht bewerten?


    Das stimmt, aber das gleiche Problem hat man heute auch schon, denn diese Regelungen was hetzen von Wild und Vieh oder das "bedrohen" von Menschen angeht, gelten genau so auch jetzt schon.

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    M. E. brauchen wir nicht weitere Regeln für die Bevölkerung, sondern ein effizienteres Handeln seitens der verantwortlichen, staatlichen Stellen, wenn tatsächlich ein Problemfall eintritt.


    Ja, sehe ich ebenso.

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    Wie seht ihr das? Verbessert sich das gesellschaftliche Zusammenleben durch immer strengere Regeln oder ist es Geld- und Zeitverschwendung? Und kann das von der FDP angedachte Modell tatsächlich für Verbesserungen sorgen?


    Nein, ich denke nicht, dass dadurch irgendwas besser wird. Aber ich denke, das wird trotzdem innerhalb der nächsten Jahre in allen Bundesländern kommen.

    Der nächste Schritt ist dann, dass man den Test mit jedem neuen Hund wieder ablegen muss und auch Hundehalter, die schon lange Hunde haben, mit einem neuen Hund jedesmal wieder ran müssen (wie in der Schweiz) - was ja auch, sofern man einen Führerschein gutheißt, Sinn macht.
    Wenn man vor 10 Jahren mit nem Mops mal den Test gemacht hat, garantiert das schließlich nicht, dass man danach auch nen Malinois führen kann, und wenn man schon 30 Jahre Hunde hält kann man trotzdem noch ziemlich ahnungslos sein.


    Als nächstes dann wahrscheinlich noch ein Heimtierzuchtgesetz und Hundezucht nur noch durch staatlich geprüfte und zugelassene Personen. Für mache hier wahrscheinlich ein Traum.
    Mir geht das zu sehr in Richtung "nanny state", ich finde da mischt sich der Staat in Privatangelegenheiten seiner Bürger ein, die ihn nix angehen.


    Es muss doch jedem klar sein, dass das politischer Aktionismus ist? Da wird stolz eine Lösung für ein Mini-Problem (Gafahr durch Hunde) präsentiert mit dem man eine eh schon eher ungeliebte Teilgruppe der Bevölkerung (Hundehalter) weiter einschränken kann, während große Probleme weiter vor sich hin schmoren.

    Mit Tierschutz hat das nix zu tun, da würden auch unsere bestehenden Regelungen dicke reichen, wenn man die denn mal Wort für Wort durchsetzen würde.

    Wenn man sich um Tierschutz kümmern wollte, gäbe es auch außerhalb der Nutztierhaltung (die in der Hinsicht ein Faß ohne Boden ist) genug wesentlich schlimmere Baustellen.

    So wäre zum Bespiel, wenn man was für den Tierschutz im Bereich der Hobbytierhaltung tun wollte, eine Sachkundeprüfung für die Haltung diverser Kleinnager, Vögel, Terrarien- und Aquarientiere wesentlich nützlicher, denn was da an stillem Leiden durch grundverkehrte Haltung und Fütterung passiert, das geht auf keine Kuhhaut mehr. Da darf sich jeder Depp hochanspruchsvolle Tiere holen, die dann nachher in irgendwelchen Wohnzimmern verrotten. Interessiert aber keinen.


    Im Prinzip kanns mir egal sein, ich gehöre zu einer der von Berufs wegen sachkundigen Gruppen, werde also so schnell wahrscheinlich keinen Test ablegen müssen.
    Trotzdem, ich find`s bedrückend, dass man als Hundehalter von weiteren Einschränkungen auch noch begeistert sein kann.

    Das ist wie mit den Leute sagen, sie hätten nix gegen verstärkte Überwachung, Anzapfen von Telefonanlagen, Videokameras an jeder Ecke, weil "Ich lass mir ja nix zuschulden kommen, ich bin ein guter Bürger, also brauch ich mir keine Sorgen machen!"

    Aähm... ja... unglaublich aber wahr... ich begeh auch keine Verbrechen nur weil man mich nicht permanent beaufsichtigt und an die Hand nimmt... und eben deswegen will ich auch nicht in Aspekten meines Privatlebens, wozu die Hundehaltung ebenso zählt wie meine e-mail Kommunikation, vom Staat belästigt werden.

    Ich find meine sehr unkompliziert, obwohl sie einige der "Unarten" aus dem Anfangsposting haben.

    Meine betteln zum Besipiel schamlos, weil ich da so viel Konsequenz wie ein toter Wattwurm habe. Ich fütter sie oft vom Tisch oder auch mal beim kochen, und dann kann man natürlich nicht erwarten, dass es sie kalt lässt wenn ich mit Töpfen und Besteck hantiere. Ist mir aber realtiv egal.

    Meine würden auch alle jagen, wenn sich die Gelegenheit bietet, aber das ist nunmal rassetypisch und ich hab nie was anderes erwartet.
    In einem gewissen Rahmen, sofern das eben mit der genetischen Veranlagung möglich ist, hab ich das glaube ich über Erziehung ganz gut im Griff und der Rest ist Management, das mich nicht weiter stört.

    Zwei von meinen würden, wenn ich nicht aufpasse, fröhlich zu fremden Leuten hinrennen und ihre Nasen in deren Taschen stecken, die dritte würde dafür grade im Halbdunkel (aber nicht nur dann) gern Fremde verbellen/stellen.
    Weiß ich alles, passe ich auf bzw habe es mit entsprechende Erziehung eingegrenzt - fertig.


    Das könnte man wohl noch fortführen, aber das sind so die "Mängel", die Fremde glaube ich am meisten stören würden.
    Aber das kann mir ja egal sein, mich stört es nicht und sonst passen sie in meinem Alltag einfach wie ein Paar gut eingelaufene Schuhe. ;)

    Wo ist denn der Spaß bei nem Köter, der nicht ab und zu mal mit funkelnden Augen die Arschkarte zückt und einem die kombinierten Lach- und Verzweifelungstränen in die Augen treibt? :p
    Je lästiger, desto lustiger.
    Solange man eine gewissen Rahmen hat in dem man sich gegenseitig versteht, weiß ich ein bisschen ... Kreativität... sehr zu schätzen.

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    Marula
    Du schreibst immer so super ausführlich - :gut: !


    Ich rede auch so viel... :ops: :D
    Und außerdem tippe ich ziemlich schnell, da kommt dann immer ganz flott ein Roman zusammen.

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    Von IW bekäme ich leider keinen Hund, weil die für alle großen Rassen ein Haus/ne Wohnung im EG mit Garten und oft zusätzlich noch mindestens einen bereits vorhandenen Windhund voraussetzen. :/


    Joa, das tun sie oft... ich hab auch schon andere Vermittlungen von dort gesehen (in Mietswohnung und ohne Hundegesellschaft), aber in dem Fall kannten die Interessenten die Pflegestelle schon vorher persönlich.

    Von Fall zu Fall kann`s ja auch ganz vernünftig sein - mancher Hund mit Vorgeschichte braucht vielleicht wirklich nen eigenen Garten, Hundegesellschaft und rasseerfahrene Besitzer. Andere wären vielleicht mit nem unerfahrenen, aber engagierten Besitzer der keinen Garten hat, aber dafür ne Auslaufmöglichkeit in der Umgebung, ebenso gut dran.


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    Ja, klar hast du recht, dass die meisten Windhunde schon auch recht ausdauernd sein können, die wenigsten haben aber meines Wissens Spaß daran, am Rad zu laufen.
    Oder liege ich da so falsch?


    Also meines Wissens gibt es viele die ihre Windigen am Rad mitnehmen - ABER 1. hat nicht jeder Spaß daran und 2. ist das wirklich eher was für die Orientalen und Mediterranen/Galgos. Ich hab zwar auch schon vom ein oder anderen Whippet gehört, der gern am Rad läuft, aber super passen tut es nicht weil die eben wirklich auf "extrem schnell eine hohe Geschwindigkeit erreichen, die sie aber nicht lange halten können" gezüchtet wurden. Galgos sind z.B. viel langsamer als Greys, dafür aber ausdauernder. Das Rad fahren ersetzt den Freilauf natürlich trotzdem nicht.[/quote]
    Kommt wohl auch drauf an, was man sich unter "Radfahren mit Hund" vorstellt.

    Wenn man in flottem Tempo Kilometer machen will und der Hund soll die ganze Zeit voll durchpowern, vielleicht sogar ziehen, dann wird man nur sehr wenige Windhunde finden die auf sowas Bock haben.

    Ich fahr ja auch mit meinen Rad (momentan nur mit der Salukihündin, die anderen sind zu alt bzw haben gesundheitliche Probleme wegen denen das nicht geht) und ich würde mal behaupten, dass denen das auch Spaß macht/gemacht hat. Reingucken kann ich natürlich nicht...

    Aber ich fahre halt für den Hund Rad. Tempo darf er/sie an durchhängender Leine selber wählen, meist ist das ein bummeliger Trab. So das Tempo, was sie auch im Freilauf haben wenn sie von A nach B wollen. Also eigentlich ist Radfahren für mich "dem natürlichen Hundetempo angepasstes Spazierengehen", weil man ja als Mensch zu Fuß IMMER langsamer unterwegs ist als ein halbwegs normaler Hund.
    Ich such ne schöne Strecke aus, wo man vielleicht auch mal ans Wasser kann oder wo ein Freilaufstückchen dabei ist. Grade wenn sie am Rad freilaufen, dann fahre ich auch schonmal ein Stück voraus während der Hund irgendwo schnuppert und dann halt schnell aufholt. Auch wenn sie angeleint sind haben sie noch Zeit ein bisschen in die Gegend zu gucken statt nur stumpf gradeaus zu laufen. Und wenn ich merke sie will irgendwo mal dringend schnuppern, dann halte ich kurz an.

    Wir können schon ein bisschen Strecke machen, im Sommer ca. 3 mal die Woche 12-15 km, ab und zu auch mal um die 20 km, ist kein Ding (nur leider haben wir hier so viel Asphalt, ist nicht so toll für die Pfoten...).
    Das macht die Salukihündin jetzt sehr gut gelaunt und der Grey-Mix vorher auch. Müde sind die danach auch nicht besonders, DeeDee rennt danach meistens im Garten Achten um die Beete während ich das Rad wieder in die Garage schiebe...
    Allein wäre ich halt WESENTLICH schneller und gezogen werde ich auch nicht. Außer es ist Wild in Sicht. :lol:

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    Nein, Galgos sind keine Sprinter wie Grey oder Whippet. Sie sind wesentlich ausdauernder (wie auch die Orientalen). Aber letztere gibt es einfach sehr, sehr selten im Tierschutz. Sonst wäre ein Sloughi o. Azawakh durchaus ne Überlegung wert.


    Salukis und Sloughis gibt es immer wieder aus zweiter Hand, auch wirklich nicht selten. Jetzt zwar auch nicht in dem Überfluss wie Greys und Galgos (zum Glück), aber wenn man da lieber einen erwachsenen Hund möchte und es nicht umbedingt JETZT sofort sein muss, sondern man auch ein paar Monate Zeit hat zum suchen/warten, dann wird man da ohne weiteres fündig. Bei Salukis noch einfacher als bei Sloughis.

    Entweder direkt bei der Initiative Windhundehilfe:
    http://www.windhundhilfe.de/de/vermittlung/index.htm
    ... Windhunde in Not:
    http://www.wind-hunde-in-not.de/unsere-hunde/gluck-gesucht/
    oder Voordewindhond:
    http://www.voordewindhond.eu/en/deutsch
    nachgucken, oder aber direkt da anfragen und schildern was man bieten kann und was man sucht.

    Viele Hunde erscheinen auch gar nicht erst auf den Homepages, weil z.B. der Vorbesitzer oder der Züchter des Hunde nicht möchte, dass er im Tierschutz auftaucht, oder weil es eine Warteliste gibt und einige Hunde auch direkt ins neue Zuhause gehen können ohne erst auf Pflegestelle zu müssen.
    Insofern heißt "keine passenden Hunde auf der Vermittlungsseite" nicht immer, dass es keine zu vermittelnden Hunde gibt.

    Ansonsten lohnt sich auch immer das rumfragen bei Züchtern nach Rückläufern oä, ich weiß aus erster Hand, dass es da häufiger mal was gibt.
    Azis waren in den letzten Jahren auch einige dutzend erwachsene Hunde zu haben. Auch zur Zeit suchen wieder ein paar.

    Generell sind aber Orientalen aus zweiter Hand ein Thema was man nicht leichtfertig angehen sollte. Natürlich geht dass, wenn es passt und man ein Händchen hat. Aber es sind alles ziemliche Einmann-Hunde die auch territorial veranlagt sein können und grade im Falle des Azawakhs neben der Jagd auch für die Aufgaben eines Herdenschutzhundes und Lager-Wachhundes gezüchtet wurden.
    Die sind, wenn man es mal platt ausdrücken will, nicht ganz so zivilisiert und angepasst wie die westlichen Windhunde und haben ihre Ecken und Kanten.
    Oft werden sie grade deswegen abgegeben, weil die alten Besitezr das alles doch ein bisschen unterschätzt hatte. Viele Orientalen ziehen sich bei falscher Behandlung nicht ausschließlich in ihr Schneckenhäuschen zurück und leiden still und duldsam vor sich hin, wie das Whippets oder Greys häufig der Fall ist, sondern die können dann auch durchaus ekelhaft werden.
    Da holt man sich also unter Umständen erstmal ein verzogenes "Projekt" ins Haus. Kommt aber natürlich auch drauf an, weswegen der Hund den Besitzer wechseln musste.

    Ein paar die mir eben auf die Schnelle ins Auge stachen:
    Saluki:
    http://www.voordewindhond.eu/en/saluki-deutsch
    Sloughis:
    http://www.windhund-hilfe.de/de/newswriter/…ung%20Windhunde (den finde ich ja ganz entzückend)
    http://www.windhund-hilfe.de/de/newswriter/…ung%20Windhunde
    Azawakh (der hier wäre glaub ich nix für dich wegen "kann schlecht alleine bleiben"... aber nur mal um zu zeigen, dass es sie auch im TS gibt...):
    http://www.windhund-hilfe.de/de/newswriter/…ung%20Windhunde

    Beim Galgo könnte der Punkt mit "möglichst wenig haaren" dagegen sprechen.

    Ich weiß nicht genau, wie die rauhhaarigen sind, es ist ja bei vielen rauhhaarigen Rassen so, dass die wenig haaren wenn sie korrekt getrimmt werden.
    Da müsstest du dich bei Besitzern von rauhhaarigen Galgos erkundigen.

    Die kurzhaarigen können jedenfalls unter Umständen ganz gewaltig haaren, und zwar wie auch andere Kurzhaarhunde durchaus rund ums Jahr. Ist aber, wenn man sich die Meinungen der Besitzer anguckt, individuell unterschiedlich. Manche haaren viel, andere etwas weniger.


    Vorteil beim Galgo wäre, dass man gezielt nach etwas kleineren, zierlichen Hunden gucken könnte. Die Standartgröße muss man nicht so eng nehmen, bei den spanischen TS-Windhunden findet man von whippetgroßen "Zwerggalgos" bis zu greyhoundgroßen 70+cm/30+kg Kälbchen alles.


    Galgos sind so im häuslichen Zusammenleben in der Regel sehr sanft mit anderen Hunden (natürlich auch keine Engel sondern bloß Hunde... aber halt nicht trampelig oder so). Sie können allerdings beim Spielen rechte Rowdies sein, da kann so ein zierlicher Kleinhund schonmal unter die Räder kommen. Aber wenn Abby eh nicht so gern mit großen Hunden spielt...
    Ich kenn auch Haushalte mit Kleinhunden (Yorkie, Papillon, Italienisches Windspiel, Mops) und großen Windhunden (Galgos und Greys), aber da ist es auch eher so, dass die Kleinhunde nicht mit den Großen spielen, weil es einfach nicht so gut passt. Im Alltag geht es aber gut.


    Das mit dem Jagdtrieb wirst du bei den Windhundrassen nunmal immer haben. Generell finde ich Galgos (zumindest die, die ich kenne) nicht soooooo viel schwieriger als Whippets. Whippets sind vielleicht etwas führiger. Der Jagdtrieb selber ist aber in der Regel NICHT weniger, sie sind halt nur vielleicht etwas besser auf den Menschen zu fixieren. Im Zweifelsfall sind aber beide weg wenn ein Hase vor ihnen aufspringt, da wird man auch mit einem Whippet selten eine zuverlässige Abrufbarkeit hinkriegen. Das nur zum Vergleich, weil der Whippet ja mit als der einfachste Whindhund gilt.

    Ich finde jeden Windhund angenehmer als die "Nasenjäger", die Wild auch dann bemerken und sich vom Acker machen wenn es vor zwei Stunden über den Weg gerannt ist, und nicht erst wenn es vor ihnen rumspringt. Mit meinem Gassi-Setter hatte ich in Sachen Jagdtrieb mehr Arbeit als mit drei Windhunden. Dafür hat man beim Setter halt die Chance, ihn mut viel Arbeit am Ende an Wild kontrollierbar zu kriegen, was bei den Windigen selten klappen wird.

    Bei TS-Galgos muss man bedenken, dass es oft ne ganze Weile dauern kann bis man in Sachen Jagdtrieb genau weiß woran man ist.
    Viele sind anfangs sehr anhäglich und legen erst richtig los wenn sie "angekommen" sind. Andere, grade solche die viel gejagt haben, sind sehr abgeklärt, machen nicht bei jedem Hasen an der Leine einen Aufstand weil sie wissen dass sie eh nicht loskommen, aber WENN sich die Chance ergibt, dann nutzen sie sie auch.

    Weiterhin wären bei TS-Galgos wie bei allen Auslandshunden die MMks ein Thema über das man vorher nachgedacht haben sollte.

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    Die FCI-Erklärungen bezüglich Funktionalität und der Bezug zum Schönheitsideal sind manchmal sehr blütenreich... Da kann man sich manchmal echt wegschmeißen, was die sich da so zurechtwurschteln und glauben.


    Ja, allerdings... hab ich mich auch schon manches mal amüsiert. :D

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    Wenn man mit minimalem Aufwand, keinem Sport und nur ein wenig Gassi und im Garten spielen einen händelbaren Hund haben will - und leider wollen das immer mehr, der Hund als schickes Accessoire für die glückliche Familie - dann ist die Auswahl bei der man gute Chancen hat damit keine massiven Probleme zu bekommen einfach extrem begrenzt.


    Ja, da hast du Recht.

    Aber dieser Markt ist da und wird nicht weggehen, egal was die etwas aktiveren Hundeleute davon halten. Und es kann sich nunmal nicht jeder für die doch überwiegend kleinen, flauschigen und zum Teil auch noch brachycephalen Gesellschaftshunde aus FCI-Gruppe 9 begeistern die in so ein Leben gut reinpassen.
    Ich find die auch eher unattraktiv und JA meine Köter müssen mir optisch gefallen und auch eine gewisse Größe haben, so oberflächlich bin ich.

    Insofern fände ich es nicht verkehrt, wenn man halt gezielt mittelgroße bis große und nicht nach Schosshündchen aussehende Hunde züchten würde, die eben mit so einem Programm glücklich sind.
    Die keinen extrem ausgeprägten Wach- und Schutzinstinkt mitbringen, wenig und eher gut zu kontrollierenden Jagdtrieb haben, von sich aus eher menschenorientiert statt eigenständig sind, eine hohe Reizschwelle haben und mit 1-2 Stündchen nettem Gassi am Tag zufrieden sind.
    Und das halt wirklich als Haupt-Zuchtziel, nicht als vereinzelte Individuen wo es zufällig mal alles passt (die hat man ja jetzt schon immer mal wieder in vielen Rassen).

    Das es da nicht mit einfach Labrador auf Pudel lassen getan ist, ist ja jedem klar der sich mal ein bisschen mit Zucht beschäftigt hat. Aber machbar wäre das schon... wäre ne sehr sinnvolle Lebensaufgabe! :D


    Bedient wird die Nachfrage so oder so, momentan halt von Vermehrern die den Leuten das Blaue vom Himmel versprechen.

    Ich hatte genau das gleiche schonmal weiter vorn im Thread geschrieben, aber jetzt hatte ich das gleiche schon wieder...


    Ich war mit Hund radeln, einen schöne Strecke über die Dörfer. Auf einem kurvigen Stück Landstraße kam ich an einem Pferdehof in Alleinlage vorbei.
    Waren grade vorbeigeradelt, da kam der obligatorische Reiter-Jacky aus der Hofeinfahrt. Der war nicht böse oder so, kam halt auf die Straße gerannt, lief uns ein paar m hinterher und bellte kräftig.

    Was ich daran hasse?
    Das da nen Haufen Leute auf dem Hof rumstanden und es KEINEN schert, dass der Hund mitten auf der Straße rumrennt. Das ist da jetzt nicht super viel befahren, aber alle 5-10 kommt halt doch ein Auto da lang, und dann teilweise auch gar nicht so langsam, da ja außerorts.
    Und der Hof liegt in einer Kurve, die Autofahrer haben null Chance den Hund vorher zu sehen.

    Es kam dann auch prompt ein Auto und ich bin vom Rad gesprungen, auf die Straße gelaufen (das Auto war noch etwas weg) und hab gewinkt und auf den Hund gezeigt. Der Autofahrer machte dann auch langsam und fuhr um den Hund drum rum der an der anderen Straßenseite rumspazierte.
    Und gleich danach kam der nächste Fahrer aus der anderen Richtung und der hat es nicht eingesehen vom Gas zu gehen, sondern fuhr einfach normal weiter, alldieweil der Jack Russell direkt vor ihm Straße überquerte um wieder auf seinen Hof zurück zu gehen.


    Boah, bei sowas dreht sich mir immer der Magen um. Ich hab den Kleinen schon vor meinen Augen unter die Räder kommen sehen.

    Klar, wahrscheinlich kommt da nur alle Jubeljahre mal jemand mit Hund vorbei und wahrscheinlich bleibt der Jacky meistens brav auf dem Hof. Aber das er ab und an mal auf der Straße rumläuft, das ist den Leuten offensichtlich völlig egal. Von den Personen auf dem Hof hat sich keiner bewegt.

    Ich weiß auch genau was da kommt wenn man was sagt: "Der lebt hier schon immer, der kann das abschätzen. Der ist doch nicht doof, er sieht doch wenn ein Auto kommt!"
    Also, in dem Fall war es reines Glück, dass der Hund und das zweite Auto sich nicht getroffen haben, weil der Hund nämlich einfach losmarschiert ist wie er lustig war ohne sich um das Auto zu kümmern.

    Aber das scheint hier allgemeiner Konsenz zu sein: Hunde und Katzen die "einfach so" auf die Straße laufen und sich überfahren lassen sind halt doof. Schlaue Hunde und Katzen die sowas gewöhnt sind machen das nicht. Kuhdörfer halt.


    Ich fahre da auch ab und zu mit dem Auto lang und ich will nicht wirklich diejenige sein, die diesen Hund dann ins Jenseits befördert.
    Sollte das mal passieren, kann ich mir zwei mögliche Reaktionen vorstellen:
    Entweder den Besitzern ist es realtiv egal, oder sie machen eine Aufstand und beschuldigen den Autofahrer.

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    Eine gassi Bekannte hat nämlich ihren Hund, urspruenglich aus rumaenien, so von einer deutschen pflegestelle bekommen, die sagten, er solle erst vom endgueltigen Frauchen gewaschen werden.


    OMG! :headbash:
    Das kommt in die Top Ten der bescheuertsten Dinge, die ich in dieser scheidenden Woche gehört hab. :D

    Ich mein, je nachdem wie der Hund den Transport so weggesteckt hat und wie ängstlich/erschöpft er ist kann ich ja verstehen, wenn man ihn nicht sofort mit nem Vollbad schocken will sondern vielleicht erst ein bisschen wartet (wenn`s nicht gar zu schlimm riecht und die Zimmerpflanzen schon die Köpfe hängen lassen).
    Aber erst beim neuen Besitzer? Ist ja ekelerregend.
    Die Hunde die direkt aus der Tötung kommen und sich dann teilweise noch auf dem Transport in ihre Box erleichtert und drin gesessen haben, die stinken oft so Gott erbärmlich...

    Junimond: Was für ein schönes Mädchen. Sowas süßes, strubbeliges sollte doch gut zu vermitteln sein - nichtjagende Hunde sind langweilig, das wird echt überbewertet. :lol:
    Den Podenco kann sie ja nicht verleugnen, Galgo seh ich nicht - aber wissen kann man es natürlich nicht. Passt jedenfalls sehr gut zu den Sofakissen.

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    Das mag von RZV zu RZV verschieden sein.


    Jup, ist es.
    In der Zuchtordnung des Vereins der meine Rassen betreut finde ich dazu folgendes:

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    2. Im Ausland stehende oder nur vorübergehend in den Geltungsbereich dieser Zuchtordnung verbrachte Windhunde sind zur Zucht zugelassen, wenn sie nach der Körordnung des DWZRV angekört sind.
    3. Im Ausland stehende Rüden, die nicht nach der Körordnung des DWZRV angekört sind, sind nur dann zur Zucht zugelassen, wenn sie die Bedingungen des Landes erfüllen, in dem sie zum Zeitpunkt des Deckaktes stehen. Der Rüde muss in einem von der FCI anerkannten Zuchtbuch zum Zeitpunkt des Deckaktes eingetragen sein. Der Züchter ist dafür verantwortlich, dass der zur Zucht verwendete ausländische Rüde keine erkennbaren zuchtausschließenden Fehler nach den Bestimmungen des DWZRV aufweist.
    [...]
    5. DWZRV-Mitglieder sind verpflichtet, nur angekörte Rüden oder Hündinnen zur Zucht mit angekörten Partnern der gleichen Rasse zur Verfügung zu stellen. Das gilt auch für die Verwendung in anderen Ländern, die der FCI angeschlossen sind. In diesen Ländern gelten für Hündinnen die Ankörungsbedingungen des jeweiligen Landes.


    Quelle: http://www.dwzrv.de//files/zuchtordnung2011.pdf

    Punkt zwei ist etwas verwirrend, weil es sich erst so anhört, als wären alle im Ausland stehenden Zuchttiere nur zugelassen, wenn sie nach den Bedingungen des deutschen Vereins zugelassen sind.
    Es geht dabei aber soweit ich weiß um deutsche Zuchttiere, die ins Ausland verkauft wurden oder dort nur kurzzeitig stehen. Damit will man halt vermeiden, dass Hunde, die hier die Körung nicht bekommen, pro forma über die Grenze in ein FCI-Land mit weniger strengen Regeln verkauft oder verliehen und trotzdem eingesetzt werden.

    Ansonsten steht es ja da: Hiesige Züchter dürfen nur nach hiesigem Reglement zuchtfähige Tiere zur Verfügung stellen, egal ob im Inland oder für`s Ausland.
    Ausländische Hunde darf man nutzen wenn sie nach den Bestimmungen ihrers Landes eine Zuchterlaubnis haben und frei von "erkennbaren" zuchtausschließenden Fehlern sind.


    Ich muss sagen, ich finde es ok so.
    Man kann natürlich immer noch strengere und noch strengere Bedingungen fordern. Aber vernünftige Züchter machen ja jetzt auch schon mehr als das, je nachdem was die Linie in die sie reinzüchten wollen erfordert. Und wenn man die Hürde immer höher hängt, sowohl von Aufwand her als auch finanziell, dann wird der Einsatz ausländischer Zuchttiere immer schwerer.
    Grade bei zahlenmäßig kleinen Rassen oder "Exoten" die ihren Verbreitungsschwerpunkt nicht in Deutschland haben, kann es für den Gesamtbestand langfristig echt was ausmachen, ob sich ein oder zwei Züchter im Jahr entschließen, zum Decken z.B. nach Spanien oder Norwegen zu fahren oder Sperma aus den USA zu importieren, oder ob sie doch im Inland bleiben.