Beiträge von Marula

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    Sind Whippets nicht auch anfällig für Greyhoundsperre? Habt ihr den TA darauf mal angesprochen?


    Ja, an sich können alle Windhunden und auch manche Hunde anderer Rassen Greysperre bekommen. Aber das sieht anders aus als das, was magic96 beschreibt.

    Greysperre ist ja flodderig gesagt sowas wie ein Muskelkater aus der Hölle und so sieht es auch aus.
    Durch Überlastung besonders bei eher untrainierten Hunden übersäuert die Muskulatur (ein vorher schon zu niedriger/zu sauer Muskel-pH begünstigt dass, z.B. durch Stress oder feucht-heißes Wetter und dadurch viel hecheln), kleine Muskelfaserrisse entzünden sich und Muskeleiweiß wird abgebaut und durch den Harn ausgeschieden, was die Niere schädigen kann weil Eiweißmoleküle die Nierentubuli verstopfen.
    Dabei hat man einen sägebockartig steifen Gang, wenn der Hund einmal liegt kommt er schlecht hoch und er hat sichtlich bzw hörbar Schmerzen (aufschreien bei Bewegung) besonders auch beim abtasten der langen Rückenmuskulatur, die sich auch oft heiß anfühlt. Außerdem Fieber und in schwereren Fällen den typischen dunklen, rötlich-braunen Urin durch den abgebauten Muskelfarbstoff.

    Normalerweise tritt das auch nur nach Belastung auf, die aber nicht immer gigantisch sein muss. Der klassische Fall ist ja, dass der Hund Wild gehetzt hat, aber bei Hunden mit der Veranlagung dazu oder besonders untrainierten Exemplaren reicht es auch, wenn sie länger bei warmem Wetter im Auto gehockt haben, gehechelt haben und dann gleich ordentlich losgeflitzt sind mit anderen Hunden. Oder wenn sie bei feucht-schwüler Luft ne halbe Stunde Frisbee gespielt haben.

    Naja, wie auch immer, solche Anfälle mit Koordinationsstörungen sind eigentlich nicht typisch für Greysperre.


    magic96: Wenn Zucker und Herz ausgeschlossen sind und das ganze schon seit Jahren besteht, fängt man ja schon so langsam an Richtung Epilepsie zu denken. So wie du den Anfall beschreibts kann das auch durchaus sein, epileptische Anfälle sehen ein bisschen verschieden aus.
    Normale Blutbilder, diverses Röntgen und Ultraschall z.B. vom Bauchraum, um andere organische Erkrankungen auszuschließen habt ihr ja bestimmt schon gemacht?
    Dann wär ein MRT jetzt schon ne Option.

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    Das wäre tatsächlich super - obwohl ich jetzt immerhin weiss, wie ich es selber behandeln kann.

    Vaginitis war bei den allgemeinen Kastra-Nebenwirkungen aufgelistet und die TÄ meinte, dass die Vagina bei einer Hündin, die nicht mehr läufig ist und auch noch nie geworfen hat einfach sehr viel kleienr und enger ist als bei einer intakten Hündin.
    Deshalb setzt sich da schneller irgendwas fest und es kommt schneller zu einer Entzündung.
    Ich fand die Erklärung recht plausibel, wobei sich für mich jetzt eher die Frage stellt wie ich evt. weitere Probleme in Zukunft verhindern kann.

    Hm, soweit ich weiß ist die Vagina und Vulva nach der ersten Läufigkeit nicht mehr juvenil, ist auch meistens deutlich größer, selbst außerhalb der Läufigkeit.
    Was sich natürlich mit der Veränderung des Hormonhaushaltes ändert ist die Beschaffenheit der Vaginalschleimhaut und damit auch die Keimbesiedelung dieser. Frauen in den Wechseljahren oder teilweise sogar schon auf der Pille haben ja auch immer mal wieder Probleme mit Trockenheit und Infektionen. Kann gut sein, dass da kastrierte Hündinnen auch etwas empfänglicher sind.

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    Was ist denn das für ein Schwachsinn ?
    Manchen Leuten ist jedes Argument recht um ihre Meinung zu rechtfertigen.


    Das ist kein Schwachsinn. Die Scheinschwangerschaft ist ein ganz normaler Bestandteil des Zyklus der Hündin, tritt mitsamt den üblichen hormonellen Veränderungen bei jeder intakten Hündin nach jeder Läufigkeit auf und ist absolut nichts krankhaftes.
    Das ist ein Wolfserbe, dort diente das dazu, dass auch Wölfinnen die selber grade keinen Nachwuchs hatten die Welpen des Rudeln mit versorgen konnten/wollten.

    Was natürlich verschieden ist, ist die Ausprägung. Ebenso wie wir bei unseren Haustieren so manches andere absichtilich oder unabsichtlich durch Zucht verändert haben, so hat sich halt beim Haushund auch in der Reproduktion einiges geändert und leider nicht alles zum positiven.
    Manche Hündinnen haben halt jedes Mal so ausgeprägte Scheinschwangerschaften, dass es wirklich in Stress für alle Beteiligten und Schmerzen (z.B. Gesäugeentzündung) für die Hündinn rausläuft.
    Man kann da versuchen über etwas knappere Ernährung und mehr Bewegung/Beschäftigung und eventuell über Naturheilmittel was zu machen, aber das hilft halt nicht immer. Bevor ich die Hündin jedesmal per Hormonspritze wieder da rausholen müsste, würde ich auch an Kastration denken.


    Aber halt noch nicht bei der ersten Läufigkeit... das muss sich auch erst alles einpendeln und wird nicht zwingend immer schlimmer nur weil die erste Hitze so war. Bei meiner war wie gesagt die erste Scheinschangerschaft bisher am ausgeprägtesten und danach wurde es immer unauffälliger.


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    Naja also ich kenne Männer die sich "kastriert" haben lassen, sind aber trotzdem noch Männer.


    Meinst du wirklich kastrieren oder meinst du sterilisieren durch unterbinden der Samenleiter? Letzteres ist ja nun re recht häufige Massnahme zur Familienplanung und hat absolut NULL Auswirkungen auf den Hormonhaushalt. Es ist einfach nur rein mechanisch, die Spermien werden normal gebildet, kommen aber durch den unterbrochenen Samenleiter halt nicht mehr draußen an.

    Kastration ist ja die Entnahme der Keimdrüsen, in dem Fall also der Hoden, wo dann eben auch die ganze Hormonversorgung wegfällt.
    Da kenne ich nur einen Mann, der das machen lassen musste wegen Hodenkrebs. Und der supplementiert aus gutem Grund mit Testosteron.

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    Gerade unter Windhund- bzw. Podencohaltern ist das oft eine verbreitete Einstellung. Da wird erst gar nicht richtig trainiert, sondern halt oft einfach "auf gut Glück" abgeleint.


    Joa, oder, was ich eigentlich häufiger erlebe: Es wird erst gar nicht der Versuch gemacht in Richtung Ableinbarkeit zu trainieren, weil man sich wegen den ganzen Horrorgeschichten die einem erzählt werden so fürchtet der Hund könnte weglaufen. Dann lässt man ihn lieber gleich an der Leine und erzählt allen wie selbstständig diese Hunde doch wären (was eigentlich ein sehr trauriger Gegensatz ist).

    Es geht, so mein Eindruck, gar nicht mal umbedingt nur um`s jagen, obwohl die meisten schon sagen sie haben Angst, dass der Hund "jagen" geht.. aber wenn man dann mal nachfragt, haben die eher die Vorstellung, dass der gemeine Windhund nix besseres im Kopf hat, als beim losmachen der Leine erstmal planlos wegzulaufen.

    Was natürlich durchaus passieren kann wenn der Hund angestaute Energie von Wochen und Monaten an der Leine rumdümpeln hat... das Problem hatte die Vorbesitzerin meines ersten Rüden.
    Er bekam selten genug Auslauf, geschweige den Freilauf, und wenn sie ihn dann mal ableinte bestätigte er natürlich alle Vorurteile in Gänze indem er erstmal mit Vollgas am Horizont verschwand und für Stunden (manchmal auch Tage) nicht mehr gesehen ward.

    Das hat sich erst gebessert, als ich nach der Übernahme a) am Gehorsam und Radius gearbeitet hab und b) er mehr Bewegung kriegte und fast täglich Möglichkeit zum Freilauf hatte, erst gesichert und dann mit zunehmendem Gehorsam halt ganz frei.
    Wenn der Dampf mal aus dem Kessel ist, ist die Versuchung Blödsinn zu machen auch nicht so groß.

    Da beißt sich die Katze in den Schwanz, je weniger Gelegenheit der Hund zum Freilauf hat, desto mehr angestaute Energie hat er (nicht nur physisch, sondern vor allem psychisch), desto unberechenbarer wird er reagieren... man hat dann beim nächsten Mal erst Recht Angst, ihn abzuleinen, weil das letzte Mal so doof war... wenn man sich dann endlich wieder durchringt, ist der Hund schon wieder auf 180 und hat natürlich keine Augen mehr für Herrchen wenn er ENDLICH mal darf... und so weiter.

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    Bei vielen Hunden könnte man aber auch hier durch AJT viel erreichen. Ich habe mittlerweile einige Podencos kennengelernt, die lange nicht so "krass drauf" sind wie mein Mix


    Ja, schon. Kommt halt immer drauf an, was man sich erhofft. Viele Elemente aus dem AJT finde ich gut, z.B. die Sachen zum Aufmerksamkeit auf den Halter lenken oder Übungen zur Impulskontrolle. Das kann alles schon sehr viel helfen, hab auch einiges davon schon angewendet.
    Wo es halt meistens scheitert ist dann, wenn wirklich interessantes Wild (bei meinen vor allem Hase und Reh) auftaucht. Vögel oder so, ja, da kann ich ihnen was besseres in Zusammenarbeit mit mir bieten. Hasen? Vergiss es, es gibt nix im Universum was besser ist. Da hat das AJT dann seine Grenzen und man ist finde ich mit Management (wissen, wo man die Leine besser gar nicht erst abmacht) besser dran.


    Ich find das auch nicht schlimm, es gibt für mich halt ne breite Grauzone zwischen "Ist 100% abrufbar, kann immer freilaufen" und "Ist nicht perfekt abrufbar, muss für immer an der Schleppleine bleiben".

    Hört sich hier von manchen so an als gäbe es da wenig Knautschzone, von wegen "Ich kann noch nicht garantieren, dass mein Hund in absolut JEDER Situation von Wild abrufbar ist, und bis das so ist muss er halt an der Leine bleiben!"
    Ganz ehrlich, DANN dürften meine Hund niemals ohne Leine laufen, weil ich ganz genau weiß, dass sie eben nicht abrufbar wären wenn ihnen Wild vor die Nase springt.
    Trotzdem hören sie besser als 90% der Schäfer, Boxer, Sennenhunde und Labradore bei uns im Dorf und haben trotz täglichem Freilauf auch bisher wesentlich weniger Wildschaden angerichtet... nämlich gar keinen.

    Nja, ein Chi ist halt nicht nur ein kleiner, sondern ein extrem kleiner Hund, so wie ne Dogge kein großer, sondern ein extrem großer Hund ist.
    Solche Extreme sind immer schwierig, auch aus gesundheitlicher Sicht.

    Man kann es etwas eingrenzen wenn man einen Kleinsthund aus guter Zucht mit entsprechenden Gesundheitsuntersuchungen und vielleicht eher am oberen Ende der im Standart erlaubten Größen-/Gewichtsgrenzen holt. Aber leichter macht man es sich mMn wenn man einen etwas größeren, aber immer noch kleinen Hund nimmt. Ein paar kg mehr geben schon einen gewissen Bonus an Robustheit auch im Umgang mit anderen Hunden.

    Der hier grad schon genannte Kleinspitz, Tibet Spaniel (einer meiner Favoriten falls es jemals ein Kleinhund werden sollte), Kleinpudel, Shetland Sheepdog, Havaneser, Bolonka Zwetna, Chinese Crested in der behaarten Variante, Zwergschnauzer, Zwergpinscher... das wären so Rassen, die mir als auch noch klein, aber schon mit etwas mehr Substanz einfallen würden und die ich eher als Joggingbegleiter (?) sehen könnte als einen Chihuahua.

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    Kastration gut überlegt und auf den Einzelfall abgestimmt, immer wieder. Kastration, weil man das ja so macht und es so einfach ist, keinesfalls.


    Joa, so seh ich das auch. :gut:

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    Meine Hündin ist nach der ersten Läufigkeit kastriert worden weil sie sofort scheinschwanger wurde und ich aus Erfahrung wusste, dass das immer wieder kommen wird und wie stressig das für alle ist.


    Ja, klar kommt das immer wieder, Scheinschwangerschaft ist ein normaler Teil des Zyklus der Hündin. Das es beim ersten oder zweiten Mal etwas doller auftritt muss nicht heißen, dass das so bleibt - bei vielen jungen Hündinnen sind die ersten Hitzen ein bisschen unreglmäßig und ungewöhnlich, weil sich der Hormonhaushalt erst einpendeln muss.
    Meine eigene hatte auch ihn ihrer ersten Scheinschwangerschaft und NUR in der ersten an den beiden hinteren Gesäugekomplexen jeweils nen Tröpfchen Milch. Seitdem (sie ist jetzt 4,5 Jahre alt) nicht wieder.

    Wobei ich gar nix dagegen sagen will, wenn man sich wegen heftiger Scheinträchtigkeiten zur Kastration entschließt, jedesmal Gesäugeentzündung und Wochenlang kaum fressen und Stofftiere horten + verteidigen ist auch nicht witzig...

    Aber es ist eben nicht so, dass das nach dem ersten Mal so bleiben bzw schlimmer werden muss. Wenn man also tendenziell überlegt die Hündin intakt zu lassen, dann kann man ruhig noch bis nach der zweiten oder dritten Hitze abwarten und gucken wie sie sich entwickelt.


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    Die erste Vaginitis hatte sie bereits - eine häufige Nebenwirkung von Kastrationen von Hündinnen, die noch nicht geworfen haben.


    Hm, eigentlich hat Vaginitis nix mit schon geworfen oder nicht zu tun, sondern mit Kastration vor der ersten Läufigkeit.
    Das deine dann zu denen gehörte die trotz Kastra nach der erste Hitze mal ne Vaginitis hatten, war wohl einfach Pech (und hoffentlich ein einmaliges Ereignis).

    Für mich ist dauerhaft an der Leine führen auch nicht artgerecht.

    Es gibt Notlösungen und Kompromisse. Wenn man nen großes Grundstück und am besten noch Hundegesellschaft hat, wenn man häufig (mehrmals die Woche) eingezäunte Ausläufe aufsucht und dann noch dem Hund anderweitig seinen Anlangen entsprechend beschäftigt, dann mag das angehen.


    Aber ich seh grad in Windhundkreisen manchmal komische Auswüchse (wobei die Mehrheit der Leute auch da ganz normale Hundefreunde sind, die sich bemühen irgendwelche Freilaufmöglichkeiten aufzutun).
    Da haben die Leute dann keinen oder nur einen winzig kleinen Garten, unter der Woche wird nur an der Leine gelaufen und maximal geht es dann am Sonntag auf nen Auslauf wo man 2 Stunden kaffeesüffelnd rumsteht und zuguckt wie sich die Hunde mobben. Also, das ist die Version mit TS-Hund.
    Die Version dieses Besitzertypus die eine Windhund vom Züchter hat geht am Wochenende auf die Rennbahn, ist stolz, dass der Hund "seinen Jagdtrieb ausleben darf" (einmal die Woche, in der Sommersaison... grandios) und findet es gefährlich und verantwortungslos ohne 2 m hohen Zaun abzuleinen.


    Wie gesagt, die meisten sind nicht so. Zwar sieht man auch die in der Öffentlichkeit, überall wo Straßen in der Nähe sind oder in den schönen Feldern und Wiesen wo viele andere Hunde freilaufen oft nur mit Leine, ja. Dann heißt es oft, wenn man die Hintergründe nicht kennt, "Die armen Hunde, die sind ja immer an der Leine!"
    Aber da wird halt oft selber ein Gelände gepachtet, man fragt ob man eingezäunte Industriebrachen nutzen oder nachts auf den Sportplatz gehen kann, man ist vielleicht Mitglied im Rennverein und kann das Gelände auch unter der Woche nutzen, man fährt halt einmal im Tag mit dem Auto wo hin, wo es wildarm ist...


    Letzteres mache ich zur Zeit. Direkt bei mir im und um`s Dorf können meine wegen sehr viel Wild in den Feldern auch nicht freilaufen, also fahre ich fast jeden Tag ein paar km weiter in ein Gebiet wo das geht.
    Mich haben auch schon Leute angesprochen... einmal bei uns im Dorf "Ihr Hunde sind ja immer an der Leine! Das geht doch nicht, die müssen doch auch mal laufen!" und dann da wo wir regelmäßig spazierengehen "Ihre Hunde laufen ja immer nur ohne Leine! Und das bei solchen Jagdhunden. Wie machen sie das, ist das nicht gefährlich!?"

    Meistens waren beide Parteien verwundert, wenn ich erzählt hab, dass beide Eindrücke falsch sind, dass sie weder immer an der Leine hängen oder immer freilaufen.


    Ich bin schon der Meinung, dass man mit den meisten Hunden zumindest eine eingeschränkte Ableinbarkeit erreichen kann.
    Nur wenige Hunde sind so perfekt, dass sie wirklich fast nie ne Leine bräuchten und fast 100% abrufbar wären, aber das Gegenteil, der Hund der auch mit vernünftigem Training niemals ableinbar ist weil er sofort abhaut und jagen geht, das halt ich doch für selten. Meistens liegen sie ja irgendwo zwischen diesen Extremen.
    Grad bei bestimmten Rassen hab ich dieses "Aber einen XY kann man nicht ableinen!" auch oft als Entschuldigung erlebt, den Hund nicht erziehen zu müssen. Die sind dann oft auch allgemein nicht gut erzogen.

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    und die Hunde mit ins Haus nehmen geht gar nicht? :/
    Manchmal wär's so einfach :(


    Ja, das dachte ich auch schon... das wäre echt das einfachste. Und wenn`s nur für ein halbes Jahr bis Jahr wäre, bis das Baby aus dem gröbsten raus ist. Aber Hundehaltung im Haus, wer kommt denn auf solche komischen Ideen? :hust:


    Vielleicht würde es aber doch was helfen, wenn das Veterinäramt mal vorbeiguckt. Die mussen jeder Anzeige nachgehen.
    Erstens, wenn der eine Hund permanent am Bellen ist, dann kann man schon vermuten, dass da was mit Haltung/Auslauf/Beschäftigung nicht stimmt, auch wenn in der Vergangenheit schonmal kontrolliert wurde.
    Zweitens, das Veterinäramt ist zwar nicht für die Lärmbelästigung verantwortlich (das wäre das Ordnungsamt), für artgerechte Haltung aber schon und für Gefährung von unbeteiligten Personen durch Tiere erst recht!!!
    Das Ordnungsamt sollte bei Gefährung von Personen durch Tierhaltung eigentlich auch eine gewisse Handhaben haben.

    Wenn man das alles, die vermutlich irgendwie nicht artgerechte Haltung UND die dadurch entstehende Lärmbelästigung sowie die sich deswegen ergebende Gefährundung für das Kind, in der schriflichen Anzeige vernünftig darlegt, dann sollten die auch was unternehmen können bzw sogar müssen.


    VR100, ich finde, ihr habt das schon ganz gut gemacht bisher. Eigentlich hört es sich für mich an, als seit ihr bisher sehr tolerant mit der Sache ungegangen, bis halt zur Gefährung eures Kindes. Wenn es wirklich alles so ist wie du schreibst (keine Unterstellung, man weiß halt im i-net nicht immer ob einem auch die ganze Wahrheit aufgetischt wird), dann finde ich, dass man euch echt keinen Vorwurf machen kann, dass ihr dieses Haus so gekauft und bisher nichts offizielles gegen den Nachbarn unternommen habt.

    Das Problem was ich wie viele andere auch sehe ist halt, dass es bei jeglichem Rechtsstreit oder amtlichen Verfahren wohl leider dauern wird, bis was passiert. Bis sich dann mal was bewegt, ist euer Kind wahrscheinlich mindestens ein oder zwei Jahre alt und hoffentlich aus dieser kritischen Phase raus. Ok, es wäre auch so ganz gut, wenn Dauergebell und Geruchsbelästigung erledigt wären...
    Dafür habt ihr dann vielleicht aber einen Nachbarn, mit dem ihr eueres Lebens nicht mehr froh werdet und wie ich aus eigener Erfahrung in der Familie weiß ist das alles andere als witzig.
    Aber "wegziehen" ist halt auch einfacher gesagt als getan. Verzwickt.

    Ich wünsch euch jedenfalls, dass es eurer Tochter bald besser geht, egal wie diese Sache nun ausgeht.

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    Mit Sterilisation/Kastration habe ich generell keine Probleme. Nicht beim Hund und auch nicht beim Menschen.


    Du hast kein Problem mit Kastration beim Menschen? Ich hoff das ist bloß unklar ausgedrückt und bezieht sich auf die Sterilisation. :lol:
    Kastration ist ja schon ein recht happiger Eingriff den man beim Menschen nicht umsonst erst als Ultima Ratio macht und danach idR mit Hormonen substituiert.
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    Die beiden Kastraten die ich hab, hab ich auch schon kastriert bekommen (aus dem TS). Sind soweit ich weiß auch beide erst als erwachsene Hunde gemacht worden, keine Frühkastras.
    Ich kann ja nicht sagen, wie sie als intakte Rüden gewesen wären, aber bei der Rasse sind Hypersexualität, Territorialagressionen und Artgenossenunverträglichkeit idR nicht so ausgeprägt und sie sind beide wirklich sehr entspannt mit Artgenossen. Wenn ein erwachsener Rüde kastriert wird, dann legt sich ja grade Artgenossenaggression usw oft nicht so sehr, weil es auch ein erlerntes Verhalten ist. Denke also eher nicht, dass sie da groß Probleme gemacht hätte.


    Probleme mit Gewicht, Fell, Appetit oä haben sie nicht.
    Der eine ist jetzt im höheren Alter ruhig, war früher aber fit und lebhaft. Der andere war schon seit ich ihn hab eher ruhig, aber er hat a) auch noch ein bisschen Arthrose, was das ganz wilde toben eh einschränkt und b) passt das auch irgendwie zu seinem ganzen Charakter, da finde ich jetzt nix pathologisch dran.
    Wenn ich SD testen lassen würde, würde ich vielleicht was finden, aber ohne dass meine Hunde ne wirkliche Symptomatik haben renn ich da nun nicht los... ist ja nicht umsonst so ne Modediagnose.


    Der eine Rüde riecht für manche (längst nicht alle) intakten Rüden sehr attraktiv, zu dem Punkt, dass sie teilweise meine läufige Hündin stehengelassen haben um ihn zu bespringen oder uns nachgelaufen sind als hätten wir ne heiße Hündin dabei obwohl mit der Dame nix los war. Das gab natürlich Stress.
    Es ist abgeklärt von wegen Tumoren, Analdrüsenentzündung und so weiter, es wurde nix gefunden.
    Aber ich weiß ja nicht, ob das vor der Kastra bei ihm vielleicht auch schon so war, hab das auch bei intakten Rüden schon erlebt.


    Auch wenn es mir keine offensichtlichen Nachteile eingebracht hat:
    Ich hätte gern die Chance gehabt, das selber zu entscheiden und finde es unmöglich, dass einem als Käufer eines TS-Hundes praktisch ein Misstrauensvotum ausgestellt wird, dass man mir zwar soweit traut, mir den Hund zu geben, aber nicht soweit, nicht mit ihm zu züchten wenn ich das unterschrieben hab.
    Und ja, ich kenne die ganze Argumentation warum im TS kastriert wird, kann sie in bestimmten Situationen auch nachvollziehen, aber in vielen eben auch nicht.
    Ist für mich auch ehrlich gesagt ein Grund, warum der nächste Hund wahrscheinlich wieder vom Züchter kommen wird, auch wenn ich nicht völlig ausschließen würde nochmal einen schon kastrierten TS-Hund zu nehmen wenn denn sonst alles passt.


    Hund Nr. 3, Hündin, ist und bleibt unkastriert, solange es keinen medizinischen Grund gibt.

    Sie wäre wahrscheinlich nicht eingezogen, wenn die beiden Jungs intakt gewesen wären, weil ich zu dem Zeitpunkt keine Möglichkeit zum trennen gehabt hätte. Das wäre aber auch nicht schlimm gewesen, ich bin nicht auf ein Geschlecht festgelegt, ich mag beide. Dann wäre es halt ein Männerhaushalt geblieben, so hatte ich die freie Wahl.
    Ist für mich aber weder ein Vor- noch ein Nachteil, sonder einfach ne Tatsache.

    Sie ist vom Verhalten eher so eine Hündin, die man nicht umbedingt kastrieren will, ist manchmal recht "rüdig", kann auch außerhalb der Läufigkeit eh schon zickig und "dominant" mit anderen Hunden sein, was sich ja oft nach der Kastra noch verschärft. Außerdem ist sie gegenüber Menschen und in neuen Situationen eher schissig, was ja auch nach Kastra schlechter werden kann. Ihre Läufigkeiten und Scheinschwangerschaften sind völlig unkompliziert.


    Joa... also, ich bereue vor allem, dass ich bei meinen Jungs nie sehen konnte, wie sie unkastriert waren und dass ich es nicht selber entscheiden konnte, weniger die jetzt nunmal bestehenden Fakten.