Beiträge von Marula

    Bedlingtons:
    Soweit ich weiß gibt es für die seltsame Schur mit Hammerkopf und Ohrbömmeln keinen Grund. Arbeitsbedlingtons sind einfach overall struppig und je nach Bedarf mehr oder weniger kurz. Das arbeitende Volk hat auch je nach Linie keinen oder kaum Rundrücken.

    Ich find die durchaus hübsch.
    http://www.anglebooks.com/shopimages/isbnc/0953364828.jpg
    http://www.anglebooks.com/shopimages/isbnh/9781846890970.jpg
    http://lh5.ggpht.com/--gAT1B8mnn8/U….jpg?imgmax=800
    http://slatestonebedlingtons.com/page17.htm

    Zitat

    Hab hier noch einen Whippet in einer Farbe die ich vorher noch nie bei einem Whip gesehen hab:
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid…&type=1&theater
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid…&type=3&theater


    Ja, der sieht in der Tat außergewöhnlich aus.
    Wahrscheinlich eine Art "Saddle-Tan", also sowas wie Black & Tan nur soweit aufgehellt, dass nur noch ein Sattel auf dem Rücken überbleibt. Wie bei manchen Meutehunden, Beagel und Foxhound zum Beispiel.
    Und dann halt dadrauf noch Dilution, blaue Decke statt schwarz.

    Scheint super selten zu sein, aber durchaus bei reinrassigen Whippets vorzukommen, siehe hier:
    http://bellsouthpwp.net/d/d/ddoggone/H…d.html#PERSONAL und dann ein Stück runterscrollen zu "A-Locus" und dann "a(s) Saddle marking".
    Oder gleich in groß:
    http://bellsouthpwp.net/d/d/ddoggone/H…s/A-saddle.html

    Zitat


    Vermutlich. Möglicherweise. Vielleicht. Die Galgos und Greys die ich kenne (etwa ein Dutzend Galgos und ne Handvoll Greys) laufen offline gut. Gerade, wenn Frauchen beim reiten nicht an Ort und Stelle steht und Schwätzchen hält würden die zumindest gucken, dass sie ja nicht verloren geht. Aber ob das auf jedes Exemplar so zutrifft kann ich natürlich nicht voraussagen.


    Meine Greys laufen auch viel frei und hören auch recht gut, aber eben nicht überall und nebenbei, sondern in passendem Gelände und wenn ich mich auf sie konzentrieren kann.
    Einfach so entspannt durch Feld, Wald und Wiesen reiten, der Hund läuft frei mit und hin und wieder taucht mal Wild auf, wie das halt beim ausreiten so ist (zumindest war`s bei mir so als ich noch geritten bin, da sind immer mal wieder Hasen auf dem Feldweg vor uns aufgesprungen oder es haben Rehe den Weg überquert)... nee, sorry, das kann man meiner Meinung nach vergessen, da ist jeder normale, rassetypische Greyhound oder Galgo erstmal weg.

    Mit den üblicherweise an Pferdeställen frei rumlaufenden Katzen könnte das auch ein böses Ende nehmen - meine halten zuhause, drinnen, mit den eigenen Katzen auch Burgfrieden, trotzdem würden sie draußen Katzen jagen. Ich kenn genug Windhunde (einschließlich Greys und Galgos) die zuhause friedlich mit der eigenen Katze auf dem Sofa rumgammeln, aber draußen schon fremde Katzen getötet haben.

    Zitat


    einen galgo aus einer nothilfe und auf pflegestelle kann man sicher auch von dort gut beurteilen. läuft so ein hund auf der pflegestelle offline, würde ich mir so einen hund auch ernsthaft überlegen.
    die rhodesian´s (wir haben 2 auf dem hundeplatz) sind nicht unbedingt langstreckenläufer...


    Galgo und Greyhound sind auch alles andere als Langstreckenläufer.
    Greys oder Galgos die auf der Pflegestelle "offline" laufen können findet man wie Sand am Meer, das ist bei vernünftiger Auswahl des Freilaufgebietes und ein bisschen haushaltsüblicher Erziehung kein Kunststück. Welche die einem flüchtenden Hasen nur hinterhergucken kann man lange suchen.

    Ein Reitbegleithund darf aber entweder gar nicht erst zum jagen ansetzen, oder er muss so gut im Gehorsam stehen, dass er sicher vom Wild abrufbar ist, und DAS wird man bei den genannten Rassen nur in seltenen Ausnahmefällen erreichen.
    Halte ich alles in allem also für einen unpassenden Vorschlag.

    Von Podecos und Podencomixen würde ich mich in dem Zusammenhang auch tunlichst fernhalten (ebenso wie von Schweißhunden und Ridgebacks, aber die Baustelle überlass ich mal anderen...).


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    Ist es denn eurer Meinung nach sinnvoller einen Welpen oder einen von der Nothilfe mit Vllt 1-3 Jahren zu nehmen?
    Ich selbst bin eben jemand, der gerne das aufwachsen miterlebt und den Hund gerne nach meinen eigenen Vorstellungen und Kommandos erziehen will und bei einem älteren hab ich eben Bedenken,
    Dass dies nicht mehr möglich ist?!


    Man kann in der Regel auch ältere Hunde noch gut erziehen und sie binden sich auch ebenso intensiv wie ein Welpe an den neuen Besitzer.
    Ein Welpe kann das erste Jahr noch gar nicht richtig am Pferd mitlaufen (oder zum joggen mitkommen oder am Rad laufen...) und sollte erst am dem vollendeten zweiten Lebensjahr voll belastet werden, also z.B. mit mehrstündigen Touren.
    Das wären also Punkte die für einen erwachsenen Hund sprechen.


    Andererseits wollt ihr ja viel von dem Hund. Ein Hund, der mit zum Stall soll und da frei mitlaufen soll während du mit dem Pferd zugange bist, muss verträglich sein mit fremden Hunden, anderen großen und kleinen Tieren und mit fremden Menschen einschließlich Kindern. Er muss von selbst in der Nähe bleiben und darf nicht einfach mal auf eigene Faust spazierengeht wenn du ihn nicht im Auge hast.
    Wenn er am Pferd mitlaufen soll, dann darf er entweder gar kein großartiges Interesse am jagen haben oder er muss sehr gut erziehbar sein (und muss dann auch noch erzogen werden). Auch bei den Austritten muss er verträglich mit Fremdhunden sein und muss gehorsam genug sein, dass man ihm trauen kann z.B. bei einer Straßenüberquerung im Sitz zu warten und erst auf Kommando loszulaufen.
    Und das alles ohne irgendwelche Kapriolen, ohne hinterfragen und testen, weil das einfach nicht geht wenn man sich aufs Pferd konzentrieren muss.


    Für mich hört sich das eher nach Welpe an.
    Nimm einen von einem Züchter der schon gute Vorarbeit geleistet hat was die Sozialisation angeht und wo die Eltern auch einen entsprechenden Charakter haben, vielleicht sogar ähnliche Sachen machen wie du sie dir mit deinem Hund vorstellst.
    Dann hast du die ersten 1-2 Jahre Zeit, da drauf aufzubauen, ihn schonmal mit zum Stall zu nehmen und da dran zu gewöhnen sowie eine ordentliche Grunderziehung zu machen (Abruf, Gehorsam an Wild und unter sonstiger Ablenkung).

    Man kann bestimmt auch nen passenden erwachsenen Hund finden, so ist`s nicht. Gibt`s sicher immer wieder.
    Ich persönlich würde in der Situation aber eher nen Welpen nehmen.


    Rasse... weiß nicht. Wir hatten bei uns am Stall diverse Hütehunde und Hüti-Verschnitte die teilweise sehr gute Stall- und Reitbegleithunde waren. Aber da müssen die jeweiligen Rassekenner was zu sagen.

    kaham: Ich will jetzt nicht so viel zitieren, sonst zieht sich das so lang. Du hast wohl deine Erfahrunge gemacht und ich meine, so ist es halt, mein ich auch nicht sarkastisch oder so.


    Als Beispiel, weil du richtigerweise erwähntest, dass manche Hunde auch nicht gern Geschirr oder Mantel anhaben:
    Mein Opahund mag auch nicht gern Mantel tragen, er bewegt sich damit nicht so frei. Musste er sein Leben lang auch nicht. Inzwischen ist er alt und etwas anfällig, trägt trotzdem immer noch nicht gern Mantel... aber das schert mich nicht weiter.
    Er findets vielleicht nicht so toll, aber wirklich leiden tut er da wohl kaum drunter und ich finde der Nutzen überwiegt bei weitem die Kosten.

    So ist`s mit dem Maulkorb für mich auch.
    Die Einschränkung und Gefahr für den eigenen Hund halt ich für absolut erträglich und vor allem ab dem Moment, wo ich wirklich Bedenken hab das ein anderer Hund von meinem übel zugerichtet wird (und wirklich erst dann, wie gesagt, ich red nicht von mal nem Abwehrschnapper mit nem kleinen Löchlein), für angemessen bzw zumutbar.
    Wenn`s sich um Menschen handelt die zu schaden kommen könnten statt anderer Hunde, dann umso mehr.

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    Wie gesagt, einzig und allein stört mich persönlich nur die Einstellung von vielen: Meiner beißt und das ist sein Recht, ich ändere nichts daran. Sollen die anderen uns fern bleiben.....oder halt gebissen werden...


    Das ist mir auch auch schon einige Male begegnet und ich kann`s ebenfalls nicht so recht verstehen.

    Ich mag zwar nicht alle Hunde gleich gern (de facto würde ich den Großteil aller Hunde die ich kenne nicht geschenkt haben wollen :hust: ), aber ich will auch nicht, dass ihnen was passiert.
    Viele Hunde sind vielleicht irgendwie nervig, aber wirklich gefährlich ist kaum einer, und so oder so sind sie ALLE nicht Schuld wenn sie inkompetente Besitzer haben.

    Im umgekehrten Fall, falls mir meine Hunde mal durch die Lappen gehen würden und zu nem anderen Hund hinflitzen (was seit Ewigkeiten nicht mehr passiert ist), wäre ich jedenfalls auch echt dankbar, wenn der andere Hundebesitzer seinen gesichtert hat, falls es denn so ein Kandidat ist der gleich richtig zulangt.


    Und zu guter Letzt ist da ja noch der rechtliche und uU finanzielle Aspekt. Letzterer ist vielleicht nicht ganz so schlimm, ich geh mal davon aus, dass die meisten ne Haftpflicht haben.
    Rechtlich sieht es sicher je nach Situation, vielleicht auch nach Bundesland usw verschieden aus, da kenne ich mich nicht detailliert aus.
    Was man aber als Halter des den Schaden verursachenden Hundes immer erstmal am Hacken hat, ist der teils recht langwierige Ärger mit dem Amt und/oder vor Gericht. Und man ist auf dem Ordnungsamt und/oder Vetamt erstmal aktenkundig in Zusammenhang mit nem Beißvorfall.
    Lass da später nochmal was sein (und sei es nur, dass der Hund nen Jogger angesprungen hat oder sowas) und es heißt ganz schnell: "Aha, der Hund von Frau Soundso war in 2009 schonmal in einen Vorfall verwickelt, das gucken wir uns jetzt mal genauer an".
    Das würde ich vermeiden wollen wenn`s geht.

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    Es wird aber in diesem Thread darauf gedrungen, dass der Beißer noch mehr, als mit einer Leine gesichert sein muss, damit niemals was passieren kann, aber bei denen, die reindonnern, ist es einfach dumm gelaufen.


    Das seh ich nicht so. Ich seh die Leute mit dem freilaufenden Hund schon eindeutig mit in der Verantwortung.
    Das entbindet mich aber nicht von der meinigen.


    PS: Das mit dem "Wer hat denn hier schonmal länger eine Hund mit Maulkorb geführt?" war nicht gemeint im Sinne von "Ihr habt ja alle gar keine Ahnung!" :D , sonder wirklich eher, weil ich die Bedenken was eingeschränkte Kommunikation und Wehrlosigkeit betrifft so gar nicht teile und es mich interessiert hat, ob das auf persönlicher Erfahrung beruht oder auf Vermutung.

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    Oh man, mich beschleicht bei erschreckend vielen Kommentaren zum Thema "freundlich anrennender Hund", die Befürchtung, dass tatsächlich mehr Hunde einen an der Klatsche haben, als ich bislang dachte. Ein Hund, der andere nicht mag, ist unnormal, aber ein Hund, der sich wie Bolle so über jeden anderen Hund freut, dass er sich manchmal einfach nicht zurückhalten kann (Welpen mal ausgenommen), der soll normal sein?


    Nja, einfach nicht mögen, dann grantig werden, ordentlich Getöse machen und mal nen Schnapper... hab ich null gegen einzuwenden, finde ich völlig normales Hundeverhalten. Wenn`s bei sowas mal ein kleines Loch oder ne Schramme gibt, gut, soll nicht umbedingt sein, aber kann in der Hitze des Augenblicks schonmal passieren.
    Könnte bei meinen auch passieren wenns richtig doof kommt und ich denk davon können sich die wenigsten Halter freisprechen, es sind schließlich alles Tiere. Wenn man das Restrisiko ganz vermeiden wollte, müssten ALLE Hunde Maulkorb tragen...
    Ich bin echt weit entfernt von "Alle müssen sich liebhaben und wer knurrt oder gar mal schnappt ist ein asozialer Beißer!"


    Mir gehts wirklich nur drum, wenn der eigene Hund bei nem villeicht doof & distanzlos, aber ohne böse Absicht rankommenden Hund ohne langes Prozedere sofort an`s eingemachte geht. Das finde ich tatsächlich nicht normal und geht für mich über "mag halt andere Hunde nicht" weit hinaus.
    Wahrscheinlich gibt`s dafür gute Gründe, der Hund ist seltenst "Schuld", aber das ist dann ja in dem Moment wo`s schon soweit ist egal. Das gehört dann meiner Meinung nach einfach mit Maulkorb gesichert weil sowohl ich als auch andere Leute einfach nur menschlich sind und Fehler jedem mal passieren.

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    Hat eigentlich jemand von euch schonmal länger nen Hund mit Maulkorb geführt?
    Ich hab das wie gesagt über ein Jahr lang gemacht. Für den Hund ist ein gut passender und vernünftig eingewöhnter Maulkorb meiner Meinung nach keine besondere Belastung. Ähnlich wie ein Geschirr oder Mantel würde ich sagen.

    Ich konnte auch nicht feststellen, dass andere Hunde darauf mit Kommunikationsproblemen oder sonstwie irritiert reagiert haben. Ehrlich gesagt haben andere Hund darauf gar nicht für mich merklich reagiert.
    Mein Gott, Hunde kommen damit klar, dass ihre Artgenossen Schlappohren statt Stehohren haben, dass die Gesichtsmimik unter Fell verschwindet oder von Falten, Schlabberlefzen und seltsamen Kopfformen verfälscht wird, dass manche Hunde Gehwarzen statt Beine haben, das manche Hunde gar keine Rute haben... Körpersprache ist mehr als nur Gesichtsmimik und ein Maulkorb überdeckt diese ja auch nicht völlig.
    IDEAL ist sicher der Hund mit möglichst unverdecktem wolfsähnlichem Gesicht und Körperbau, aber das trifft nun auch ohne Maulkorb auf so viele Rassen nicht zu und trotzdem nehmen Hunde sich in der Regel nicht kompromisslos auseinander.


    In der Maulkorbzeit hab ich noch in der Stadt gewohnt und bin zwangsläufig (da kein Auto) immer in ziemlich belebten Hundeauslaufgebieten gegangen. Auch bei uns im Viertel hatten trotz Straßenverkehr viele Leute ihre Hunde nicht angeleint.
    Es mag vielleicht angehen, dass man auf dem Land Hundebegegnungen weitesgehend vermeiden bzw kontrollieren kann, das man ausweicht. Wenn es nur wenige Begegnungen sind, dann ist es sicher auch ganz gut machbar, seinen Hund immer nur mit HB und Leine unter Kontrolle zu halten. So wie ich jetzt wohne könnte ich mir das auch vorstellen.

    Nun geh aber mal in der Stadt auf dem Bürgersteig lang und aufeinmal kommt von der anderen Straßenseite her ein 20 cm Hündchen zwischen zwei parkenden Autos hergeschossen (Besitzer 30 m weit weg auf der anderen Straßenseite) und wirft sich deinem Hund sozusagen direkt zwischen die Füße.
    Oder geh abends die letzte Runde durch den Park, Straßenlaternen schon aus, und plötzlich kommt von hinten so ein "Überfall".
    Das sind keine seltenen Ereignisse gewesen, sondern fast tägliche Vorkommnisse. Teilweise kam ich keine 10 m von der Haustür weg ohne das der Jack Russel von den Nachbarn angezischt kam, und das trotz mehrmaliger Gespräche mit den Leuten.
    In vielen Fällen wäre ich auch ohne Maulkorb schnell genug gewesen, in anderen nicht, weil, siehe oben: Menschliches Versagen.
    Je öfter man solche Situationen hat, desto größer auch die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann doch mal schief geht.


    Die Angst, dass der eigene Hund mit Maulkorb zum wehrlosen Opfer wird, kann ich nicht nachvollziehen. Wie gesagt, jahrelang in einem städischen Gebiet mit extrem hoher Hundedichte gelaufen, und selten mal eine brenzlige Situation oder Hunde die irgendwie nicht ganz koscher waren erlebt. Dafür natürlich massenhaft mehr oder wenige renitente Hallo-sager.
    Andere mögen andere Erfahrungen gemacht haben, aber ich hab bisher nur sehr wenige wirklich ernstlich gefährliche Hunde getroffen und davon lief keiner frei im Park rum.

    Ein Hund der aus gutem Grund nem Maulkorb trägt, der wird ja auch nicht irgendwo in weiter Entfernug rumgondeln, sonder der ist bei mir. Normale "Tutnix"-Begegnungen kann ich dann durchaus managen, ohne dass mein Hund in die Situation kommt, sich seiner Haut wehren zu müssen.
    Mit dem meiner Erfahrung nach ziemlich kleinen Risiko, dass da jetzt wirklich DER Psychokiller ankommt, der mein armes gehandicaptes Wauzi auseinandernimmt, kann ich mich abfinden.


    Von anderen Leuten hab ich in dem einen Jahr bei hunderten von Hundebegegnungen ganz verschiedene Reaktionen erlebt.

    Manche haben ganz große Augen gekriegt, ihren Hund schnell eingesammelt/rangerufen und mitsamt ihren Kindern die Straßenseite gewechselt, denn wie jeder weiß sind Hunde mit Maulkorb besonders gefährlich. ;)
    Manche haben nachgefragt warum, weshalb, wieso, dann hab ichs erklärt und man hat halt die Hunde entsprechend zusammengelassen oder auch nicht.
    Manche haben doofe Kommentare abgelassen, weil man den armen, offensichtlich total lieben Hund mit dem Maulkorb quält.
    GAR NICHT erlebt hab ich aber "Ach, der hat nen Maulkorb auf, dann kann meinem ja nix passieren - geh fein mit dem spielen Bello, auf ihn mit Gebrüll!"


    Für mich war es ein wesentlich entspannteres Trainieren da ich wusste, dass es so schnell nicht zum Supergau kommt, auch wenn mir mal nen Fehler passiert.

    Vielleicht auch deswegen, weil meine eigene Erfahrung damit durchweg undramatisch und positiv ist, kann ich das Drama da drum schlicht nicht verstehn. Für mich ist es einfach ein nützliches Trainingswerkzeug.

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    Und wenn`s euch momentan echt nur drum geht, das ein Hund in ner doofen Situation ausnahmsweise mal gezwackt hat, dann verbuch ich das unter "doof gelaufen, Lernerfahrung", mache so einen Fehler hoffentlich nicht wieder und bestelle weder nen Hundepsychologen mit Problemhunderfahrung zur mehrstündigen Verhaltensanalyse im Stuhlkreis, noch kriegt der Hund deswegen gleich nen Korb aufgesetzt. :roll:
    Man kann aus ner Mücke auch nen Elefanten machen.

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    D'accord (auch wenn die meisten HH ihren Hunden dieses Recht ausdrücklich absprechen, und für den Hund entscheiden). Freundlich sein muss man da nicht mehr. Aber ist es angemessen, dem zu nahe gekommenen Menschen gleich ein langes Messer in den Bauch zu rammen?

    Wohl eher nicht. Genausowenig ist es für den Hund angemessen, gleich massiv zuzubeissen. Ich bin ehrlich entsetzt, dass es Leute gibt, die das für gerechtfertigt halten. Unbedarft-freundlich-aufdringlicher Hund kommt dem eigenen zu nahe, dieser stürzt sich auf ihn und zerbeisst ihn = ganz normale, entschuldbare Reaktion, kein weiterer Sicherungsbedarf für eigenen Hund, zerbissener Hund trägt alle Schuld?!? Ja Hallo, geht's noch?


    Jup, das seh ich ebenso wie naijra.

    Gar kein Problem wenn ein Hund nem distanzlosen Tutnix mal ordentlich die Meinung geigt, auch kein Problem wenn dabei mal nen Büschel Haare fliegt oder es ne kleine Schramme gibt. Und erst Recht kein Problem, wenn ich als Besitzer den fremden Hund verscheuche.
    Hätte auch kein Problem mit sowas, wenn meine eigenen Hunde mir aus der Hand gehen und woanders so ein "warmes Willkommen" abkriegen würden, würde mich entschuldigen dass mein Hund jemandem lästig geworden ist und fertig.
    Das ist für mich, als würde ich dem oben erwähnten aufdringlichen ekligen Typen (ganz sexistisch nehm ich jetzt hier mal an, dass es ein Typ ist... :D ) eine klatschen und im Notfall die Polizei rufen.

    Aber wenn ich weiß, dass mein eigener Hund bei ner überschwenglichen Annäherung, ein bisschen Geprolle eines anderen Hundes oder in anderen Situationen die man im Alltag leider nicht immer komplett vermeiden kann, gleich blutigen Ernst macht (sozusagen das Messer rausholt), dann wär es für mich gar keine Frage, dann kommt da ein Maulkorb drauf.
    Mein Hund, meine Verantwortung, mein Arsch der im Zweifelsfall vor Gericht sitzt. Selbst wenn man formal Recht bekommt, davon kann man sich auch nix kaufen. Außerdem möchte ich auch ganz einfach nicht, dass andere Hunde durch meinen zu Schaden kommen, so von wegen "Was du nicht willst, dass man dir tu..."


    Und ich rede nicht nur so daher, ich hatte die Situation schon, einer meiner Hunde ist ein gutes Jahr nur mit Maulkorb vor die Tür gegangen. Hatte übrigens auch nie das Gefühl, dass er zum armen Opfer wird nur weil er sich jetzt nicht mehr wehren könnte wenn ein anderer ihn angeht.
    Das können Hunde auch anders regeln (gibt ja noch ein paar Stufen bevor die Zähne zum Einsatz kommen) und ganz nebenbei bin ich ja auch noch da. So viele Psychohunde die einen in Beschädigungsbasicht anfallen gibts ja zum Glück nicht und mit den üblichen Rotzlöffeln werd ich grad noch fertig. ;)


    EDIT: Ich glaub es scheitert hier ein bisschen an verschiedenen Ausgangspositionen/verschiedenem Verständnis des Thread-Themas?
    Wenn der Titel lautet "Hunde, die beissen", dann geh ich auch von Hunden aus, die ohne langen Prozess richtig herzhaft zufassen und nicht von welchen, die mal in äußerster Bedrängnis ein bisschen warnschnäppeln. :hust:

    Mal von dem Grund-Horror, der der Verzehr von Hundefleisch aus rein emotionalen, rein subjektiven Gründen für mich ist, gehts in den Artikel ja noch um andere Sachen.

    Unter anderem darum, dass viele der Hunde für den Fleischhandel wegen dem großen Bedarf anderswo gestohlen werden, teilweise in Landesteilen oder sogar im benachbarten Ausland, wo der Verzehr von Hundefleisch keine Tradition hat, geklaut werden, und teilweise tragen sie bei der Schlachtung noch die Halsbänder der alten Besitzer.
    Irgendwo in dem Artikel ist auch ein Link zu einem Vorfall, wo ein Mob aus wütenden Dorfbewohnern Hundediebe zu Tode geprügelt hat, was wohl, wenn das was da geschrieben stimmt, auch nicht das erste und einzige Mal passiert sein soll.
    Ok, vielleicht wollten sie die Hunde später selber essen oder hätten sie gerne für gutes Geld als Schlachttiere verkauft, waren also eher über den materiellen Verlust als über den Zweck des Diebstahls empört. Aber die Legalität scheint durchaus ein Problem zu sein.


    Beim ersten Durchlesen etwas seltsam fand ich die Einstellung des Mannes der in einem Restaurant interviewed wurde und der sagt, er hätte selber Hunde als Haustiere zuhause, das wäre ein bisschen komisch, aber im Grunde wäre es ihm egal, dass er hier grade anderer Leute Hunde isst, weil: Sind ja nicht meine!

    Dann fiel mir aber die Parallele zu Pferden ein. Ich mag Pferde, bin lange selber geritten. Ich glaub meine Reitbeteiligungspferde hätte ich nicht essen wollen, weil ich zu denen ja eine persönliche Beziehung hatte. Ein altes Pferd was dessen ganzes Leben lang gute Dienste geleistet hat und nun nicht mehr kann, würde bei mir auch immer sein Gnadenbrot kriegen, solange das bei guter Lebensqualität und ohne besonderen Aufwand möglich ist.

    Aber fremde Pferde? Hab kein Problem damit wenn die zum Metzger gehen, wenn`s denn nicht grade der Lebendtransport nach Italien ist.
    Pferde hatten und haben für mich eben mehr einen Nutztier-Status als einen Haustier-Status. Ich würde immer zusehen, dass sie gut gehalten werden, aber ich find`s z.B. nicht moralisch verwerflich, ein nicht mehr reitbares Pferd halt einer Nutzung als Lebensmittel zuzuführen statt es für teuer Geld noch für Jahre, uU für Jahrzehnte, zu halten.


    Tja, ich weiß nicht. Ich könnt weder Hund noch Katze essen solange ich nich kurz vor dem Verhungern stehe. Bin auch nicht neugierig, genausowenig wie ich neugierig bin ob Mensch wirklich wie Hühnchen schmeckt (vermute ja mal eher wie Schwein...). :D
    Aber mir ist schon klar, dass das ein kulturelles und emotionales Ding ist und nix was man logisch begründen kann.

    RoccoderBub: Du kannst auch mal bei Voordewindhond gucken, http://www.voordewindhond.eu/en/ .
    Die haben auch immer mal wieder Whippets und Whippet/Grey-Mixe (die sind in den Niederlanden recht beliebt, deswegen sieht man die in letzter Zeit ab und an mal im TS).

    Ansonsten stimmt es schon, dass die Whippets momentan so ein bisschen am boomen sind. Das heißt leider auch, dass immer mal wieder welche unüberlegt angeschafft werden und auch der eine oder andere ohne Papiere geboren wird. So einige davon finden sich später auf DHD, ebay-Kleinanzeigen und ähnlichen Plattformen wieder.
    Dass du keinen Welpen "aus liebervoller Aufzucht, ohne Papiere" kaufen solltest ist ja klar... aber ab und an gibts in dieser Verkaufsportalen mal Whippets die sind dann vom neuen Besitzer Platz vor Preis abzugeben. Da kann man durchaus mal ein Auge drauf halten.


    Was du auch machen kannst: Dich in verschiedenen Windhundforen (gibt auch ein extra Whippetforum, hab aber kA wie aktiv das ist) anmelden, mal ein bisschen mitlesen, dich vorstellen und deinen Wunsch nach nem Whippet aus zweiter Hand äußern. Vielleicht weiß ja jemand was. Und wenn nicht sofort, dann ergibt sich vielleicht was.
    Gibt bestimmt auch ne deutsche Whippetgruppe auf facebook, falls du da bist.

    Zitat

    Rein zufällig hab ich mich gestern Abend mal mit der Problematik der Greyhounds aus Irland beschäftigt. Die werden da für Hunderennen gezüchtet, die den Wettbüros Millionen einbringen.

    Sobald sie´s nicht mehr bringen werden die eingeschläfert, (ca. zehntausend pro Jahr) nur wenige kommen davon, und nach Deutschland...sind dann schwer vermittelbar, weil sie nicht nur körperlich angeschlagen, sondern auch so konditioniert sind, dass sie auf kleine puschelige Hunde los gehen...wie beim Rennen auf die vermeintliche Beute...
    und das mitten in Europa!
    Da wär´s mir lieber, wenn mal drüber nachgedacht würde, die Hundewetten so krass zu besteuern, dass der Lebensabend der Tiere daraus finanziert werden kann, und zwar im Herkunftsland...als dass man einige wenige ´rettet´.
    Tierschutz im eigentlichen Sinne ist das nämlich nicht. Für mich fängt Tierschutz mit der Legislative und einer konsequenten Umsetzung im Herkunftsland an.


    Fast alle der paar Organistaionen die in Deutschland Hunde aus dem UK oder Irland übernehmen, arbeiten mit Organisationen dort zusammenarbeiten, die genau daran arbeiten:
    Das Image der Greys dort zu verbessern um sie vor Ort besser vermittelbar zu machen, die Öffentlichkeit im eigenen Land für das Thema zu sensibilisieren, die Gesetzgebung im Herkunftsland ändern und (soweit es geht) mit den Verantwortlichen in der Rennidustrie zusammenarbeiten um direkt da anzusetzen wo das Problem beginnt.

    Die Übernahme und Vermittlung von Hunden hier ist einfach eine kurzfristige Entlastung für die Tierschützer in Irland und England, weil sich die Probleme da nunmal nicht über Nacht lösen lassen, auch wenn sich in den letzten 10 Jahren oder so schon viel getan hat. Niemand denkt, dass das die Lösung ist, aber wenn`s da Hunde gibt und hier eine gewisse (kleine) Nachfrage nach diesen Hunde, dann passt das für mich schon den einen oder anderen rüber zu holen.

    In der Regel entscheidet man sich für einen Greyhound ja nicht mal eben aus ner Laune raus, die kriegt man nicht an jeder Straßenecke hinterhergeworfen (die Vermittlungszahlen in D dürften jährlich im niedrigen dreistelligen Bereich liegen) und die meisten Orgas die hier in Deutschland arbeiten vermitteln mMn auch recht seriös.
    Ausnahmen bestätigen die Regel, wie immer und überall...


    Das ist finde ich auch ein recht anschauliches Beispiel dafür, dass es "den" Auslandtierschutz und "den" Auslandshund nicht gibt. Die Greyhoundszene ist ein Nieschenmarkt und in einigen Aspekten auch wieder recht unterschiedlich von den spanischen Windhunden.
    Und das ist beides wiederum ganz was anderes als die Vermittlung von osteuropäischen Straßenhunden oder italienischen Settern oder ausgedienten Vermehrerhündinnen aus belgischen Zuchtfabriken oder, oder, oder...