Beiträge von Marula

    Ich hatte es ja weiter vor schon geschrieben, bei uns sind die Kurznasen weiterhin gut im Trend. In meiner Jugend kannte ich den Mops und die Englische Bulldogge nur aus Hundebüchern, die Französische Bulldogge gar nicht.
    Jetzt haben wir in der weiteren Nachbarschaft (in nem Neubaugebiet auf'm Dorf in ner ländlichen Gemeinde) 2 Möpse und eine Englische Bulldogge und vorgestern beim Stadtbummel (kleine Kreisstadt eines ländlichen Kreises) hab ich 3 Frenchies und 2 Möpse gesehen.

    Sonst halt die Dauerbrenner Labrador, Golden Retriever, Jack Russell und Schäfer(mix), häufig sieht man auch Westies, wobei das ein bisschen abnimmt, und seit einigen Jahren (ungefähr parallel zu den Kurznasen) Aussies, davon weit über 50% in Merle.

    Mein Lawrence (Greyhound und ein Schuss Saluki) war als jüngerer Hund auch so. Immer im Trab unterwegs und im Freilauf meist um die 20 m voraus. Aber weniger aus Jagdmotivation als aus Bewegungsdrang, Trab war einfach seine normale Gangart, am Rad konnte er endlich mal ein "normales" Tempo laufen.
    Inzwischen ist er da zu alt für und bummelt nur noch im Schneckentempo.

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    Hast du die Beiträge vorher gelesen? In den Gewöllen des Uhus findet man sehr wohl größere Beutetiere.


    Betonung auf "anderen". Einer der Beiträge, die drauf hinwiesen, dass Uhus durchaus auch Tiere bis etwas Katzengröße nehme, war von mir. ;)


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    Wegschleppen müssen die ihre Beutetiere gar nicht.
    Junge Gämsen werden zum Beispiel regelmäßig von Steinadlern getötet. Die Gämsen werden nicht weggetragen, sondern im Flug die Klippe hinuntergerissen.
    Vor einiger Zeit gab es auch mal einen Bericht, dass ein Schäferhund von einem Steinadler auf diese Weise gerissen wurde. Klar, das kommt nicht allzu oft vor, normaler Weise reißen Raubvögel eher kleinere Tiere, aber sie sind durchaus auch in der Lage, große Tiere zu erlegen.


    Ja, und wie viele Steinadler haben wir so in Deutschland? Das die eventuell einem größeren Tier gefährlich werden können weiß ich, aber momentan ist es einfach so, dass man sich freuen kann, wenn man überhaupt einen sieht, und die sich auch nicht freiwillig in die direkte Nähe von Menschen begeben, wo sich gassigehende Hunde ja meistens aufhalten.

    Und nein, Bussarde und Milane sind defintiv nicht kräftig geung um einen Kleinhund der größer ist als ein Teacup Chihuahua oder Miniminimini-Yorkie ernsthaft zu verletzen und werfen auch keine Hunde von Felsvorsprüngen. Nen Habicht könnte einem kleinen Hund von der Kraft des Griffes her was machen, die werden ja uU auch mit nem Hasen oder Fasan fertig. Aber auch da kann man froh sein, wenn man einen draußen sieht, die leben so heimlich und sind so scheu. Die leben hier seit ewigen Zeiten mit Menschen samt Hunden zusammen, jagen oft genug in unseren Gärten (und Hühnerhöfen) und es wär mir nicht bekannt, das die als Hunde- oder auch nur Katzenkiller in Erscheinung getreten wären. Die einzigen Verletzungen von Hunden durch Habichte die ich kenne, waren Falknerhunde.

    Ich mein, es gibt reale Gefahren, und es gibt Hysterie. Sich auf dem Spaziergang vor Bussarden und Milanen zu fürchten, fällt für mich unter letzteres.

    Ich weiß nicht, bei den anderen einheimischen Greifen hätte ich wenig Bedenken. Ich mein, Steinadler und Seeadler sind ja nun noch seltener als der Uhu und die anderen fliegen vielleicht mal an, ja, z.B. aus Reviergründen (da fliegen sie ja auch immer mal wieder Jogger oder Reiter an) aber kriegen nie und nimmer einen Hund weggeschleppt. Naja, vielleicht einen Chi-Welpen von weniger als ein kg... aber alles was normale, auch normal-kleine, Hundegröße hat, dürfte für die zu groß sein.

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    Warum sollte ein Uhu einen Hund angreifen? Für ein Nest ist die falsche Jahreszeit, für Beute ist er defintiv zu groß (Uhus sind Mäusefänger, die würden imho noch nicht mal nen Chi fangen wollen).


    Nö, Uhus nehmen regelmäßig Katzen und Jungfüchse. Ein kleiner Hund ist da absolut im Beutebild.

    Warum er nun den großen Hund angefolgen hat, kA.
    Kann wirklich sehr gut seinsein, dass der Hund ihn bei der Jagd erschreckt hat. Kann sein, dass er ein bisschen größenwahnsinnig war - vielleicht war es auch noch ein junger Vogel von diesem Jahr? Die sind schonmal ein bisschen verpeilt, wie Teenager generell.
    Oder ne Aufzucht aus Menschenhand, die sind Hunde oft gewöhnt und Uhus mögen normalerweise Hunde nicht besonders, meistens auch nicht die eigenen vom Falkner/Halter. Da kann es dann sein, dass er den Hund einfach vertreiben wollte.
    Oder vielleicht war es Territorialverhalten. Die fangen jetzt bald mit dem balzen an und stecken ihre Reviere ab, da könnte es schon sein, dass sie da ein bissechen empfindlich sind, wobei bei einem Wildvogel normalerweise die Scheu überwiegen sollt.
    So oder so, auf kleine Hunde würde ich da gut aufpassen.

    Wenn du wirklich in der Natur irgendwo gehst, wo eben auch Wild aufkreuzt, und nicht nur im Stadtpark oder so, dann kannst du einen Whippet wahrscheinlich nicht dauerhaft leinenlos laufen lassen.
    Streckenweise, da wo kein Wild zu erwarten ist, ja. Das ist in der Regel kein Problem. Aber abrufen wenn der Hund es schon gesehen hat oder gar wenn er bereits am laufen ist, das kann man normalerweise vergessen.

    Es gibt zwar auch immer mal Leute die sagen, dass ihre Whippets wenig Interesse an Wild haben, aber erstens kann man sich da auch in diesen Linien nicht drauf verlassen (man sieht ja, wie häufig der Hetztrieb selbst bei Rassen Probleme macht, die seit zig Generationen nicht mehr drauf gezüchtet wurden, und bei Whippet liegt das noch lange nicht so weit zurück) und zweitens geht das absolut am Zuchtziel und am eigentlichen Charakter der Rasse vorbei.


    Windspiel kann ich mich den anderen anschließen, sind zu zierlich um wirklich mit einem großen Hund spielen zu können. Gibt zwar Leute, die die auch mit großen Hunden zusammen haben, aber die passen dann eben meistens auf, dass die grade nicht wild zusammen toben und die kleinen nicht unter die Räder kommen wenn die großen loslegen.
    Die Beinbrüche sind außerdem wirklich ein Problem, und zwar eins, das sowohl teuer als auch tierschutzrelevant (weil hochschmerzhaft für den Hund) ist.


    Züchter findest du auf den Seiten des DWZRV und des WCD, das sind die beiden betreuenden Verein im VDH.
    http://www.dwzrv.com/
    http://www.wcd-online.de/
    Whippets sind zur Zeit grade ein bisschen im Kommen. Modehund wäre zu viel gesagt, aber sie werden definitv beliebt. Von daher findet man auch immer wieder Welpen ohne Papiere in den ganzen Kleinanzeigenmärkten. Davon würde ich mich aus den bekannten Gründen fernhalten, das Angebot in den beiden Vereinen ist wirklich mehr als üppig und wenn man nix ganz ultraspezielles sucht kriegt man zur Zeit eigentlich immer einen Welpen.

    Das ist jetzt wohl völlig OT (aber da der Threadersteller sich nicht mehr gemeldet hat hoffentlich nicht so schlimm?):

    Es soll wohl auch Boxer mit BOAS geben, sie werden in der Literatur öfter mal bei den betroffenen Rassen genannt. Mir ist noch keiner untergekommen der da ein volles Krankheitsbild gehabt hätte wie man es bei den Bulldoggen oder beim Mops öfter sieht. Ich hab schon welche gesehen, die bei Anstrengung ein gewisses Atemgeräusch haben und im Schlaf schnarchen, ja, was auch schon ein Zeichen ist, dass man ne Linie ziehen sollte, weil Atemgeräusche bei nem gesunden Hund einfach nicht normal sind, auch wenn er auf den ersten Blick keine Schwierigkeiten hat. Manche könnten auch schönere Nasenlöcher haben, die sind manchmal recht klein. Aber ich kenne keinen, der deswegen hätte operiert werden müssen oder der im Sommer bei Hitze mehr als ein anderer großer Hund geschont werden müsste.
    Sie sind generell manchmal ein bisschen schwierig bei der Narkose, einmal sind sie gegen ein bestimmtes Narkosemittel recht empfindlich, und dann sind es tempramentvolle Hund mit oft recht wenig Körperfett, da wirkt die Narkose etwas anders (schlafen oft durch Unruhe schlecht ein, setzt aber wenn, dann schnell ein da das Mittel nicht in den Fettpolstern zwischengespeichert wird, wachen dann oft auch sehr schnell wieder auf). Aber das hat ja nix mit den Atemwegen zu tun.

    Soweit ich weiß, müssen die Boxer in Deutschland zur Zuchtzulassung doch auch ne 20 km Ausdauerprüfung laufen? Das ist zwar kein Hochleistungssport, aber ne gute Maßnahme, um zumindest Hunde mit extremen Ausprägungen auszusortieren.
    Könnte mir denken, dass der Kopf vielleicht bei manchen ausländischen Boxern schlimmer ist und die Rasse daher mit anderen problematischeren Vertretern in einem Atemzug gennant wird - viele tiermedizinische Studien kommen ja auch aus dem Ausland und da sind die Zuchtregelungen und auch die Standards nicht immer die selben wie hier. Keine Ahung, ob z.B. US Boxer extremer sind als die aus dem "Mutterland".

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    Nur dein "entweder-oder" im letzten Absatz finde ich etwas zu hart.


    Ja, vielleicht, aber das ist auch hauptsächlich mein persönlicher Anspruch. Ich kenne ja auch viele Fälle, wo es mehr oder weniger im Blindflug gut gelaufen ist.
    Ich selber würde mich trotzdem erst als Pflegestelle anbieten, wenn ich in wesentlich kleinerem Maße als jetzt vom Glück abhängig wäre, also wenn ich flexibler wäre als jetzt (räumlich, finanziell, zeitlich, familiär, von den schon vorhandenen Hunden her...).

    Und ja, natürlich muss man sich eigentlich bei jedem Hund auf den worst case einstellen und es kann immer Situationen geben, wo man einfach das Handtuch werfen muss, auch wenn man vielleicht schon viel Erfahrung und sonstige gute Vorraussetzungen hat.
    Ist eben eine Sache der Risikoabwägung. Das muss halt, und das meine ich ohne jegliche Wertung, jeder selber entscheiden.

    Ich kann mich Bonadea nur vollumfänglich anschließen. Sie studiert glaub ich noch, ich bin schon fertig. Momentan nicht im Kleintierbereich tätig, aber ich hab da auch meine Zeit gemacht und genau die gleiche Erfahrungen gemacht. Ich hab "den einen oder anderen" Mops gesehen (sind ja beliebt genug derzeit), ebenfalls an der Uni bei den einschlägigen OPs und in der post-OP-Phase assistiert und kenne sowohl von den Möpsen im weiteren Bekanntenkreis als auch von den Patienten-Möpsen leider keinen, den ich von den Atemwegen her 100% unbedenklich fände. Ich weiß nicht bei allen, ob sie VDH oder von sonstwoher sind, es werden sicher einige Vermehrermöpse dabei sein, aber die, die vom VDH waren, waren auch absolut keine Vorzeigeobjekte. Im Gegenteil, der mit Abstand schlimmste Mops der mir bisher untergekommen ist, war aus einer VDH-Zucht.
    Die meisten waren/sind "Multikrüppel" die nicht nur BOAS, sondern auch Augenprobleme, Allergien & Futtermittelunverträglichkeiten, chronische generalisierte Demodikose, Patellalux, HD, Keilwirbel, Pug Dog Encephalits, Epilepsie und jede Menge anderen Mist hatten (natürlich nicht jeder alles, aber die Auswahl ist groß genug, dass jeder was mitkriegt), von den Schwergeburten und Schnittgeburten noch zu schweigen.

    Ich frag mich wirklich, warum man sich so eine Kostenfalle und so einen Kummermagneten freiwillig antut, wo es doch so viele einigergmaßen gesunde Rassen gibt, bei denen man nicht erst in epischer Länge und Breite nach Züchtern suchen muss, die eventuell nicht ganz so schlimm sind wie andere, aber immer noch an einer grundsätzlich nicht funktionalen Anatomie festhalten?


    Das die Atemprobleme nicht nur am Gaumensegel hängt und eine geringfügig längere Nase kein automatischer
    Gesundheitsindikator ist stimmt!
    Aber das Krankheitbild heißt nicht umsonst Brachycephalic Obstructive Airway Syndrome. Das Möpse mit "etwas" längerer Nase auch Probleme haben können zeigt eigentlich nur eins, nämlich, dass auch "etwas" länger offensichtlich noch zu kurz ist.
    Hunde mit normaler, also meso- bis moderat dolichocphaler Kopfform, haben diese Probleme nicht (Ausnahme Shar Pei, was mit deren eigenen anatomischen Übertreibungen zusammenhängt). Das ist ein anatomiebedingtes Problem, kein Defekt der sich zufällig bei diesen Rassen durch andere ungünstige genetische Umstände häuft und der einzige Grund dafür, dass das entstanden ist und weiterexistieren kann, ist eine rein ästhetische Präferenz für Hunde mit extrem kurzer Schnauze. Sonst nix.


    Also, lange Rede kurzer Sinn: Ich würde mich an eurer Stelle nochmal neu orientieren. Es gibt wirklich eine reiche Auswahl an kleinen bis mittelgroßen Hunden die vielleicht auf eure Ansprüche passen würden. Da muss man dann auch noch nach nem guten Züchter gucken und jeweils auf rassetypische Erkrankungen achten, aber man hat realistisch gesehen bei wesentlich geringerem Aufwand ne größere Chance auf einen gesunden, langlebigen Hund mit vernünftiger Lebensqualität, der nicht im Laufe seines Lebens ein vielfaches des Kaufpreises an TA-Kosten verursacht.

    Ein Kleinspitz oder Mittelspitz könnte passen, das Haar ist lang, aber relativ pflegeleicht und die haben auch kein zugewachsenes Gesicht.
    Einen Zwergschnauzer oder Mittelschnauzer könnte ich mir auch vorstellen.
    Der Dansk Svensk Gardshund ist ziemlich selten, ich hab vor einigen Monaten ein Exemplar kennengelernt. Ein handlicher dänscher Allzweck-Hofhund aus der Pinscher- und Schnauzerverwandschaft, sieht etwas ähnlich aus wie ein Jack Russell, aber viel ruhigeres Temperament und geringerer Jagdtrieb.
    Wenn man klein und stämmig mit moderat brachycephaler Kopfform mag und einem etwas pflegeleichter Plüsch nix ausmacht, gibts noch den Tibet Spaniel (einer meiner persönlichen Favoriten unter den Kleinhunden). Ist aber auch nicht grade häufig, die Rasse.
    Rassen, die aufgrund der ursprünglichen Verwendung noch ein bisschen mehr Jagdtrieb mitbringen können, aber bei passender Auswahl und guter Erziehung durchaus beherrschbar sind, wären zum Beispiel Norwich und Norfolk Terrier, Border Terrier und Cocker Spaniel.

    Das sind jetzt alles Hunde, die von der Größe/vom Gewicht her auch für fitte ältere Leute ganz gut zu handhaben sind. Wie gesagt, die haben auch alle ihre rassetypsichen Krankheiten auf die man noch achten muss, aber zumindest von der Anatomie her sind die fit und könne auch mal mit joggen gehen oder Agility machen und der Pflegeaufwand (weil ihr ja kein längeres Fell wolltet) hält sich bei allen in Grenzen. Die rauhharigen Rassen müsste man trimmen, das ist aber vom Aufwand her noch ganz machbar.

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    Inwiefern wird nach Deiner Ansicht mit der Pflegestelle mit Aussicht auf Übernahme Mist gebaut? Das ist ja gerade hier im Forum ein oft gelesener Tipp, "dann werd doch erst mal Pflegestelle".


    Ja, ich weiß, dass das oft empfohlen wird. Ich halte das nicht für so eine furchtbar gute Idee.


    Wenn es hundeerfahrene Leute sind, die gute äußere Umstände haben, wo also nicht alles von Anfang an gut klappen muss und die sich auch unerwartete Probleme zutrauen und dann auch noch richtig Bock haben mit ner Wundertüte zu arbeiten, statt das nur zähneknirschend hinzunehmen wenn es umbedingt sein muss, dann meinetwegen.

    Aber oft wird das auch bei ziemlichen Anfängern empfohlen, die so nach dem Motto ankommen "Oh Mann, ich hab da diesen süßen Hund im Internet gesehen, und die Frau von der Orga sagt der wäre total lieb und könnte nächste Woche kommen wenn die Vorkontrolle ok ist, aber ich hatte noch nie einen Hund und bin mir noch gar nicht so sicher, was für eine Art Hund zu mir passt... aber ich bin so verliebt!"
    Oder auch "Ich hätte so gern einen Zweithund, aber ich weiß noch nicht, ob ich das auf die Reihe kriege und kann auch nicht einschätzen ob mein Ersthund andere Hunde auf Dauer überhaupt gut findet!"

    Ich weiß nicht. Das hat für mich so ein Geschmäckle von wegen "Nimm doch mal nen Hund zum ausprobieren, wenn's in die Hose geht, dann gibst du ihn halt woanders hin!"

    Ja, wenn dann immer kurzfristig ein kompetenter Ersatz-Pflegeplatz zur Verfügung steht, der den Hund bei Schwierigkeiten oder wenn es einfach nicht passt ohne langes Gehampel übernehmen kann und wo er dann auch bis zur endgültigen Vermittlung bleiben kann - und ich meine nicht nur verwahren. Meinetwegen. In der Realität hab ich schon ein paar Mal erlebt, wie dann das hektische hin- und herschieben begann.

    Die meisten TS-Hunde sind ja doch einigermaßen lieb (aus dem Inland wie aus dem Ausland) und oft klappt sowas deswegen auch. Freut mich auch jedes Mal, wirklich!

    Aber für die, wo es nicht klappt, weil sie unerwarteterweise irgendwelche problematischen Verhaltensweisen an den Tag legen oder dann doch nicht gesund sind oder sonstwas, da ist dann oft Essig.
    Um solche Hunde reißen sich die Leute nicht, auch nicht andere Pflegestellen (geht auch oft aus praktischen Gründen nicht, wenn der Hund z.B. auf einen Einzelplatz müsste, überhaupt gar nicht allein sein kann, gegen Menschen agressiv ist, panische Angst vor Männern oder Kindern hat, mehrmals täglich Medikamente gespritzt haben müsste...).

    Dann sitzt die frischgebackene "Pflgestelle" uU auf nem Hund, der eigentlich drei Nummern zu doll für sie ist oder auch einfach nur überhaupt nicht das, was sie sich vorgestellt hatten, den sie deswegen auf keinen Fall behalten will, aber den eigentlich auch sonst keiner haben möchte.


    Vielleicht ist mein persönlicher Anspruch da auch zu hoch, ich weiß es nicht. Ich halte es mit dem Kleiner-Prinz-Grundsatz: "Was du dir vertraut gemacht hast..."
    Oder in dem Fall: "Was du dir durch halb Europa hast herschiffen lassen..."
    Ich find Verantwortung für ein Lebenwesen gibts nicht auf Probe. Entweder ich hab das Know How und die sonstigen Vorraussetzungen, mich auch dann auf nen Ü-Ei einzulassen, wenn eher ein hässliches Entchen als ein Schwan rauskommt, oder ich lass es sein.
    Ist keine Schande wenn das nicht passt, dafür gibts ja Hunde im Tierschutz hier, die man vorher gut kennenlernen kann, oder eben vernünftige Züchter.