Beiträge von Marula

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    1. Meine Trainerin riet mir dazu, da sie dadurch ggf. etwas forscher werden würde


    Kann klappen, kann aber auch nicht. Einen wesentlichen Unterschied zum positiven hab ich bisher nur selten erlebt und vor allem dann, wenn die Hündin während der Läufigkeit zickig war und außerhalb der Läufigkeit nicht. Das legt sich dann meistens nach der Kastra.
    Hündinnen, die generell eher zickig sind, werden oft nach der Kastration noch schlimmer und Ängstlichkeit verstärkt sich oft auch.

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    2. Ich gerade erst miterlebt habe, wie ein Hund mit Tumoren von der Gebärmutter ausgehend (dann zum Gesäuge, letztendlich Metastasen in der Lunge) zu Grunde ging


    Nen wesentlichen Krebsvorteil betreffend Mammatumore hast du nur bei Kastration vor der ersten oder (etwas geringer) zwischen erster und zweiter Läufigkeit. Wenn sie schon Welpen hatte und kein ganz junger Hüpfer mehr ist, dürfte der Zug eh abgefahren sein.
    Natürlich kann nix entarten was nicht mehr da ist. Gebärmutterkrebs ist bei Hündinnen aber recht selten. Overialzysten und -tumoren kommen dagegen häufiger vor.
    Was man mit der OP auch beseitigt ist natürlich das Risiko für Pyometra.

    Wenn dich Englisch nicht abschreckt, die beiden Links im Hinblick auf gesundheitliche Vor- und Nachteile ganz informativ:
    https://dl.dropboxusercontent.com/u/12078612/lon…terindogs-1.pdf
    http://www.borzoicentral.com/pdf/neutering-…-connection.pdf

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    3. (das möchte ich allerdings mit meinem TA noch abklären) Ihr Gesäuge war als sie kam komplett dick - was für mich bisher ein Zeichen von Scheinträchtigkeit war (?)


    Wenn sie wenige Monate davor einen Wurf hatte, kann das angebildete Gesäuge auch davon kommen. Bei manchen Hündinnen geht es schneller wieder zurück, bei anderen langsamer. Und selbst wenn es eine Scheinschwangerschaft war, dann ist das, wie SweetEmma schon richtig bemerkte, einfach ein ganz normaler Teil des Zyklus, der überhaupt nicht weiter schlimm ist solange das nicht völlig ausartet.

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    4. Ich keine Trächtigkeit riskieren möchte, da sie schon mit 8 Welpen herkam und es eben auch nicht noch mehr geben muss. Dafür bin ich zwar verantwortlich, aber es kann immer weiß gott wie unverhofft passieren..

    Ist natürlich immer vom Hund und von den individuellen Gegebenheiten abhängig. Ich finde es völlig unkompliziert mit einer intakten Hündin.

    Meine wird recht pünktlich alle 8 Monate läufig. So zwei Tage bevor die Vulva anschwillt bemerke ich, dass sie vermehrt markiert. Dann wird als erstes eben die Vulva größer, prall und dunkel (durch die Durchblutung) und wieder so 1-2 Tage später geht die Blutung los. Zuerst ziegelrot/braunrot und recht dickflüssig, dann heller werdend. Auf die Stehtage zu wird der Ausfluss immer klarer und immer weniger und die Vulva schwillt auch wieder etwas ab. In der Zeit "flirtet" sie auch mal mit Rüden und beim Streicheln bemerkt man deutliche Duldungsreflexe: Sie reagiert auf kraulen oben auf der Kruppe und am Rutenansatz mit Rute wegklappen und mit dem Hintern rumtänzeln :lol: und auf kraulen mit dem Zeigenfinger zwischen Vulva und Anus mit deutlichem anheben der Vulva.
    Vom ersten Ausfluss bis zu den Stehtagen dauert es bei meiner 7-10 Tage, stehen tut sie dann so für 2-3 Tage, wobei das Fenster, wo sie einen Rüden wirklich springen lassen würde, glaube ich enger ist. Aber das haben wir ja nun noch nie ausprobiert. ;)
    Danach riecht sie noch für ne Woche oder so gut, aber aufpassen muss man nicht mehr, weil sie die Rüden dann schon wieder selber vermöbelt. :D

    Sie hört während der Läufigkeit ganz normal und ist mit den Männern eh wählerisch, da darf nicht jeder dran, selbst in den Stehtagen beißt sie die meisten entschieden weg. Insofern darf sie auch die ganze Läufigkeit über ganz normal freilaufen. Wir wohnen ländlich, ich geh dann halt nicht grade auf der Gassi-Autobahn, sondern für die brenzligen Tage etwas ruhiger und wenn andere Hunde kommen wird angeleint und fertig.

    Sie wird diesen Sommer 5, hatte die erste Läufigkeit meine ich mit 18 Monaten, wir haben jetzt also schon ein paar Läufigkeiten erlebt. Es war noch nie auch nur das geringste Problem, abgesehen von ein paar Tröpfchen wegen denen sie zuhause halt mal ne Woche Höschen tragen muss. Sonst ist alles 100% wie immer.

    Selbst als wir noch mitten in der Stadt gewohnt haben, war es unkompliziert. Da kam sie dann halt vom ersten Läufigkeitstag an an die Leine und ich hab Hundewiesen und ähnliche Treffpunkte gemieden, aber sonst bin ich ganz normal gegangen, auch nicht Nachts oder extra rausgefahren auf's Feld oder so einen Blödsinn. Da durfte sie dann spät am Abend oder früh morgens mal auf ner Wiese ne Runde laufen, aber halt nicht normal ohne Leine spazieren gehen.

    Hatte nie Probleme mit aufdringlichen Fremdrüden, was auch daran liegen mag, das ich ja selber zwei (kastrierte, da aus dem TS) Rüden dabei hab. Aber auch ohne die kann ich mir nicht vorstellen da da so viel mehr gekommen wäre, es war nicht so, dass wird ständig von penetranten Verehrern umgeben gewesen wären.


    Ist natürlich bei manchen Hündinnen anderes. Manche haben im Zyklusverlauf deutliche Stimmungsschwankungen. Manche bluten weniger und die Vulva schwillt nicht so stark an, so dass man genauer beobachten muss um die Läufigkeit zu bemerken. Manche sind auch echte Flittchen, die sich an jeden Rüden ranschmeißen, und manche sind deutlich weniger gehorsam - das mit der Läufigkeit kommt ja vom weglaufen und umherlaufen auf der Suche nach nem Partner.
    Bei meiner ist auch die Scheinschwangerschaft eher undramatisch. Sie neigt einige Wochen lange zum zunehmen und ist sehr ruhig und gemütlich, auch das Gesäuge bildet sich etwas an. Aber minimalen Milcheinschuss ohne Entzündung hatte sie nur in der allerersten Läufigkeit, wo sich der ganze Hormonkram ja noch einpendeln muss. Seitdem nicht wieder.
    Da haben andere wesentlich mehr Drama, von nicht fressen wollen über Stofftiere horten und verteidigen bis zu jedesmal dickes Gesäuge mit Milcheinschuss und dann ne schöne Gesäugeentzündung. Auf sowas kann man echt verzichten...

    Insofern ist meine Erfahrung nicht 1:1 auf andere übertragbar. Aber ehrlich gesagt, von dem was ich im Bekanntenkreis so erlebe ist das meistens recht undramatisch und diese heftigen Fällen sind eben Ausnahmen.

    Schwierig wird es finde ich erst, wenn man beide Geschlechter intakt und zusammen hat und keine vernünftige räumliche Möglichkeit zum trennen bzw wenn man eine intakte Hündin und mehrere intakte Rüden hat und sich dann die Rüden gegenseitig verdreschen wollen wegen dem duftenden Mädel.
    Wobei auch das kein Problem sein muss, kenne mehrere gemischte Rudel mit intakten Hündinnen und Rüden (ja, jeweils mehrere) wo das kaum problematischer ist als bei mir mit der einen Hündin und den beiden Kastraten. Da wird nur in den Stehtagen getrennt, aber auch dann zusammen spazieren gegangen, die Hündin halt an der Leine und sonst ist alles business as usual.


    Was ich persönlich überlege ist, meine Hündin vielleicht mit 8-10 Jahren zu kastrieren. Nach so gut wie allen Studien die ich bisher durchgelesen hab, hat man die protektive Wirkung der Geschlechtshormone bei so später Kastration ganz gut ausgeschöpft. Und ältere Hündinnen entwickeln ja ganz gern mal Ovarialzysten oder Tumore, die Hormone produzieren, das Immunsystem wird eventuell auch schlechter und dann gibts halt in der Folge ne Pyometra. Und da dann ne richtig alte Hündin mit 12-14 Jahren oder so nochmal unters Messer zu legen ist ja auch nicht schön.
    Die Natur hat halt bei Hündinnen in dem Sinne keine Wechseljahre vorgesehen, die Wölfin sollte sich reproduzieren solange es noch irgendwie geht und in dem Alter, wo es zu solchen Problemen käme, wäre ein Wildtier wohl schon längst tot...
    Naja, aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit.

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    Also ich hab noch im Studium gelernt, daß Inzucht die Verpaarung zweier Tiere ist, die näher miteinander verwandt sind als der Durchschnitt der Population. Völlig belanglos, WELCHE Generation es betrifft.


    Ja... richtig interessant wird's dann, wenn man sich überlegt, wie groß (oder auch nicht...) die Gründerpopulationen der jeweiligen Rassen sind und wie hoch der Verwandschaftsgrad daher sowieso schon ist.

    Die ganze weltweite Afghanen-Population (die unregistrierten Landrassen-Hunde in Afghanistan/Pakistan/Nordindien usw mal ausgeschlossen) stammt von um die 30 Hunden ab. Davon sind einige noch überproportional häufig in den Stammbäumen vertreten, während andere nur einen sehr kleinen Anteil haben.

    Da ist dann der Unterschied zwischen Linienzucht und Inzucht eine reine Formalität, alle heute lebenden Afghanen, egal ob FCI oder einer mit der FCI-arbeitenden KCs, sind so oder so eng verwandt.


    Zum Thema neuer Zuchthund vs erfahrener Zuchthund... bei Salukis gibt es ein paar wenige Rüden die mehrmals decken. Viele decken in ihrem ganzen Leben nur ein- oder zwei Mal. Das ist angesichts der relativ kleinen Gesamtpopulation (um die 150 Welpen im Jahr in Deutschland) auch wesentlich angemessener als Rüden, die 5 oder gar 10 mal decken. Solche gibt es auch und ich find's verantwortungslos, von den Rüdenbesitzern wie auch von den Züchtern.

    Viele Hündinnen haben nur einen Wurf, einfach weil die Nachfrage nach Welpen nicht SO gewaltig ist. Zwei Würfe ist so ungefähr die Regel, drei Würfe ist schon selten und ne Hündin die mehr als drei Würfe hatte muss man suchen.

    Insofern, wenn da ein Rüde decken sollte, von dem ich gern Nachwuchs hätte und die Hündin eine ist, die mir gefällt, dann würde ich nen Teufel tun und abwarten ob der nicht in ein paar Jahren nochmal ne andere Hündin deckt, nur weil der Rüde oder sogar beide noch neu sind. Natürlich immer unter der Voraussetzung, das sonst mit beiden alles so ist wie ich mir das wünsche.
    Wer weiß, vielleicht deckt der gar nicht mehr (und auch keiner seiner Brüder kommt jemals zum Zug und sein Vater hatte auch nur zwei Würfe... sowas ist keine seltene Situation...), oder dann ne Hündin die mir nicht zusagt.

    Da wäre man ganz schön in den Arsch gekniffen wenn man nur Welpen aus bewährten oder teilweise bewährten Verpaarungen nehmen wollte. Ich mein, finden kann man das natürlich, aber es schränkt die Auswahl ganz erheblich ein und oft sind es grade die vielfach verwendeten Hunde, von denen ich gar keinen Nachwuchs würde haben wollen.
    Das kann man denke ich nicht mit der Situation bei Schäferhunden oder meinetwegen auch Golden Retrievern und Labradoren vergleichen, wo ein Rüde auch mal 5 oder 6 Mal decken darf ohne gleich der nächste Popular Sire zu werden, und wo der Züchter sich nicht schon bei mehr als 5 Welpen Gedanken machen muss, wo er die alle untergebracht kriegt.

    Kommt ja auch drauf an, was mit mit dem Knüppel dann vorhat... wenn man den mal drohend schwingt und dabei entschlossen auf den Hund zugeht und gleichzeitig nen ordentlichen Anschiss loslässt, dann dürften die allermeisten Hunde davon schon SEHR beeindruckt sein. Und das ganz ohne dass man auf sie einknüppeln müsste. So einen Einsatz fände ich völlig gerechtfertigt.

    Und dann ist ja auch noch nen Unterschied, ob man mit nem Stecken mal piekt oder nen leichten Warnschlag verteilt, oder ob man mit allem was der Arm hergibt draufdrischt. Ersteres finde ich vertretbar, wenn es wirklich eine brenzlige Situation ist. Für letzteres müsste schon echt ein Menschenleben gefährdet sein oder so.


    Unabhängig davon würde ich aber doch empfehlen, ein Katzengehege so zu sichern, dass es auch wirklich sicher ist. Zumindest dann, wenn die Katzen (z.B. über einen Balkon oder durch eine Katzenklappe) auch dann raus können, wenn man grade nicht da ist um Wache zu stehen.


    Meine Hunde würden wahrscheinlich fremde Katzen draußen auch töten, wenn sich die Gelegenheit ergäbe. Mit unseren eigenen beiden kommen sie in Haus und Garten gut klar, aber die sind halt Tabu und hier herrscht Burgfrieden. Draußen zeigen sie sehr klar, dass Katzen für sie genauso Beutetiere sind wie Hasen oder Füchse.

    Ich kenne etliche Fälle im Bekanntenkreis, wo Hund auf dem eigenen Grundstück eine Katze getötet hat. In keinem der Fälle wo das zur Anzeige gebracht wurde, ist für den Hundehalter irgendeinen Konsequenz gefolgt. In zwei Fällen kam der Amtstierarzt und hat den "Tatort" begutachtet sowie den Zaun, die Sicherung als ausreichend befunden und gut war.

    Was versicherungstechnisch in so einem Fall passiert - keine Ahung! War in all den Fällen von denen ich bisher gehörft hab nie ein Thema. Die Katze war ehrlich gesagt immer tot und um finazielle Entschädigung ging es da nie, zumal so eine einfache europäische Hauskatze rein materiell ja auch so gut wie nix wert ist. Oft wusste man auch gar nicht, wo die Katze hingehört, da nicht gekennzeichnet und den Nachbarn unbekannt.
    Wenn einer verletzt war, dann immer der Hund (Augenverletzungen, infizierte Bisswunden, zerrissene Ohren), und das mussten die Besitzer aus eigener Tasche zahlen.

    Allerdings hat es in einigen Fällen zu saftigen Nachbarschaftsstreits geführt. In zwei Fällen in meinem Bekanntenkreis über JAHRE hinweg, aber da in beiden Fällen grade vorher erst gebaut bzw das Haus gekauft wurde, wollte man auch nicht wieder wegziehen.
    Im dritten Fall ist genau das passiert, das Nachbarschaftsklima war total vergiftet und die Hundebesitzerin, die nur zur Miete dort gewohnt hatte, hat sich was anderes gesucht.


    Selbst wenn ich Katzen nicht mögen würde (und ich mag Katzen und will wirklich absolut nicht sehen wie meine Hunde eine "lang machen", da hab ich echt Horror vor), würde ich schon aus reinem Egoismus jedem raten, sehr gut auf seine Köter aufzupassen.
    Aber über Erziehung kriegt man es defintiv nicht bei jedem hin und den Hund im eigenen Garten, der so gesichert ist, dass der Hund garantiert nicht rauskann, jede Sekunde im Auge und immer in der Nähe zu behalten geht auch nicht.
    Und im Zweifelsfall geht sowas so blitzschnell, dass man wirklich direkt danebenstehen müsste um noch was zu machen. Hab es zwar selber noch nicht erlebt (zum Glück...), aber weiß von Bekannten, dass das wirklich eine Sache von Sekunden ist.


    Eine Bekannte hat mal, nachdem sowas passiert ist (und sie hat das nicht auf die leichte Schulter genommen) die äußerlich kaum beschädigte Katze an eine gut sichtbare Stelle neben die Straße gelegt. Paar Tage später erzählte dann die Katzenbesitzerin, Mimi wäre überfahren worden - traurig, aber da könne man halt nix machen, so wäre das halt mit den Freigängerkatzen, ne?

    Vielleicht hätte die es auch so gelassen genommen, wenn die Hundebesitzerin zu ihr gekommen wären und gebeichtet hätte, dass es ihr Hund war. Irgendwie bezweifele ich das aber...


    Unsere Kater laufen auch frei. Sie sind uns beide zugelaufen. Bei dem einen konnten wir den Vorbesitzer durch rumfragen im Dorf ausfindig machen, die waren froh zu wissen wo er ist, wollten ihn aber nicht wiederhaben. Der andere muss mal einen Besitzer gehabt haben, denn er war zahm, kannte offensichtlich ein Haus von innen, und war kastriert. War aber nicht gekennzeichnet und niemand im Dorf vermisste ihn.
    Der eine ist zweimal schwer verunglückt, das eine mal angefahren worden (obwohl wir nicht an einer stark befahrenen Straße wohnen) mit Becken-Trümmerbruch, das andere mal muss er gestürzt oder irgendwo eingeklemmt worden sein und hat sich einen Oberschenkelkopf luxuriert, der dann später abgenommen werden musste.
    Sowas IST bei einem Freigänger nunmal Lebensrisiko.

    Diese beiden würde ich nicht drinnen behalten wollen, weil sie es beide ihr Leben lang gewohnt sind. Ich finde auch Freigang für Katzen wirklich die schönere Alternative.
    Aber so müssen wir halt mit dem Risiko leben und da ich eben auch Hundebesitzerin von stark jagdtriebigen und auch raubzeugscharfen Hunden bin, kann ich diese Seite genauso verstehen. Wer dieses und viele, viele andere Risiken des Freigangs nicht will, der muss die Katze halt drinnen lassen und fertig. Meine Hunde einfach so rumstreunen zu lassen ist mir ja auch zu gefährlich.

    "Die sind ganz lieb" und "Das hat er ja noch NIE gemacht!" hab ich auch schon gesagt (sagen müssen...). Ich glaub davon kann sich kaum einer freisprechen. Wichtig ist denke ich, dass sie dann a) WIRKLICH nix tun und b) wie man damit umgeht, also dass man sich im Zweifelsfall lieber einmal zu viel entschuldigt.


    Neulich erst beim TA, meinem Senior ging es nicht so gut, er hatte den ganzen Tag nicht aufstehen wollen und war folglich auch nicht draußen gewesen. Abends dann in die Praxis, war vorher noch mit ihm kurz draußen falls er mal muss... nix. Aber er wollte halt auch nicht raus und nicht laufen, war daher nur einmal im Zeitlupentempo die Straße hoch und runter.
    Im Wartezimmer alles ok, kaum im Sprechzimmer ließ er dann laufen und machte eine riesige Pfütze. Er ist sonst 1a stubenrein und ich war ja auch vorher extra nochmal mit ihm zum lösen, und dann das... da kam von mir dann auch mal ein peinlich berührtes "Das hat er ja noch nie gemacht!"

    Vom Shiba Inu würde ich wegen Jagdtrieb eher abraten. Der ist bei der Rasse in der Regel recht ausgeprägt und dazu sind sie recht selbstständig. Da hat man schon ne realistische Chance, dass das kein Hund zum im Wald ableinen wird.

    Wenns vielleicht auch ein bisschen längeres, aber pflegeleichtes Fell sein darf, könnte eventuell ein Klein- oder Mittelspitz passen? Die haben einen gesunden, moderaten Körperbau, so ziemlich "Grundmodell Hund" ohne große Übertreibungen, sind aktiv ohne super-anspruchsvoll zu sein und haben keinen so ausgeprägten Jagdtrieb.

    Falls auch Auslandstierschutz in Frage kommt vielleicht auch ein Ratonero Bodeguero Andaluz (spanischer, kurzhaariger, hochläufiger Terrier, sieht etwas aus wie ein Jack Russell, ist aber "milder" vom Temperament her).


    Staffordshire Bullterrier sind auch echt nette Hunde, die "richtigen", nach FCI-Standard gezüchteten sind auch nicht groß (zwischen ca. 35 und 40 cm, für die Größe allerdings recht stabil/schwer). Die haben wenig mit den ganzen schlecht gezüchteten Staffs zu tun die die Tierheime auffüllen... Das Energielevel würde ich persönlich als sportlich, aber nicht hyper einstufen.
    Aber da haben halt erstens viele Leute Vorurteile und zweitens stehen sie in vielen Ländern auf den Listen bzw werden mit höheren Steuern belegt. Kann also gut verstehen wenn sowas nicht in Frage kommt.

    Nachher gehts dir wie mir: Ich hatte so viele schöne Namen (auch viele aus Comics, Mange, Fantasybüchern, Lieblingsfilmen...).
    Eigentlich hat meine Hündin auch auf dem Papier einen schönen, gut rufbaren Namen. Sie heißt Fareedat, das ist arabisch und wird "Fareeda" oder noch doller eingedeutscht "Farida" gesprochen. Wollte den dann behalten, ich find es eigentlich ganz nett wenn bei einem Hund mit Papieren der eingetragene Name auch der Rufname ist.

    Ihre Züchterin rief sie "DeeDee" (also zu deutsch Didi). Einfach schrecklich. :mute:

    Für meinen Vater hieß der Hund somit sofort Dieter, nach Didi Hallervorden. So hat er sie dann auch meiner Oma vorgestellt.
    Oma daraufhin: "Wieso denn Dieter, ich dachte das wäre ein Weibchen?"
    Ich: "Naja, das ist bloß so ein Spitzname, *blablabal Erklärung*, eigentlich heißt sie Farida."
    Oma: "Frieda? Na das ist mal ein schöner Mädchenname!" :tropf:

    Tja, letztlich ist dann das unsägliche DeeDee kleben geblieben, weil sie dank der Züchterin auch schon drauf gehört hat und ja von *ähem* anderen Personen ständig "Dieeeeeeeter" gerufen wird. :lol:
    Ich sag mir jetzt auch immer, das Dita ja auch ein Mädchenname ist. *resigniert hat*


    Aber wenn ich erstmal selber züchte, dann... JA DANN werde ich meine ganze schöne Namensliste abarbeiten.
    Und die Welpenkäufer werden sie dann doch alle Luna, Amy, Emmi, Lucy, Ben, Lucky, Blacky, Sammy und so weiter nennen.


    Marvel fände ich übrigens auch richtig toll. Aber meine Eltern würden den auch nicht rufen. :D

    Hundesteuer: 78 € im Jahr x 3 = 234 € (bei nur einem Hund wäre es 60 € jährlich, bei zweien 72€)
    Haftpflicht für alle 3: 172 €/Jahr
    Futter: ca. 80-90 € im Monat für Frischfütterung von etwas über 80 kg Hund. Strom für den Gefrierschrank rechne ich mal nicht mit.
    Leckerlies/Kausachen: 10-20 €/Monat.

    Ansonsten vielleicht 50-100 € im Jahr für Zubehör, da ist mein Bedarf nicht sehr groß, alle Sachen sind grundsätzlich vorhanden, ich hab langlebiges Zeug gekauft und jetzt muss nur ab und an was ersetzt werden. Natürlich KÖNNTE ich alles mögliche kaufen, aber eigentlich haben sie jeder ein Halsband, eine Leine, ein gutes Hundebett und nen Edelstahlnapf... viel mehr brauchen die nicht...
    Im Sommer Zeckenzeug nach Bedarf, waren meine ich letzten Sommer 2 Behandlungen a 40 € (für alle).
    Entwurmung nach Bedarf, letztes Jahr einmal a auch ungefähr 40 € für alle.
    Geimpft wird nur noch die Kleene alle 3 Jahr, die Senioren nicht mehr. Das wären dann alle 3 Jahr um die 50 €.


    Tierarzt außer der Reihe war immer nur sehr wenig. Irgendwelche Kleinzipperlein haben meine eigentlich nie, chronische Erkrankungen die behandelt werden müssten auch nicht *klopf auf Holz*.

    Bei meinem Alten (mittlerweile so 13-14) mussten im Laufe seines Lebens 3 kleinere Bisswunden unter örtlicher Betäubung versäubert werden, das waren jeweils unter 100 €, einmal hatte er eine kleine Ohrenentzündung, das war meine ich um die 45 €, einmal eine gezerrte Achillessehne, das waren im Notdienst 70 €...
    Und jetzt im Alter hatte er letztes Jahr eine Lungenentzündung mit stationärem Klinikaufenthalt für einige Tage die insgesamt 650 € gekostet hat, sowie letztes WE Probleme mit der Halswirbelsäule (wahrscheinlich Spondylose) die ein bisschen Schmerzmittel gebraucht haben (im Notdienst alles zusammen etwas über 60 €).
    Wenn man das auf die ganzen Jahre umrechnet echt wenig.

    Der zweitälteste (mittlerweile 10 und ein bisschen) musste 2x wegen seiner Arthrose von oben bis unten durchuntersucht und -geröntgt werden, das waren einmal glaube ich einmal etwas über 200 ein einmal um die 170 €, und einmal hatte er einen gammeligen Zahn mit Fiestelgang der raus musste, das waren knapp 200 €.

    Die Kleene (4, wird diesen Sommer 5) hat sich mal die Sehen an einem Hinterlauf an einer Scherbe zerschlitzt, das war mit OP im Notdienst und Nachbehandlungen insgesamt glaube ich so 450 - 500 €.


    Dadurch dass es halt drei sind, kommt einiges zusammen. Aber so teuer sind sie eigentlich nicht.

    Beim Greyhound und beim Whippet macht blau scheinbar keine Probleme. Sie tauchen immer wieder auf der Liste der Rassen mit Farbmutantenalopezie auf, aber Dilutes (blau, blau gestromt, blue fawn) sind bei beiden Rassen häufig und weder kenne ich in meinem (großen) Windhundbekanntenkreis einen irgendwie benachteiligten Hund noch hab ich, auch nach langem rumfragen unter langjährigen Züchtern und Besitzern, auch nur einen sicher belegtem Fall von CDA finden können.

    Beide Rassen haben gern mal Schilddrüsenprobleme (wobei beide auch physiologisch schon recht niedrige SD-Werte haben, aber das ist ein anderes Thema...), was ja auch Fellprobleme machen kann, und beide haben recht häufig eine Form von Pattern Baldness bei der die Hinterschenkel, der Bauch und die Unterseite des Brustkorbs, die Kehle und die Region um den Ohransatz spärlich behaart oder nackt sind. Die tritt aber bei allen Farben auf (Schwarz scheint etwas häufiger betroffen zu sein) und hat somit nix mit Dilute zu tun.

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    Aber kann man fehlendes Fell wirklich so herunterspielen? Sowas wird dann doch garantiert irgendwo ne organische Ursache haben, Haarausfall ist ja eher ein Symptom als ein Krankheitsbild...


    Bei der oben genannten Pattern Baldness ist der Haarausfall das einzige Symptom, sonste sind diese Hunde organisch völlig gesund (auch keine Hautprobleme, keine erhöhte Infektionsanfälligkeit oder sonstwas) und können auch ganz normale sportliche Leistungen erbringen.
    Man nennt das Atropische Follikuläre Dysplasie - als Welpe und Junghund ist der Hund normal behaart, irgendwann im jungen Erwachsenenalter bilden sich dann die Haarfollikel an bestimmten Stellen zurück und es wachsen keine neuen Haare mehr nach.

    Meine persönliche Vermutung ist, dass Grey und Whippet wegen dieser zwei Sachen (aus Hypothyreose resultierende Fell-/Hautprobleme und Pattern Baldness) fälschlicherweise auf der Liste der Rassen gelandet sind, wo Dilute Probleme macht.


    Beim Dobermann dachte ich halt immer, dass es stärkere Probleme machen kann in Richtung entzündliche Dermatitis. Aber kenne nicht genug und kenne mich mit der Rasse nicht gut genug aus um da Erfahrungswerte zu haben.

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    Mir fällt gerade spontan ein, dass ich ja auch was ganz ungewöhliches hier sitzen habe :gut:

    Baby Mino: VDH Kleinspitz, eingetragen mit grau-gewolkt. Mutter ist orange, Vater braun-weiß gescheckt

    Noch mit Junghundefell aber seht selber

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    Ich habe selbst keine Ahnung was das für ne Farben wird. Aktuell ist er wiedermal gestromt wobei das Unterfell nun langsam grau hochwächst


    Stromung müsste man ja auf den frühen Babyfotos, wo das Fell noch kurz ist, ganz gut sehen. Zumindest kenne ich das so von Irish Wolfhounds und Afghanen, wo man die Stromung später wegen dem rauhen/langen Fell nur noch schlecht sieht. Hast du da welche von ein paar Tage nach der Geburt oder so?
    Beim erwachsenen Hund kann man es eventuell im glatten Teil des Gesichts sehen, wenn er denn da grade Streifen hat.

    Stromung ist dominant, in den meisten Fällen sollte also ein Elternteil gestromt gewesen sein, damit der Nachwuchs auch gestromt wird. "Orange" kann allerdings, wenn es e/e gelb ist, durchaus Stromung "verdecken". (Schwarz auch, aber das hat man hier ja nicht.)
    Außerdem gibt es auch gestromte Hunde mit nur ganz wenigen Streifen, wo man sogar bei ultrakurzhaarigen Hunden hingucken muss um die Stromung zu entdecken, bei nem langhaarigen würde es dann praktisch unsichtbar sein. Und dann haben Spitze ja auch noch häufig viel schwarzes Sable/schwarze Wolkung, das verdeckt Stromung auch nochmal recht gut. Dann auch noch nen Schecke, da kann man dann eventuell Stromung schonmal übersehen.
    Auf der anderen Seite kann Sable bei langhaarigen Rassen manchmal einfach unordentlich und "streifig" oder fleckig wirken, grade im Babyfell. Vielleicht ist er also auch nur ein normaler Sable.

    Zitat


    Korrekt :smile:
    Die Kröte ist auch formentino

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    Das kenne ich von den Grey als "blue fawn" oder "sandfarben, blaue Maske".

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    Man mag mich jetzt ja dafür schlagen, aber ich persönlich bin der Meinung, dass um die dilute Färbung bei den Pinscherrassen zu großes Bohei gemacht wird.
    Ich habe mittlerweilen viele blaue und isabellfarbene Dobermänner kennen gelernt und das größte "Problem" dass diese Hunde hatten, war dass im Alter die Fellqualität immer schlechter wurde bis hin zur Farbmutationsallopezie.
    Nicht schön, aber für die Hunde kein wirkliches Problem.
    Die oft beschriebenen Hautprobleme habe ich beim Dobermann immer nur in Zusammenhang mit Demodex und SDU gesehen, aber nie allein durch die Fehlfarbe

    Heißt jetzt um Himmelswillen nicht, dass man die Fehlfarben mehr forcieren sollte, aber so gefährlich, wie teils getan wird, sind sie nicht. Würd morgen ein blauer oder isabellfarbener Hund im Tierheim nen Platz suchen und ich hätte was frei... ich wär sofort dabei


    Ich hab erst einen blauen Dobi kennengelernt, der sah ordentlich mottenzerfressen aus, hatte aber sonst keine Probleme. Würde ich zwar auch nicht haben wollen wenn es sich vermeiden lässt, mit Haaren ist schon schöner, aber kann man kann ja heutzutage relativ einfach testen lassen. Einfach keine zwei Dilute-Träger verpaaren und gut ist's.

    Merlefarbene Bulldoggen (Französische und Englische) hatten wir glaube ich auch schonmal irgendwo in diesem Thread. Da war der Konsenz glaube ich, dass es zwar Bulldogschläge aus den Südstaaten der USA gibt die Merle haben, aber das bei den Briten und Franzosen keine historisch in der Rasse vorhandene Farbe ist. Und da Merle ja dominant ist, kann es sich auch nicht wie schokobraun oder blau über Generationen verstecken und dann plötzlich nach langer Zeit wieder auftauchen.
    Wird also wahrscheinlich durch Einkreuzung von Fremdrassen erreicht worden sein, um die momentane Merle-Mode zu bedienen.

    Zitat

    Meine Minis gibt es anderswo auch in anderen Farben
    http://www.ourk9kingdom.com/Min_Pin_Colors.html


    Wobei die Pinscher (die Zwerge ebenso wie Deutscher Pinscher und Dobermann) ja zu denen gehören, bei denen Dilution Fell-/Hautprobleme macht. Braun/Schoko ist keine Dilution und daher unproblematisch, aber blau und isabell (verdünntes braun) eben schon.
    Bei denen würde ich mich von diesen Farben also fernhalten...