Beiträge von Marula

    Meine Hunde gehen gut an der Leine und finden es zeitweise, auch mal für nen ganzen Gang, glaube ich auch nicht weiter schlimm, die sind da anpassungsfähig.

    Flexis finde ich nicht so toll und Schleppleinen in der Mehrzahl würden für mich nie in Frage kommen, das würde ich immer nur mit maximal einem Hund machen (und andere dabei nur wenn die freilaufen können und so gut hören, dass man sich praktisch gar nicht mehr um sie kümmern muss). Wenn Leine, dann ist das hier also 2 m Lederleine.
    Wegen starkem Jagdtrieb müssen sie auch öfter mal angeleint bleiben, den Zustand, dass die Hunde an der Leine praktisch nur an großen Straßen und in der Stadt sein müssen, haben wir defintiv nicht.

    Aber Freilauf ist doch nochmal ein deutlicher Qualitätsunterschied, und das merkt man ihnen auch an. Grade deswegen versuche ich das auch so oft wie möglich zu ermöglichen, normalerweise täglich, auch wenn ich dafür ein Stück mit dem Auto fahren muss.

    Sie können in Ruhe ihr eigenes Tempo laufen, sowohl langsamer als auch schneller als ich, vor und zurück, die dreifache Strecke, können Schnüffelpausen machen, sich mal wälzen, ins Wasser gehen, Gras fressen... wenn man wirklich nur einen Hund hat, der einem eh am Bein klebt und den man das Tempo bestimmen lässt, mag das alles auch gehen. Spätestens wenn man, wie ich, verschiedene Altersstufen und Temperamente bei den Hunden hat, wird das ständige Anpassen an den Rest der Gruppe sehr anstrengend, für mich wie auch für die Hunde.

    Ich glaube diese ungestörte Zeit, in der sie innerhalb der vereinbarten Regeln einfach ohne meine Einmischung ihr eigenes Ding machen können, ist total wichtig für sie zum abschalten. Mit Abstand am ausgeglichensten sind meine Hunde, wenn wir von einem schönen, 1-2 stündigen, überwiegend leinenlosen Spaziergang nach Hause kommen.


    Hundehaltung nur an der Leine... nix was ich persönlich artgerecht finde. Wenn man ein wirklich großes Gelände hat oder täglich nutzen kann, ok, meinetwegen.
    Wenn man nur ne Wohung und meinetwegen noch ein handtuchgroßes Gärtchen hat und vielleicht mal Sonntags auf nen Auslauf fährt, finde ich das ziemlich suboptimal.

    Im Zweifelsfall vielleicht besser als totgefahren oder abgeschossen. Aber ich glaub die Hunde, bei denen man auch mit vernünftigem Training nicht wenigstens hier und da mal für eine Flitzerunde oder für gewisse, ausgewählte Wegabschnitte ableinen kann, sind doch eher die Ausnahme.

    Ich hab die Tage einen Deutschen Wachtelhund in rot gesehen. Helles rot mit leberfarbener Nase, wie ein NSDTR.

    Bisher kannte ich die nur in rein braun (dunkles schoko-braun, wie ein Labrador, also bb) oder in braun mit weiß.

    Aber wie der Besitzer (Jäger und Züchter) der Hündin die ich getroffen hab mir erzählte, gibts die eben auch in rot und in rot mit weiß, sowie in braun mit Brand (so wie wie ein brauner Dobermann), auch das natürlich wieder mit oder ohne Scheckung.

    Die roten und die mit Brand wären wohl früher nicht so beliebt gewesen wie die rein Braunen oder Braunschimmel und wären oft/meistens nicht aufgezogen worden, gegeben hätte es sie aber schon immer und heutzutage wären sie ganz normal im Standard erlaubt und würden auch immer beliebter werden.

    Das mit Windhund und Kleinhund ist eine Medallie mit zwei Seiten.


    Einerseits sind es einfach nur Hunde. Wenn sie gut sozialisiert sind, kommen sie grundsätzlich mit anderen Hunden aller Rassen aus. Der viel zitierte "Rassismus" ist eher schlechte Sozialisierung und vielleicht Vorlieben von Hunden, dass sie lieber mit ähnlich veranlagten Artgenossen spielen, weil denen einfach die gleichen Sachen (z.B. Jagdspielchen bei den Windhunden) Spaß machen.


    Andererseits sind es große, schnelle und (je nach Rasse und Individuum) teilweise ungestüme Hunde. Kenne genug Fälle, wo ein Grey oder Galgo gegen einen Menschen geprallt ist und es der armen Person das Knie komplett zerlegt hat, oder wo zwei gleichgroße Windhunde aus vollem Lauf kollidiert sind und sich dabei schwer verletzt haben, oder wo ein Windiger gegen einen Zaun oder Baum oä gerannt ist und sich schwer bis tödlich verletzt hat.
    Mach das mal mit nem Kleinhund dazwischen... aua.

    Grade sehr zierliche Rassen wie Windspiele, Zwergpinscher, Chihuahuas, Zwergpudel, Yorkies... da hätte ich je nach Hundegruppe schon Angst, dass die einfach unter die Räder kommen. Etwas stabilere Kleinhunde wie ein größerer Dackel, ein kleiner Beagle, ein Mops oder ähnliches, das schon eher, die sind ja doch etwas robuster.


    Und dann ist da halt die Sache mit dem Jagdtrieb.
    Da muss man auch nochmal differenzieren. Wirklich grundsätzlich für Beute halten tun nur sehr schlecht sozialisierte Hunde andere Hunde, egal welche Rassen. Das kann man aber bei Greyhounds aus dem Profisport oder Galgos aus spanischen Rehalas schonmal haben, das die ihren Lebtag nix anderes gelernt haben als:
    - Anderer Hund = anderer Windhund. Hunde sehen alle so aus wie ich.
    - Klein und pelzig = Beute
    - Klein und bewegt sich schnell von mir weg = Beute
    Auch solche Hunde können lernen, sich mit Kleinhunden und sogar Kleintieren gut zu benehmen. Mein einer Greyhound war so, als er gekommen ist, der hat sich bei Sichtung eines Zwergspitzes nicht anderes benommen als wenn er Katze oder Hase erspäht hätte. Und der lebt heute mit Katzen zusammen und kümmert sich keinen Deut um kleine Hunde, es sei denn sie fallen ihn an.

    Windhunde haben nunmal genetisch bedingt einen starken Hetztrieb. So wie Retriever alles in den Mund nehmen und schleppen wollen, Schäferhunde gern alles in den Mund nehmen, draufbeißen und damit zergeln und Border Collies alles manisch fixieren und treiben/eingrenzen wollen, so neigen Windhunde halt dazu, Dinge zu verfolgen, die sich schnell bewegen.
    Der eine mehr, der andere weniger, aber in der Regel ist ihre auslösende Schwelle für so ein Verhalten deutlich niedriger als bei anderen Hunden.

    Grade bei Gruppen kann solches Verhalten dann auch schnell von Spiel in Ernst umschlagen. Das passiert ja sogar mit gleichgroßen Hunden (und auch nicht nur bei Windhunden), das einer zum Opfer auserkoren wird und die anderen sich den dann zur Brust nehmen.

    Ein körperlich unterlegener Hund (und das sind kleinere Hunde halt) wird da meist schneller Angst bekommen, panisch werden, dann erst recht flüchten... und sich damit benehmen wie Beute und den Hetztrieb daher noch stärker auslösen.


    Insgesamt kenn ich aber wirklich jede Menge Leute mit Windhunden und Kleinhunden. Ich würde sagen, meistens geht das sehr gut. Man sollte halt nur bedenken, dass man eventuell seinen Zwerg nicht grade mit auf den Auslauf nimmt, wo ne größere Gruppe von Windhunden zusammenkommt, von denen man nicht alle kennt, und das man, je nach Temperament, auch in der eigenen Truppe aufpasst wer mit wem und wie wild am toben ist.

    Zitat

    Ich glaube, die wenigsten Leute wollen wirklich eine Herausforderung. Was sie in Wirklichkeit wollen ist eine erfolgreich gemeisterte Herausforderung... Sie wollen das Gefuehl, ueber sich hinaus zu wachsen und dafuer mit Erfolg belohnt zu werden.


    :lol: :gut:

    Stimmt schon...

    Bei mir war es so, dass ich in meine angeblich "schwierige" Rasse so reingerutscht bin, weil ich den ersten Hund von einer Bekannten übernommen habe. Der hatte dann auch einige kleinere Baustellen, einiges rassetypisch, anderes einfach "hundetypisch", insgesamt alles nix wildes. Aber man wächst mit seinen Aufgaben und ja, nach ein, zwei Jahren zurückzugucken und festzustellen, dass man das eigentlich ganz schön gut hingekriegt hat, ist ein sehr tolles Gefühl.

    Trotzdem sollte der zweite zwar gleiche Rasse werden, weil mir das liegt, aber insgesamt gern unkompliziert und ohne größere Macken. Größtenteils hat das auch geklappt, auf einem Teilgebiet hatte der allerdings ne wesentlich größere Schraube locker als der Erste, was sich aber erst nach der Übernahme zeigt.
    Da hatte ich zwischenzeitlich echt "Kaufreue" und dachte nicht, dass ich es hinkriege. Und doch hat es am Ende sehr gut hingehauen. Das war dann auch wieder ein schöner Erfolg.


    Die rassetypischen Veranlagungen meiner Rasse(n) mag ich und sie liegen mir, gewisse Dinge, die für andere vielleich eine Herausforderung wären (starker Hetztrieb, Reserviertheit mit Fremden), sind für mich also keine, sondern eher ein Plus. Da könnte man auch sagen "Die Frau braucht umbedingt sowas komisches was sonst keiner hat, die will doch bloß ne Extrawurst!", aber nach meinem Empfinden ist das halt einfach das, was in meinem Fall passt wie Arsch auf Eimer.


    In anderer Hinsicht bin ich zwiegespalten. Einerseits bin ich stolz auf die erfolgreich überwundenen Probleme und jetzt, wo ich die Fähigkeiten dafür einmal erworben hab, würde ich so ein "Projekt" vielleicht auch mal bewusst annehmen, statt da so reinzurutschen. Das juckt mich schon manchmal in den Fingern, dieses "Das wär doch gelacht, das krieg ich wieder hin!"

    Andererseits, einfach nur entspannt mit dem Hund leben, ohne größere Baustellen als das erlernen von ein bisschen Grunderziehung... hat auch was!

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    Für Hasen und Wiesenvögel sind die kurzen Mähintervalle und die neuen Geräte wie Aufarbeiter ein Riesenproblem, Kitze sterben bei der Mahd ebenfalls in unvorstellbaren Mengen. Wenn im Mai wieder Rehböcke geschossen werden dürfen, wird versehlich auch die ein oder andere Ricke/Mama erlegt. Die Hunde sind dabei als Regulativ irrelevant, die Forderung nach Rücksichtnahme wäre v. a. andere zu richten. Wenn der Landwirtsminster in Nds z. B. die Wild-Jungtiere schützen möchte, könnte er z. B. tierfreundliche Mähmethoden subventionieren (gibt es nicht mal für Schutzgebiete). Aber müsste man sich ja mit den Landwirten anlegen. Und den Jägern, die sich eh über jede Störung (der Jagd) ärgern ( Gassigänger sind Viele).


    Ja, mein Reden... meine ganze Familie ist recht Naturschutz-affin, meine Mutter begeisterte Hobby-Ornithologin. ich selber hab auf dem Spaziergang auch öfter mal das Fernglas mit.
    Macht mich nicht zu einem Experten in diesen Angelegenheiten, aber so ein bisschen was schnappt man ja doch auf.
    Auch wenn viele Vogelbeobachter und ehrenamtliche Naturschützer freilaufende Hunde in sensibelen Flächen ganz und gar nicht witzig finden (zu Recht) - wenn man die nach den großen Problemen z.B. für unsere einheimischen Singvögel und da vor allem die Bodenbrüter fragt, dann kommen freilaufende Hunde erst ganz, ganz, GANZ weit hinten in der Liste, Lebensraumzerstörung durch Landwirtschaft und Besiedlung dagegen ganz weit vorn. Gleiches bei Amphibien, Raptilien und vielen Kleinsäugern.

    Ich habs schon unterschrieben.

    Hab ja während des Studiums mehrere Jahre lang in Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover gewohnt. Selbs im Stadtgebiet ist im Stadtwald Eilenriede, in der Leinemasch, an den Ricklinger Teichen und auf der Alten Bult (ehemalige Pferderennbahn, jetzt ein viel frequentiertes Auslaufgebiet, das aber auch reichlich von anderen Freizeitsuchenden als Hundebesitzern genutzt wird) Leinenzwang.
    Das ist einfach albern.

    Erstmal brüten und setzen da bestimmt auch Tiere, aber sicher keine stark bedrohten (es ist immerhin alles mitten in der Stadt und den Rest das Jahres laufen da auch überall Hunde in großer Zahl frei) und dann ist es halt auch überschwemmt mit Radlern, Joggern, Spaziergängern, Walkern, Gruppen von grillenden und picknickenden Ausflüglern, spielenden Kindern, an den Teichen im Sommer Badegästen... und so weiter und so fort.

    Da empfinde ich es schon als Willkür gegenüber den Hundebesitzern, wenn von allen Gruppen die da die wildlebenden Tiere stören können und die da alle munter querfeldein durchs grüne laufen ausgerechnet die einschränkt - hab so ein bisschen das Gefühl, als würde man es am liebsten auf's ganze Jahr ausweiten, aber hat keine Grundlage dafür.


    Abgesehen von dieser doch örtlich begrenzten Situation:
    Hier in NRW gibts in meiner Gemeinde keinen Leinenzwang in der BSZ, nur Artikel in der Zeitung und Plakate der Jägerschaft wo um Rücksicht gebeten wird.

    Es ist in dieser Zeit alles wie es eigentlich das ganze Jahr über ist. Die Hundehalter, die wissen, dass sie stark jagdtriebige Hunde haben und die etwas Verantwortungsgefühl haben, die haben ihre Hunde an der Leine bzw lassen sie nur kontrolliert laufen.
    Die anderen Deppen sind halt rund um's Jahr Deppen.

    Sind in den anderen Bundesländern, die keine generelle Leinenpflicht in der BSZ haben, die Verluste wirklich so viel schlimmer als in Niedersachsen? Also, bringt die strengere Regelung dort irgendwem was, außer das man sich als "verantwortungsvoller Hundehalter" :roll: dran aufgeilen kann, wie toll doch eine weitere Regel zur Einschränkung der Hundehalter ist?


    Wie hoch sind eigentlich die Schäden durch Hunde an wildlebenden Tieren, verglichen mit den Zahlen an Wildtieren, die auf den Straßen sterben, durch die intensive Landwirschaft (Monokultur & Landschaftsverödung, Pestizideinsatz, Mahd), durch den immer schneller fortschreitenden Flächenverbrauch, durch Glasscheiben (Singvögel), durch Jagd?


    Ihr könnt euch ja mal den Spaß machen und Statistiken zur geschätzen Anzahl der von Hunden gerissenen Rehe, der bei der Jagd erlegten Rehe und der im Sraßenverkehr "erlegten" Rehe suchen. Selbst wenn man die Zahl der gerissenen Rehe, die durch die Jägerschaft ermittelt wurde und bei der es sich daher um eine großzügige Schätzung handeln dürfte, einfach mal verdoppelt, kommt man nichtmal im Ansatz an die Zahl der durch Autos und Jagd getöteten Tiere ran.

    Das andere Gefahrenquellen viel, viel schädlicher sind für die Natur/für Wildtiere als freilaufende Hunde es sind, ist natürlich kein Grund, die Schäden durch Hunde ok zu finden. Aber es setzt die ganze Aufregung etwas in Relation.
    Die Verluste durch Hunde sind nichtmal ein Tropfen auf dem heißen Stein wenn man das große Ganze betrachtet.


    Missversteht mich nicht - ich hab selber stark jagende Hunde (die aber noch nie einen Jagderfolg hatten und in inzwischen 8 Jahren nur ein knappes halbes Dutzend Mal ausgekommen sind, was ich keine schlechte Quote finde).
    Ich will nicht, dass sie rumwildern, weil ich Angst vor Straßenverkehr und Jägern hab und weil ich nix illegales machen möchte. Insofern passe ich eh das ganze Jahr über auf, nicht nur in der BSZ. Ich hab sie im Schnitt wohl eher mehr angeleint als die meisten Hundebesitzer bei uns am Ort. Ich kann mich, wie die meisten hier im Thread, sehr gut über gehirnamputierte Hundebesitzer aufregen, deren Hunde im Feuchtgebiet (Naturschutzgebiet) durch die Wiesen preschen in denen Kiebitz, Feldlerche und Brachvogel brüten.
    Aber solche Leute kriegt man nicht mit Gießkannen-Verboten für alle, damit bestraft man nur die vernünftigen mit.

    Zitat

    Auch Jagdhunde können offline laufen (oder gerade diese). Im Zweifelsfall bei der Arbeit lebenswichtig, dass der Hund nur auf Kommando losprescht und ungefragt niemals auf Wild geht... Jagdhunde sind ja vom Grundsatz her nicht dazu gedacht, hinter Wild herzuhetzen, sondern sehr kontrolliert am Wild zu arbeiten. Sie sind hinsichtlich dessen sehr gut abzurichten, allerdings mit erhöhtem Aufwand (daher verständlich!!!).
    Wollte ich nur mal loswerden... ;) :smile:


    Ich kann ja auch mal was loswerden: Nicht alle Jagdhunde sind typische deutsche Jagdgebrauchshunde, die meistens mehr oder minder im Befehl stehen (müssen) oder zumindest mit der selbstständigen Arbeit erst auf Befehl loslegen.

    Gar nicht mal so wenige Jagdhunderassen sind zur selbstständigen Arbeit komplett oder fast komplett ohne Einflussnahme des Hundeführers gezüchtet, wenn man vom anfänglichen ableinen mal absieht. Unter anderem fast alle mediterranen Rassen (Podencos und Verwandte) und alle Windhunde (= Hetzjagdhunde... auch Hetzjagd ist Jagd), aber auch noch andere. Da gehört Abrufbarkeit und "sauber am Wild sein" definitv weder zu den Zucht- noch zu den Ausbildungszielen.
    Nix gegen dich persönlich, aber mich nervt es immer ein bisschen, wenn "Jagdhund" mit "brauchbar für den deutschen Jagdalltag" gleichgesetzt wird und alles andere dann auf magische Weise kein Jagdhund mehr ist sobald es deutsche Gefilde erreicht.

    Naja... :D


    Immer nur eine einizige Rasse - nee, eher nicht.
    Immer der gleiche Typ Hund - auf jeden Fall. Ich werde wohl immer bei den Windhunden bleiben.

    Angefangen hab ich mit Greyhounds. Die würde ich auch immer wieder nehmen, könnte mir als Alternative dazu allerdings auch gut mal einen Galgo vorstellen.
    Die orientalischen Windhunde begeistern mich aber inzwischen noch ein bisschen mehr als die westlichen und davon ist der Saluki, mit seiner ganzen Typvielfalt, ganz klar mein Liebling. Einen davon möchte ich immer bei mir haben solange ich Hunde haben kann. Den anderen Orientalen (Sloughi, Azawakh, Afghane und die nicht FCI anerkannten Rassen) bin ich aber auch nicht abgeneigt. Wenn, dann aber zum Saluki dazu, nicht an Stelle dessen.

    Äußerlich gefällt mir die reduzierte, auf's wesentliche beschränkte, trockene Eleganz. Charakterlich mag ich die wiedersprüchliche Art, je nach Sitauation einerseits weich und zart, andererseits hart und zäh, das starke Eigenleben und die "Wachheit".

    Die Sache mit dem Vergleichen wenn man zwei Hunde der selben Rasse hat: Nee, bei mir kein Risiko. Meine beiden Greyhounds zum Beispiel sind so verschieden, das ist einfach kein Vergleich. Klar, sie haben beide einen Haufen gemeinsame, rassetypische Merkmale. Aber trotzdem sind sie total individuell.


    Mir geht's übrigens auch so, das ich definitiv mehr Hunderassen hab, die ich NICHT will, als solche die ich will. Wenn ich die Wahl hätte zwischen nem Mops oder DSH oder ner Katze... ich würde die Katze nehmen.

    Ich besitzer keinen, kenne aber einen, oder besser eine.

    Mir selber etwas zu klein, aber sonst eine tolle Rasse. Gesunder Körperbau, sozusagen die ursprüngliche, moderate Version des Pekinesen.
    Zwar brachycephal, aber die Gebiss-, Atem-, und Geburtsprobleme halten sich stark im Rahmen, nicht zu Vergleichen mit Pekinese, Mops und Co.
    Zwar wuschelig, aber kein pflegeintensiver seidiger Fliz, sondern robustes, wetterfestes Deck- und Unterhaar.
    Zwar kurzbeinig, aber nicht mit "Laufwarzen" und mit moderater Rückenlänge, so dass die Proportionen einigermaßen stimmen und der Hund auch mal richtig lange Wanderungen läuft und mühelos auch beim flotten Joggen oder ruhigen Inliner fahren und radeln mithält, und das auch länger als ein paar m.

    Vom Charakter ist die Hündin, die ich kenne, ein recht unkomplizierter Hund. Sie kläfft ganz gern, aber der Jagdtrieb hält sich in Grenzen. Mit Fremden hat sie's nicht so, ist aber beim TA oä nicht böse und auch nicht übertrieben ängstlich. Nur halt eher auf ihre Menschen fixiert und nicht drauf aus, everybodys darling zu sein.
    Sie ist gut erzogen. Ein bisschen stur, nix für Leute, die sonst auf Shelties oder Pudel stehen, aber es hält sich im Rahmen. Die Besitzer sind aber auch keine Hundeanfänger.


    Also, ich find die sehr empfehlenswert, wundert mich echt, dass diese Rasse nicht beliebter ist.

    Den ersten Hund hab ich zufällig von einer Bekannten übernommen. Das bahnte sich zwar über einige Monate an und war auch besprochen, aber die Übergabe selbst war dann zu einem sehr unpassenden Zeitpunkt und ziemlich überstürzt, weil er dann von seinem vorherigen Platz schnell "weg musste".
    Ich war grade den ersten Abend in meiner ersten eigenen Wohnung, hatte einen Koffer, eine Matratze und einen Schlafsack, aber noch keine Tapete an der Wand. Am nächsten Morgen musste ich um halb 8 los zu meinem ersten Uni-Tag ever.
    Zum Glück ging alles gut, weil es der tollste Hund der Welt war/ist, der null Probleme mit alleine sein hat, auch nicht in fremder Umgebung.


    Beim zweiten hatte ich einige Monate die Idee eines Zweithundes. Hab dann ein paar Wochen vor der Vermittlung (er ist aus dem Auslandstierschutz) mit der FRau von der Orga telefoniert, hatte eine Vorkontrolle etc. Wir haben dann abgesprochen, dass in/zum Anfang der Semesterferien ein guter Zeitpunkt wäre und es sollte dann auch ein Transport ankommen.
    Hatte dann von der Bildern her eigentlich einen anderen Hund auserkoren, aber als wir gucken gefahren sind, hat der nicht so gut gepasst, ein anderer dafür umso besser.
    Den haben wir also so 2-3 Monate ernsthaft geplant, nach einem Nachmittag angucken recht spontan mitgenommen und hatten dann 2 Monate Zeit ihn zuhause einzugewöhnen, wobei so viel absolut nicht nötig gewesen wäre, ne Woche oder zwei hätten auch gereicht.


    Hund Nummer drei sollte dann vom Züchter sein. Umgeguckt hab ich mich da fast zwei Jahre, aber letztendlich bin ich auf diese Züchterin und diesen Wurf dann recht spontan gestoßen. Da waren die Welpen schon fast 4 Monate alt und nur noch meine Hündin und ihre Schwester waren zu haben.
    Musste dann aus organisatorischen Gründen noch 3 Monate warten bovor ich sie abholen konnte, das dann auch wieder in den Semesterferien. Da hatte ich noch etwas mehr als einen Monat Zeit zum eingewöhnen. Ich kann im Nachhinein nicht abschätzen, ob das von der Zeit her gut so war oder nicht. Sie hat nach dieser Zeit etwas Probleme gemacht beim alleine bleiben (nix dramatisches, nur mal was kaputt gemacht, aber nicht stundenlang gebellt oder so). Ich glaub inzwischen, es wäre vielleicht sogar besser gewesen, wenn ich sie mit den anderen Hunden gleich vom ersten oder zweiten Tag an ganz selbstverständlich alleine gelassen hätte, so dass sie sich gar nicht erst dran gewöhnt, dass immer jemand da ist.
    Diese Situation (ständig jemand zuhause) hatten die Junghunde bei ihrer Züchterin nämlich auch nicht sobald sie aus der ersten Welpenzeit raus waren.


    Mit mehreren Hunden, von denen die schon vorhandenen gut alleine bleiben, hat man es natürlich immer leichter.

    Hund Nummer vier ist schon seit bald 5 Jahren in Planung. Zuchtstätte ist ausgesucht, guter Kontakt zur Züchterin vorhanden, ich weder da auch einen Welpen kriegen - die Frage ist nur wann (berufliche Gründe bei mir).
    Wenn es dann soweit ist, dann plane ich schon, dass ich ne Woche oder maximal zwei Urlaub nehme, aber danach macht der Zwerg halt den ganz normalen Alltag zusammen mit den anderen mit. Kenne inzwischen mehrere Leute, die das bei jedem Welpen so handhaben und das geht sehr gut. Aber eben alle welche mit bestehenden, gut funktionierenden Gruppen, etwas Hundeerfahrung und entsprechender Wohnsituation (Hundeklappe in den Garten), die ich bis dahin hoffentlich auch haben werde. Ersthundehaltern ohne Erfahrung würde ich schon raten, sich einige Wochen frei zu nehmen und danach für den Notfall eine Betreuung in petto zu haben.

    Zitat

    Kurze Frage an die Dackelexperten: gibt es bei Dackeln tatsächlich rezessives Rot/Gelb? Eine kurze Suche ergab unter "Dürrlaub" nur sablefarbene Rauhhaardackel.


    Angeblich ja, da ist z.B. einer abgebildet: http://homepage.usask.ca/~schmutz/dogE.html
    Auf dem Fotos kann man die Farbe aber nicht wirklich sehen.

    Aber S. Schmutz ist eigentlich eine anerkannte Wissenschaftlerin und die Hunde auf ihrer Website sind soweit ich weiß alle auch genotypisiert.