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Aber durch unsere eigene ist sie an Katzen gewöhnt und benimmt sich Gott sei Dank auch Fremdkatzen gegenüber nur neugierig. Sie würde also schon hinrennen, lässt sich da aber stoppen.
Das Rudel meiner Bekannten, das die Katze vom Nachbarn auf dem Gewissen hat, lebt zuhause mit einer eigenen Katze zusammen. Die darf alles, liegt mit den Hunde zusammen auf dem Sofa, frisst aus deren Näpfen...
All das hat sie trotzdem nicht dran gehindert, die fremde Katzen als Beute zu betrachten.
Bei meinen eigenen ist es nicht viel anders. Die leben problemlos mit zwei eigenen Katzen, der eine trotz Rennbahnvergangenheit und obwohl er anfangs sehr scharf auf die Katzen war, die andere ist mit Katzen aufgewachsen. Trotzdem reagieren sie auf dem Feld auf Katzen nicht anders als auf Wild.
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Mir ist (rein gefühlsmäßig) ein Sichtjäger lieber als ein Nasenjäger.
Ich hatte ja länger eine Gordon Setter Hündin als Gassihund. Die war wesentlich anstrengende als 3 Windhunde zusammen.
Energie ohne Ende, und eben diese Duracell-Energie, nicht das plötzlich explosive "Krawumms!!!" bei den Windhunden und dann Ruhe sonderen ratatatatatatatatatatatatat..... es lief und lief und lief!
Und wenn die was in der Nase hatte, dann war das als würde sie magnetisch auf der Spur festkleben, ab geht die Post.
Der einzige Weg sie davon abzuhalten war eben, wenn man sie irgendwie beschäftigte, vorzugsweise in Richtung Jagdersatztraining. Ohne war sie unerträglich, weil sie nämlich an der Leine zog wie ein Ackergaul wenn sie nicht ausgelastet und nicht genügend bewegt war und der einzige Weg sie freilaufen zu lassen eben über Beschäftigung und Gehorsam ging. Das heißt man war wirklich pausenlos mit dem Hund beschäftigt.
OK, bin ich auf meinen Spaziergängen auch, aber anders. Die Hunde machen halt ihr Ding (und sind damit völlig zufrieden) und ich beobachte einerseits die Hunde und andererseits die Umgebung. Das ist auch Konzentration, aber spannend und entspannend, nicht anstrengend.
Weniger anstrengend als Windhunde finde ich grade Vorstehhunde nicht wirklich, der einzige Vorteil ist halt, dass man ne reele Chance hat, dass der Hund mit viel Arbeit mal zuverlässig abrufbar wird, während bei Windhunden letztlich doch meist der Trieb bzw die Selbstständigkeit das letzte Quentchen Zuverlässigkeit verhindern.
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Naja, bei einer langjährigen Züchterin kann es ja fast nicht sein, dass sie nur die netten Exemplare hat? Jedenfalls war es so beschrieben, als ob es mit allen ihren Salukis klappt - und Salukis sind ja dann doch einen ganzen Zacken eigenständiger als Whippet und Grey...
Meine Salukihündin ist dickköpfiger und "kantiger" als die Greys, aber sie hört auch nicht schlechter. Zum Wahrheitsgehalt des Artikels kann ich nix sagen, nur so viel: Ich kenn/weiß "heutzutage" von niemanden mit Salukis, der die aus der Hatz abrufen kann. Es mag mal Ausnahmehunde geben, aber bei einer ganzen Gruppe halte ich das doch für unwahrscheinlich.
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Jetzt " muss " ich noch mal etwas fragen: jagen die Windhunde NUR auf Sicht, nie der Nase nach?!?
Naja, Hund ist Hund und Hund hat halt ne gute Nase. Völlig "nasenblind" sind die nicht. Aber es ist halt zweitrangig.
Meine wittern durchaus auch mit hoher Nase und werden aufgeregt, wenn sie was interessantes riechen - aber sie heben dann eher den Kopf und gucken, ob sie was entdecken, statt (wie z.B. die Setterin) der Nase nach loszustürmen.
Und sie zerren mich auch mal ein paar 100 m auf einer frischen Fährte den Weg lang (kann man nach Regen schön sehen, z.B. Trittsiegel vom Reh in ner lehmigen Fahrspur), aber sie sind dann noch ansprechbar. Von einer Fährte kann ich sie abrufen, auch wenn sie schon im Jagdmodus sind, aber mit Sichtkontakt wird's schwierig bis unmöglich.
Ein bisschen macht's auch die Übung. Als ich noch in der Stadt gewohnt hab, haben meine Hunde auch bei Landausflügen wenig auf Wildgeruch reagiert, weil sie das wohl einfach nicht so fest mit dem entsprechenden Tier verbunden haben.
Seit wir ländlich wohnen und sie einige Male die Situation hatten, dass direkt vor uns Wild über den Weg gelaufen ist oder gar den Feldweg runter geflüchtet ist, oder der Hase vor ihnen aus der Sasse gesprungen ist, und sie jeweils gleich nach oder noch beim Anblick den Geruch in die Nase gekriegt haben, seitdem sind sie wie angeknippst. Grad bei der Salukihündin, ich denk mit der könnt man auch fährten gehen.
Außerdem ist's auch rassemäßig etwas unterschiedlich, die zentralasiatischen Tazys z.B. sind für recht gute Nasen bekannt.