Beiträge von Marula

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    - Grosser Münsterländer (Kennel steht in England fest, die Frage ist nur wann =), vermutlich nicht als jetzigen Zweithund - wobei jetzig in 3 - 5 Jahren ist)


    Aus England? Das ist ja interessant. Wie kommt man denn da drauf, ich hätte immer gedacht, dass wenn ein Münsterländer, dann aus Deutschland, schließlich ist hier ja Ursprungsland und Hauptzuchtgebiet für die Rasse.

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    Der Vergleich hinkt ja wohl. Hunde, die frisiert werden müssen, haben kein "naturgegebenes" Aussehen - die Haare würden einfach bis ins Unermessliche wachsen und MÜSSEN daher geschoren werden. WIE ist dann letztendlich egal, Fakt ist, es muss gemacht werden.

    Ein Ohr muss nicht geklebt werden. Im Gegenteil dürfte es wohl weitaus mehr der Natur entsprechen es sich einfach so entwickeln zu lassen wie von der Genetik vorgegeben anstatt da irgendwelche Sachen ran zu kleben.

    Also manche Argumente und Vergleiche hier sind sowas von hanebüchen... :hust:


    Wieso?
    Ebenso wie man Hunde so züchten könnte, dass sie von Natur aus das gewünschte Ohr haben, welches man nicht nachbearbeiten muss, könnte man sie auch so züchten, dass sie ein Fell haben, das man nicht erst frisieren und aufwendig pflegen muss, damit der Hund gesund bleibt und sich wohlfühlt. Das eine ist ebenso menschgemacht wie das andere, das ewig wachsende Fell folgt genauso dem vom Menschen entworfenen genetischen Bauplan wie das unschön getragene Ohr.

    Das man nen Hund züchtet der zwingend sein ganzens Leben lang nachbearbeitet (frisiert und gepflegt) werden muss, damit er nicht leidet, könnte man, wenn man so richtig korinthenkackern wollte, sogar schlimmer finden als das man einen züchtet, der optional für kurze Zeit nachbearbeitet werden kann, aber so oder so keinen Nachteil erleidet.
    Dem Sheltie passiert nix, ob er nun ein paar Wochen ein Kaugummi in der Ohrspitze kleben hat oder nix. Für einen Pudel kann es ziemlich unangenehm werden, wenn er nicht gepflegt wird.

    Mir persönlich ist das egal, die Zucht und die korrekte Pflege von Langhaarhunden halte ich selbstredend nicht für Tierqäulerei. ;)


    Ich denk die meisten machen hier viel Tamtam um was, was sie eh nie selber erlebt haben. Ich habs schon ein paar Mal mitgekriegt und konnte da keine Einschränkung für die Hunde erkennen. Die waren nicht irritiert, andere Hunde waren nicht irritiert von ihnen und von daher finde ich es völlig unspektakulär und undramatisch. Mehr gibt's da für mich auch nicht zu zu sagen.

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    Lasst die Tiere so sein, wie sie sind und pfuscht nicht dran rum. Unglaublich, dass man sich sowas rausnehmen kann. Nur weil man es schöner findet. Dann soll man sich einen Hund holen, der von Geburt an "perfekt" ist, wenn man da so viel Wert drauf legt, und nicht an einem anderen rumpfuschen :down:


    Darf man dann auch nicht mehr frisieren, außer vielleicht aus Tierschutzgründe irgendwann die Flizplatten rausschneiden? Oder noch besser, gar keine Hunde mehr züchten die umbedingt Fellpflege brauchen damit sie nicht verkommen?

    Ich mein, damit verändert man das naturgegebene Aussehen des Hundes auch deutlich, UND man kann sich sogar noch den Haarschnitt aussuchen, der einem am besten gefällt. Wie oberflächlich. Und für sowas muss der "arme Hund" :hust: dann alle paar Tage oder Wochen länger stillstehen.


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    b) Die mögliche Einschränkung der Kommunikation aus Eitelkeitsgründen. Da würde ich von den Tapeverfechtern gern wissen, hat der getapte Hund bei eurer Rasse die volle Beweglichkeit des Ohrs, ja oder nein - gern mit Videos oder Fotos im Vergleich mit Hunden mit naturbelassenen Ohren.


    Ich hab ja selber keinen und noch nie geklebt. Aber ich kenne Irish Terrier, Shelties, Boxer und Schäferhund denen das Ohr jeweils zur rassetypischen Form getaped wurde (2x Kippohr, 1x Knopfohr, 1x Stehohr).

    Ich kann nur sagen, dass sich das glaube ich hier viele viel dramatischer vorstellen als es ist. Es stört die Hunde nach kurzer anfänglicher Irritation wirklich gar nicht, schütteln mal den Kopf die ersten Minuten, aber die gehen da nicht dran und gar nix. Jeder, der schonmal nen Kopfverband drummachen musste, z.B. wegen Othämatom, weiß, dass die die sofort runter haben wenn es sie stört.

    Die dürfen alles machen und das Ohr ist zwar in der Zeit nicht ganz so beweglich, aber auch nicht völlig versteift oder so. Ich mein, ein normales Hängeohr wie es z.B. die Spaniels haben, hat wahrscheinlich ebensowenig oder weniger Kommunikationsmöglichkeiten wie z.B. ein geklebtes Kippohr. Das kann auch noch hoch oder tief getragen werden, aufgestellt und angelegt - nur die Spitze bleibt halt abgeknickt. Auch ein mit Tampon oder Pappröllchen im Ohr hochgeklebtes Stehohr (in der OhrMUSCHEL, nicht im OhrKANAL, für die Dramaqueens hier) kann noch nach hinten angelegt oder seitlich abfaltet werden, es kann sich halt kein Knick in der Mitte des Ohrknorpels bilden.

    Wenn in Action mal was abgeht, dann macht man es halt neu und fertig, der Hund hat in der Zeit weder Stubenarrest noch Spielverbot. Das ist nicht wie die Verbände und "Gestelle" früher beim kupieren.
    Und später haben die Hunde natürlich den vollen Kommunikationsumfang eines Hundes mit natürlichem rassetypischen Ohr.

    Ich hab noch ganz viele Namen aus Büchern und Comics, die ich mal vergeben will. Momentan stehen für einen Rüden Gamzee, Tarvek und Vash und für ein Mädel Kanaya oder Gkika ganz hoch im Kurs. Einen Kassian oder einen Emilio hätte ich auch gern mal, ebenso wie einen Nicolas. Elric wäre ebenfalls nett. Beren ist auch schön und recht "handlich" in der Aussprache. Calvin gefällt mir gut... Hobbes weniger. :D Imoogi finde ich vom Klang her sehr nett, schön weich.

    Eine Bekannte hat einen Hund namens Salazar. Auch ganz cool, finde ich. Passt auch, ist ein bildschöner, aalglatter, hocheleganter, pechschwarzer Galgo, der kann das "tragen". Aber ich fürchte ich würde es Sally abkürzen, und das ist ja nun peinlich für einen Rüden.
    Regulus könnte ich mir vorstellen, ebenso wie Sirius.

    Für Greyhounds mag ich auch so altmodische englische Namen, also gern einmal aktuelle und vergangene Royals durch, entweder als ganzer Name oder als Verniedlichung (William = Will oder Bill, Elizabeth = Lizzy oder Betty). Für einen Grey könnte ich mir dann auch gut mal einen Dave oder John oder Jade oder Rose vorstellen. Oder eine Roxy. ;)

    Und auch diverse europäische Sagen (britische, finnische, alte deutsche, grichische...) bieten tolle Namen. Ach ja, so viele Hunde wie ich Namen auf der Liste hab werde ich wohl nie haben. :ops:

    Eins ist aber sicher: Irgendwann werde ich mal einen Rüden "Sylan" nennen, zu Ehren/in Gedenken an den leider viel zu früh verstorbenen Bruder meiner Hündin (Autounfall...), der ursprünglich meine erste Wahl aus dem Wurf gewesen wäre.

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    Mein Hund ist doch einmalig, weil er einfach so aussieht, wie er eben aussieht.


    Aber er ist doch auch noch einmalig, wenn er ein bisschen anders aussieht?


    Ich find das überhaupt nicht schlimm, zumindest nicht in den Formen, die ich kenne: Bisschen Kaugummi oder Kleber in die Ohrspitze damit sie kippen, die Ohren mal für 3-6 Wochen mit etwas Leukoplast an die Wange kleben damit sie glatt anliegen oder auch nen Tampon oder Pappröllchen in die Ohrmuschel und das ganze mit Leukoplast umwickelt, damit sie stehen.

    Das tut nicht weh, ist richtig gemacht nicht gesundheitsschädlich und die Einschränkung in der Mimik halte ich für sehr gering. Wie andere schon sagten, es gibt zig verschiedene Hunderassen mit zig verschiedenen Ohrstellungen, keine davon hat das volle wölfische Mimik-Repertoire und sehr viele können ihre Ohren nur eingeschränkt bewegen. Trotzdem verstehen die sich. Wüsste nicht, warum ein versteiftes Tüten-Stehohr für andere Hunde schwieriger zu deuten sein soll als ein Hängeohr oder ein Rosenohr. Und Kontakt zu anderen Hunden darf so ein "geklebter" Welpe ja auch haben, wüsste nicht warum nicht. Selbst wenn beim toben mal ein Klebestreifen abgeht oder so, dann macht man den halt neu und fertig.
    Ich mein, ich kenne solche Hunde, und keiner davon schien mir in der Zeit irgendwelche Einschränkungen zu haben oder wirkt später kommunikationsbehindert.


    Verstehen aber auch nicht, warum man bei Rassen, wo scheinbar fast kein Hund von Natur aus die gewünschten Ohren hat, nicht einfach den Standard dahingehend ändert, dass mehrere Ohrformen gleichwertig zugelassen sind. Ist doch albern, wenn man wirklich so gut wie jeden Hund erst "anpassen" muss, damit es hinkommt.


    Für mich selber ist es nicht wirklich relevant, meine beiden Rassen (Greyhound und Saluki) haben zu 99% von Natur aus korrekte Ohren, der eine mehr, der andere weniger perfekt. Hab auch von noch niemandem in einer der beiden Rassen gehört, der einen seiner Hunde geklebt hätte, auch wenn's das mit Sicherheit auch gibt.
    Greys können selten mal Stehohren haben - ich persönlich finde das nicht so schön und würde es auch mit kleben versuchen, wenn ich einen Welpen hätte, der sich in diese Richtung entwickelt.

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    Wenn ich mir überlege, wie ich bei unserem Wetter einen Grey oder eine Galga zum täglichen Auslauf überreden soll, damit sie mir meine Möbel nicht vor Langeweile annagen - da reicht mir erst einmal Windspielgröße von der Sorte... :p


    Greys sind nicht besonders kälteempflindlich, die mögen Schnee und Eis meistens lieber als Sommer. Nass von oben macht zumindest meinen auch rein gar nix aus, es sei denn es ist gefühlte null Grad mit waagerechten Wind.

    Großer Unterschied zum Galgo, die sind ja oft sehr verfroren und dafür im Sommer bei höheren Temperaturen fitter als Greyhounds.

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    :lol: Man soll ja nie "Nie!" sagen, aber ein Afghane ist mir von der Ausstrahlung doch zu androgyn und wird hier wahrscheinlich nie einziehen. :headbash:


    Geht mir bei den "normalen" Afghanen auch nicht anders. Aber grade die Rennafghanen sind eigentlich gar nicht androgyn, sondern haben oft einen sehr ausgeprägten Geschlechtstyp, finde ich. Da sieht man wirklich schon auf den ersten Blick ins Gesicht wer Männlein und wer Weiblein ist und auch sonst finde ich die sehr kernig. Ich mag auch die "Pluderhosen" und die punkige Frisur bei sonst recht spärlicher Behaarung, die die oft haben.

    Sowas will ich gern irgendwann nochmal haben... hätte ich vor 3, 4 Jahren auch noch nicht gesagt, aber seit ich meinen Saluki hab, bin ich den Orientalen von der Wesensart verfallen und Afghanen sind schon ziemlich interessante Charakterhunde. :p
    Und die Fellpflege geht ja bei so einem Renner grad noch.

    Ich bin bei Barsois immer ein bisschen zwiegespalten. Auf Fotos finde ich sie fast nie schön - so ein runder Rücken, dieser superschmale Bananenkopf... eh, nee.

    Life gefällt mir aber die Bewegung gut. Die schweben ja eher als dass sie gehen. Was dann aber in echt immer noch stärker auffällt ist, dass die ja wirklich teilweise für die Größe unglaublich schmale Hemdchen sind, die könnte man ja bald unter ner Türritze herschieben wie ein Blatt Papier. Das fällt wieder auf Fotos gar nicht so auf, finde ich real allerdings sehr augenfällig. Aber das Fell fasst sich total schön an, ganz seidig.

    Ich sag mal so: Die moderateren Typen gefallen mir - nicht ganz so aufgewölbter Rücken, nicht ganz so lange und krumme Nase, nicht ganz so ein schmaler Schädel, nicht ganz so schmal gebaut und flachrippig, nicht gar so riesig und nicht gar so viel Fell. Sind schon beeindruckende Erscheinungen. Aber so einen "Haben will!!!"-Reflex wie bei nem schönen Saluki hab ich da nicht, das ist mal eine Rasse, wo ich es bei angucken und genießen belassen kann.

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    Aber durch unsere eigene ist sie an Katzen gewöhnt und benimmt sich Gott sei Dank auch Fremdkatzen gegenüber nur neugierig. Sie würde also schon hinrennen, lässt sich da aber stoppen.


    Das Rudel meiner Bekannten, das die Katze vom Nachbarn auf dem Gewissen hat, lebt zuhause mit einer eigenen Katze zusammen. Die darf alles, liegt mit den Hunde zusammen auf dem Sofa, frisst aus deren Näpfen...
    All das hat sie trotzdem nicht dran gehindert, die fremde Katzen als Beute zu betrachten.

    Bei meinen eigenen ist es nicht viel anders. Die leben problemlos mit zwei eigenen Katzen, der eine trotz Rennbahnvergangenheit und obwohl er anfangs sehr scharf auf die Katzen war, die andere ist mit Katzen aufgewachsen. Trotzdem reagieren sie auf dem Feld auf Katzen nicht anders als auf Wild.

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    Mir ist (rein gefühlsmäßig) ein Sichtjäger lieber als ein Nasenjäger.


    Ich hatte ja länger eine Gordon Setter Hündin als Gassihund. Die war wesentlich anstrengende als 3 Windhunde zusammen.

    Energie ohne Ende, und eben diese Duracell-Energie, nicht das plötzlich explosive "Krawumms!!!" bei den Windhunden und dann Ruhe sonderen ratatatatatatatatatatatatat..... es lief und lief und lief! :lol:
    Und wenn die was in der Nase hatte, dann war das als würde sie magnetisch auf der Spur festkleben, ab geht die Post.
    Der einzige Weg sie davon abzuhalten war eben, wenn man sie irgendwie beschäftigte, vorzugsweise in Richtung Jagdersatztraining. Ohne war sie unerträglich, weil sie nämlich an der Leine zog wie ein Ackergaul wenn sie nicht ausgelastet und nicht genügend bewegt war und der einzige Weg sie freilaufen zu lassen eben über Beschäftigung und Gehorsam ging. Das heißt man war wirklich pausenlos mit dem Hund beschäftigt.

    OK, bin ich auf meinen Spaziergängen auch, aber anders. Die Hunde machen halt ihr Ding (und sind damit völlig zufrieden) und ich beobachte einerseits die Hunde und andererseits die Umgebung. Das ist auch Konzentration, aber spannend und entspannend, nicht anstrengend.

    Weniger anstrengend als Windhunde finde ich grade Vorstehhunde nicht wirklich, der einzige Vorteil ist halt, dass man ne reele Chance hat, dass der Hund mit viel Arbeit mal zuverlässig abrufbar wird, während bei Windhunden letztlich doch meist der Trieb bzw die Selbstständigkeit das letzte Quentchen Zuverlässigkeit verhindern.

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    Naja, bei einer langjährigen Züchterin kann es ja fast nicht sein, dass sie nur die netten Exemplare hat? Jedenfalls war es so beschrieben, als ob es mit allen ihren Salukis klappt - und Salukis sind ja dann doch einen ganzen Zacken eigenständiger als Whippet und Grey...


    Meine Salukihündin ist dickköpfiger und "kantiger" als die Greys, aber sie hört auch nicht schlechter. Zum Wahrheitsgehalt des Artikels kann ich nix sagen, nur so viel: Ich kenn/weiß "heutzutage" von niemanden mit Salukis, der die aus der Hatz abrufen kann. Es mag mal Ausnahmehunde geben, aber bei einer ganzen Gruppe halte ich das doch für unwahrscheinlich.

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    Jetzt " muss " ich noch mal etwas fragen: jagen die Windhunde NUR auf Sicht, nie der Nase nach?!?


    Naja, Hund ist Hund und Hund hat halt ne gute Nase. Völlig "nasenblind" sind die nicht. Aber es ist halt zweitrangig.

    Meine wittern durchaus auch mit hoher Nase und werden aufgeregt, wenn sie was interessantes riechen - aber sie heben dann eher den Kopf und gucken, ob sie was entdecken, statt (wie z.B. die Setterin) der Nase nach loszustürmen.
    Und sie zerren mich auch mal ein paar 100 m auf einer frischen Fährte den Weg lang (kann man nach Regen schön sehen, z.B. Trittsiegel vom Reh in ner lehmigen Fahrspur), aber sie sind dann noch ansprechbar. Von einer Fährte kann ich sie abrufen, auch wenn sie schon im Jagdmodus sind, aber mit Sichtkontakt wird's schwierig bis unmöglich.

    Ein bisschen macht's auch die Übung. Als ich noch in der Stadt gewohnt hab, haben meine Hunde auch bei Landausflügen wenig auf Wildgeruch reagiert, weil sie das wohl einfach nicht so fest mit dem entsprechenden Tier verbunden haben.
    Seit wir ländlich wohnen und sie einige Male die Situation hatten, dass direkt vor uns Wild über den Weg gelaufen ist oder gar den Feldweg runter geflüchtet ist, oder der Hase vor ihnen aus der Sasse gesprungen ist, und sie jeweils gleich nach oder noch beim Anblick den Geruch in die Nase gekriegt haben, seitdem sind sie wie angeknippst. Grad bei der Salukihündin, ich denk mit der könnt man auch fährten gehen.

    Außerdem ist's auch rassemäßig etwas unterschiedlich, die zentralasiatischen Tazys z.B. sind für recht gute Nasen bekannt.

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    Eben die VDH-Welpen Statistik angeschaut und gemerkt, dass wirklich fast keine gezüchtet werden. Irgendwie dachte mein Kopf da was anderes :hust:


    Joa, die einzigen Windhundrassen die in einigermaßen nennenswerten Zahlen gezüchtet werden, sind Whippets und Irish Wolfhounds, und auch da gehts bloß um um die 500 Welpen im Jahr.
    Die anderen liegen größtenteils um oder noch unter 100 Welpen/Jahr. Grade die im TS so häufigen Galgos und Greys bewegen sich teilweise im ein- oder im niedrigen zweistelligen Bereich, das sind im wahrsten Sinne das Wortes nur eine Hand voll Würfe.

    Daran sieht man halt auch, dass es eben nicht viele Leute sind, die sich ganz gezielt einen Windhund aussuchen. Und auch wenn ich ziemlich begeistert von denen bin, muss ich sagen: Gut so. Es hat sicher auch seinen Grund, das grade die vom Charakter her relativ einfachen Wölfe und Whippchen noch so vergleichsweise gut "gehen".
    Die Mediterranen werden eigentlich gar nicht wirklich in Deutschland gezüchtet - am häufigsten noch Podengo Portugues Pequeno, die "Mini-Podengos", alles andere nur alle paar Jahre mal ein einzelner Wurf.

    Bei den Leuten, die sich einen Windhundwelpen vom Züchter geholt haben, wird man auch nur ziemlich selten Leute finden, die mit dem Jagdtrieb ihres Hundes kreuzunglücklich sind oder lieber drauf verzichten würden. Das ist zum Großteil erst ein Thema, seit es so viele TS-Windhunde gibt die bei Leuten leben, die die haben, weil es ein armer Hund ist der ein Zuhause brauchte (und als Bonus noch hübsch und mit einem angenehmen Wesen dazu), die aber eigentlich mit der anderen Seite der Windhund-Medallie nie was am Hut hatten und das eigentlich auch nicht wollten.

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    Zur Artgerechten Auslastung: Stimmt, wenn man viel macht, geht es den Windis hier sicher auch super. Aber sie sind eben so "krass" in ihrem Verhalten irgendwie. Die JRT z.b. die ich kenne, brauchen keinen Ersatz, die leben einfach so in ihren Familien mit, sind ausgeglichen und zufrieden und jagen auch ohne Training nicht.
    Irgendwie machen die weniger den Eindruck es zu brauchen, deswegen ist mir die Fragen so zu den Windhunden gekommen.


    Das ist interessant. Ich hab mit JRT grad gegenteilige Erfahrungen. Viele haben die ohne viel damit zu machen, ja, aber viele sind eben auch absolut unausstehlich (unverträglich, bissig, neurotisch) und fristen ihr Leben an der Flexi, weil sie grade im Wald sofort weg sind.
    Kenne auch nicht nur einen Terrier, der schon die Hühner vom Nachbarn auf dem Gewissen hat. Und die Reiterjackies die ich so kenne, die fangen fast alle Mäuse und Ratten und buddeln Maulwürfe aus, der eine mehr, der andere weniger.
    Sogar die Scotch Terrier Hündin von Reiterbekannten (und Scotties werden nun wirklich seit 100 Jahren nur noch auf Show gezüchtet, es gibt soweit ich weiß nicht mal mehr eine Arbeitslinie dieser Rasse...) war ein ziemlicher Killer. Mäuse, Ratten und Tauben gehörten da zum täglich Brot, aber auch Marder, Katzen und sogar mal ein Fuchs, den sie im Entengehege erwischt hat, mussten dran glauben (alles auf dem eigenen Hofgelände).

    Dagegen hab ich mit meinen Windigen genau das was du sagst: Die laufen einfach mit. Ok, ich radele immer mal wieder mit ihnen und sie gehen jeden Tag ausgiebig und abwechselungsreich spazieren, fast immer mit zumindest streckenweise Freilauf. Ab und zu machen sie mal ein bisschen Wald-Agility oder den einen oder anderen Trick oder suchen ein bisschen versteckte Leckerlies, aber das war's auch schon. Sie sind einfach Familiehunde und wirken auf mich dabei entspannt und glücklich.
    Aber sie müssen halt auf vielen Strecken an der Leine bleiben und sie würden auf jeden Fall abgehen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Ich pass halt auf, dass es dazu nicht kommt, das ist alles.

    Rennbahn sind/waren zwei von meinen schon zu alt zu bzw durch frühere Rennkarriere zu kaputt, die dritte (gesunde, junge) hat leider an Plastikhasen nicht so großes Interesse. Scheint ihnen nicht zu fehlen, aber ich würde es ihnen gern gönnen, wenn sie könnten/wollten und werde das auch mit zukünftigen Hunden versuchen.

    Im großen und ganzen ist das bei den meisten Windhundleuten so die ich kenne. Deswegen haben ja auch so viele mehrere Hunde - weil es eben einfach und angenehm ist, wenn einem die grundsätzliche Wesesart liegt. Wenn das so schrecklich anstrgend wäre mit diesen Hunde, würden wohl kaum so viele Windhundbesitzer mit gleich 2-6 davon durch die Gegend laufen. :D
    Nichts desto trotz kenne ich eben auch viele solche sehr harmonischen und einfachen Windhundhaushalte, wo dieselben Hunde, die im Alltag eben völlig easygoing sind, Nachbar's Katze gekillt haben oder bei der einen Gelegenheit wo sie dann mal ausgekommen sind auch gleich ein Reh gekriegt haben oder an der 2,5 m Leine einen Fasan aus der Luft geschnappt haben. Das wollen die und das können die im Gegensatz zu vielen anderen Hunden meist auch.

    Ja, die Leute haben jetzt bei ihm auch angefangen mit Frischfütterung (Fleisch, Gemüse, Öl + vollvitaminisiertes Mineralfutter, da sie das mit Innereien im richtigen Verhältnis, Knochen usw nicht so wirklich gebacken kriegen). Ist wirklich momentan das einfachste. Mal sehen wie es wird.

    Aber trotzdem vielen Dank für alle Futtervorschläge! :gut: