Ich hab einen Hund aus Israel, weil man eben diese Abstammung so hier nicht bekommt. Sie ist im IKC gezüchtet, der Israelische Kennelclub, der wie der VDH der FCI unterstellt ist. Die Papier kann man im Grunde problemlos hier eintragen lassen. Es hat allerdings ca. 1/2 Jahr gedauert, bis ich die Ahnentafel hatte, das scheint dort Usus zu sein... von Internetbekannten, die spanische Galgos importiert haben, weiß ich, dass man da auch oft sehr lange auf die Papiere wartet und nochmal nachhaken muss.
Das die Zuchtstandards z.B. was Zwingerabnahmen, Wurfabnahmen, vorgeschriebene Haltungsbedingungen und gesundheitliche Untersuchungen in Israel trotz FCI-Mitgliedschaft nicht so streng gehandhabt werden wie in Deutschland kann ich bestätigen. Selbiges gilt auch für viele Ostblockländer, wie ich von Freunden weiß, die dort Hunde gekauft haben (Greyhounds und Whippets).
Das heißt nicht, dass die Züchter da alle nur auf Teufel komm raus nach Exterieur züchten, aber man muss halt gucken, wer welche Untersuchungen machen lässt und was er machen lässt. Es wird dem Welpekäufer nicht so viel Arbeit abgenommen, man muss selber mehr in die Infosuche inverstieren.
Preislich lag ich zumindest bei dem Welpen etwas (aber nur leicht) unter deutschem Preis, dazu kam ja aber das ganze drum rum für Flug, Papiere, Tollwuttiter (wegen nicht-tollwutfreies Drittland) und so weiter. Insgesamt also wirklich kein Sparprojekt. ![]()
Mein nächster Hund stammt aus Finnland. Finnland hat, wie die skandinavischen Länder, einen sehr fortschrittlichen Hundezuchtverein. Es wird bei sehr vielen Rassen massig getan für Forschungsprojekte, Screeinguntersuchungen usw, und die Züchterin von der ich jetzt kaufe macht sogar noch mehr als bei meiner Rasse üblich (deswegen und weil sie auch wieder ne Abstammung hat, die man in Deutschland so defintiv nicht kaufen kann, bin ich da gelandet). Auch ist der Zucht- und Haltungsstandard vergleichbar mit dem in Deutschland oder sogar höher.
Wenn man also in Skandinavien bei nem FCI-angeschlossenen Verein kauft, dann ist man ähnlich "sicher" wie in Deutschland, auch wenn's natürlich auch da Pfusch gibt. Das Preisniveau ist in den skandinavischen Ländern oft etwas höher, bei "meiner" Rasse kann man oftmals nochmal ein viertel bis die Hälfte vom deutschen Preis draufschlagen und dazu dann halt die Reise-/Transportkosten.
Import selber: Ich bin aus Israel mit dem 7 Monate alten Hund als aufgegebenes Gepäck geflogen, also Hund im Frachtraum, mit einem Zwischenstopp. Tel Aviv, Frankfurt, Frankfurt, Hannover. War überhaupt kein Problem. Die Züchterin hatte sie schon etwas an die Box gewöhnt, den Morgen vorher hat sie kein Frühstück mehr bekommen damit sie unterwegs nicht kotzen muss und fertig war. Hat sie völlig problemlos verkraftet.
Das nächste Mal wirds ähnlich, ich flieg wohl von Helsinki nach Oslo und dann nach Hamburg, Hund im Frachtraum, weil er für Handgepäck nunmal deutlich zu groß ist. Bin mal gespannt wie's wird, aber eigentlich erwarte ich kein großes Drama, dafür kenne ich inzwischen zu viele Hunde die bereits problemlos im Frachtraum gereist sind, auch mit Zwischenstopp.