Beiträge von Marula

    Rottweiler kenne ich als in der Familie sehr gutmütige Hunde, bei direkten Familienmitgliedern, einschließlich Kindern, liegt die Reizschwelle ziemlich hoch.

    Allerdings finde ich sie sonst im Umgang ganz und gar nicht ohne. Die sind oft sehr durchsetzungsstark, da braucht man eine fest Hand - womit ich nicht Härte oder Grobheit meine (damit bringt man den Hund uU nur dazu sich zu wehren, und grade das möchte man bei so einem großen, willensstarken Tier nicht!), aber ein Rottweiler braucht in der Regel sehr klare Führung.
    Sie haben ein ziemlich starkes Wach- und Territorialverhalten und gegenüber Fremden (auch Familienmitgliedern oder Freunden, die sie nicht so oft sehen) ist die Reizschwelle oft beträchtlich niedriger und sie sind gegenüber fremden Menschen oft nicht grade aufgeschlossen. Und "Fremde" können durchaus auch Leute sein, die sporadisch mal zu Besuch kommen, aber nicht täglich ein- und ausgehen.

    Fremde Hunde generell und gleichgeschlechtliche Hunde (auch wenn sie diese von Anfang an kennen) sind oft ein kribbeliges Thema.

    Und dann sind es eben je nach Linie auch Gebrauchshunde, die einen gewissen Trieb mitbringen, oft einen recht ausgeprägten Beutetrieb. Das KANN in manchen Situationen mit kleinen Kindern nicht ohne sein.

    Also, lange Rede, kurzer Sinn:
    Für mich wäre ein Rottweiler oder ein Rottweilermix nicht grade die erste Wahl mit kleinen Kindern und einfach so als Familienhund.
    Das mag gehen (letzendlich kann man jede Rasse, wenn auch nicht jedes Individuum, mit Kindern halten, wenn der Halter kompetent ist und die Umgebung stimmt), aber es gibt viele Rassen, bei denen ich das eher sehe.

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    Wenn du zurück nach Skandinavien wolltest, z.B. Norwegen sind die Kontrollen verschärft. Aber innerhalb der EU ist das alles ziemlich locker.
    Freut mich dass es gut geklappt hat und ich hoffe der Hund hat den Flug gut überstanden :)


    Dem Hund geht's gut, ja. :smile:

    Re. Einreise nach Finnland, da fällt ja z.B. die Bandwurmprophylaxe in nem bestimmten Zeitraum vorher an... ne ungefähre Idee hab ich da schon, werde es mir aber wohl die nächsten Monate nochmal genauer angucken, weil ich hoffentlich die Züchterin auch nochmal (mit Hund, wenn's geht ;) ) besuchen möchte.

    Kurze Rückmeldung:
    Gestern bin ich mit Hund über München von Helsinki nach Hamburg eingereist. Die Kontrolle am Ankunftsflughafen war lächerlich bzw nicht existent - ich hab am Sperrgepäckschalter auf die Transportbox gewartet, als sie kam hab ich gefragt ob ich noch irgendwo hin müsste wegen Kontrolle von Papieren, Zoll oder so. Das wurde verneint, also bin ich einfach durch den "Nichts zu verzollen" Eingang rausspaziert und das war's.

    Hat von Ankunft der Box bis raus nichtmal 5 Minuten gedauert und sie haben am Schalter nichtmal meine Identität überprüft vor Herausgabe der Flugbox mit Hund (was ich ziemlich schaurig finde, es hätte ja jeder sagen können, dass diese Box mit dem Hund drin seine wäre und sie einfach mitnehmen...), geschweige denn mal den Microchip ausgelesen oder den Impfpass überprüft.

    Naja, ich hatte ja alle Papier in Ordnung und griffbereit und auch noch Geld mit für den Fall der Fälle, aber das war... zwar praktisch, aber kurios.

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    Alle drei haben seit es kälter ist regelrecht Hummeln im Hintern.


    Robin fühlt sich zur Zeit auch sehr wohl, Dee schnattert schon mit den Zähnen sobald sie auch nur 2 min vor der Tür ist. Ich glaub die wird immer verfrorener mit der Zeit, die war auch mal unempfindlicher. :D Bin mal gespannt, wie der kleine Finne das dann macht.

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    Nö, hat nix mit Tierschutz zu tun, zumindst nicht direkt.... ich glaube, Du hast meinen Text nicht ganz verstanden.
    Man kann schlicht nicht zweigleisig fahren! Einerseits sich dem VDH/FCI mit seinen strengen Regeln und Zuchtbüchern unterstellen und andererseits am eigenen Versuch rumbasteln. Vor allem wenn es sich um Rassen handelt, die bereits anerkannt SIND. Wofür brauche ich da noch einen Dissidenzverein?
    Anders sieht es aus bei Rassen, die noch gar nicht anerkannt sind. Da muß ich erst mal was vorweisen können, um eine Anerkennung zu kriegen. Zuchtbücher, die nachvollziebar sind bis mindestens zur F3-Generation. Und das ist eben nicht so einfach, weil jeder das Recht für sich herausnimmt, der einzig richtige zu sein. Eifersüchtig wird in D darauf geachtet, nur ja nicht zusammen zu arbeiten... Akutell haben wir ja jetzt eben den Sachverhalt von Silken Windhound, -Windsprite und Longhaired Whippet. Die ersten beiden kochen ihr eigenes Süppchen und haben noch gar keine funktonierende Zuchtbasis, will heißen, sie kommen ohne Einkreuzungen noch gar nicht aus und die letzeren haben bereits eine, wollen sich aber noch nicht einschränken und wollen deshalb gar keine Anerkennung. Via Phänotypbestimmung sollen aber alle Registerpapiere bekommen. Dann ist mit Einkreuzungen Schluß und die Ahnentafel ist "leer". Schwierig. Und zugegeben, sehr komplex. Die Silken-Leute dürfen ja jetzt Mitglied im DWZRV werden - wie es nach der JHV aussieht, steht auf einem ganz anderen Blatt...

    Ich weiß, dass man nicht zweigleisig fahren kann und das ist ja das, was ich nicht ok finde. Ich find ganz einfach, es geht keinen Verein was an, in welchem Verein jemand sonst noch Mitglied sein möchte und ob dieser jemand da auch oder sogar noch außerhalb jedes Vereins Hunde züchten will und ob diese reinrassig sind oder Mixe oder ob sie einer FCI-anerkannten Rasse angehören oder einer (noch) nicht anerkannten.

    Danke schonmal für die Antworten! :gut:

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    Es wird fällig bei Einfuhr aus einem Drittland (also nicht EU) die Einfuhrumsatzsteuer, dafür gibt es keine Freigrenze. Waren bis zu einem Wert bis 150 Euro sind Zollfrei.


    Ich hab vor einigen Jahren einen Hund aus Israel importiert (also Drittland), da war eben die Einfuhrumsatzsteuer fällig.

    Diesemal wäre Finnland/Deutschland, da hab ich nirgendwo was zu gefunden, meine Info war auch, dass da wegen EU keine Einfuhrumsatzsteuer auf Haustiere anfällt.
    Für die ganzen TS-Hunde aus allen Winkeln der europäischen Union wird ja auch nix fällig. Gut, nun hat meiner halt nen höheren Warenwert (normaler Welpenpreis halt), da kann's ja wieder anders sein...

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    Wichtiger sind die Anforderungen an den Tiertransport, Tierseuchenrecht usw. also Impfung, Kennzeichnung, Anzeichen von Krankheiten, Importverbote etc.


    Auf der Ebene ist alles klar, das ist (gegen Einfuhr aus nem Drittland, und auch das ist machbar) unkompliziert.


    Naja, neben den ganzen anderen Vorbereitungen, Flug buchen, Box bestellen, Vertrag durchgehen etc pp hab ich diese Frage einfach vergessen und ich flieg heute nacht/morgen früh los. Ich werd's wohl einfach drauf ankommen lassen und halt zahlen was fällig wird, wenn was fällig wird.
    Für Zoll anrufen/anmailen (wär sonst auch meine erste Idee gewesen) ist es jetzt etwas spät. Aber vielleicht bei der Hintour am Flughafen beim Zoll, die müssten mir das ja eigentlich auch sagen können.
    Ich berichte dann mal. ;)

    Wie kommste denn jetzt auf den Zweig?

    Ich find VDH/FCI grundsätzlich schon ok (würde da auch züchten, wenn ich züchten würde) und denke auch, dass die meisten Vereine außerhalb davon nicht so empfehlenswert sind.
    Trotzdem finde ich eben diese Situation, das man neben einer anerkannten Rasse keine zweite, nicht anerkannte Rasse mit eigenem Zuchtbuch außerhalb der FCI/des VDH züchten darf bzw in diesem Verein kein Mitglied sein darf wenn man im DWZRV bleiben will, nicht ok und hab halt auch (ohne Jurist zu sein) meine Zweifel ob das rechtmäßig ist.

    Und abgesehen davon, was denkst du denn, welchen praktischen Zweck genau diese Regelung erfüllt? Und sag jetzt nicht "Tierschutz", dann lach ich.

    Futtermittelallergie ist aber "nur" die dritthäufigste Allergiegruppe beim Hund, davor kommen noch Atopie und Flohstichdermatitis. Und von den Futtermittelallergien sind wiederum andere Komponenten ebenso häufig oder häufiger Auslöser wie "Getreide". Und wenn eine Art von Getreide Allergieauslöser ist, dann in der Regel aber trotzdem noch nicht alle von den zahlreichen Getreidearten.

    Insofern finde ich es nicht so abwegig, die meistens selbst-und ohne weitere Ausschlussdiagnostik gestellte Diagnose "Getreideallergie" ne Modediagnose zu nennen. Was NATÜRLICH NICHT ausschließt, dass es echte Getreideallergien gibt, es ist nur mMn nicht so häufig wie man nach Lektüre von Hundeforen glauben könnte.