Rottweiler kenne ich als in der Familie sehr gutmütige Hunde, bei direkten Familienmitgliedern, einschließlich Kindern, liegt die Reizschwelle ziemlich hoch.
Allerdings finde ich sie sonst im Umgang ganz und gar nicht ohne. Die sind oft sehr durchsetzungsstark, da braucht man eine fest Hand - womit ich nicht Härte oder Grobheit meine (damit bringt man den Hund uU nur dazu sich zu wehren, und grade das möchte man bei so einem großen, willensstarken Tier nicht!), aber ein Rottweiler braucht in der Regel sehr klare Führung.
Sie haben ein ziemlich starkes Wach- und Territorialverhalten und gegenüber Fremden (auch Familienmitgliedern oder Freunden, die sie nicht so oft sehen) ist die Reizschwelle oft beträchtlich niedriger und sie sind gegenüber fremden Menschen oft nicht grade aufgeschlossen. Und "Fremde" können durchaus auch Leute sein, die sporadisch mal zu Besuch kommen, aber nicht täglich ein- und ausgehen.
Fremde Hunde generell und gleichgeschlechtliche Hunde (auch wenn sie diese von Anfang an kennen) sind oft ein kribbeliges Thema.
Und dann sind es eben je nach Linie auch Gebrauchshunde, die einen gewissen Trieb mitbringen, oft einen recht ausgeprägten Beutetrieb. Das KANN in manchen Situationen mit kleinen Kindern nicht ohne sein.
Also, lange Rede, kurzer Sinn:
Für mich wäre ein Rottweiler oder ein Rottweilermix nicht grade die erste Wahl mit kleinen Kindern und einfach so als Familienhund.
Das mag gehen (letzendlich kann man jede Rasse, wenn auch nicht jedes Individuum, mit Kindern halten, wenn der Halter kompetent ist und die Umgebung stimmt), aber es gibt viele Rassen, bei denen ich das eher sehe.