Beiträge von Marula

    Das bisherige Gesetz hätte vollkommen ausgereicht.

    Welpen die zu kommerziellen Zwecken eingeführt wurden, unterlagen schon immer der TW Impfpflicht und wer 70 Welpen verschiedenster Rassen transportiert, ist kommerziell.
    Die kleinen Fische die mal einen Welpen auf dem Polenmarkt gekauft haben, waren doch schon immer uninteressant.
    Das Problem war nie die Gesetzeslage sondern schon immer die mangelnde Kontrolle

    Sehe ich ebenso. Was für eine Schikane. Treffen wird's eh nur die richtigen Züchter und den seriösen TS, alle anderen werden sich ebensowenig drum kümmern wie bisher, ES SEI DENN die Kontrollen werden verstärkt - und dann hätte wiederum die bisherigen Regelungen schon ausgereicht.

    Wobei ich schon denke, dass das alles nicht so heiß gegessen wird wie es gekocht wird - ich bin zum Beispiel weder beim Import aus Isreal (nicht TW-freies Drittland!!!) noch vor ein paar Wochen beim Import aus Finnland jeweils am Flughafen kontrolliert worden, obwohl ich natürlich alle nötigen Dokumente hatte.
    Einfach zum Sperrgepäckschalter gelatscht, Hund abgeholt, den "nix zu verzollen" Ausgang genommen und fertig. Es hat nichtmal jemand den Chip ausgelesen, geschweige denn mal nach irgendwelchen Papieren gefragt (oder auch nur überprüft, ob ich wirklich der Eigentümer des Hundes bin).
    An den Grenzübergängen mit Auto wird es noch weniger kompliziert sein, da können ja eh nur Stichproben gemacht werden.

    Nur... wer will es schon drauf ankommen lassen, grade wenn man mit dem Hund auch was vor hat. Bei nem seriös gezüchteten Hund kann man ja auch nicht mal eben den Pass ein bisschen vordatieren (ob der Welpe nun 12 oder 15 Wochen alt ist, das können die wenigsten Zollbeamten, Bundesgrenzschützer etc... das kann man als TA ja kaum mit Sicherheit sagen). Die haben ihren Pass, ihr Papier usw ja schon und das muss ja auch alles stimmen für die Eintragung im Zuchtbuch.

    Dem typischen Vermehrerwelpenkäufer, der seinen Babyhund in Belgien oder Tschechien auf der Kleintierbörse/dem Pferdemarkt aus nem Pappkarton raus gekauft hat, dem wird's latte sein bzw der wird da einfach nix von wissen. Dem Käufer eines Züchterwelpen, der so doof ist sich um sowas zu kümmern, dem wird das Leben schwer gemacht.


    Prinzipiell finde ich es allerdings nicht so schlimm, einen Welpen erst in dem Alter zu nehmen. Ist wohl rasseabhängig, viele Windhundwelpen werden eh erst ab 12 Wochen abgegeben und mir persönlich sind 15 Wochen dicke früh genug, wenn es denn ein ordentlicher Züchter ist.
    Keiner der beiden Züchter von denen ich im Ausland bisher gekauft hab, hatte ein Problem damit, die länger zu behalten (jeweils mit 4 Monaten ausgesucht und dann mit 7 Monaten geholt, einmal wegen Importvorschriften und einmal weil ich vorher keinen Urlaub und keinen günstigen Flug bekommen hab).
    In der Regel bleibt ja auch nicht der halbe Wurf so lange, sondern ein oder zwei Welpen (+ enventuell noch der, den der Züchter selber behalten will) und darauf muss man als Züchter ja eh eingestellt sein, das kann immer vorkommen.

    Auch OT:


    Rein aus Interesse:
    Hatte er das schon immer? Oder resultiert es aus schlechter Erfahrung heraus? Ich frage weil ich hier 2 Tierarztliebende Hunde sitzen habe. ich kann es mir gar nicht vorstellen dass Hunde solche Panik haben können. Dass es sowas gibt, klar. Aber dass der Hund seine Umgebung vor lauter Stress nicht mehr wahr nimmt... krass...


    Ich bin TÄ und ich kann dir versichern, dass das nicht immer was mit wirklichen schlechten Erfahrungen zu tun hat.
    Für manche sind "schlechte Erfahrungen" eben auch schon "Auf einem Tisch stehen und sich von Fremden überall anfassen lassen und Fieberthermometer in den Po gesteckt kriegen" und anderen macht man bei ner hochgradigen Ohrenentzündung die Ohren sauber und Medikamente rein und sie kommen nächstes Mal trotzdem wieder fröhlich rein.

    Ich hab selber auch die ganze Spannweite von unbefangen und freundlich (übrigens auch ein Greyhound, an der Rasse liegts also nicht) bis "zugänglich wie eine verwilderte Katze". Und letzteres ohne besonders schlechte Erfahrungen.

    Tendenziell, ganz tendenziell ist es zwar schon so, dass entspannte, selbstsichere Leute auch ebensolche Hunde haben (und vor allem ihre Hunde auch besser im Griff haben, auch wenn die panisch oder aggro sind), aber es gibt immer Einzelfälle. Wir haben auch Kunden, die haben fast nur nette, gelassene, gut erzogene Tiere, und dann aber doch einen hoffnungslosen Stresskeks oder so ein richtiges Biest dazwischen. Da kann man nicht immer was für und man kann da auch nicht immer so ganz viel dran machen.


    Der Halter weiß seinen tollen Hund leider nicht wirklich zu schätzen =/


    Wieso das denn nicht? Also, was hat er an ihr auszusetzten?

    Bei Barsois bin ich ja immer etwas zweigespalten, es gibt viele, die sind mir zu riesig, zu ungelenk, zu rundrückig, zu fellig... aber die kleinen, leichten, mit nicht so viel Fell und nicht ganz so extrem im Typ, so wie diese Hündin, die finde ich sehr hübsch.

    Dazu hat sie noch eine ausnehmend hübsche Farbe - Barsois sind ja eine sehr bunte Rasse in der eigentlich fast alle Farben vorkommen, aber gefühlte 90% sind Rot oder Rot-Sable, mit oder ohne Stromung, entweder als Mantelschecken oder Plattenschecken.

    Und "Fabelwesen" ist da schon die richtige Bezeichnung, die haben schon eine tolle Art sich zu bewegen.

    Macht sie denn nur Hunde-Osteopathie oder generell Tier-Osteopathie (also z.B. mehr Pferde als Hunde... das sind jetzt die einzigen Tiere, wo ich noch weiß, dass da regelmäßig Osteopathen zugange sind) oder ist sie eigentlich Menschen-Osteopathin und macht nur nebenbei ein bisschen Hunde? Ist ja schon komisch, wenn man Hunde-Osteopathie macht, aber keine Hunde mag...


    Zu der extremen TA-Angst kann ich wenig tröstliches sagen. Manche Hunde sind leider so und es hat nicht immer was damit zu tun, ob wirklich was schlimmes beim TA passiert ist, bzw ist "was schlimmes" eben von Hund zu Hund unterschiedlich.
    Manche Hunde kommen auch nach langen, schmerzhaften Krankheitsgeschichten noch schwanzwedelnd rein und begrüßen fröhlich Arzt und Helfer, andere muss man nur mal auf dem Tisch gründlich durchgucken und mit dem feinsten möglichen Kanülchen einmal pieken und sie pinkeln sich nächstes Mal ein vor Angst.

    Je weniger du dich davon stressen lässt und je souveräner du bist, desto besser für deinen Hund. Du musst dir immer sagen, dass es nicht wirklich was ist für was du ihn bemitleiden musst. Es ist meiner Erfahrung nach besser, ein bisschen zu sachlich (freundlich, aber bestimmt) als zu unsicher und mitleidig mit dem Hund umzugehen.

    Momantan stehe ich um 6:30 oder 6:40 auf, mache mich fertig und gehe um 7:00 mit den Hunden aus dem Haus.
    Morgengassi ist dann 40-45 Minuten, dann schnell Hunde wieder reinbringen (die gehen dann immer nochmal ins Bett - wie ich die Biester beneide!!!), andere Jacke anziehen und um kurz vor 8:00 runter zur Arbeit (ich wohne momentan über meiner Arbeitsstelle).


    Wenn ich frei hab, schmeiß ich die Hunde aber teilweise auch nur um 6:00 schonmal vor die Tür zum pieseln und dann gehts wieder ins Bettchen.
    Meine alten haben auch so länger durchgehalten wenn WE oder Urlaub war und freiwillig und ohne einen Mucks bis 10:00 oder so geschlafen. Aber jetzt mein Junghund kann das noch nicht, der muss noch alle 6-8 h Pipi und will dann außerdem um 6:00 oder 7:00 auch aufstehen und Action *stöhn*.

    Ich musste diesen Thread hier mal wieder vorkramen, weil ich mich wirklich über einige Bemerkungen geärgert hab in den letzten Tagen.


    Ich hab seit etwas über zwei Wochen Saluki-Zuwachs, einen grade 7 Monate alt gewordenen Rüden. Bei der Züchterin ist er sehr einsam und ländlich aufgewachsen und sie hat auch nicht soooooo viel mit den Welpen gemacht. Sie lebten im Haus mit jederzeit Freigang nach draußen, viel liebevoller Zuwendung und nem intakten Familienrudel. Ein paar mal beim TA waren sie, das war's aber auch schon.

    Bitte keine Diskussionen über Sozialisation und warum man nie einen so aufgezogenen Hund nehmen sollte - ich hab diesen Hund aus dieser Blutlinie und diesem Kennel ganz bewusst ausgewählt, auch im Wissen um die Aufzucht, unter anderem eben deswegen, weil die Züchterin Wert auf ein 1A-Wesen legt.
    Ich hab genau das bekommen was ich mir erhofft hab. Auch ohne Bällchenbad, Sozialisierungsspaziergänge und Welpenschule ist dieser Hund, der frisch aus der finnischen Wallapampa kommt, freundlich und offen gegenüber Mensch und Hund und neugirig und mutig gegenüber seiner sonstigen Umwelt.
    Gute Gene eben. Für mich wesentlich überzeugender als ein Hund, dem man erst seinen Namen vortanzen und singen muss, damit er umweltsicher wird.


    Aber er ist erziehungsmäßig praktisch "roh". An der Leine gehen ist/war eher chaotisch, nen gezielten Rückruf konnte er noch nicht und Kunststücke wie "Sitz, Platz, Bleib" erst recht nicht. Was mir persönlich latte ist, denn das kann ich nem Hund auch selber beibringen und das geht bei einem unverdorbenen, intelligentem Hund mit gutem Wesen auch recht einfach.


    Die ersten zwei Wochen hab ich jetzt erstmal an wichtigen Dingen gearbeitet: Die Manieren an der Leine werden immer besser, die Grundlagen für den Rückruf sitzen und werden ebenfalls stetig besser (die ersten Freilaufversuche waren top) und er kann jetzt bereits problemlos mit meinen anderen beiden Hunden ganztags allein bleiben (mit großem Spaziergang Mittags in meiner Pause). Bisher hat er nix kaputt gemacht, nicht reingemacht und gar nix.

    Das finde ich ehrlich gesagt alles ziemlich gut so, ich kenne ne Menge erwachsener, "erzogener" Hunde, die mit an-der-Leine-gehen, Rückruf und alleinbleiben mehr Probleme machen, auch wenn sie vorbildlich "sitz" machen können bis sie schwarz werden (was für eine Herausforderung... :roll: ).


    Ich krieg echt die Krätze :kopfwand: , wenn ich mir von anderen Hundehaltern im Bekanntenkreis anhören muss, warum der Hund mit 7 Monaten noch "nix kann", mit mitleidigen Blicken auf den dünnen, dummen Hund (denn wie jeder weiß sind Windhunde ja eh blöd wie drei Meter Feldweg, daran liegt es also dass er "nix kann").


    "Sitz" habe ich übrigens gestern angefangen, hat er sofort kapiert und heute gut wiederholt. Wird noch ein paar Tage dauern bis es wirklich abgespeichert ist, aber das ist mir auch sowas von egal... solange der meine Wohnung heil lässt, kommt wenn ich ihn rufe und mir nicht den Arm auskugelt beim spazieren gehen, ist alles andere zweitrangig.

    Ich find's vor allem auch sehr interessant, welche User Wünsche haben, die ich nie vermutet hätte, weil ihre jetzigen Hunde was ganz anderes sind.
    Bei anderen dagegen geht es ja ganz klar in die Richtung "Einmal ein XY, immer ein XY!", oder zumindest eine sehr ähnliche Rasse.

    Ich würd mich vor allem nicht drauf verlassen, dass dein Freund in der Hundehaltung ne nennenswerte Rolle spielt. Meiner Meinung nach sollte man sich in deinem Alter (ich bin auch erst Mitte/Ende 20 und hab die Phase mit dem Studium erst seit kurzem hinter mir... Tiermedizin übrigens...) nen Hund immer anschaffen als wäre man Singel, auch wenn man in ner Beziehung ist.

    Mein damaliger Freund hat ne Zeit lang auch mal was mit den Hunden gemacht und das war auch gut und nett und schön, aber wir haben uns dann halt nach einigen Jahren getrennt und es war klar, dass es 100% meine Hunde sind und ich nun auch wieder allein für sie zuständig bin (was ich überwiegend eh schon war).
    Man sollte sowas finde ich in der Lebensphase einfach noch nicht als Paar planen, weil man meistens kein Paar bleibt. Die meisten Beziehungen in meinem Freundeskreis aus der Zeit (Abi/Studienbeginn) haben nicht gehalten, was ja auch nicht ungewöhnlich ist.

    Es kann schon ein paar Tage bis Wochen dauern, bis die sich damit arrangiert haben, dass sie jetzt zusammen wohnen. In der ersten Zeit kann es auch durchaus zu kleineren Auseinandersetzungen kommen. Auch wenn danach mal einer ne Schramme hat oder etwas angesabbert ist oder ein Büschel Fell fehlt, ist das nicht gleich ein Beinbruch. Es sind halt Tiere. Und ja, das hört sich oft schlimm an... ist aber ganz normal das ein erschrockener Hund Geräusche macht als wird ihm das Fell über die Ohren gezogen.

    Natürlich gibt's auch Hunde, die sind lieber Einzelhund und solche, wo eine bestimmte Kombi einfach nicht passt. Ob das bei dir so ist, kann man von ferne nicht sagen. Die meisten Hunden können sich aber zumindest arrangieren und viele lernen sich mit der Zeit auch zu mögen.


    Generell würde ich beiden Hunden klare Grenzen setzen und nicht zu viel erwarten. Es muss nicht Friede, Freude, Eierkuchen sein, aber sie müssen wissen was du von ihnen willst.

    Spielaufforderungen drinnen würde ich unterbinden, drinnen spielen sollen sie ja wahrscheinlich auf Dauer eher nicht und wenn das dann in Kabbeleien endet, dann braucht das ja eh keiner.

    Dein Hund hat die Füße still zu halten und den Gasthund in Ruhe zu lassen. Wenn er den Besuchshund nicht angehen soll, dann mach das auch deutlich, dass es nicht seine Aufgabe ist, den Neuankömmling in seine Schranken zu weisen, sondern das DU bestimmts wo die Schranke steht und den Wärterjob schon selber machst.

    Ich hatte es auch grade, dass ich einen neuen Junghund mitgebracht hatte, von dem meine erwachsene Hündin zuerst nicht soooooo begeistert war. Die meinte auch, sie müsste ihm mal zeigen wo der Hammer hängt.
    Ist aber nicht - ich sorge dafür, dass sie ihre Ruhe hat (das der Neue ihren Schlafplatz respektiert usw) und natürlich bekommt sie auch die selbe Aufmerksamkeit und Zuwendung wie sonst.
    Aber ansonsten kann sie entweder Ruhe geben und sich neutral verhalten, oder sie kriegt nen Anschiss der sich gewaschen hat und fliegt raus.
    Wenn ich sage "Der darf das!!!", dann darf der das (z.B. sich frei in der Wohnung bewegen) auch.

    Im Gegenzug muss der Neue natürlich genauso die Grenzen des Ersthundes akzeptieren, darf ihn nicht nerven oder sich dazwischendrängen wenn ich mit dem anderen Hund spiele oder schmuse oder so.

    Die Tipps von BigJoy sind auch gut, schöne lange Speziergänge (am besten irgendwas aufregendes, anstrengendes) sind gut. Gemeinsam erlebtes schweißt zusammen und wenn sie abends schön kaputt und dann satt sind, dann sinkt auch die Lust auf Stress machen. ;)