Beiträge von Marula

    Meine beiden großen verpennen solche Tage kommentarlos.
    Janaah sucht sich dann selber was zu tun und das braucht keiner. Seine Passion ist kauen und nagen.

    Was am besten hilft ist, ihn wenigstens ne Viertelstunde mit Dee in die Reithalle zu jagen. Erst toben, dann ein bisschen Sitz/Platz/Bleib üben (mehr kann er eh noch nicht...), dann nochmal toben, und dann drinnen nen großes Stück Ochsenziemer oder Rinderkopfhaut.

    Momentan hab ich so große Papprollen, auf denen zwei Teppiche aufgerollt waren. Die darf er nach und nach zerschreddern, das stellt ihn auch ganz gut ruhig.

    Auch noch eine ganz interessante Studie, die einen klaren Zusammenhang zwischen brachycephaler Kopfform (einmal der cephale Index, dabei wird die Länge des Schädel in Relation zur Breite gesetzt, und dann die Verteilung/Platzierung und das Ausmaß der Schädelwölbung) und Syringomyelie festgestellt wird:
    http://www.cgejournal.org/content/1/1/9

    Weil Züchter eben keine Genetiker sind, oftmals nur eine "Idee", wie es besser werden könnte, haben, muß ein wissenschaftlich begleitetes Zuchtprogramm her.


    Ich weiß nicht so recht. Zigtausend Jahre züchte der Mensch schon Haustiere, einge der großartigsten Haustierrassen wurden zu Zeiten und von Leuten geschaffen, die von Genetik und ausgeklügelten, wissenschaftlich angeleiteten Zuchtprogrammen mal so gar nix wussten. Auch heute noch werden wirklich tolle Tiere von solchen Leuten gezüchtet.
    Die Leute waren früher aber auch nicht schlauer als heut.

    Ich denk die viele interessante und oft auch sehr nützliche Genetik wird vor allem da essentiell wichtig, wo man eben in geschlossenen, kleinen Populationen züchten möchte, die man managen muss wie vom Aussterben bedrohte Tiere.

    Wenn man in offenen Populationen und einfach mit gesundem Menschenverstand züchtet (keine anatomischen Extreme, keine enge Inzucht, wenn man Linienzucht betreibt alle paar Generationen mal wieder ein komplett blutfremder Outcross, ansonsten immer schön das verpaaren, was dem Zuchtziel am nächsten kommt, weil da die Wahrscheinlichkeit am größten ist, dass man auch Nachkommen mit gewünschten Eigenschaften bekommt... und so weiter), dann braucht man die ganze Raketenwissenschaft nicht umbedingt.

    Viele unserer heutigen Rassen wurden nach dem Prinzip "Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon, gut mixen und dann immer die hübschesten/nützlichsten aussuchen und verpaaren" geschaffen.
    Das ist durchaus praktikabel, wenn man ein paar Genrationen Zeit und genug interessierte Teilnehmer hat (die Zeiten, wo reiche Leute mit großen Zwingern voller Hunde praktisch im Alleingang neue Rassen kreirt haben, sind wohl vorbei).

    Zitat

    Und nochmal, es bleibt jedem Züchter unbenommen dieses zu beantragen. Allerdings muß das fundiert dokumentiert und begründet werden.


    Als EInzelkämpfer oder als kleine Minderheitengruppe in einem Verein richtet man leider nicht viel aus, da können die Argumente noch so gut begründet und so wissenschaftlich und fortschrittlich sein wie man will.

    Ein schönes Beispiel ist der Konflikt um die Farben und Weißverteilung beim Azawakh.
    Es handelt sich um eine primitive Landrasse, die erst seit wenigen Jahrzehnten in Europa im "Reinzucht" gezüchtet wird und deren zuchtbuchmäßig erfasste Population auf ursprünglich einem knappen dutzend Tieren beruhte.
    Schon das später noch einige dutzend mühsam importierte afrikanische Hunde zur Erweiterung der Zuchtbasis dazukamen, sorgte teilweise für erheblichen Wiederspruch aus der "alten Garde", obwohl heutzutage auch dem letzten Kasper klar sein sollte, dass man auf so winziger Basis keine lebensfähige Population halten kann.

    Und nun, im beginnenden 21. Jahrundert, will man bei dieser extrem seltenen Minderrasse mit der winzigkleinen Zuchtbasis die Zuchtpopulation weiter verkleinern mit so einer hirnverbrannten Einschränkung wie der Ausdehnung des Weißanteils, obwohl in den Ursprungsregionen der Rasse keine solchen Einschränkungen existieren. Das muss man sich mal geben... sind wir im Mittelalter, oder was?

    Und obwohl sich ein gar nicht mal kleiner Anteil der Züchter und Liebhaber gegen solchen Wahnwitz ausspricht und einsetzt, bewegt sich in den Vereinen genau gar nix, bzw eher noch in die entgegengesetzte Richtung.

    Info z.B. hier:
    http://www.arbeitskreis-azawakh.com/18260/19701.html
    http://www.azawakhs.eu/65.html

    Interessant auch:
    http://www.azawakhs.eu/61.html
    Da weiß man doch, woher der Wind weht.

    Nicht etwa die Züchter, die unter großem Aufwand und Einsatz, trotz aller Schmähungen und Wiederstände gegen ihre "unreinen" Hunde, weite Teile der Ursprungsregion in Afrika bereist und Hunde von dort importiert haben, die die Rasse heutzutage erst lebensfähig halten, sind die ehrenwerten Kynologen.
    Nee, es sind die, die auf Basis von nem knappen dutzend Hunde seit Jahrzehnten fleißig Inzucht betreiben und dabei vorbildlicherweise immer nur einen, schön einheitlichen Typ mit geringer Varianz in Farbe, Form, Größe etc erzeugen... halt nen ordentlichen Rassehund.

    Ich hab mit den Hunden nie expliziet tauschen geübt, kann ihnen aber alles wegnehmen ohne dass sie fies werden. [...]


    Das finde ich auch eigentlich den Normalfall, ich denk mit den meisten Hunden geht das einfach von selbst.

    Bei mir war und ist es mit Robin, Dee und Janaah auch nie ein Problem. Lawrence hatte halt seine Erfahrungen und dann gibts halt nuch noch so Ausnahmehunde, die ohne jegliche Vorerfahrungen total Ressourcengeil sind.

    Aber ich weiß nicht, sowas hab ich bisher häufiger bei Terriern, Hütehunden und Gebrauchshunden mitbekommen als bei Windhunden.

    Wow...also wenn ich mir vorstelle, Fini würde gleich mal davon preschen, wenn die Tür aufgeht... Ich gucke meistens nur, ob draußen ne Katze sitzt und wenn nicht, leine ich die erst draußen an, weil sie dann nicht so Duckmäuschen spielt^^

    Das heißt, unabhängig davon, ob Hund die Chance zum Jagen nützen würde, könnte man eure Windis nicht einfach auf einem Hof mitlaufen lassen, weil die einfach mal eben die Gegend um den Hof herum alleine erkunden würden?


    Ja, das würde nicht gehen. Aber mal ehrlich, das geht mit verdammt vielen Hunden nicht, das ist nun wirklich nix, was die Windhunde gepachtet haben.

    Meine sind zwar nach entsprechender Eingewöhnung und Regeln klarmachen gut mit Katzen (auch freilaufenden, solange es eigene Katzen und eigenes Grundstück ist) und auch mit anderem Viehzeug. Und es kommt ihnen auch nicht in den Sinn, jetzt einfach mal abzuhauen und mich da stehen lassen wie bestellt und nicht abgeholt, wenn ich sie rufe, solange da nix extrem geiles zum jagen lockt oder so.
    Aber mal ein bisschen auskundschaften gehen würden sie mit Sicherheit, wenn man sie da dauerhaft und unbeaufsichtigt laufen lassen würde und eben nicht abruft wenn sie "abdriften". Eben nicht "hoftreu", die große weite Welt lockt.
    Und wenn sich am Rand der Koppel ein Hase oder im Holzhaufen ein Fuchs fände, naja, dann gibts halt kein Halten mehr.

    Jemand mal das Buch "Merles Tür" gelesen? So stelle ich mir für meine Hunde das ideale Leben vor - wird leider nie möglich sein...


    Ich weiß auch gar nicht, wie ich das sagen soll mit dem "Meine Hunde laufen nicht einfach so weg".
    Wie ich schon sagte, mein Junghund würde sicher momentan auch mal im Übermut und in der Aufregung vor'm Spaziergang zur Tür raus flutschen und wenn er dann grade auf der Straße stünde, das wäre natürlich verheerend. Der wird auch drinnen angeleint, und wenn ichs chon dabei bin und aus purer Gewohnheit auch die alten.
    Auch die alten sind immer noch Tiere, keine Maschienen. Also, sag niemals nie.

    Aber ich empfinde das Risiko, dass sie einfach weglaufen, ohne direkt sichtbare Motivation wie z.B. einen Hasen vor der Nase oder einen Feind im Nacken, als sehr gering. Sie sind einfach nicht wild drauf, plötzlich aus der Tür zu witschen oder aus dem Kofferaum zu springen sobald der einen Spalt weit auf ist, oder sich auf dem Windhundauslauf durch die Tür zu quetschen.
    Und selbst wenn sowas mal passiert, ruf ich sie wieder her und fertig. Das ist einfach kein großes Drama.


    Naja... Lawrence hat das früher gemacht, bei seiner ersten Besitzerin in Deutschland, von der ich ihn übernommen hatte. Hat jeden noch so kleinen Spalt, jede Lücke im Zaun und jede Unaufmerksamkeit genutzt. Man musste, wenn man z.B Leinen gewechselt hat, am Anfang wirklich aufpassen, dass man den neuen Karabiner erst festgeclippt hat und dann den alten erst abmacht.
    Wenn er spitzgekriegt hat, dass grade gar keine Leine dran war (also sofort), dann war er weg und zwar Stunden bis Tage.

    ABER das hat sich später komplett gegeben. Ein Schlüsselerlebnis, als ich ihn schon eine Weile hatte und schon viel mit ihm gemacht hatte war, als er mir mal mit Schleppleine dran abgezischt ist als ich mir die Schnürsenkel zuband und dafür die Leine kurz aus der Hand und auf den Boden gelegt hatte (er war ja nur ruhig am schnüffeln...) und nur mit dem Fuß draufgetreten bin.
    Da dachte ich, jetzt ist er wieder weg, wie früher. Aber nein, er ist nur seine Runden gerannt, immer im Kreis um mich rum, und kam dann wieder. Übrigens keine 300 m entfernt von einer gut befahrenen Bundesstraße. Man, hab ich gezittert danach...

    Er war dann jahrelang sehr zuverlässig, bis ins hohe Alter - dann fing das "Ausflüge machen" wieder an. Als wäre er in der Entwicklung nochmal um Jahre zurückgerutscht, auch in anderer Hinsicht. Ich denke er war da schon etwas dement.


    Ansonsten hauen meine Hunde nicht einfach so ab.

    Ich mein, Klein-Janaah jetzt, den könnte schonmal die Abenteuerlust packen und der würde dann wohl auch einfach so zur Tür rausschießen ohne nach links und rechts zu gucken und sich umzudrehen (zumindest bis ihm dann unheimlich wird, aber dann kann man ja schon ein Stück weiter weg sein). Aber der ist auch ein 8 Monate alter Junghund, den ich seit 1 Monat erst hab.

    Und die anderen... nö.
    Ok, es sind und bleiben Tiere, keine 100% funktionierenden Maschienen, unerwartete Reaktionen können einem mit jedem Hund jeder Rasse passieren. Ich würd auch nicht die Türen ewig lange sperrangelweit offen lassen und die Hunde unbeausichtigt - wer weiß, vielleicht wollen sie ja doch gern mal zu den Nachbarn auf der anderen Straßenseite.

    Aber so grundsätzlich ist es hier überhaupt kein Drama, wenn irgendwelche Türen mal kurz offen stehen oder ich erst draußen auf der Türstufe anleine, weil "allein weglaufen" irgendwie nicht sonderlich hoch auf ihrer Prioritätenliste ist.


    Er kommt zu mir, ich strecke ihm wie immer die Hand entgegen und er schnappt!


    Das ist ja link von ihm, erst ankommen und dann abschnappen...

    Die einzigen Situationen wo ich mal von einem eigenen Hund eine sitzen hatte, waren damals am Anfang mit Lawrence. Der war ja aus x-ter Hand und hatte schon ein bisschen was durch.
    NORMALERWEISE hat er Futter nicht verteidigt und man konnte ihm jederzeit in den Napf greifen. Einmal hatte er aber einen ganzen, getrockenten Rinderkehlkopf bekommen, der war doof unter eine Decke gerutscht, ich dachte mir nix böses und wollte ihn für ihn zurechtrücken und - zack! - hatte ich ein Loch in der Hand. Die Narbe hab ich jetzt noch (und mag sie inzwischen eigentlich ziemlich gern, so als Andenken).
    War nicht bös gemeint seinerseits, der war halt nicht gewöhnt solche Schätze zu haben und dachte, ich nehm's ihm weg.

    Ach nee, da war noch was, auch mit Lawrence und auch wieder mit Futter - aber das war nicht auf mich gezielt.
    Da hatten Lawrence und Robin beide ein Würstchen bekommen, Robin seins praktisch eingeatmet, Lawrence hatte seins noch. Robin zu Lawrence rübergerüsselt, ich wollte ihn da wegscheuchen und in dem Moment wollte Lawrence dem Robin dann auch eine verpulen und ich hatte die Hand dazwischen. War aber nicht so schlimm...

    Ach, sowas passiert. Meine Hunde haben auch alle ihre Schoten gebracht, die eine gefährlicher, die andere eher peinlich, die eine meine Schuld, die andere eher die des Hundes. So ist das halt.
    Gut, dass es gut ausgegangen ist. Beim nächsten Mal schlauer sein (gleich anleinen) und gut ist.

    Und mach dir nicht so einen Kopf, wenn du ungerecht zum Hund warst. Der versteht das zwar nicht, aber leben kann er damit und die allermeisten Hunde verzeihen sowas auch großzügig. Daran muss man sich einfach ein Beispiel nehmen. ;)

    Ich meine dann noch, dass der Sloughi aus Marokko und der Saluki aus Persien (Iran) stammt.


    Grob schon richtig.
    Sloughis kommen aus Nordafrika nördlich der Sahara, von Marokko über Algerien und Tunesien bis Lybien. Marokko hält momentan das Patronat für den FCI-Standard, aber die anderen Länder sind ebenso "gültige" Herkunftsländer.
    Afrika südlich der Sahara sind Azawakhs.
    Und von Ägypten an ostwärts ist Salukiland: Ägypten einschließlich Sinai, die ganze Levante (Israel, Syrien, Libanon), die Türkei, Iran, Irak und die komplette arabische Halbinsel.

    Weiter nordöstlich geht das dann ins Taziland über (Zentralasien - die ganzen "-stan" Länder) und noch weiter Richtung Nordosten und weit nach oben ins TienShan im kirgisisch-chinesischen Grenzgebiet wohnt dann der Taigan. Etwas weiter südlich davon und ostlich der "Salukirange" kommt der Afgahne her, aus Afghanistan aber auch aus Pakistan und Nordindien.
    Auf dem indischen Subkontinent gibts dann auch wieder zig Windhundrassen, sehr viele davon mit starkem Salukieinfluss.
    Und NOCH weiter ostwärts, in der chinesischen Provinz Shanxi, gibts dann den Shanxi Xigou, eine ebenfalls extrem salukiähnliche Windhundrasse.

    Ganz klar getrennt ist das alles nicht, an den jeweiligen Grenzen verschwimmen die Typunterschiede.
    Man muss sich halt klar machen, dass das ein Kontinuum ist und die verschiedenen Typen nicht durch Selektion auf's Äußere und strikte Trennung der Populationen entstanden sind, sondern nur durch bestmögliche Anpassung auf Lebensraum und Verwendungszweck, und dass dieses ganze Verbreitungsgebiet seit Jahrtausenden von Karwanane und nomadischen Völkern durchwandert wird und sich die politischen Machtverhältnisse entweder friedlich oder kriegerisch dort auch immer wieder verschoben haben.

    Der Saluki ist dabei eigentlich eine westliche "Kunstrasse". Hier in Europa hat man ja viele Rassen schon nach so minimalen Unterschieden wie Größenschläge und Farbvarianten getrennt.
    Mit dem Saluki hat man das Gegenteil gemacht - es wurden Hunde aus einem riesigen geographischen Gebiet und mit sehr großer phänotypischer Varianz unter einem relativ frei interpretierbaren Standard zusammengefasst. Wenn man gewollt hätte, hätte man aus dem heutigen Saluki auch zwei, drei oder mehr Rassen machen können.

    Ist ein bisschen so wie mit den türkischen Herdenschutzhunden, wo es auch die Leute gibt, die sagen, das könne man alles unter "Anatolischer Hirtenhund" zusammenfassen und die, die sagen, dass das Kangal, Akbash, Karabash etc ganz grundverschiedene Rassen sind.

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    Diese hübsche Mädchen ist KEIN Sloughi!


    Wegen der Rutenhaltung:
    Also, so ein Greyhound trägt die Rute meistens tief und grade, in der Bewegung mit leicht erhobener und oft zur Seite ausgedrehter Spitze und bei Hundebegegnungen oder im Spiel je nach Temperament oft auch waagerecht oder nach oben.
    Nach vorne bzw unterm Bauch wirklich nur wenn er Angst hat oder sich unwohl fühlt.

    Bei Salukis steht zwar im FCI-Standard was von "beim erwachsenen Hund nicht über der Rückenlinie getragen", aber eigentlich ist das für Salukis Blödsinn - die entspannte "freizeit-Haltung" ist für viele unterhalb der waagerechten mit einem mehr oder weniger deutlichen Bogen, ja, aber es gibt ausgesprochen viele, die die Rute, auch wenn sie grade nicht imponieren oder spielen, gern hochtragen als Sichel/Säbel/Halbmond, und es gibt sogar Salukis mit Ring- oder sogar über der Kruppe getragener Ringelrute, nicht nur, aber auch und grade in den Ursprungsländern.

    Nun ja, aber wenn auf Ausstellungen - warum auch immer - die übertypisierten Exemplare auf dem Treppchen stehen, dann wird halt leider von vielen mitgemacht und mehr oder weniger "notgedrungen" mit der Welle mitgeschwommen.
    Wenn z.B. beim Beardie die Exemplare, die dem Standard entsprechen unter ferner liefen landen, weil der Richter findet, daß das Fell nicht richtig ausgebildet wäre (oder sich irgendwelche Fehler ausgedacht werden), dann wird halt von so manchen Züchtern so gezüchtet, daß sie wieder eine Chance haben. Das wird bei anderen Rassen genauso sein. Man sieht, der Richter bevorzugt diesen Typ, also wird daraufhin gezüchtet (oder man fährt nur noch zu Richtern, die den eigenen Typ bevorzugen).
    Und die Käufer bestimmen ja auch irgendwie die Nachfrage. Eins bedingt das andere. Ein Teufelskreis.


    Ich verstehe diese Mentalität nicht. So kann doch nur jemand denken, der von seiner Rasse im Grunde keine Ahnung hat und sich bei der "Qualitätsbewertung" nur auf Richter verlässt.

    Anosnsten weiß man doch im Grund was für Stärken und Schwächen der eigene Hund hat, kennt den Standard und hat noch andere Kriterien nach denen der Hund bewertet wird und bei denen einem klar ist, dass sie wichtiger sind als Ausstellungsergebnisse, z.B. eben sportliche oder Arbeitsleistung, Gesundheit (des eigenen Hundes und seiner Verwandschaft) und Charakter.

    Ich mein, ich befürchte es ist wirklich so, dass es bei vielen nicht weiter reicht als eben bis zu den Richterurteilen, egal von welchem Hannes die kommen. Peinlich...

    Aber die, die ich als gute Züchter bezeichenen würde, die stellen eher so zum Spaß aus und um die ZZL zu kriegen.
    Wenn ein Hund es bringt im Ring, dann freut man sich, wenn nicht, dann nicht. Ist er gekört und man selber von seiner Qualität überzeugt, dann wird auch damit gezüchtet.

    Ich denke wirklich, es ist eher so, wie schonmal jemand vor ein paar Seiten schrieb, dass die Richter ja auch nicht als solche geboren sind, sondern vorher Welpenkäufer und Züchter sind. Die sind einfach ebenso betriebsblind wie viele andere Liebhaber und Züchter. Man hat sich so an den Look gewöhnt und es gibt tausend Begründungen warum das so sein muss/ok ist.
    Das ist wirklich eine Henne/Ei-Frage, wer da nun mehr Schuld ist.
    Das Modell mit den armen Züchtern, die wider besseres Wissen gezwungen sind irgendwelchen komische Ideen der Rochter hinterherzulaufen, sehe ich jedenfalls nicht.


    In der Nutztierzucht gibt es meist ein Hauptmerkmal / wenige Hauptmerkmale, aber es wird nicht NUR auf dieses (diese) gezüchtet.

    Eine Milchkuh kann noch so viel Milch liefern, wenn sie nur alle 2 Jahre tragend wird und kalbt, fliegt sie raus!
    Ebenso, wenn sie Kälber nur per Kaiserschnitt zu Welt bringen kann. Gute Fruchtbarkeit und Leichtkalbigkeit sind also durchaus Merkmale, die auch gefördert werden.


    Wollt ich grad sagen. Oder z.B. Klauen. Ohne Fundamant keine Kuh, grade bei heutigen Haltungssystemen.
    Es ist zwar bei den Nutztieren wahrscheinlich schon einfacher, weil Fehlschläge halt in die Wurst kommen und die Zuchtziele doch klarer definiert sind, aber gleichzeitig sind die Ziele viel höher gesteckt.

    Den Beitrag von Pleistozaen von der letzten Seite finde ich auch ziemlich gut, würde ich 1 zu 1 unterschreiben.

    Was die auch gern mal haben ist Schädel-Hirn-Trauma nach Überrenen vom größeren Hund und nach Sturz vom Arm - einer ist auch nur mal blöd von der Couch gesegelt und war danach neurogloisch auffällig.


    Sowas hatten wir neulich auch, Prager Rattler der nach Sturz von der Treppe (aber jetzt keine lange Treppe, sodern nur die 5 Stufen vor der Haustür) nen schweres Schädel-Hirn-Trauma hatte.
    Da frag ich mich schon, muss man Hunde so klein machen, dass sie so wenig aushalten? Mach das gleiche mit nem Jackie oder nem Dackel und der schüttelt sich und weiter im Text, ebenso beim überrannt werden von größeren Hunden oder mal vom Arm fallen oder in die zufallende Haustür geraten oder versehentlich getreten werden. Alles so Sachen, wo ich bei so Mini-Hündchen schon erhebliche Verletzungen gesehen hab.
    Ich mein, klar kann man da mit Achtsamkeit viel verhindern, aber ist das echt nötig?


    [...]Er war reinrassig und beworben als 'Sportmops', anicht mal den eigenen Po sauber lecken können, so unbeweglich sind die[...]


    Einziger Vorteil bei Ruten(stummel)amputationen bei Frenchies und EB's wegen Taschen unter der eingewachsenen Rute: Man braucht oft keinen Halskragen oder Body, weil der Hund eh nicht an seinen Hintern kommt zum lecken. Kein Witz.


    Ist mit Verkreuzung der Kreuzungsnachkommen untereinander Inzucht gemeint? Sorry für die blöde Frage, aber ich hab da keinen Plan..... und was ist Verdrängungskreuzung :ops:


    Zu Zuchtstrategien jetzt mal wieder ein Link zu einer meiner Lieblingsseiten:
    http://sommerfeld-stur.at/
    bzw im Speziellen zu dem Thema:
    http://sommerfeld-stur.at/kreuzungen/


    Dann war vor ein paar Seiten ein Link zu einer Seite einer älteren Bearded Collie Züchterin geposted worden, die mit Einkreuzung von unregistrierten Farm Collies arbeitet. Da hab ich auf ihrer Seite über Temperament/Charakter diese Zeilen gefunden:

    Zitat

    So if working-bred Beardies made wonderful family companions fifty years ago, why should they now be regarded as unsuitable for this role? The answer, I think, is quite simple: it is not the character of the Working Beardie that has changed but the character of modern family life. Growing up near Mrs Willison in the I940s and '50s, my siblings and I were typical of our time. We spent most of our spare time exploring the local woods and fields, building 'camps', climbing trees and fishing in streams - always accompanied by the family dogs, of course. Importantly, our mother was at home all day and happy to have the company of the animals when we were at school. By contrast, most modern families seem to live indoors, occupied with computers or television. With both parents working and children at school the pet dog is left alone all day, often confined to a small house or even a cage.This is not an adequate life for any dog: for an active, intelligent and loving working breed it is serious cruelty. If dogs are to be condemned to live like this, perhaps it is better that they should be selectively bred for dull minds and idle bodies. Their owners might assure us of their " wonderful temperaments" - but let no one pretend that they are anything but a travesty of the real Beardie.


    Tja, schon sehr wahr irgendwie... sonst auch ganz interessant, die Seite.


    Ein Artikel den ich wirklich, wirklich toll finde zum Thema "from follows function" (und nebenbei auch zum Thema Landrassen und Hochzuchtrassen und Rassetyp):
    http://saluqi.home.netcom.com/belkin.htm