Wegen hecheln/Hitzeempfindlichkeit:
Naja, man muss aber sagen, das bei +20 °C eigentlich alle Hunde die ich kenne hecheln, vielleicht nicht beim faul rumliegen, aber zumindest bei Anstrengung. Hecheln ist einfach der normale hündische Kühlmechanismus, ist nur die frage ab wann ein Hund es macht.
Boxer müssen ja auch zur Zuchtzulassung ne 20 km Ausdauerprüfung laufen, das ist doch schonmal ne Hausnummer.
Auch sind sie insgesamt "straffer" gebaut mit weniger loser Haut und festerem Bindegewebe, haben nen normal langen Hals, die Köpfe sind im Vergleich zum Körper und zum Becken in der Größe durchaus proportional und sie haben (zum Glück auch immer noch, trotz Corgi-Outcross
) ne normale Rute.
Das sind schon einige Unterschiede zu (manchen von) den kleinen Brachys.
Ich kenne auch Boxer, die am schnorcheln und röcheln sind, stenotische Nasenöffnungen haben und diesen typischen, trockenen und "stacheligen", verhornten Nasenspielgel haben.
Das ist beschissen, keine Frage, aber es gibt auch reichlich Boxer, grade aus guter Zucht und/oder mit Sportbetonung, die zumindest so in Ruhe gar kein Atemgeräusch haben. Das sind für mich alles schon graduelle Unterschiede, die insgesamt schon ein anderes Bild ergeben.
Katrina es gibt sehr wenige VDH Möpse im Jahr die geboren werden. Die meisten da draußen sind von Hobbyzuchten oder Polen und co.
Im VDH wird dran gearbeitet das dauert aber da bringt eine Hexenjagt nix
Auf mein Beispiel von vor einigen (inzwischen schon vielen, hatte das Posting schon gestern geschrieben und dann ist meine Internetverbindung abgeschmiert...) Seiten mit dem sehr kranken und sehr extrem gebauten VDH-Mops, der aus einem ausstellungsmäßig auch aktuell noch hochdekorierten deutschen Zwinger kam und dessen Verwandschaft innerhalb der letzten Jahre noch sehr erfolgreich auf großen deutschen Ausstellungen war, bist du praktischerweise gar nicht eingegangen. Ebensoweing auf die Studie, in der die VDH-Mopse nicht besser abgeschitten haben als die Möpse aus unkontrollierter Zucht und schlechter als die Retromöpse.
Wenn man jetzt zur Zeit auf irgendeinen größere Ausstellung geht und sich da Möpse und Frenchies anguckt, dann sind die nicht weniger extrem als das, was ich so an papierlosen Vertretern dieser Rasse jeden Tag sehe.
Ich sehe also bisher die bessere Qualität im Bezug auf besseres Exterieur bei den VDH-Hunden nicht, auch nicht tendenziell.
Wo ich aber schon einen Unterschied sehe ist z.B. beim Röntgen auf Keilwirbel oder der Patellalux-Untersuchung sowie bei der generellen Qualität der Aufzucht. Das ist sehr gut, aber das sind andere Baustellen als die Übertypisierung.
Außerdem: Modern geworden sind z.B. Möpse erst in den letzten Jahren, davor waren es absolute Liebhaberhunde, die man fast nur bei seriösen VDH-Züchter bekam. Der Mops sieht aber ja nicht erst seit der aktuellen Modewelle so aus, wie er aussieht, sondern schon einige Jahrzehnte länger.
Die Vermehrer vermehren, was der Markt will, und das sind halt grade Kurzschnauzen. Aber geschaffen haben sie diese Rassen in ihren heutigen Extremformen nicht, sondern das war die sogenannte seriöse, verantwortungsvolle Hundezucht, die diese Ausprägung hervorgebracht hat.
Insofern zieht es wirklich nicht, da alles den Vermehrern in die Schuhe zu schieben.
Eine lange Nase macht noch keinen gesunden Mops.
Siehe einige Seiten weiter vorn:
Ja, eine etwas längere Nase macht tatsächlich noch keinen BOAS-freien Hund, weil etwas länger leider nicht lang genug ist.
Aber eine ausreichend lange Nase macht einen BOAS freien Hund.
Wenn jemand Schuhgröße 42 hat und bei Schuhgröße 38 richtig Druckstellen kriegt, und dann zieht der sich Schuhgröße 40 an und kriegt immer noch Druckstellen, würdet ihr dem dann zustimmen, wenn er behauptet, größere Schuhe würden an seinem Problem leider nix ändern und wären daher überbewertet (man müsste statt dessen lieber Wert auf ergonomische Fußbetten legen und nicht zu fest schnüren, dann ginge das schon)?
Oder vielleicht doch dazu raten, mal in der Größe passende Schuhe zu kaufen, die nicht nur "ein bisschen größer", sondern tatsächlich "groß genug" sind?
Beim Mops frage ich mich, warum angesichts seiner vermuteten chinesisch/asiatischen Herkunft nicht eine Begleithundrasse wie z.B. der Tibetspaniel für die Kreuzungsversuche gewählt wurde. Da ist mit Sicherheit mehr "Blutanschluß" vorhanden als zu Vollblutjägern wie Jach Russel oder Beagle.
Ich denk ja, der Hauptgrund ist, dass es eine recht seltene und unbekannte Rasse ist (sie sind den Retromops-Schöpfern vielleicht einfach nicht eingefallen, was natürlich nicht grade für ein lange geplantes und gut recherchiertes Vorgehen sprechen würde), sie dementsprechend schwieriger zu beschaffen sind, und weil man kein Langhaar wollte.
Mir persönlich gefällt die die Idee nicht so, weil ich Tibbies tolle Hunde finde, charakterlich und von der Gesundheit her, und auch ziemlich niedlich (de facto eine der wenigen Kleinhundrassen die ich mir mal vorstellen könnte zu haben), aber ich finde sie hart an der Grenze was die Kurzköpfigkeit angeht. Das ist so das äußerste, was ich bisher an trotzdem noch gesunden und funktionalen kleinen Brachys gesehen hab.
Ich find "geht grade so" keinen ganz so passenden Outcross wenn man ne deutliche und zügige Typverbesserung hin zu einem längeren Fang möchte.