Beiträge von Marula

    Die werden gefärbt (da kommen Beutel oder feuchte Tücher mit Henna drum bis die Farbe eingezogen ist).

    Auch dafür werden wieder verschiedene Gründe angegeben, oft "zum Schutz vor Verletzungen/um die Pfoten zu härten", aber oft auch einfach "für die Schönheit" oder "um sie vor dem bösen Blick zu schützen" (letztere oft in Verbindung mit Henna an anderen Stellen, z.B. ein Khamsa/Hand der Fatima mit Henna auf den Körper gemalt oder anderes).
    Henna hat ja wohl auch desinfizierende Eingeschaften, also vielleicht hat es tatsächlich einen praktischen Nutzen, wer weiß.

    In Nordafrika sieht man heute noch manchmal Sloughis mit Brandzeichen, die ähnlichen Zwecken dienen sollen ("zum Schutz", "für Gesundheit" und so weiter). Meistens einfache Striche/Linien an den Schultern oder Schenkeln.

    Nö, die Frage, ob lebensschwache Welpen um jeden Preis durchgebracht werden müssen hat nichts mit der Qualzuchtfrage zu tun.


    Nicht direkt, nein... aber irgendwo schon, denn dann ist man ganz schnell beim schönreden von Hunden, die sich eben nicht mehr ohne kräftige menschliche Assistenz paaren, gebären und ihre Jungen aufziehen.


    Qualzucht im engeren Sinnen ist für mich alles, was dem Hund Schmerzen/Leiden/Schäden verursacht und direkt auf bei der Verpaarung absehbare gesundheitliche Probleme zurückzuführen ist.

    Hauptsächlich solche Probleme, die direkt auf die Anatomie zurückzuführen sind.

    Bei anderen Sachen wird es schon wieder verwaschen - ist es Qualzucht, wenn man bewusst zwei Hunde verpaart, die mehrere Epileptiker in der Verwandschaft haben, oder mehrere Herzkranke?
    Ich mein, moralisch und züchterisch ok ist das definitiv nicht, das brauchen wir nicht diskutieren, aber ist es Qualzucht?

    Wie ist es mit Verhaltensproblemen, z.B wenn man eine Zuchtlinie weiterführt, die immer wieder Exemplare mit extremer Geräuschangst oder der Neigung zu stereotypem Verhalten hervorbringt?

    Ich weiß es auch nicht, muss ich sagen.

    Das ist höchstens ein Grund unter vielen.
    Sir Terence Clark (sehr bereister bristischer Diplomat im Ruhestand, absoluter Salukiexperte und -enthusiast, http://saluqi.net/ - sehr lesenswert wenn man sich auch nur am Rande für Salukis interessiert) hat in sämtlichen Herkunftsländern wo das gemacht wird etliche Züchter und Besitzer befragt und auch wenn dieses Argument ab und an mal kommt und ein spezieller Kupierstile zur Unverwechselbarkeit eines Hundes beiträgt, wird es eher selten genannt.
    Zitat von der verlinkten Seite:

    Zitat

    The reasons given are various: for speed, beauty, alertness, prevention of damage in fights or among thorn bushes, and identification in case they are stolen. Often males have both ears cropped and females only one. The extentof the cropping goes from close to the skull to just the tip. It is usually done before the puppies are two weeks old.

    Auch wenn man mal Leute aus den entsprechenden Ländern auf Facebook fragt, hauptsächlich kommt eben "wegen Verletzungen auf der Jagd", ab und an "weil sie dann besser hören/das Wild besser hören", "weil sie dann schneller sind", "weil es vor Krankeheiten schützt" (man glaubte ja früher in Teilen Europas auch, Rute kupieren schützt vor Tollwut - die Züchterin von Janaah war ja selber in Syrien und dort wurde ihr von einem Züchter & Jäger wirklich allen Ernstes gesagt, bei nicht kupierten Hunden könnte kein Regen ins Ohr kommen, deswegen würden die dreckig werden und dann krank...) und sehr oft eben auch "weil wir es schon immer gemacht haben" und "weil es schöner/besser aussieht".

    Die Araber in den Golfstaaten, die traditionell nicht kupiert haben, machen es jetzt teilweise bei eigener Nachzucht, weil viele der (oft extrem schnellen) syrischen und türkischen Importe kupiert sind und sich sich davon scheinbar irgendeinen Vorteil erhoffen.

    Den hier finde ich (Ohren hin oder her) absolut wundervoll.
    http://saluqi.net/sitebuildercon…res/Syria.1.jpg


    Am Wochenende auf einem Auslauf war einen Dame mit einem spanischen Galgo/Grey, die wollte fragen, was Janaah für eine Rasse ist - "Das ist doch so ein, na, sag schon, es liegt mir auf der Zunge, so ein Souflaki, oder?"

    Ich sag mal so, wenn er erstmal gerafft hat was "Souflaki" ist, dann hört er bestimmt ganz exzellent drauf. :D

    Ich bekomme Gänsehaut bei solchen Bildern. Ich habe ja Verwandtschaft in Kasachstan und bei den dortigen Herdenschutzhunden werden die Rute und Ohren auch so kupiert: für mich ist das verstümmelt. Es lassen sich bestimmt auch Hunde so züchten, dass die Ohren nicht zu lang werden...


    Naja, schön ist was anderes, ich würde es auch selber nie machen oder gemacht haben wollen, bei keinem Hund.
    Es erfüllt auch keinerlei praktische Gründe (auch wenn immer mal wieder was von wegen "Schutz gegen einreißen in Dornengestrüpp oder bei der Raubwildjagd" gefaselt wird... aber die zentralasiatische Tazis z.B. jagen ja nun auch Raubwild und haben die gleichen Hängeohren und werden nicht kupiert), sondern aus rein traditionellen Gründen. Besonders deutlich wird das natürlich bei den nur einseitig kupierten syrischen und türkischen Salukis...

    Aber ich glaube auch nicht, dass es den Hunden allzuviel ausmacht. Ich kenne ich paar Leute, die kupierte Salukis besessen haben und die sagten alle, dass die Ohren nicht schmerzempfindlich seinen, die Hunde nicht kopfscheu/handscheu und dass die genauso kommunizieren könne wie ihre anderen Salukis auch.
    Insofern wäre es für mich kein Grund einen solchen Hund nicht zu nehmen (andere Länder, andere Sitten... so schnell wird sich das im Orient nunmal nicht ändern) und auch kein Grund, den Hund groß zu bemitleiden.

    Zitat

    Bei den Salukizüchtern in DE ist es wirklich schwer, welche zu finden, die meinem Beuteschema entsprechen. Am ehesten noch Fardos el Arab, die sehen nicht so übertrieben aus und haben auch mehr Breite in der Farbgebung. Ich finde das an den Salukis und Tazis gerade so schön, dass die Fellfarben und -beschaffenheit variiert...


    Es gibt gar nicht so wenige Züchter, die mit den selben Linien züchten, den selben bzw einen sehr ähnlichen Typ haben und auch eine ähnliche Farbvielfalt...
    Ansonsten kann ich dir zu dem Zwinger gern was per PN erzählen, wenn es jemals aktuell werden sollte.

    Gut, da ja alle von den Plattnasen genervt sind, was ist mit den Ridgebacks? Gerade der Fakt, dass die Tiere mit dem Defekt als einzige zugelassen sind ist doch pervers.


    Ich hab ja keine Ridgebacks, werde wohl auch nie welche haben. Finde es aber eine schöne und wesensmäßig interessante Rasse, unabhängig vom Ridge. Wenn das meine Rasse wäre, würde ich versuchen, gezielt einen ohne Ridge nehmen (auch wenn die meisten ja auch mit Ridge keine Probleme haben und mir daher vielleicht andere Auswahlkriterien wichtiger wären - lieber einen mit Ridge und gutem Wesen und sonst stabiler Gesundheit als einen Krüppel ohne Ridge).
    Würde ich die züchten, dann gerne auch unter Einsatz von ridgeless und auf Dauer auch versuchen, den Anteil der ridgeless zu erhöhen - nur damit zu züchten dürfte wohl bis auf weiteres utopisch sein, dafür ist der Anteil von denen mit Ridge zu hoch.

    An sich finde ich es albern, das man dieses Merkmal umbedingt will bzw das man es zum Markenzeichen erhoben hat. Aus ein paar m Entferung sieht man es schon nicht mehr und mal ehrlich.... ui, toll, dem wachsen ein paar Haare gegen den Strich... na wenn DAS die Rasse so sehr ausmacht, dass sie ohne das einfach nicht mehr die gleichen Hunde wären, dann weiß ich auch nicht.

    Nicht nur... eigentlich vom Typ her ganz nette Leute, mit denen ich mich auch abgeben würde. Die in sozialen Berufen arbeiten, die Kinder haben etc.
    Aber beim Thema Hund drehen sie alle am Rad, keiner weiß richtig wie und wo und was, aber dieses Wolfs-Alpha-Rangordnungs Ding, das sitzt soooo tief drin! Nicht nur bei den Alteingesessenen!


    Das hab ich bei mir auf der Arbeit. Meine Kolleginnen sind eigentlich alles nette, sozialkompetente Leute. Sie haben alle Hunde, teils mehrere und auch langjährig. Mit diesen Hunden passiert nix, die gehen in den Garten zum pinklen und kommen ansonsten mit zum Stall, aber extra damit spazieren gehen oder so findet nicht statt.

    Alle sind sie so von dieser Schule von wegen "Wenn der Hund knurrt/schnappt, gehört der durchgelassen". Durchlassen meint hier im lokalen Dialekt nach Strich und Faden vermöbeln, so richtig. Auch beliebt "Das würde der sich bei mir nicht trauen!/Das würde der bei mir genau einmal machen!" Konsequenzen: Siehe "durchlassen".
    Auch auf den Rücken drehen, am Nacken packen und schütteln, mit der Zeitung schlagen, an der Leine rucken und mit der Nase in die Pipipfütze drücken sind beliebt.

    Nen Hund bei dem das nicht greift und der z.B. trotz intensivem "durchlassen" beißt (oder grade deswegen), der ist bescheuert und gehört eingeschläfert.

    Ich dachte ich bin im Mittelalter...

    Am schlimmsten sind allerdings die Menschen, die hinter allem und jedem eine körperliche Misshandlung sehen (Bsp: ich gehe mit zwei vollen Tüten und zwei Hunden durch die Innenstadt und treffe auf eine kranke Taube. Ich habe Hilde mit dem Bein zurückgeschoben - sonst hätte sie ihren Rüssel in das arme Tier gesteckt. - Dafür wurde ich mit einem "wie armselig muss man sein, einen Hund zu treten" bedacht.)


    Das hatte ich ganz ähnlich auch mal. War mit meinem ersten Hund Lawrence unterwegs, stand grade am Bahnschalter und wollte was fragen und ein Ticket kaufen, da dachte sich der Hund, er guckt mal, was auf diesem hohen Tresen ist, und springt mit den Vorderpfoten drauf.
    Ich ihn mit dem Bein/Knie weggeschubst (nicht wirklich grob, man braucht ja nicht sonderlich viel Kraft um einen auf den Hinterbeinen stehenden Hund wegzuschubsen). Da macht die Dame am Schalter mich doch total an, was mir einfallen würde meinen Hund zu treten!
    Ähm, sorry, treten sieht anders aus.

    Hi,

    ich wohne jetzt seit einigen Monaten im Umland von Gütersloh. Hergezogen bin ich im Oktober, jetzt über den Herbst/Winter ist halt auch nicht die schönste Zeit um mit Hunden eine neue Umgebung zu erkunden wenn man auch noch vollzeit arbeitet, weil es so viel dunkel ist.

    Ich werd mit der Gegend irgendwie in Sachen spazieren gehen überhaupt nicht warm - nur Rübenfelder, Maisfelder, Schweineställe und Industriegebiete hier, alles total zersiedelt und dicht von Straßen durchzogen, richtigen Wald (nicht nur so handtuchgroße Stückchen wo man grade denk man ist drin und dann kommt auch schon der nächste Rapsacker) scheint es gar nicht zu geben.
    Erstmal scheint es also total schwierig, hier überhaupt nen schönes Fleckchen zu finden und dann auch noch eins, wo man auch etwas jagdtriebigere Hunde mal ableinen kann...
    Z.B. weiß ich von eingen hier, die ganz gern im Rhedaer Forst laufen, aber der grenzt direkt an eine Bundesstraße und an die A2 - WENN mir meine Hunde doch mal abgehen, dann bitte nicht in direkter Nähe zu solchen Straßen!

    Die nächsten schönen Spazier/Wandermöglichkeiten die ich bis jetzt gefunden hab sind im Teutoburger Wald oder ich fahr eben doch wieder in meine "alten Heimat" im Kreis Minden-Lübbecke. Das ist aber jeweils ne halbe Stunde bis Stunde einfacher Weg - geht am WE mal, aber unter der Woche nicht.

    Bisher hab ich in und um Hannover, im Minden-Lübbecker Raum und an der Ostseeküste (zw. Lübeck und Wismar) gewohnt und hatte nie solche Probleme, gute Freilaufmöglichkeiten oder überhaupt erstmal nette Spazierstrecken zu finden, wie hier.


    Also, über konkrete Tipps rund um Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Herzebrock-Clarholz wäre ich sehr dankbar!

    Ich hör zum Beispiel immer mal wieder, dass die Bielefelder Senne so schön sei, aber (abgesehen davon, dass die ja zum größten Teil Truppenübungsplatz und nur eingeschränkt begehbar ist?... Und das es eigentlich auch schon wieder etwas weit ist für unter der Woche, selbst wenn die Tage jetzt wieder länger werden) es kann mir nie einer sagen, wo man da nun eigentlich parken und loslaufen kann.

    Man könnte sich auch gern mal auf ein Ründchen treffen - ich hab einen normal verträglichen Seniorhund (Greyhoundrüde), eine ziemlich zickige Hündin (Saluki, würde dann halt je nach Umständen an der Leine bleiben und/oder Maulkorb tragen, ist aber jetzt auch keine reißende Bestie) und einen noch sehr wild-enthusiastischen, aber sehr freundlichen Junghund (Salukirüde, jetzt so 9 Monate alt). Wenn es kein superdupertiptop Gelände ist zum ableinen, würden meine halt an der Leine bleiben müssen.

    Das ist wirklich mehr als ärgerlich, dass die kupierten nicht zur Zucht zugelassen werden. Da hast Du ja Glück mit Janaah - obwohl ich irgendwie bei Züchtern momentan meistens im Ausland gucke.
    Finde dort viele Hunde interessant und stöbere immer durch die FB-Groups


    Janaah ist aus Finnland - irgendwie sitzen die Züchter, die mich so richtig interessieren, dann doch auch immer im Ausland. Nicht, weil wir hier keine tollen Salukis haben, aber je mehr man sich einfuchst, desto spezifischer wird man ja irgendwie mit seinem Geschmack... ich hätte ja auch nix dagegen, wenn ich mal nicht fliegen müsste um einen Züchterhund abzuholen, aber sieht so aus, als wird der nächste entweder wieder ein Finne oder ein Ami. Aber wohl erst in nem Jahr oder so.

    Zitat


    Und ja, ich hätte sie am liebsten alle. Aber dann muss ich sehr alt werden und trotzdem immer mehr als einen Hund halten :D


    Das ist genau mein Plan! :dafuer:

    Zitat

    Sehr komisch ist auch, je mehr ich mich mit den Windhunden beschäftigt habe und in die Szene rein kam - desto interessanter fand ich auch die anderen Rassen.

    Azawakh's fand ich damals pottenhässlich und mittlerweile gefallen sie mir richtig gut. Hätte auch niemals gedacht mal einen Chart Polski als schön anzusehen, aber auch da finde ich immer mehr.

    Naja, bis hier was neues einzieht ist noch ein wenig Zeit und ich mache dann einfach mal Ene-Mene-Muh und besuche ein paar Züchter :D


    Geht mir ähnlich - die einzigen, die ich sicher ausschließen würde, wären Wolfhounds, Windspiele und sehr haarige Afghanen. Ein paar andere sind eher unwahrscheinlich - ich denke nicht, dass ich je einen Magyar Agar, Chart Polski, Hortaya, Barsoi Deerhound oder Whippet besitzen werden, auch die meisten Mediterranen eher nicht. Aber wenn da mal durch irgendwelche Umstände so einer vor der Tür landen sollte, warum nicht... bei Greys ein bisschen ähnlich, ob ich mal einen vom Züchtern nehme weiß ich nicht, aber wenn der richtige im TS ist, gerne.

    Die anderen - naja, Salukis, wenn's geht mehrere, will ich immer haben, das schränkt Platz/Zeit/Geld für alles andere dann eh ein. Aber Afghanen aus Rennlinie, Taigan, Sloughi (ich kenne da eine ganz tolle Importhündin, die in den nächsten Jahren einen Wurf haben soll...), Azawakh, Tazy, Galgo Espanol, Cirneco und Ibicenco sind schon toll :herzen1: . Oder Basenjis, das sind ja auch fast Windhunde.

    Das meiste bleibt wohl Träumerei, außer ich gewinne im Lotto, aber der eine oder andere davon kommt bestimmt noch. Dabei waren die Orientalen am Anfang gar nicht so meins und grade Salukis fand ich eher nichtssagend.


    Ich ging mit einer HH (die ich auf diesem Spaziergang das erste Mal getroffen hatte) und ihrem Deerhound spazieren - meine rannte durch die Gegend, schnüffelte hier und dort, fand überall mal ein Mäuseloch und war eigentlich ständig in Bewegung. Der Deerhound blieb dicht bei seiner "Begleiterin", bis die ihm ein Zeichen gab, was bei meiner heißt: Los, lauf! Bei dem Deerhound hieß das allerdings: "Stöber Hasen auf". Es ging soooo schnell - beide sind hinter dem ersten Hasen hinterher, ließen sich dann aber abrufen. Bevor Scully bei mir war, hatte der Deerhound aber schon den nächsten Hasen aufgestöbert und meine rannte wieder hinterher - diesmal über die nahegelegen Straße . GsD ist nichts passiert, sie blieb dann wieder auf dem Feld sitzen und ich konnte sie dort abholen. Der Deerhound allerdings blieb eine Weile verschwunden, die HH erzählte mir dann, dass er oft mit blutverschmiertem Maul wiederkäme.


    Bei manchen Leuten fragt man sich ja schon, ob die überhaupt an ihren Hunden hängen oder ob sie dann doch ganz gern mal wieder nen neuen hätten. Perfider Weise haben solche Leute dann auch noch oft ein Riesenglück und es passiert fast nie was ernstes, während ganz normal vorsichtigen Leuten der Hund einmal in 100 Jahren abgeht und gleich überfahren wird.

    Ich weiß, man sieht sie recht häufig mit diesen kupierten Ohren - für mich sieht es trotzdem kaputt aus


    Ich guck's auch nicht gern an. Bei gut befederten Hunden die realtiv kurz kupiert sind gehts ja noch, Janaahs Urgroßvater auf der Vaterseite war z.B. auch kupiert (Import aus dem Iran):
    http://www.siriusenterprises.com/ashshira/images/frank/Sarban.JPG
    http://www.qashani.com/kuvia/firat/sarban_sheyda_nazee.jpg
    Janaahs Oma auf der Mutterseite dagegen, das sieht echt seltsam aus...
    http://www.qashani.com/kuvia/basma/basma0707_2.jpg
    http://www.qashani.com/kuvia/basma/sivubasma07.jpg
    So verändert es den Ausdruck halt schon sehr. Wenn man sich ihre Kinder anguckt, die ihr sonst im Typ durchaus ähnlich sind, eben nur mit naturbelassenen Ohren, das ist eine ganz andere Mimik.

    Die beiden sind aus der Türkei (türkisch-syrisches Grenzgebiet). Der Hund im Vordergrund ist, typisch für manche Gegenden in Syrien und der Türkei, nur einseitig kupiert, was dann im Endeffekt noch seltsamer aussieht.
    http://photos1.blogger.com/blogger/3611/1…/GreyFlirt1.jpg

    Andere kupierte Importsalukis, die in deutschen (und internationalen) Pedigrees auftauchen:
    - Karun Marivan:
    http://www.elriyah.com/Mishmish/Karun2.jpg
    http://www.mamnounas-salukis.de/images/pedigrees/e-1.jpg
    http://al-sarab.webs.com/Mamnouna/KARUN.jpg
    - Kurosch Marivan:
    http://www.mamnounas-salukis.de/salukis-fotos/KuroschMarivan.jpg
    http://www.mamnounas-salukis.de/salukis-fotos/Kurosch1.jpg
    - Shetab:
    http://www.mamnounas-salukis.de/images/import/Shetab2.jpg
    http://www.falconers-dream.com/saluki/Pedigree/Shetab_gr.jpg
    http://www.elriyah.com/Mishmish/Shetab1.jpg
    http://www.mamnounas-salukis.de/salukis-fotos/ShetabKopf.jpg

    Wie gesagt, mein Ding ist es nicht, aber - andere Länder, andere Sitten.
    Insofern finde ich es schade, das solche Hunde inzwischen in Deutschland nicht mehr zur Zucht zugelassen werden. Es ist nicht einfach, gute Salukis zu importieren und man kann sich eher selten einen Welpen aus einem Wurf picken und sagen "Nö, den nehm ich, der soll nicht kupiert werden."
    So Hunde wie die verlinkten, die einen guten Beitrag zur Zucht geleistet haben, hätten heute in Deutschland keinen Zugang zum Genpool mehr wegen Ohren ab und auch Janaah würde es so nicht geben, hätte seine Großmutter in Deutschland gestanden statt in Finnland.

    Zitat

    Mittlerweile habe ich echt viel Gefallen an den Orientalen gefunden.


    Ich könnt ja von jeder Sorte einen haben... xD

    Pfeife habe ich erst mal ganz klein aufgebaut, also Pfiff und Leckerchen rein in Hund.

    Irgendwann dann etwas weiter weg gegangen, Pfiff und Hund kam schon an. Dann Raum im Haus gewechselt, Pfiff und Hund kam angeflitzt.

    Dann in den Garten, Pfiff und Hund kam direkt an und dann im Auslauf geübt, als noch nichts los war.

    Und dann alles mal mit Ablenkung gemacht :D


    So mache ich es auch immer. Drinnen anfangen, pfeifen, Leckerlies in den Hund stopfen.

    Nicht zu oft wiederholen, damit es nicht langweilig wird, anfangs ganz tolle Leckerlies nehmen. Wenn der Hund nach dem Pfiff nen halbes Rind kriegt, dann merkt der sich das auch nach 2-3 mal schon was das heißt.

    Dann draußen mit weniger Ablenkung, dann mit mehr, und auch mit der Belohnung variieren - mal was ganz tolles, mal "nur" normale Leckerlies, mal auch "nurnur" nen Streichler und dickes Lob.
    Stichwort "Lottoprinzip", wenn der Hund nicht ganz genau weiß, was kommt, außer das es wahrscheinlich was tolles ist, ist es noch interessanter als wenn er genau weiß "Aha, Frauchen pfeift, jetzt gibts ne halbe Fleischwurst".

    Ich verwende den Pfiff schon täglich, also nicht nur als "Superpfiff", aber lade ihn nur alle 1-2 Wochen mal richtig hochwertig auf. Das scheint bei meinen zu reichen.

    Hier ist es auch so, dass der (bei den großen) zu 99% funktioniert, bei klein-Janaah vielleicht 95%... Tendenz steigend. Die restlichen Prozente sind für Wild, da kann ich wahrscheinlich pfeifen bis ich blau im Gesicht werden. Und bei Janaah auch noch für andere Ablenkungssituationen, vor allem spielen mit DeeDee/anderen Hunden.


    liliaceae: Nigels Ohren sind nicht in dem Sinne "kaputt" (also nicht im Sinne von Unfall oder Tierquälerei), die sind kupiert. Wobei man zugegeben über die Definition von Kupieren als Tierqäulerei auch diskutierne könnte.
    Sieht scheiße aus (finde ich), wird aber in vielen nahöstlichen Ländern traditionell so gemacht, vor allem in Syrien, der Türkei und im Iran und Irak, ebenso wie bei den Herdenschutzhunden.
    Nigel sieht syrisch bzw türkisch aus - wahrscheinlich einer der unzähligen Importe von dort in die Emirate oder ins KSA...

    In diesem Reisebericht aus Syrien (ab Seite 8) sind einige Hunde dieses Typs und auch viele kupierte:
    http://www.desertbred.org/public/docs/ne…2005_Summer.pdf
    Gleich der erste auf Seite 8 sieht zum Beispiel bis auf die leicht andere Farbe Nigel sehr ähnlich.

    (Wen's interessiert:
    Auf Seite 9 die beiden sind Janaahs Großeltern von der Mutterseite, die gescheckte oben mit den kupierte Ohren ist die Großmutter, Basma, der rote Welpe ist der Großvater, Khattaf.

    Ganz unten rechts auf Seite 18, der cremefarbene Smooth mit den rot gefärbten Füßen ist Janaahs Urgroßvater auf der Mutterseite, Khattafs Vater Janah (nach dem mein Janaah benannt ist).
    Auf Seite 26 oben rechts die rote kurzhaarige Hündin ist Janaahs Urgroßmutter auf der Mutterseite, Khattafs Mutter "Tayra".)