Das "Problem" (für mich) beim AHT ist, dass man noch nicht auf das Gen, welches für die Nacktheit verantwortlich ist, testen kann. Ergo wüsste man bei einem Wurf aus zwei behaarten, welche die Nacktheit in sich tragen nicht, welcher der behaarten Welpen reinerbig behaart sind und welche das Nackt-Gen in sich tragen.
Was ist damit?
https://www.vgl.ucdavis.edu/services/Hairl…sinTerriers.php
Die UC Davis ist doch sonst eigentlich ganz seriös...
Und ein paar fehlende Zähne mit vereiterten, von Zahnstein befallenen Zahnstumpen zu vergleichen, find ich irgendwie seltsam.
Hane ich so nicht gemacht, ich wollte nur anmerken, dass "er kommt doch gut zurecht" nicht umbedingt immer ein Argument ist.
Das sagen mir auch tagtäglich Leute, deren Hund ein Horrorgebiss hat, wo man bei den großen, mehrwurzeligen Backenzähnen zwischen den freiliegenden, vereiterten Wurzeln durchgucken kann, so weit leigen die frei, oder die seit Wochen/Monaten/Jahren mit im Leben abgebrochenen Zähnen (offene Pulpahöhle) rumlaufen.
Die fressen auch noch ihr normales Futter und viele nehmen sogar noch Kauknochen und alles - man wundert sich.
Weil es irgendwo aufkam: Ich hab auch nicht gesagt, dass bei Nackthunden immer/extrem häufig die Zunge raushängt, sondern dass das bei manchen Hunden ein Problem kst, die vorne keine Zähne (speziell keine Fangzähne) haben. Ob das durch Extraktion oder durch Genetik so ist, ist dabei unwesentlich.
Langhaarige Hunde kann man übrigens auch scheren und schon hat man einen Hund mit kurzem Fell. Scherköpfe gibts bis 0,5mm , da ist der Frisierlust kaum eine Grenze gesetzt.
Dacht ich auch grad so. Ich mein, wenn man sich manche von den hairy hairless anguckt, wie die "ungepflegt" aussehen und was da für ein Aufwand betrieben wird um die in Wunschzustand/Showfrisur zu versetzen (Körper, Gesicht und Läufe erst scheren und dann rasieren), da kann man sich ja auch fast gleich nen Powder Puff passend zurechtfrisieren.
Ihr mögt das als "Schönreden" empfinden, aber fehlende Zähne mit Atemnot zu vergleichen lässt für mich schon tief Blicken...
Es ist für mich vom "Leidensfaktor" auch ganz ehrlich nichtmal annähernd auf der selben Stufe.
Ich hab eine gute Freundin, die seit Kindesbeinen an nur ca. 1/3 bis 1/2 der möglichen Lungenfunktion hat und die hat mir mal sehr eingehend beschrieben, was für ein bedrückendes Gefühl dauerhafte Luftnot ist, das man sich eigentliuch immer unterschwellig erschöpft fühlt etc (sie ist erst fähig, einigermaßen normal zu leben, seit sie jede Nacht am Sauerstoffgerät schläft) und was für eine Todesangst mit einem Erstickungsanfall einhergeht.
Dagegen tun fehlende Zähne nicht weh und zumindest unter heutigen, zivilisierten Umständen, schränken sie auch bei der Nahrungsaufnahme null ein.
Für mich ist das mehr eine Prinzipienfrage. Ich mag die Nackt-Optik, aber ich kann es eben nicht so recht mit mir vereinbaren, dass, wie bordy schon sagt, man ohne Probleme den gleichen Hund auch in behaart und ohne diese Zahnpoblematik haben kann und den Hunden das nur und wirklich nur wegen der eigenen optischen Vorliebe zumutet, denn das Wesen und alles andere ist ja bei den behaarten jeweils das gleiche.
Wenn man denn partout keine langhaarigen Hunde mag (ich würd zum Beispiel keinen Wuschelhund haben wollen...), kann man ja zumindest die CC als PP auch eher sportlich-kurz halten, soweit ich weiß geht das bei deren Fell problemlos?
So geht es mir mit den grauen Neufundländern. Ich finde die Farbe einfach faszinierend, die Hunde mag ich ja sowieso.
Aber es ist nun mal das Dilute-Gen, das für diese Fellfarbe verantwortlich ist und geht eben mit Hautkrankheiten, Kahlheit und oftmals Immunschwäche einher. Obwohl die Farbe nicht FCI (in USA ja) anerkannt ist, werden in Europa munter schwarz-rezessiv-graue miteinander verpaart, da sich die grauen Neufundländer eben gut verkaufen lassen. Es gibt Bestrebungen diese Farbe in den Standard aufzunehmen, was ich aber auf Grund der gesundheitlichen Problematik einfach nicht verstehen kann.
Da ich solch eine Zucht nicht unterstützen möchte, wird hier nie ein grauer einziehen. Ich muß nicht den "Exoten" an der Leine haben.
Ich hab vor einigen jahren in Dortmund auf der Europasieger mal einen weiß-blauen Neufundländer gesehen (nicht im Ring, einer der Aussteller ging draußen mit dem und zwei "normalen" schwarzen bzw schwarz-weißen Neufis spazieren), da wusste ich noch gar nicht, dass es die so auch gibt und musste erstmal nachfragen.
Bei einigen Windhundrassen ist blau sehr häufig und macht so gar keine Probleme oder wenn überhaupt, dann so selten, dass es praktisch keine Rolle spielt. ich kenne zig dilute-Greyhounds und Whippets, in solid blue, blue brindle, blue fawn/sable und so weiter (grade bei den Whipptes ist dilute eher noch häufiger als bei Greyhounds), aber bisher hab ich trotz intensivem Ohren offenhalten noch von keinem einzigen sicher diagnostiziertem Fall von CDA gehört und selbst die, die es eventeull haben könnten, haben längst nicht solche schlimmen Symptome wie z.B. blaue Dobermänner, sondern "nur" partiellen Haarausfall bei ansonsten guter Gesundheit.
Weimaraner sind ja zum Beispiel auch alle dilute und haben idR keinerlei Hautprobleme (und sind auch sonst recht gesunde Hunde).
Wahrscheinlich spielen da noch weitere Faktoren eine Rolle, so wie eventuell bei den Nackthunden und den Zähnen, wenn es denn stimmt, das man da mit Erfolg auf Vollzahningkeit selektieren kann (oder vielleicht sind es auch verschiedene Mutationen die in verschiedenen Rassen dilute produzieren, so wie die verschiedenen Mutationen für Haarlosigkeit bei den Südamerikanern und beim AHT).
Wenn übrigens jemand eine Quelle zur getrennten Vererbung von Haarverlust und Zahnverlust (oder andersrum von deren untrennbarer Kopplung) hätte, würde mich das sehr interessieren.
Vordere Backenzähne (Prämolaren)
Sie haben für den Hund nur noch eine Bedeutung als Unterstützug beim Festhalten und Tragen kleiner Dinge.
Ich erachte deshalb das Fehlen von Schneide- und Fangzähen sowie der Molaren für den Hund als bedeutsamer als das Fehler von Prämolaren.
Bitte beachten, von welchen Prämolaren und welchen Molaren wir reden!
Der P4 ist im Oberkiefer der größte von den Backenzähnen und damit einer der beiden Hauptbestandteile der Brechschere, also nicht verzichtbar (sein Gegenspiele ist der M1 unten).
Der M3 unten ist klein und hat keinen Gegenspieler, der könnte auch weg.
Merke: Nicht alle Prämolaren sind winzig und funktionslos und nicht alle Molaren sind groß und wichtig!
http://de.wikipedia.org/wiki/Zahnformel#Hund
http://www.wildundhund.de/r30/vc_content…20523164942.jpg