Beiträge von Marula


    Das "Problem" (für mich) beim AHT ist, dass man noch nicht auf das Gen, welches für die Nacktheit verantwortlich ist, testen kann. Ergo wüsste man bei einem Wurf aus zwei behaarten, welche die Nacktheit in sich tragen nicht, welcher der behaarten Welpen reinerbig behaart sind und welche das Nackt-Gen in sich tragen.


    Was ist damit?
    https://www.vgl.ucdavis.edu/services/Hairl…sinTerriers.php
    Die UC Davis ist doch sonst eigentlich ganz seriös...


    Und ein paar fehlende Zähne mit vereiterten, von Zahnstein befallenen Zahnstumpen zu vergleichen, find ich irgendwie seltsam.


    Hane ich so nicht gemacht, ich wollte nur anmerken, dass "er kommt doch gut zurecht" nicht umbedingt immer ein Argument ist.

    Das sagen mir auch tagtäglich Leute, deren Hund ein Horrorgebiss hat, wo man bei den großen, mehrwurzeligen Backenzähnen zwischen den freiliegenden, vereiterten Wurzeln durchgucken kann, so weit leigen die frei, oder die seit Wochen/Monaten/Jahren mit im Leben abgebrochenen Zähnen (offene Pulpahöhle) rumlaufen.
    Die fressen auch noch ihr normales Futter und viele nehmen sogar noch Kauknochen und alles - man wundert sich.

    Weil es irgendwo aufkam: Ich hab auch nicht gesagt, dass bei Nackthunden immer/extrem häufig die Zunge raushängt, sondern dass das bei manchen Hunden ein Problem kst, die vorne keine Zähne (speziell keine Fangzähne) haben. Ob das durch Extraktion oder durch Genetik so ist, ist dabei unwesentlich.


    Langhaarige Hunde kann man übrigens auch scheren und schon hat man einen Hund mit kurzem Fell. Scherköpfe gibts bis 0,5mm , da ist der Frisierlust kaum eine Grenze gesetzt.


    Dacht ich auch grad so. Ich mein, wenn man sich manche von den hairy hairless anguckt, wie die "ungepflegt" aussehen und was da für ein Aufwand betrieben wird um die in Wunschzustand/Showfrisur zu versetzen (Körper, Gesicht und Läufe erst scheren und dann rasieren), da kann man sich ja auch fast gleich nen Powder Puff passend zurechtfrisieren.



    Ihr mögt das als "Schönreden" empfinden, aber fehlende Zähne mit Atemnot zu vergleichen lässt für mich schon tief Blicken...


    Es ist für mich vom "Leidensfaktor" auch ganz ehrlich nichtmal annähernd auf der selben Stufe.
    Ich hab eine gute Freundin, die seit Kindesbeinen an nur ca. 1/3 bis 1/2 der möglichen Lungenfunktion hat und die hat mir mal sehr eingehend beschrieben, was für ein bedrückendes Gefühl dauerhafte Luftnot ist, das man sich eigentliuch immer unterschwellig erschöpft fühlt etc (sie ist erst fähig, einigermaßen normal zu leben, seit sie jede Nacht am Sauerstoffgerät schläft) und was für eine Todesangst mit einem Erstickungsanfall einhergeht.
    Dagegen tun fehlende Zähne nicht weh und zumindest unter heutigen, zivilisierten Umständen, schränken sie auch bei der Nahrungsaufnahme null ein.

    Für mich ist das mehr eine Prinzipienfrage. Ich mag die Nackt-Optik, aber ich kann es eben nicht so recht mit mir vereinbaren, dass, wie bordy schon sagt, man ohne Probleme den gleichen Hund auch in behaart und ohne diese Zahnpoblematik haben kann und den Hunden das nur und wirklich nur wegen der eigenen optischen Vorliebe zumutet, denn das Wesen und alles andere ist ja bei den behaarten jeweils das gleiche.
    Wenn man denn partout keine langhaarigen Hunde mag (ich würd zum Beispiel keinen Wuschelhund haben wollen...), kann man ja zumindest die CC als PP auch eher sportlich-kurz halten, soweit ich weiß geht das bei deren Fell problemlos?


    So geht es mir mit den grauen Neufundländern. Ich finde die Farbe einfach faszinierend, die Hunde mag ich ja sowieso.

    Aber es ist nun mal das Dilute-Gen, das für diese Fellfarbe verantwortlich ist und geht eben mit Hautkrankheiten, Kahlheit und oftmals Immunschwäche einher. Obwohl die Farbe nicht FCI (in USA ja) anerkannt ist, werden in Europa munter schwarz-rezessiv-graue miteinander verpaart, da sich die grauen Neufundländer eben gut verkaufen lassen. Es gibt Bestrebungen diese Farbe in den Standard aufzunehmen, was ich aber auf Grund der gesundheitlichen Problematik einfach nicht verstehen kann.

    Da ich solch eine Zucht nicht unterstützen möchte, wird hier nie ein grauer einziehen. Ich muß nicht den "Exoten" an der Leine haben.


    Ich hab vor einigen jahren in Dortmund auf der Europasieger mal einen weiß-blauen Neufundländer gesehen (nicht im Ring, einer der Aussteller ging draußen mit dem und zwei "normalen" schwarzen bzw schwarz-weißen Neufis spazieren), da wusste ich noch gar nicht, dass es die so auch gibt und musste erstmal nachfragen.

    Bei einigen Windhundrassen ist blau sehr häufig und macht so gar keine Probleme oder wenn überhaupt, dann so selten, dass es praktisch keine Rolle spielt. ich kenne zig dilute-Greyhounds und Whippets, in solid blue, blue brindle, blue fawn/sable und so weiter (grade bei den Whipptes ist dilute eher noch häufiger als bei Greyhounds), aber bisher hab ich trotz intensivem Ohren offenhalten noch von keinem einzigen sicher diagnostiziertem Fall von CDA gehört und selbst die, die es eventeull haben könnten, haben längst nicht solche schlimmen Symptome wie z.B. blaue Dobermänner, sondern "nur" partiellen Haarausfall bei ansonsten guter Gesundheit.

    Weimaraner sind ja zum Beispiel auch alle dilute und haben idR keinerlei Hautprobleme (und sind auch sonst recht gesunde Hunde).

    Wahrscheinlich spielen da noch weitere Faktoren eine Rolle, so wie eventuell bei den Nackthunden und den Zähnen, wenn es denn stimmt, das man da mit Erfolg auf Vollzahningkeit selektieren kann (oder vielleicht sind es auch verschiedene Mutationen die in verschiedenen Rassen dilute produzieren, so wie die verschiedenen Mutationen für Haarlosigkeit bei den Südamerikanern und beim AHT).

    Wenn übrigens jemand eine Quelle zur getrennten Vererbung von Haarverlust und Zahnverlust (oder andersrum von deren untrennbarer Kopplung) hätte, würde mich das sehr interessieren.


    Vordere Backenzähne (Prämolaren)
    Sie haben für den Hund nur noch eine Bedeutung als Unterstützug beim Festhalten und Tragen kleiner Dinge.


    Ich erachte deshalb das Fehlen von Schneide- und Fangzähen sowie der Molaren für den Hund als bedeutsamer als das Fehler von Prämolaren.


    Bitte beachten, von welchen Prämolaren und welchen Molaren wir reden!

    Der P4 ist im Oberkiefer der größte von den Backenzähnen und damit einer der beiden Hauptbestandteile der Brechschere, also nicht verzichtbar (sein Gegenspiele ist der M1 unten).
    Der M3 unten ist klein und hat keinen Gegenspieler, der könnte auch weg.

    Merke: Nicht alle Prämolaren sind winzig und funktionslos und nicht alle Molaren sind groß und wichtig!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zahnformel#Hund
    http://www.wildundhund.de/r30/vc_content…20523164942.jpg

    Nur nochmal vorneweg, Haarlosigkeit an sich halte ich nicht für ein Qualzuchtmerkmal, weil ich es auch nicht unnatürlicher finde einen Hund ohne Haar zu haben als einen dessen Fell ohne scheren ins unermessliche wachsen und hoffnungslos verfilzen würde.

    Und bitte nehmt die Diskussion nicht ZU ernst, es ist ja letztlich nur ein Gedankenspiel...

    Also die Kreuzung von CCD und AHT ist KEINE LÖSUNG!!!!
    [...] durch das ersetzen des FOXI3-Gens gegen des Nacktgen des AHT, würde auch dazu führen, dass die Variante PP (also PowderPuff, vollbehaart) ausstirbt...oder das es eben zwei getrennte Rassen würden, aber dann ist die HL-Variante kein CCD mehr.


    Wieso das denn? Also wieso sollte dabei die behaarte Variante aussterben? Wenn man einen rezessiven und einen dominaten Genotyp in einer Rasse hat und beide weiterhin erlaubt und weiterhin kreuzt, dann werden auch beide erhalten bleiben.
    Ist doch bei Salukis auch nicht anders, Kurzhaar ist dominat, Befederung ist rezessiv, beides wird munter verpaart, fällt in den gleichen Würfen und fertig.


    Zitat

    Beim AHT wird das Nacktgen rezessiv vererbt. Daher fallen in AHT-Würfen auch nur nackte Welpen. Beim AHT wurden bis vor einiger Zeit noch Rat Terrier (aus denen ist der AHT entstanden, behaart) eingekreuzt, um die genetische Vielfalt zu erhöhen. Im ersten Wurf (AHT x Rat) entstehen nur behaarte Welpen, diese tragen allerdings das Nacktgen in sich. Erst wenn man diese Welpen wiederum mit einem AHT kreuzt, entstehen zu 50% nackte Welpen. Und jetzt ist die Frage aller Fragen: Welche Rasse besitzen die behaarten Welpen? Die aus der ersten Generation tragen das Nacktgen in sich, sind also weder AHT noch Rat Terrier. Die behaarten der zweiten Generation haben keinen Rat Terrier als Elternteil. Was sind sie jetzt?


    Wieder, ich versteh das Problem nicht...

    Ein nackter Rat Terrier ist immer noch ein Rat Terrier, ein langhaariger Rat Terrier wäre immer noch ein Rat Terrier, ein zufällig grün geborener Rat Terrier wäre immer noch ein Rat Terrier...

    Wenn man möchte, kann man die natürlich als zwei verschiedene Rassen eintragen, aber das ist reine Formsache. Erst wenn man anfängt den AHT genetisch zu isolieren (eigenes, geschlossenes Zuchtbuch ohne Outcross zur Ursprungspopulation oder Einkreuzung anderer Rassen) und auf andere Merkmale zu selektieren (neben der Haarlosigkeit zum Bespiel auf einen anderen Charakter) wird's ne eigene Rasse.

    Wenn man nur nackt und nackt verpaart, dann kommt bei nem rezessiven Erbgang auch nur nackt raus, ist klar. Würde man die Verpaarung auch mit behaarten erlauben, dann würde beides fallen. Ist doch keine Raketewissenschaft?


    Zitat

    Und dabei würde verdammt viel vom CCD auf der Strecke bleiben.
    Der CCD ist eine Rasse mit einer sehr breiten Vielfalt, vor allem was den Körperbau angeht: der Standard geht von 23cm (bei Hündinnen) bis 33cm (bei Rüden) - von Zwerg- bis Kleinhund. Dann gibt es den Deer-Type (dünner, drahtiger) und den Cobby-Type (kräftiger) und jede Form dazwischen. Und dann eben die Behaarung: Genetisch nackte können optisch wirklich nackt sein, bis hin zu fast vollbehaart (welchen Sinn das scheren bei solch haarigen Hunden hat, sei dahingestellt, es soll hier nur zeigen, welche Vielfalt es gibt). Und dann eben die Vollbehaarten, die sowohl nur einen Haarschleier haben können (wie im Standard eigentlich vorgesehen) bis hin zu einem dichten Haarkleid.... Diese ganze Vielfalt würde durch solch einer unsinnigen Einkreuzung verloren gehen.


    Wieso sollte diese Vielfalt verloren gehen?
    Man braucht doch nur EIN Merkmal vom AHT, die andere Form der Haarlosigkeit. Wenn man dann Hunde, die dieses Gen tragen, an CCPP aller möglichen Typen anpaart die man gern erhalten würde und dann Rückkreuzung mit reinrassigen CCPP betreibt (Nackthunde würde man dann allerdings erst nach einigen Generationen wieder kriegen wenn man Merkmalsträger für "nackig" verpaaren kann...), warum sollten die dann auf einmal alle einheitlich im Körperbau und werden?

    Ich mein, ja, die nackten wären dann halt nicht mehr "Crested", sondern ganz nackig, wie das bei AHTs auch ist. Wäre das so schlimm?

    Für das Einkreuzen des AHT müsste man sinnvollerweise den AHT mit der behaarten Variante (egal ob CCD, Mexikaner oder Peruaner) kreuzen, um das FOXI3-Gen "auszumerzen", den die behaarte Variante hat ja dieses Gen nicht.


    Ja, klar, hatte ich doch auch geschrieben, oder nicht?

    Zitat

    Allerdings frag ich mich noch immer, warum beim Nackthund das Wesen plötzlich nicht so wichtig ist, wie zb beim Mops, wo der Sinn von Fremdeinkreuzungen ja stark in Zweifel gezogen wird.


    Naja, ich zieh das ja auch beim Mops nicht in Zweifel. xD
    Aber was ich bezweifele ist, dass es bei reirassigen Hunden absolut möglich ist durch Zuchtselektion Einfluss auf's Wesen/Verhalten zu nehmen, aber auch bei einem einzigen Outcross diese Möglichkeit auf einmal so derart außer Kraft gesetzt wird, dass man auch nach mehren Generationen gezielter Zucht, speziell wiederholter Rückkreuzung, noch völlig unberechenbare Resultate kriegt.


    Zitat

    Und woher nehmt ihr die Annahme, dass die fehlenden Zähne "einen massiven Effekt auf die Lebensqualität" hat? Kennt hier jemand tatsächlich einen Hund, mit wenig oder ohne Zähne? Ich kenn einige...


    Ja, ich auch, keine Nackis aber ganz normale Hunde und Katzen, denen aus gesundheitlichen Gründen Zähne (teilweise alle oder fast alle) gezogen werden mussten. Die kommen blendend zurecht und haben null Schwierigkeiten mit ihrem Futter. Besonders bei Hunden hat man manchmal das Problem, dass die Zunge unschön raushängt wenn Eckzähne und/oder Scheidezähne fehlen, aber viel mehr ist da auch nicht.

    Viele Hunde haben auch erstaunlich wenig Probleme mit hochgradig entzündeten, vereiterten "Maulruinen" mit nem halben cm Zahnstein und fressen damit immer noch mit Appetit (Katzen sind da sensibler, wie jeder mit ner Katzen mit chronischer Zahnfleischentzündung weiß).
    Wie schon angemerkt passen sich Hunde an alles mögliche an und nehmen es halt so hin, 1-3 fehlende Beine, Blindheit oder Taubheit, das Dasein im "Rolli", dauerhafte Luftnot... gut zurecht kommen ist leider nicht immer der passende Indikator für "kann ruhig Normalzustand werden".


    Ich find schon, dass in ein Hundemaul grundsätzlich normale, bleibende Zähne reingehören, ob da nun ein, zwei drei der kleinen vorderen Prämolaren oder der hintersten Molaren fehlen ist recht egal, aber die, die eine funktionelle Aufgabe erfüllen können, die sollten auch da sein.
    Ist aber nur meine Meinung, andere meinen auch, das an einen Hund halt Fell gehört...

    Wenn das wirklich über reine Selektion mit der gegebenen Genetik möglich ist, ist doch super! Ich will's ja gern glauben, da ich diese Rassen mag, aber hab halt Zweifel.

    Terriermischling.... also dann könnte man gleich Windhund und eine Dogge mischen.
    Der AHT und der CCD sind vom WESEN und CHARAKTER her vollkommen verschieden, also wirklich kaum zu vergleichen. Der AHT ist ein Terrier durch und durch, vom Näschen bis zur Rutenspitze vor Selbstbewusstsein strotzend, kernig und überhaupt ein Terrier eben....
    Die Chinesen sind sensible, lustige, anhängliche und schmusige Hunde, sanft und anschmiegsam. Chinesen und AHT sind wie Tag und Nacht.....


    Man braucht genau EIN Merkmal vom American Hairless Terrier (die Haarlosigkeit), das monogen autosomal rezessiv vererbt wird und auf das man testen kann.

    Das ist genau so wie bei den LUA Dalamtinern, es reicht im Prinzip eine Kreuzung und dann immer wieder Rückkreuzungen von Merkmalsträgern auf das Orginal (auch wenn mehrere Outcrosses sinnvoll wären, damit nachher nicht die ganze Rasse diesen einen Hund im Pedigree hat...) um das zu kriegen und zu halten was man will.

    Das Orginal wäre in dem Fall der CC in der Powder Puff Variante. Auch da sollte man vor Zuchtverwendung testen, weil das Gen für Haarlosigkeit bei den CC, Xolos usw zwar autosomal monogen dominant vererbt wird (man also eigentlich Träger am Phänotyp erkennen können sollte), aber es ja Hunde mit unterschiedlichem Phänotyp gibt, true hairless und hairy hairless.

    Testet man, dann kann man eine Verwechselung von hairy hairless und Powder Puff sicher ausschließen.

    Dann könnte man das Gen für die Haarlosigkeit von AHT in den Chinese Chrested einbringen OHNE dass sich die beiden Genvarianten für Haarlosigkeit im selben Hund begegnen können.

    Das ist kontrollierte Zucht und das hat dann auch nix mit Ausprobieren und nix genaues weiß man nicht zu tun.

    Auf Wesensmerkmale kann man übrigens beim Hund genauso selektieren wie auf's Äußere, das beweisen schon allein die ganzen Rassen mit rassetypischen Anlagen und Verhaltensweisen.


    Nein, da die Vorfahren dazu auch eine große Rolle spielen. Da muss über mehrere Generationen drauf geachtet werden, bis sich WIRKLICH was ändern kann.


    Weiß man doch bisher gar nicht ob das Möglich ist, oder? Ich mein, Züchter sagen das, aber Züchter andere rassen sagen auch, dass man Hunde mit Bratpfannengesicht züchten kann, die trotzdem genauso frei atme wie jede Hund mit langem Fang, und das glaube ich auch nicht bis ich es a) endlich mal gesehen und b) die entsprechenden Untersuchungen dazu gelesen hab.
    Wenn tatsächlich die gleiche Genvariante die für Haarlosigkeit kodiert auch für nicht erfolgende Anlage von bleibenden Zähnen zuständig ist, dann kann man das eventuell gar nicht auseinander selektieren, weil es nix zu selektieren gibt? Gibts dazu denn irgendwas handfestes?

    Liege ich denn demzufolge richtig, wenn ich schlussfolgere, dass die Nacktheit des AHT auf einer anderen Mutation beruht und es daher nicht an die Zahnlosigkeit gekoppelt ist?
    Selbiges scheint auch bei den nackten Deerhounds der Fall zu sein, dass es sich um eine andere Spontanmutation handelt?

    Waere das der Fall koennte man dann nicht mit diesen Nacktheitsgenen zuechten und wenn man den Chinese Crested erhalten moechte eventuell versuchen bei der Powder Puff Variante American Hairless Terrier einzukreuzen?


    Ja, soweit ich weiß sind das verschiedene Mutationen. Eventuell wäre das also ein Weg, wenn man gern haarlose Hunde ohne Zahnprobleme hätte.

    Aber dann wären ja zum Beispiel der Xolo und der Pero sin Pelo keine mystische Urhundrasse aus dem grauen Nebel der Vorzeit mehr, sondern irgendwelche unreinen Terriermischlinge! *wo ist der Ironie-Smily?*

    Ich bezweifle auch wirklich, dass man auf normalen Züchterischen Wegen die Kopplung eines mutierten Gens an ein anderes, was offensichtlich den Zahnverlust (oder das Zähne gar nicht angelegt sind) hervorruft lösen kann.


    Da hab ich auch Zweifel.

    Noch eins zu der Züchterin :)
    Sie achtet stark auf gesunde, vollzahnige Hunde und die allermeisten ihrer nackten Welpen können mit einem vollen bis nahezu vollen Gebiss glänzen.
    Wie gesagt bei den Chinese Crested dürfen NUR 4 Zähne fehlen, während bei den Labbis bis zu 6 Zähne fehlen dürfen!


    Ist den bei den CC festgelegt, welche Zähne fehlen dürfen? Siehe der verlinkte Artikel von Dr. Fahrenkrug, es ist ja ein Unterschied, was denn nun fehlt.
    Wenn einem Labbi alle P1 und beide M3 fehlen, dann macht das genau die erlaubten 6 fehlenden Zähne und das fände ich weniger dramatisch als wenn einem CC 2 Fangzähne und 2 große Backenzähne fehlen.

    Zählen Rosenohren auch zu den Qualzuchtmerkmalen? Wenn ja, welche Nachteile haben sie für den Hund?


    So wie ich die Formulierung verstanden hatte, sortieren sie nur schwere Hängeohren bei Hund und Kaninchen und sehr kleine Ohren beim Kaninchen unter Qualzucht ein.

    Ich hätte gerne Meinungen zu diesem Artikel:
    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j….85970519,d.d24


    Kann Herrn Fahrenkrug nur zustimmen: Nen paar oder meinetwegen auch allen fehlende P1 oder M3 (wobei ich das noch nicht gesehe hab) sollten kein Hindernis für die Zucht sein, ein Hund braucht die eigentlich nicht mehr und meistens gibt es wichtigeres.

    Andere fehlende Zähne... hängt davon ab, aber würde ich eigentlich nicht gern in der Zucht sehen wollen.

    Ich mein, wenn ich einen Rasse hätte, die genetisch eh schon sehr verarmt ist und die dolle Probleme mit dem Herzen hat, und dann hätte ich einen Hund aus ner seltenen Linie, die bisher wenig bis keine Herzprobleme hatte und dieser Hund wäre schon 10, hätte immer noch gutes Sperma und seine Verwandten wären alle herzgesund steinalt geworden... aber leider fehlt ihm ein Eckzahn.
    Dann würde ich ganz ehrlich lieber nen fehlenden Caninus in Kauf nehmen als zum Beispiel DCM und weitere genetische Verarmung.
    Aber gäbe es eine sonst gleichwertige Alternative zu einem Zuchttier ohne so einen Zahnfehler, würde ich eher das wählen.

    Bei den Nackis ist ja das Problem, das oft auch die großen Zähne nicht angelegt sind oder früh wieder ausgehen.

    @Marula das ist ein Gutachten, aber keine Durchführungsbestimmung des in diesem Fall deutschen Staates.


    Ja, aber es ist vom BMELF in Auftrag geben worden, insofern schon "offiziell".

    Ich weiß, dass das Gutachten wenig praktische Auswirkungen hat. Allerdings wurde z.B. in den Tierschutzvorlesungen den werdenden Tierärzten schon geraten, sich in Zweifelsfällen daran zu orientieren, da es halt zur Zeit das handfesteste ist was man hat, und es wurde auch gesagt, dass es im Zweifelsfall für Gerichte zwar nicht bindend sei, aber schon zur Urteilsfindung verwendet werden würde/könnte, sollte irgendein mit Qualzucht einhergehender Fall jemanls vor Gericht verhandelt werden.

    Ja, echt fies... als ich noch in Hannover gewohnt hab, gab es ja öfter Giftköderwarnungen, da lebt man ja schon bald mit.
    Bei meinen Eltern auf dem platten Land hätte ich aber nicht damit gerechnet, aber da gabs die letzten Monate auch immer wieder Fälle. War immer Schneckenkorn eingepackt in "Gesichtswurst" (so Mortadella mit Gesichtsmuster), das einerseits in einem relativ großen Radius an ganz verschiedenen Stellen in der Gemeine ausgelegt wurde, auch "abseits", wo eigentlich gar nicht viel los ist, andererseits aber auch in die Gärten von Leuten geworfen wurde.

    Eine Frau konnte ihren Hund rechtzeitig zum erbrechen bringen (Spritze beim TA) nachdem sie gesehen hatte, das er im Garten was fraß und dann einen zweiten Köder fand, es war dann auch wirklich Wurst und Schneckenkorn im erbrochenen.
    Mindestens ein Hund und eine Katze sind aber auch schon dran gestorben. Schneckenkorn ist auch noch wesentlich schlimmer als das gefürchtete Rattengift, weil es gegen Rattengift wenigstens eine sspezifische Therapie gibt (Vitamin K, Bluttransfusion), gegen Schneckenkorn kann man nur symptomatisch behandeln.


    Woran siehst du das?


    Qualzuchtgutachten:
    http://www.maulkorbzwang.de/Briefe/urteile…htgutachten.htm


    @ Rübennase: Das liest sich für mich leider auch nicht besser als das ewige entschuldigende "Aber sie kommen doch gut klar" von Kurznasenbesitzern.

    Außerdem, soweit ich weiß sind Chinese Crested keine Urhunderasse und auch nicht aus China, sondern auf Basis von südamerikanischen Nackis (bei denen das mit dem Urhund dann aber wieder stimmt) und anderen Rassen in den USA als Gesellschafts- und Showhund erschaffen worden, die tolle Mythologie gab's dann im Nachhinein dazu, wie bei so vielen Rassen.


    Es dürfte auch deshalb utopisch sein, da das Fehlen des Ridges ein Zuchtausschließender Fehler ist.


    ich weiß, aber da ich ja Gott sei Dank keine Ridgebacks züchten will, muss ich mir da auch in der Realität keinen Kopf drum machen. :D

    Aber verboten hin oder her, das ist ja nur der momentane Status Quo, das hat niemand in Stein gemeißelt von nem Berg getragen (auch wenn man das bei manchen Diskussionen über Standards und Zuchtordnungen glatt glauben könnte).
    Man kann ja entweder im eigenen Verband nen Aufstand machen, oder man züchtet außerhalb oder man sucht nach Gleichgesinnten und gründet was eigenes.

    Nur eins muss man nicht und das ist springen wenn jemand "Spring!" sagt.
    Da wären wir dann wieder da, wo behauptet wird, das Züchter leider keine Wahl hätten als das zu züchten, was auf Ausstellungen gewinnt.



    Nach dem Einschläfern beim Tierarzt kommen die Tiere in eine Tiefkühltruhe bevor sie dann irgendwann abgeholt werden. Ich denke, das ist gemeint.


    Was Quebec gemeint hat muss sie schon selber sagen, ich denke aber nicht, dass das gemeint war?
    Heute kommt es durchaus noch vor, dass man, statt an die Wand werfen oder ertränken, die Welpen eben ins Eisfach steckt. Warum weiß ich nicht, ob die Leute nun glauben das wäre ne humanere Alternative, frag mich nicht...
    Passieren tut es jedenfalls, auch wenn ich nicht sagen kann wie verbreitet es ist, weil da natürlich wenn, dann nur sehr zurückhaltend drüber geredet wird.


    Thema Nackthunde:
    Ich muss ja sagen, dass das so ein bisschen mein toter Winkel ist beim Thema Qualzucht, weil da halt ich mal in der Situation bin, dass mir das optisch gefällt (so, jetzt ists raus...) und ich das eigentlich gern rechtfertigen würde. ;)

    Es stimmt schon, außer der Optik gibts keinen Grund die Haarlosigkeit zu behalten. In der Haarlosigkeit selber sehe ich weder nen Vorteil noch nen Nachteil - ich kenne Nackthunde und die frieren auch nicht mehr als kurzhaarige Hunde oder verletzen sich mehr, und insgesamt kann ich komplett nackte Hunde beim besten Willen nicht unnatürlicher finden als das Gegenteil, Hunde mit nie stoppendem Haarwuchs.

    Aber die Zähne... joa, das ist ein Problem. Und halt leider eins, das wohl direkt an die Nacktheit gekoppelt ist. Wenn man sie nackig züchten könnte ohne dabei Zahnfehler zu haben (wie ja wohl bei den AHT oder auch bei den ab und zu mal spontan auftretenden nackten Deerhounds... ja, sowas gibts... googelt mal nach "Deerhound hairless", gleich die ersten paar Postings in der Bildersuche bzw in der normalen Suche), dann fände ich es ok.
    Wäre halt interessant zu wissen, ob die Bemühungen einiger CC-Züchter, den Zahnstatus zu verbessern, wirklich was bringen können, oder ob es am Ende einfach an der grundsätzlichen Unvereinbarkeit von normalem Gebiss und dieser Form der Nacktheit scheitert, so wie es meiner Meinung nach bei den extrem breachycephalen Rassen an der grundsätzlichen Vereinbarkeit dieses Phänotyps mit einer gesunden Atemwegsanatomie scheitert.