Beiträge von Marula

    Zum Thema Winkelungen und Gangmechanik ist das Buch "Hunde in Bewegung" recht empfehlenswert.
    http://www.vdh.de/shop/hunde-in-bewegung/
    Die Autoren haben auch diverse Vorträge gehalten und sowohl im Buch als auch mündlich haben sie mehrmals betont, dass viele der althergebrachte Exterieurbeurteilungsdinger bei Hunden mehr Wunsch als Wirklichkeit sind, nix mit einem effektiven Gangwerk zu tun haben oder gewisse Idealvorstellungen sogar anatomisch/physisch unmöglich sind.


    Ohne jetzt über richtig und falsch beim Akita was sagen zu wollen (dafür kenne ich mich in der Rasse zu wenig aus) ist es scheinbar so, dass diverse Richtlinien zu erwünschten Gradzahlen bei der Winkelung a) nicht der Realität am lebenden Objekt entsprechen und b) nicht den vermuteten/erwünschten Effekt haben.

    Bei meinen eigenen Rasse weiß ich auch, dass viele dieser Diagramm, die die angebliche Skelettstruktur im Hund zeigen sollen, auch ganz einfach falsch sind. Da wird eine "ideale Silhouette" genommen und dann das Skelett reingezeichnet, so, wie man denkt es müsste so liegen bei einem idealen Hund. Das ist aber in der Realität nicht immer so, siehe eben auch wieder "Hunde in Bewegung".

    Marula, hast du schon einen Azawakh getroffen? Die sollen ja ein anderes Wesen haben, als ihr unkomplizierter Vetter Greyhound. Anlächeln tut sie mich trotzdem.

    Ich kenne ein paar Azawakhs, ja, und die sind GANZ anders als Greys. Es sind beides Windhunde, aber da hört's dann auch schon auf. Die haben ungefähr so viel gemeinsam wie Deutscher Schäferhund und Sheltie (sind ja auch beides Hütehunde)

    Der wohl wichtigste Unterschied in Kürze ist, dass ein Grey in der Regel ein netter Hund ist, ein Azawakh ist... mitunter schon ziemlich auf Zack.


    Wach- und Schutztrieb, ausgeprägtes Territorialverhalten, Desinteresse bis Misstrauen gegenüber Fremden + eine große Individualdistanz, ungnädig mit rudelfremden Hunden... all das sind so Sachen, über die man sich als Greyhoundbesitzer eher wenig Kopf machen muss, als Azawakhbesitzer aber schon.

    Die Person, wo ich mit Janaah zum Auslauf hinfahre, hat seit zig Jahren Azawakhs (momentan mit ihrer Mutter zusammen 5 Stück), ist in der Rasse sehr involviert und lässt sich von ihren Hunden ganz bestimmt nicht an der Nase rumführen.
    Aber die sagt zum Beispiel ganz klar, dass für sie ein Kriterium für Freilaufgebiete auch ist, wie häufig da plötzlich Menschen auftauchen - denn ihre Azis, grade wenn mehrere frei sind, stellen plötzlich auftauchende Jogger im ungünstigesten Fall auch schonmal, grade abends wenn's dämmrig ist.

    Man muss sich bewusst machen, dass die auch Funktionen eines Wach- und Herdenschutzhundes wahrgenommen haben und nicht nur reine Jagdhunde waren, dann wird einem einiges klar.

    Wenn man nen sanften, angepassten Hund sucht, dann ist das mit Sicherheit die falsche Rasse, da sollte man schon passende Rahmenbedingungen haben und auch ein bisschen Führungsqualität.

    @Marula
    Naya das fand ich ja nicht so schlim ;)
    Sondern der Brustkorb

    Die Beiträge hatte sich überschnitten... echt ein bisschen doof am neuen Forum, dass man nicht mehr sieht, was vor einem geposted wurde seit man selber auf "Antworten" geklickt hat und das man beim absenden des Postings nicht mehr über neue Beiträge, die in der Zwischenzeit geschrieben wurden, informiert wird.


    Ich denk fast jeder, der damit vorher so gar nix zu tun hatte und dann das erste Mal einen Azawakh sieht, findet die irgendwie komisch. Es sind halt extreme Hunde, aber nicht künstlich extrem, wie manche modernen Rassen, sondern einfach nur an extreme Anforderungen angepasst.

    Chirurgisch wird der Riss kaum zu versorgen sein. Was heißt kaum - eher unmöglich.
    Das Buch habe ich nicht würde mich aber interessieren :)

    Ich kann's sehr empfehlen, ist ziemlich informativ.

    Was die da für "split webs" empfehlen ist im wesentlichen: Bei Reizungen und kleinen Rissen, wo die vordere Kante der Zwischenzehenhaut nicht komplett durchgerissen ist, sondern eben nur rissig/wund: Bäder in warmer Salzlösung oder Jodlösung zum säubern, pflegende Creme drauf und dann so abheilen lassen.
    Bei größeren Rissen chirurgische Versorgung in Form von weiter auftrennen der Zwischenzehenhaut bis auf Höhe des nächsthöheren Gelenks und vernähen der Ränder in U-Form. Als Grund dafür nennen sie, dass, würde man richtige Risse so heilen lassen, so dass sozusagen ein "spitzer Winkel" entsteht, sie bei Belastung häufig wieder aufreißen würden.


    Eigene praktische Erfahrung mit der Versorgung von solchen Wunden habe ich nicht. Robin hat ein gut verheiltes altes "split web" zwischen zwei Mittelzehen am Hinterlauf, bis ganz oben hin. Er hatte nie Probleme damit.


    Ich bin ganz stolz: Gestern war ich mit allen drei Hunden draußen. Janaah und Robin waren an der Stelle frei und Dee an der Leine (standheiß und mit gebrochenem Zeh, die hat sowas von Leinenzwang...).
    War grade am fotografieren als Janaah, der bis dahin direkt in meiner Nähe am rumschnüffeln war, auf einmal wie besessen lospreschte, auf einen Labrador zu, der mitsamt seinem Frauchen an der Schleppleine in ungefähr 150 m Entferung grade um die Wegbiegung gekommen war.

    Ich gepfiffen, gar nicht mal in der Erwartung, dass es funktioniert und... siehe da, er hat aus dem vollen Galopp raus so 75 m vor dem Labrador praktisch auf nem Teller gedreht und kam ebenso eilig und bis über beide Backen strahlend wieder zurück.

    Das Labradorfrauchen hat glaube ich nen ganz schönen Schreck gekriegt, jedenfalls hat sie schnellstens ihre Schlepp aufgesammelt und den Schauplatz fluchtartig verlassen.
    Aber ich hab mich so gefreut. Bisher macht er es echt richtig, richtig gut mit dem Rückruf.

    Bei Chows ist das ein Problem, weiß von einer Züchterin (kenne ihre Tierärztin, die die Hunde betreut), die meinte, dass das unter Chow-Leuten bekannt wäre und man da sehr häufig mit KBR's zu tun hätte.


    Azawakhs zum Beispiel haben auch vorne wie hinten einen ziemlich steile Winkelung (nicht so extrem wie z.B. der Chow, aber weniger Winkelung als die meisten anderen Rassen) und haben selten bis nie Gelenksprobleme irgendeiner Art.
    https://www.google.de/search?q=Azawa…iw=1366&bih=657

    Doch, klar, der Tubus ist ja nur eine Plastik-/Gummischlauch der vom Maul durch die Kehle in die Luftröhre geschoben wird, da kann der Hund ganz normal durch atmen.

    Der Tubus ist einerseits eben dazu da, den Rachenraum und Luftröhre frei zu halten (falls Schwellung auftritt, z.B. bei OP's im Bereich der Maulhöhle oder der Kehle) damit der Hund ungehindert atmen kann und andererseits dazu, um durch die aufblasbare Manschette, die die Röhre umgibt, das einatmen von Fremdmaterial (Speichel, Blut, Erbrochenes...) zu verhindern.

    Die wenigsten Praxen haben die Technik für künstliche Beatmung und im Normalfall atemt der Hund in Narkose selbstständig und wird nur im Notfall manuell beatmet.

    WIRD denn eine Obduktion gemacht? Normales Prozedere ist das nämlich nicht, das muss man schon speziell anleiern (normalerweise muss der Besitzer des getöteten Tieres das einleiten).

    Wenn es wirklich so war, wie du sagst, dass es eigentlich keine dolle Auseinadersetzung war und du nix offensichtliches gesehen hast, dann würde ich schon versuchen, die Halter mal drauf anzusprechen, ob sie das (auf deine Kosten) machen lassen wollen.


    Zumindest aber sollte es einen Befundbericht vom TA geben, bei dem sie waren, den werden auch beide Haftpflichtversicherungen haben wollen, sowohl deine als auch die von den anderen Leuten.

    Interessant. Wie bei so vielen Rassen ist auffällig, dass sie inhomogener und weniger übertypisiert sind.
    Die Grundform und gewisse prägende Merkmale sind zu erkennen, wenn auch nicht bei allen vorhanden, die heutigen Hunde sind sozusagen Destillate oder Konzentrate daraus. Die früheren sehen mehr wie generische Spitz-/Nordische-/Laikatypen aus, was sie ja irgendwo auch sind...

    In dem Link ganz oben diese Jomon Shibas finde ich optisch ganz ansprechend. Einerseits mag ich die runden kleinen Gesichter und den kompakten Körperbau und die Ringelrute bei den heutigen Shibas. Andererseits finde ich sie im Gesamteindruck oft auch schon wieder zu knubbelig und gedrungen.


    Charakterlich kann ich bei den asiatischen Spitzen den Reiz durchaus nachvollziehen, ich mag reserviert, erwachsene, selbstständige Hunde.
    Andererseits bin ich begeisterter Mehrhundehalter und hab gern eine ruhige, verträgliche Truppe die wenig Management untereinander braucht. Und da hab ich schon öfter gehört, dass die Asiaten ordentliche Krawallbrüder und -schwestern sein können, grade gleichgeschlechtliche untereinander. Mit den Windhunden, die ja ausgesprochene Herdentiere sind (Ausnahmen bestätigen die Regel) bin ich da halt verwöhnt, das wär mir glaub ich nix...

    Mein Kleinteil würde gern zu allen anderen Hunden hin und ist noch total verspielt. Die Große und der Senior finden fremde Hunde eher scheiße bzw neutral.

    Ich find's schon ganz gut, wenn sie ab und an auch mal Fremdhundekontakte haben, damit sie das nicht ganz verlernen und für ein bisschen Abwechselung, aber dafür treffe ich mich dann lieber mit Hundeleuten die ich kenne als dass ich meine Hunde mit irgendwelchen Fiffis von unterwegs zusammenlasse.

    Entweder passt es bei Zufallsbegegnungen von den Hunden her nicht, oder die Halter sind nicht so helle oder die Situation passt nicht (an vielbefahrener Straße, mitten im vor Wild wimmelnden NSG wo ich meine nicht ableinen...). Die paar Gelegenheiten wo es alles passt, die kann ich im Jahr an einer Hand abzählen, zumal wir ländlich wohnen und in sehr ruhiger Gegend spazieren gehen. Ganz viele Hunde gehen hier nur in den Garten oder mal mit an den Stall, bestenfalls ne Runde durchs Dorf. Raus in Feld und Wald zum Hundespaziergang gehen hier nicht viele, man trifft also nicht viele andere Hunde.


    Früher hab ich in der Stadt gewohnt, da war in jedem möglichen Freilaufgebiet Hundemäßig immer gut was los. Da haben sie mit und ohne Leine jeden Tag zig andere Hunde getroffen.
    Die beiden erwachsenen Rüden haben es halt so hingenommen, waren da nicht wer weiß wie wild drauf, aber ich glaub auch nicht, dass es sie gestört hat.
    Das Mädel war am Anfang noch verspielt, wurde aber mit zunehmendem Alter immer zickiger. Als wird da weggezogen sind, war sie drei Jahe alt, es ging alles noch, aber man musste schon immer ein Auge auf sie haben.

    Jetzt ist da keine Routine mehr drin, weil sie so selten andere Hunde treffen, da benehmen sie sich weniger gesittet als früher. Aber gleichzeitig ist es halt auch nicht mehr so wichtig.

    Kontakt reicht denke ich der untereinander und gelegentliche Verabredungen mit anderen Hunden.