Beiträge von Marula

    Nochmal was anderes: Ich war heute mit den Hunden an nem See spazieren, mit Enten drauf. Janaah war da völlig jeck drauf und - ich hätt's ja nicht gedacht - ist tatsächlich ins Wasser um sie zu verfolgen. Bis zum Hals ist er rein, also so, dass wirklich nur noch der Kopf und der Widerrist rausguckten. Als es an's schwimmen ging hat er dann doch gezögert und dann kehrt gemacht, aber nicht ängstlich oder so, mehr "Ok, ich weiß jetzt nicht weiter, für heute habt ihr gewonnen, Enten, ... aber wartet nur..."

    Man beachte: Der Hund kennt Wasser nicht wirklich. Die Welpen hatten bei der Züchterin letzten Sommer so eine Bademuschel mit 10 cm Wasser drin und da ist er wohl auch munter drin rumgeplanscht, aber richtig tief drinnen oder gar schwimmen war er noch nie.

    Immer mal wieder was neues, bisher hatte ich nur Hunde, bei denen ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wusste, dass jedes Wasser, dass sie nicht mal eben überspringen können, eine sichere Grenzlinie ist. Nach der Nummer heute bin ich mir da nicht mehr so sicher.

    Naja, dafür freu ich mich auf den Sommer, vielleicht hab ich jetzt ja mal nen Hund, der richtig mit mir schwimmen geht.


    Katrina, auf Vögel geht Janaah auch ab wie ein Zäpfchen. Kleiner Zaunkönig oder große Gans, völlig egal, die sind alle jagdbar.
    Neulich haben wir eine Hand voll Fasanenfedern gefunden wo wohl einer irgendeinem Räuber zum Opfer gefallen ist. Was macht der Kerl? Frisst erstmal die ganzen Federn auf. Ebenso mit Hasenfell, Rehfell und Taubenfedern. Alles lecker.

    Wihippetbesitzer meinten, dass die Hunde eher unter sich bleiben - weil sie halt so schnell spielen, dass kein andere mithalten kann. Daher wäre arek nicht der "optimale" Partner


    Dazu hat Aeolon ja schon was gesagt, das würde mich nicht hindern, einen Windhund anzuschaffen. Nicht-Windhunde und Windhunde können sehr gut zusammen leben und spielen, vielleicht spielen sie nicht so Fangen wie Windhunde untereinander, aber es gibt ja noch mehr an Interaktion als nur wildes Gerenne.

    Und außerdem, auch wenn man mehrere Windhunde hat ist es nicht gesagt, dass die automatisch schön zusammen spielen. Bei mir wohnen jetzt mein zweiter, dritter und vierter Windhund (der erste ist letzten Sommer gestorben) und erst seit der vierte dazugekommen ist, der sich super mit dem dritten versteht, hab ich mal zwei, die wirklich miteinander toben und rennen.


    Ansonsten sehe ich nix, was bei deinem Plan so richtig gegen einen Whippet oder anderen Windhund sprechen würde. Informier dich halt gut, ob du mit der Ausprägung des Jagdtriebs zurechtkommst. Am besten eben über Züchterbesuche und über Besuche auf der Rennbahn. Ich kenne nur zwei Silken Windsprites und die haben beide vergleichbaren Trieb wie ein Whippet.

    Zitat

    Wir haben den Plan später Pflegekinder auf zu nehmen (daher wäre ich auch sehr viel Zuhause).
    das würde sich so aufbauen, dass die Pflegekinder (Kurzzeitpflege) so alle halbe Jahre bis 2 Jahren "wechseln" (wir betreueun sie so lange bis das Amt/die Sorgeberechtigten entschieden haben was weiter passiert) - ständig wechselnde Bezugspersonen seien nicht gut für einen so sensiblen Hund.


    Ich hab keine Ahnung von und keinen Draht zu Kindern, aber das stelle ich mir für sehr viele Hunde, unabhängig von der Rasse, schwierig/stressig vor. Aber wie gesagt, ich hab da auch nicht viel Ahnung von.

    Wir hatten neulich auch einen lustigen Windhundmix in der Praxis, einen Mini-Lurcher sozusagen: Ein Mix aus Italinischem Windspiel und Miniatur Australian Shepherd.

    Echt ein ganz süßes Kleinteil. Vom Wesen ganz Windhund, von der Figur im Grunde auch (wenn auch fett gefüttert), aber etwas kompakter als ein Windspiel mit einem etwas kräftigeren Kopf. Vom Stockmaß her kleiner als viele Windspiele, dabei so um die 3,5-4 kg. Das Gangwerk auch ganz Windspiel, dieses tänzelnd-steppende.


    Ich war ja heute mit Jaanah beim Ringtraining vom Rennverein. War wirklich nett, nette Leute und schöne Hunde getroffen (2 Barsois, 2 Afghanen, 2 Deerhounds, 3 Windspiele, einige Whippets) und auch was gelernt.
    Janaah war mit Abstand der wildeste/ungezogenste Hund in der Truppe, man könnt' glatt glauben ich mach zuhause gar nix mit dem. :ops: Er war auch einer der jüngsten, aber die drei Monate jüngere Barsoihündin und die gleichaltrige Deerhoundhündin waren deutlich kultivierter.

    Naja, wie ich mir gedacht hab sind anfassen, abtasten und Zähne zeigen bei ihm überhaupt kein Problem, das findet er toll. Stehen geht auch, braucht noch etwas Schliff und wir müssen noch üben, dass er sich entspannt hinstellen lässt (also auch mal einzelne Beine stellen lässt), aber das war schon nicht so schlecht für's erste Mal.
    Aber das laufen... :mute: :lol:
    Der springt da rum wie ein Fohlen nach 1 Woche Boxenruhe. Auch so zwischendurch... er findet die ganzen Hunde und Menschen einfach nur klasse und weiß gar nicht, wo er vor lauter Begeisterung zuerst hinzerren soll. Tja, naja, wird schon werden.

    Ich habe die negativen Winkelungen in der krassen Form auch schon an American Akita gesehen. Aber insgesamt sieht man das Extrem nicht so häufig und wie gesagt... dass es nicht erwünscht ist und aber von manchen einfach übersehen und/oder übergangen wird, steht ja auf einem anderen Blatt.

    Ich hab das bisher an Foxterriern, Shar Pei, Chow-Chow, Boston Terriern und Französischen Bulldoggen gesehen. Das ist echt creepy pasta vom feinsten, es sieht einfach so verkehrt aus.

    Mein Vorschlag wäre, lass deinen Hund doch einfach im Auto oder zuhause oder in der Pferdebox und nimm ihn dann halt mit wenn du ins Gelände gehst. Oder wenn du zu ruhigen Zeiten am Stall bist, wo sonst keiner da ist.

    Dann sparst du dir den Ärger mit der komischen Frau und brauchst nicht neben dem Pferd auch noch den Hund beaufsichtigen.
    In den meisten Ställen laufen eh viel zu viele Hunde mehr oder weniger unbeaufsichtigt rum während Frauchen mit dem Pferd spielt, da ist Ärger mit den Hunden oder über die Hunde oder unter den Hunden oder, wie in diesem Fall, unter den Hundebesitzern, vorprogrammiert.

    Die meisten Stallbetreiber und viele Einsteller werden dir auch dankbar dafür sein.

    Ich hab einen Hund, der Anfangs auch deutlich auf andere (eigentlich ausschließlich auf kleine) Hunde als Beute angesprochen hat, wenn sie sich wie solche benommen haben (jaulen/kreischen, hektisches wegrennen und so weiter).

    Wie hab ich dran gearbeitet (in Kurzfassung)?

    Erstmal vor Verlassen des Hauses Maulkorb drauf und erst beim wieder heim kommen runter, IMMER, weil uns manchmal die kleinen "Tunixe" und "Dermussdaslernen!" schon direkt vor der Haustür zwischen die Füße gelaufen sind.

    Dann in hundereichen oder unübersichtlichen Gegenden Leine dran und dran lassen, nur dann und erst dann mehr Freiraum gönnen, wenn man entweder sehr sicher ist, dass da nicht plötzlich ein Zwerig auftaucht und wenn der Hund sich durch's Training nach und nach bessert.

    Dann allgemein an der Impulskontrolle und am Grundgehorsam arbeiten.

    Gleichzeitig Desensibilisierung - möglichst viel ruhigen Kontakt zu Kleinhunden suchen. Dabei muss der Hund erstmal gar nicht groß mit diesen agieren, er soll sich nur beruhigen und benehmen und lernen sie als selbstverständlich hinzunehmen.

    Dieser Hund kam mit 4,5 Jahren aus Zwingerhaltung zu mir, war gar nicht mit anderen Hunderassen sozialisiert (hatte wahrscheinlich bevor er zu mir kam nie einen kleinen Hund oder auch nur überhaupt irgendwelche anderen Hunderassen als Greyhounds gesehen) und hat rassetypisch einen enormen Hetz- und Beutetrieb, der durch einseitig Förderung (für die Rennbahn) wohl noch gesteigert wurde.

    Es hat so ca. 2 Jahre gedauert, bis wir das im Griff hatten.

    Sind hier eigentlich Afghanen Halter?
    Die find ich ja megaspannend und würd mich da auch mal über Bilder freuen =)

    Das Frauchen von Stella (Italienisches Windspiel) hat Afghanen in der Familie, bei ihren Eltern. Sonst wüsste ich hier keinen.


    Dee ist ja grad läufig und so geht es eigentlich ganz gut mit Janaah und Dee was das trennen angeht. Momentan steht sie noch, aber ewig kann es jetzt nicht mehr gehen, ich denk noch maximal ne Woche und dann sind wir durch...

    Heute hatte ich ne Weile keine Zeit, sie direkt zu beaufsichtigen obwohl ich in der Wohnung war, also hab ich Dee mit ner großen Kaustange und ihrem Schafffell in eine Box gesperrt. War auch ok, sie hat sich schlafen gelegt und die Kaustange nicht angerührt.

    Janaah fand das ziemlich doof, dass nun das lecker duftende Mädel UND die lecker duftende Stange in der Box weggesperrt sind. :D Stand davor und hat versucht, sie raus zu hypnotisieren.

    Soll man ein jetzt den Hund die ganze Zeit im strengsten Fuss haben, nur weil überall ein "tut nix" kommen kann?

    Nein, aber wenn man weiß oder die Annahme hat, dass der eigene Hund in harmlosen Situationen (gibt schließlich auch Situatione, wo auch der liebste Hund beißen "dürfte") beschädigend beißt, dann gehört ein gut sitzender Maulkorb drauf und er gehört, wenn er nicht nahezu perfekt im Gehorsam steht, gar nicht oder nur sehr sparsam "in freier Wildbahn" abgeleint bzw nicht an die SL, was ja oft "abgeleint" gleichkommt.

    Das verringert die Gefahr schonmal deutlich, auch wenn dann im dümmsten aller dummen Fälle immer noch was passieren kann.

    Ob der/die TE hier Grund zu dieser Annahme hatte oder hätte haben müssen, kann ja von hier keiner sagen, insofern ist die Diskussion ob auf DIESEN Hund ein Maulkorb drauf gehört hätte müßig.

    Ja, Greys sind schon Schätzchen. :herzen1:

    Ich hab auch schon von Azawakhs gehört die freundlich-aufgeschlossen bei Fremden sind oder die gar nicht wachen oder oder oder, und die die ich kennengelernt hab, sind auch keine Schnappschildkröten, sondern ganz normale, wesensfeste, aber ziemlich distanzierte Hunde mit eben laut Besitzer ner guten Portion Wach- und Territorialverhalten. Klar, auch solch ein Hund kann einfach sein, wenn man das mag und der Mensch dafür ist.
    Man muss sich halt immer auf den Durchschnitt einstellen und den worst case zumindest im Hinterkopf haben, nützt ja nix, wenn man hofft die Ausnahme zu kriegen.

    Mal von allem anderen ab, wenn der Haustierarzt die "Obduktion" gemacht hätte, wäre da eh nix ordentliches bei rausgekommen, es sei denn es wären wirklich offensichtliche Befunde. Bei uns macht ja aus gutem Grund auch nicht der Hausarzt die Obduktion.

    Auch bei Tieren muss der Pathologe ran und das kostet schon ein bisschen und man hätte den Hund wegschicken müssen und ihn danach nicht wiedergekriegt (zumindest nicht im Stück, die werden wirklich komplett auseinandergenommen und es gibt höchstens die Möglichkeit, die Überreste direkt von der Pathologie zum Einäschern zu schicken und sich dann die Asche zusenden zu lassen).