Beiträge von Marula

    Es ist heutzutage leider für viele große Rassen "normal", dass sie nicht so alt werden, aber es ist für Hunde im allgemeinen, als Tierart, nicht normal, kein zweistelliges Alter zu erreichen.
    Da kann man schonmal drüber nachdenken, was "normal" ist und was normal, oder?

    Vielleicht ist dir aber dein Portmonee (Tierarztkosten) und der Kummer den man mit einem früh alternden und oft auch nicht grade gesunden Hund hat nicht egal?

    Und vielleicht ist es dir auch nicht egal, dass der Hund faktisch eines Drittels bis der Hälfte seiner Lebenserwartung beraubt wird - was er nicht weiß, du aber schon? Und dass er bis dahin eventuell mit dem einen oder anderen Leiden rumlaboriert, großgeschont werden muss und, wenn er dann endlich fertig ist mit erwachsen werden und was tun dürfte, auch recht schnell wieder beginnt zu vergreisen, grade dann wenn andere Hunde ihre besten Jahre haben?

    Sich einen Senior aus dem TH zu holen, wer's kann - Respekt. Die haben einen schönen Lebensabend verdient.

    Aber ich find's unethisch, sich bewusst eine kranke, kurzlebige Rasse anzuschaffen, weil einem selber die Lebenserwartung egal ist. Wie gesagt, der Hund weiß da ja nix drüber, aber könnte er wählen, würde er wahrscheinlich lieber gesund 14 Jahre alt werden als mit 6 an Knochenkrebs sterben.

    Die statistische Lebenserwartung für Leonberger liegt bei 7-8 Jahren, Tendenz nach allen bisher vorhandenen Daten eher fallend. Es ist eine der Rassen mit der höchsten Inzidenz für Tumorerkankungen überhaupt und für Osteosarkome im speziellen.

    Aber gut, wenn irgendwer einen Hund kannte, der es tatsächlich geschafft hat, über 10 Jahre alt zu werden (Herzlichen Glückwunsch, was für eine Leistung...), dann ist das Argument mit der geringen Lebenserwartung natürlich keins mehr. Kenn ich von den Wolfshunden ja auch schon, die haben ja auch kein Problem damit und erreichen trotzdem oft kein zweistelliges Alter. Finde den Fehler...

    Also mal einen Hunderter auf Seite zu haben für einen "Notfall" ist wirklich unsinnig.
    Der ist oft schon bei einem normalen TA Gang weg, da sollte man schon realistisch bleiben.

    Allerdings. Einmal untersuchen, Blut nehmen + Laborkosten für nen großes Blutbild + Organpfofil und ein paar Medikamente und man ist schon höher. Und das ist ja nun nix ungewöhnliches, wenn der Hund mal ein paar Tage z.B. ne schwerere, unklare Magendarm-Geschichte hat oder so.

    Bei den meisten Riesenrassen wie Leonberger, Berhnardiner, Großem Schweizer Sennenhund und so weiter solltest du immer bedenken, dass diese Hund in der Regel nicht besonders lange leben.

    Wenn du Bereich der mittleren bis großen, aber nicht gigantischen Hunderassen bleibst, hast du eine bessere Chance auf eine normale Lebenserwartung.

    Kurzhaar ohne Unterwolle ist fast pflegefrei, erleichtert die Zeckenprophylaxe enorm, braucht kaum nen Staubsauger, schleppt keinen Dreck rein. Das ist so das Non-plus-Ultra für die faule Hausfrau ;), braucht im Winter aber gerne mal einen Mantel.

    Das Non-plus-Ultra für die faule Hausfrau?! Meine kurzhaarigen ohne Unterwolle haaren rund ums Jahr, mal mehr, mal weniger, aber nie gar nicht. Die Haare sind überall, wirklich Ü-BER-ALL und gehen nie wieder raus.

    Wenn's, die Wohung betreffend, wirklich pflegeleicht sein soll ist das beste finde ich ein regelmäßig kurz geschorener Hund mit immer wachsender Wolle (Pudel, Bichons) oder ein vernünftig getrimmter, eher kurzhaariger Rauhaarhund.
    Aber an einer Stelle hat man immer etwas mehr Arbeit, entweder Fellpflege oder putzen/saugen (es sei denn man macht es wie ich und lässt die Haare Haare sein).


    Oh, das habe ich glaube ich falsch ausgedrückt.
    Ich bin der Meinung, dass ein guter Züchter wertvolle Arbeit leistet, die auch bezahlt werden sollte. Was mir wiederum überhaupt nicht wichtig ist, wieviele Wettbewerbe die Mama oder der Papa meines Hundes schon gewonnen hat. Gesund ist wichtig. Adel nicht.

    Ich bin vielmehr zwiegespalten, ob es moralisch vertretbar ist, sich für einen Rassehund zu entscheiden, der vermutlich eh ein tolles Leben führen wird, da es genug Leute gibt, die Rassehunde toll finden. So ein armes Fellchen aus dem Tierheim wäre halt... naja... irgenwie die ethisch richtigere Entscheidung.

    Einen Hund vom guten Züchter zu nehmen ist auch praktizierter Tierschutz. Und es geht bei der Zucht mit Papieren wirklich nicht um Adel und auch nicht (nur) um Schönheit, sondern um berechenbare Charaktereigenschaften und zumindest bei den meisten Züchtern der meisten Rassen eben auch zu einem ganz großen Teil um Gesundheit.


    Zitat

    Habe gerade über Windhunde nachgelesen. Ich hatte in der Tat ein falsches Bild von ihnen. Allerdings hat die Webseite auf der ich herumgelesen habe, eindringlich davor gewarnt Windhunde mit Tieren zusammenzuhalten, die kleiner als Katzen sind, da dann der Jahrhunderte antrainierte Jagdinstinkt halt doch anschlagen könnte.

    Wobei hier andererseits ja viele von euch davon berichten, dass eure Jagdhunde gut mit Kleintieren zusammenleben.

    Ich hab länger mehrere Windhunde zusammen mit Meerschweinchen, Frettchen und Katzen gehalten. In der Regel sind auch bei jagdtriebigen Hunden vieler Rassen die eigenen Tiere im eigenen Haus/auf dem eigenen Gelände kein Problem, besonders nicht wenn der Hund sie von Anfang an kennenlernt.
    Ich hätte sie nun nicht zusammen mit den Meerschweinen laufen lassen, aber da muss man auch bei viele weniger jagdtriebigen Rassen aufpassen, der Jäger steckt in jedem Hund.


    Generell les ich allerdings jetzt nix raus, was dich speziell für einen Windhund prädestinieren würde, zumal du ja auch was von "gerne etwas stabiler gebaut" schreibst. Es sind schon recht spezielle Hunde und das muss man wollen.

    Über diese beiden Aussagen stolpere ich am meisten.
    Die Schwere der HD ist nur genau zu berechnen bzw. auszumessen, wenn korrekt gelagert wurde. D. h., auch ausreichend gestreckt.

    Wie ist es sonst TÄ möglich eine schwere HD zu diagnostizieren, wenn sie die Hüfte nicht korrekt röntgen können?

    Einmal das was Gabi sagt, ohne vernünftige Lagerung keine vernüftigen Bilder. Keine vernüftigen Bilder - keine vernünftige Diagnose möglich.

    Und dann ist es auch Blödsinn, dass man bei nem Hund mit schlechter Hüfte und/oder Patellalux durchs gestreckte lagern + Knie eindrehen beim Röntgen irgendwas kaputt bzw schlimmer machen würde. Da passiert gar nix.

    Ich hör das auch immer wieder, denke aber es ist bei den meisten Leuten entweder Wunschdenken oder aber großzügiges oder falsches messen. Die Wachstumsfugen schließen sich je nach Rasse um ein Jahr rum (bei großen Hunden etwas später, bei kleinen etwas früher). Dann können vielleicht noch ein, zwei cm (bei nem großen Hund... bei nem kleinen entsprechend weniger) kommen weil der Hund Muskeln aufbaut und die, wenn sie nun grad am Widerrist gut entwickelt sind, ja auch etwas Platz unterm Meßgalgen brauchen. Auch wirkt ein "fertiger" Hund optisch oft größer als ein jugendlicher Schlacks.

    Aber wo soll nach dem Ende des Längenwachstums der Knochen noch merklich Höhe herkommen?
    3-4 cm bei nem kleinen Hund irgendwann zwischen dem zweiten und dem dritten Lebensjahr ist unter dem Gesichtpunkt schon ganz schön viel.


    Hast du denn einen Meßgalgen/ein Stockmaß? Und steht den Hund beim messen wirklich gleichmäßig auf allen vieren mit den Vorderfüßen unterm Körper und den Fersen senkrecht zum Boden?

    Manche Züchter stellen ihre etwas großgeratenen Hunde beim einmessen auch sehr "flach" hin, mit recht weit rausgestellten Hintergliedmaßen und entsprechend weit vorgestellten Vorderläufen. So kann man auch bei kleinen Hunden ein, zwei cm raushauen. Mit nem großzügigen Richter geht das.

    Naja, kommt ja drauf an was da zurückkommt, ob er das überhaupt als Konflikt empfindet oder eher als witziges Spielchen.
    Konflikt ist nun auch nicht für jeden Hund der Weltuntergang, besonders wenn's eh so Prinzen und Prinzessinen sind, die sich der Liebe ihrer Leute so oder so gewiss sind.