Nochmal vorne weg, es startete mit dem im Ausgangsposting erwähnten Satz der SL. Den hatte ich ebenso verstanden wie thinha...
hui, was für eine dramatik man aus einem zweizeiler (oder waren es drei?) machen kann.
ich hätte es ja verstanden wenn der wortlaut geheissen hätte, die hunde haben in einem in der sonne stehenden, geschlossenen auto zu verharren bis sie dran sind - das müssen sie abkönnen. aber so..
. nun, jeder versteht was er verstehen will. ich denke es wurden hier sehr viel gute tipps gegeben, inkl. den hinweis dass es jedem freisteht von solchen veranstaltungen abstand zu nehmen, wenn einem die orga drum herum nicht zusagt.
...vielleicht auch, weil ich mit den Hunden (und anderen Tieren) schon an so einigen Veranstaltungen teilgenommen haben, auch bei wierdrigem Wetter, und daher weiß, dass die allermeisten Leute, die an sowas teilnehmen, eben die diversen erprobten Möglichkeiten ergreifen, es ihren Viechern angenehm bis zumindest erträglich zu machen.
Und es ging hier um eine Veranstaltung Anfang Mai, nicht mitten im Hochsommer. Und mit, wenn ich mich recht erinnere, noch reichlich Vorlaufzeit um sich was zu organisieren, wenn man gewollt hätte (Ausstattung für's Auto, Begleitperson, was auch immer).
Da finde ich es schon sehr überzogen, sich an sowas so hochzuziehen. Hundertausend andere Hundeleute schaffen es schließlich seit Jahrzehnten auch, in den Sommermonaten an Veranstaltungen teilzunehmen. Sind die alle bloß von Ehrgeiz zerfressen und total egoistisch oder könnte es etwa sein, dass es für diese Probleme wirklich Lösungen gibt?
Ja, es sterben immer wieder Hunde in überhitzten Autos, ich hab keine Zahlen dazu, ob das auf Hundeveranstaltungen häufiger passiert als z.B. vor'm Supermarkt, vermute aber, dass das gesehen auf die Gesamtzahl aller Teilnehmer ein sehr geringer Anteil ist und auch ein geringer Anteil an der Gesamtzahl der Hitzetoten.
Mich hat einfach nur gestört, dass wenn jemand sich zugunsten seines Hundes gegen stundenlange Warterei im Auto bei starker Hitze in der prallen Sonne entscheidet (was völlig vernünftig ist), geschrieben wird, der müsse halt da durch. Nein, muss er eben nicht. Man könnte stattdessen einen gemütlichen Spaziergang im Wald machen oder auch einfach im kühlen Haus bleiben und einen relaxten Tag einlegen. Muss jeder für sich entscheiden, was für den Hund in diesem Fall besser ist.
Es hat doch keiner empfohlen, weder in diesem speziellen Fall noch allgemein, den Hund in der prallen Sonne im Auto zu lassen und DA müsste er dann durch.
Wo er "durch muss", das ist entweder bei gemäßigten Temperaturen im (teilweise) offenen Auto warten oder bei hohen Temperaturen im abgedeckten, komplett offenen (Gitter) Auto warten, unter Anwendungen noch anderer Methoden es ihm angenehm zu mache.
Meine Hunde gehen fast jeden Tag schön spazieren und an ner Hand voll Tage im Jahr geht es halt auf Veranstaltungen. Die sie auch gute finden (zumindest springen sie immer wieder gern in's Auto und machen auf mich den Eindruck, dass für die dabei sein alles ist), aber die natürlich primär mir wichtig sind.
So what, wenn die Hunde nicht drunter leiden, und das tun sie nicht, sonst würde ich es nicht machen, wie wohl kaum eine Hundehalter, warum nicht? Es gibt noch genug andere Tage, an denen sie an den Badesee können.
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Aufm Dorf würde ich mir da sicher auch keinen Kopf drum machen, hier in der Großstadt, wo deutlich mehr potenzielle Idioten rumlaufen, sind die Bedenken durchaus gerechtfertigt. Wenn ich das Auto die ganze Zeit im Blick und noch dazu einen großen, abschreckenden Hund hätte wärs wohl auch wieder was anderes.
In diesem Fall gab es doch aber weit und breit keine Möglichkeit, im Schatten zu parken. Darum ging es doch 
Und ich dachte, es geht hier schon längst nicht mehr um diesen einen Fall, sondern um die grundsätzliche Frage, ob man "sowas" eben machen kann oder nicht.
Und ich dachte auch, es geht hier um Hundeveranstaltungen (Hundesport, Ausstellungen, Körveranstaltungen etc), die ja idR nicht in Großstädten und mit viel unbeteiligtem Publikumsverkehr, sondern irgendwo etwas außerhalb sind und wo eh nur andere Hundeleute rumlaufen.
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Hab ich überhaupt kein Problem mit. Ab und an mal gibt es das hier auch, bei gemäßigten Temperaturen, ggf. im Schatten. Ansonsten fände ich es aber, wie oben schon geschrieben, äußerst blöd, wenn mein Hund neben meiner Arbeitszeit auch noch regelmäßig die Nachmittage/Abende und Wochenenden (im Auto) alleine bleiben müsste (noch mal; mir geht's um regelmäßigen, mehrmals wöchentlich ausgeführten Sport und nicht um ein paar wenige Tage im Jahr).
Joa, aber deine Bedenken und deine Vorlieben heißen nicht, dass die Hunde da irgednwie drunter leiden.
Wenn man das nicht will, gut, dann lässt man es halt, aber dann muss man auch nicht die ganze Zeit unetrschwellig unterstellen, dass alle, die sich anders entscheiden, ihren Hunden irgendwas unangenehmes zumuten oder sie gar leiden lassen.
Mehrmals wöchentlich mehrere Stunden auf dem Platz trainiert doch kaum jemand, der nicht grade beruflich Hunde ausbildet. Selbst die, die es schaffen, mehrere Male die Woche auf den Platz zu kommen (bei uns ist eh nur maximal einmal die Woche Training), verbringen da ja idR nicht mehrere Stunden, da hat doch kein normaler, arbeitender Mensch Zeit zu. Das ist doch konstruiert.
Oder Dogforum-Realität... 
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Gerade von dir als Tiermedizinerin hätte ich so eine Aussage nicht erwartet. Wenn extreme Temperaturen bloß eine Ausrede sind, um sich nicht sportlich betätigen und stundenlang im Auto ausharren zu müssen - ok 
Sport, Bewegung und Spiel, gern, aber nicht um jeden Preis. Wer es anders halten will, der soll es tun.
Mal ehrlich, wir reden hier von ner Hand voll Tage im Jahr, wo es in Deutschland überhaupt mal so richtig heiß wird. Ich muss auch einigen meiner Vorredner zustimmen, Temperaturen zwischen 20-30 Grad (oder auch -15 °C im Winter) sind für einen gesunden Hund kein Problem. Natürlich sollte er Schatten haben, sollte Luftzirkulation bestehen und sollte er ständig Wasser zur Verfügung haben.
Das sind alles Dinge, die man ohne große Probleme möglich machen kann, wenn man es möchte, und mehr wenn man zum entsprechenden Aufwand bereit ist.
Ob man dann groß Leistung abverlangt muss man sehen - auf den Windhundveranstaltungen werden bei solchen Temperaturen z.B. die ersten Läufe oftmal recht früh gezogen, damit man schon mit dem Wettkampf durch ist, bevor es gegen Mittag richtig heiß wird.
Aber das weiß man ja idR nicht, bevor man meldet und oft auch noch nicht, wenn es drum geht ob man hinfährt oder zuhause bleibt - wie oft kühlt es sich dann durch ein Gewitter oder nen normalen Wetterumschwung doch noch ab?
Und wenn man so eine Veranstaltung seit Monaten fest eingeplant hat, Urlaub genommen, das Meldegeld berappt hat und so weiter, dann würd ich auch zumindest erstmal anreisen - zurückziehen wenn die Bedingungen wirklich unerträglich oder gefährlich sind kann man vor Ort immer noch und das reine "da sein" halt ich wie ausführlich dargelegt nicht für ne Qäulerei.
Ausstellungen, Körveranstaltunge, Wesenstest etc haben ja nun mit Leistung im Sinne von körperlicher Belastung auch eher nix zu tun - vielleicht präsentiert sich der Hund nicht ideal, aber er kann auch mal ne Runde im Kreis laufen und ein bisschen stillstehen etc wenn ihm warm ist.