Wie machst du das denn mit dem Umorientieren? Sagst du ein eigenes Umorientierungssignal, od wartest du bis Hund das von selbst macht?
Ich klickere jegliche Um- oder Wegorientierung:
- Ohr dreht sich kurz zu mir
- Hund guckt kurz woanders hin
- Hund schnüffelt am Boden
- Hund schaut zu mir
(hat es gute Beispiele auf der DVD Antijagdtraining von Pia Gröning)
Wir haben zwar ein Umorientierungssignal, aber normalerweise machen wir es so, Plüsch entdeckt zb eine Ente, u in dem Moment marker ich -> weil es stehen bleibt u nicht nach rennt - ob es sich da zu mir umdreht od nicht ist mir in dem Moment gar nicht soo wichtig, hauptsache es bleibt stehen u rennt nicht hin!! Entweder dreht es sich dann eh gleich zu mir um (nach dem ich gemarkert hab) u bekommt was von den Joker-Kexen (Filettos, Käse, oä; jedenfalls was besseres als die 'normalen' Kexe (ich nenne alle Guzzis Kexe)).
Meiner Meinung nach ist das bereits prima. Er ist still, er kläfft nicht, er rennt nicht los - erstes Etappenziel erreicht.
Wenn es sich nicht umdreht, weil die Ente viel zu spannend ist, u es sich darum nicht umdrehen will/kann, halt ich ihm den Kex entweder direkt vor die Nase (wenn es den dann trotzdem nicht mag, dann halt nicht), u dazu rede ich ganz ruhig mit ihm. Ungefähr so 'tolles Plüsch! Wo ist der Quack? Super da bleiben! .. '. Einerseits als Lob, u andererseits um gleich das 'da bleiben' u die Ente zu benennen. Meist knie ich mich dabei zu ihm hin, u wir beobachten das Tier gemeinsam.
Ich hab aufgehört, Dinge zu benennen. Ich weiss dass einige total begeistert sind von zeigen und benennen. Mir ist es bloss zu blöd geworden, alles zu benennen. Ich quatsch auch so schon zu viel mit meinen Hunden
Hund soll lieber lernen, Frust auszuhalten (er darf nicht hin), steady zu sein (er darf nicht los rennen) und im weiteren Verlauf auf mein Kommando weiter zu gehen und das "Ding" zu ignorieren.
U wenn du diese zb Ente vor dem Hund siehst, machst du ihn dann drauf aufmerksam, od lenkst du ihn eher ab/führst ihn irgendwie dran vorbei, so das er sie vielleicht gar nicht bemerkt?
Nein, ich mache ihn auf nichts aufmerksam und hoffe inständig, dass er es nie entdeckt
Ich mache dann lieber eine Abrufübung unter Stress (für mich) weil ich ja unbedingt will dass er sofort herkommt. Also super zum üben für mich
Glaubst du ist es eine gute Idee einen Jäger nach irgendeinem Fell-Stück (von einem Reh zb, od einem Hoppler) zu fragen, u das dann zum üben zu verwenden? Also zb das Ding an eine Reizangel zu hängen u damit Impulskontrolle zu üben.
Nein, ich denke das ist nicht sehr sinnvoll. Du möchtest ihn ja nicht jagdlich führen. Also würde ich auch nicht mit Fell arbeiten. Reizangel muss jeder selber wissen. Wichtig dabei ist, sie sehr genau aufzubauen, nicht einfach sinnlos und ohne Verstand den Hund an der Reizangel hetzen zu lassen. Und es kommt auf den Hund an. Je nach Hund ist es auch kontraproduktiv.
Natürlich ist ein Fetzen Fell 'an einem Stock' etwas anderes als ein lebendiges davon rennendes Reh, aber ein normaler Ball zb ist davon ja noch viel weiter entfernt.
Od ist das eher total blöd, weil es dadurch lernt den Geruch mit einem Spiel zu verknüpfen? Klar würde ich ihm das Fell nicht alleine überlassen, dh es wäre ja schon 'riecht-gut=spielen-mit-Mama', aber trotzdem bin ich irgendwie nicht ganz sicher ob die Idee gut ist, od ob ich mir damit vielleicht selbst ein Bein stelle. Weil es eben nicht nur 'riecht-gut=spielen-mit-Mama' wäre, sondern ein 'riecht-gut=spielen-mit-Mama-mit-dem-riecht-gut' !!
Vielen Dank nochmal das du dir Zeit nimmst für meine Fragen!!
Ich bin auch immer froh wenn mir jemand irgendwo weiterhelfen kann :-)