Beiträge von wildsurf

    In einigen Diskussionen werden für mich gewisse Punkte zu oft verwechselt.

    Will to please von "weichen" Rassen wird oft mit Unselbstständigkeit in einen Topf geworfen.

    Orientierung am Menschen und die Abgabe der Führung an den Menschen mit "Doofheit".

    Mangelhafter Gehorsam gilt oft als tolle Eigenständigkeit.

    Manche Wesenszüge werden schöngeredet, manche schlecht gemacht.

    Wenn man aber sieht, wie viele ach so einfache Labradore ( die ja gern als dumpfdödelig super einfach hingestellt werden) unter fehlender konsequenter Führung leiden und zu ätzenden, gestressten Mutanten werden, frage ich mich manchmal schon, wieso die Erziehung eines so einfach zu führenden Hundes in die Hose geht.
    Der super-will-to-please-Hund wird dann plötzlich sehr eigenständig. :D


    Interessant finde ich ja, dass Hunde in richtiger Arbeit (Hof, Schutz, Jagd etc) sehr selbstbewusst und selbständig sein sollen/ müssen, trotzdem aber führig und lenkbar sind. Eigenschaften, die sich nicht ausschliessen, über die man aber hier gerne "kleinkriege" führt.

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    Unser Teilzeit-Labi ist wieder hier. Wir hatten 3 Wochen Ferien, in dieser Zeit war er anderweitig untergebracht. Er verbringt normalerweise den Tag hier, über Nacht ist er zu Hause.

    Gestern Morgen klingelt es, ich öffne die Tür. Labi fällt vor Freude fast aus dem Pelz (ich übrigens auch :ops: ) und dann folgendes:

    Labi sieht Caron - groooosse Freude
    Labi sieht Mojito (gestaffeltes aufeinander treffen) - grooossse Freude
    Labi zottelt durch die Wohnung - grooossse Freude
    Labi geht in die Küche, schnuppert alles ab, legt sich hin - bin wieder da :smile:

    Und dann hat er einen ganzen Tag lang durchgeschlafen.
    Ich fand das so schön zu sehen, wie er nahtlos einfach wieder da war. Auch mit Caron und Mojito.
    "Ah da bist du ja wieder, prima."

    Es geht nicht nur um reine Muskelkraft der grossen Muskelgruppen.
    Viel wichtiger sind die Haltemuskeln, die das Skelett stützen und die ganzen faszialen Strukturen (Sehnen, Bänder, Faszien und sonstiges Bindegewebe)

    Das trainiert man am besten so wie Corinna schreibt. Zusätzlich kann man sich ein Wackelbrett basteln, das ist wunderbar für die Koordination und die Anregung der Nerven (nebst dem dass es einen muskulären Trainingseffekt hat)

    Ich weiss dass ich mich wierhole,
    Aber ich liebe meine Türgitter. So kann man die Hunde trennen wenn es nötig oder sinnvoll ist, trotzdem sind sie nicht alleine isoliert.

    Zusätzlich ist es wichtig, dass die Hunde lernen, wie das gemeinsame Zusammenleben funktioniert.
    Dem Neuzugang muss man Alternativen zeigen, nicht nur verbieten oder wegdrängen.

    Wenn er sich zu viel heraus nimmt, muss man früh genug etwas "im Ärmel" haben, wie man ihn umlenken kann, wie man ihm was anderes anbieten kann.
    Auch wichtig wäre, dass er ein Abbruchkommando lenrt damit ihr verstehen lernt, wass es bedeutet.

    Ich hole den Junghund hier wenn er sich zu viel erlaubt höflich aber bestimmt aus der Situation raus. Meist am Halsband. Das kann man prima positiv aufbauen damit er es nicht negativ verknüpft.

    Wichtig: der Hund muss immer wieder neue Chancen bekommen es richtig zu machen. Wenn man ihn nur einfach zB abdrängt, lernt er nicht wie er sich korrekt verhalten soll. Es kann sogar sein, dass er dadurch immer rüppeliger wird.
    Man gibt ihm also immer wieder nochmals die Chance, es besser zu machen. So lernt er was.

    Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass ein Mann eine tiefere Stimme hat. Du sagst ja selbst, er ist strenger. Und das erlebe ich oft. Hunde schließen sich kompromissloser Menschen an, die ihnen ihre Grenzen sehr eindeutig zeigen. Das hat nix mit Gewalt zu tun, sondern mit einer inneren Haltung dazu.


    Absolut!

    Sehe ich hier täglich. Der Labi lebt oft hier, gehört aber einem Herrn. Der hat ne viel tiefere Stimme als ich. Aber der Hund gehorcht mir, und das kompromisslos, nicht ihm. Einfach weil der Hund merkt, wer streng, konsequent und fair ist.
    (Der Besitzer arbeitet dran :smile: )