Beiträge von wildsurf

    Ich möchte hier einfach mal einen lieben Gruss hinterlassen.

    Hier hat ein mehr oder weniger ahnungsloser Mensch mit grossem Herz, einen Hund mit Vorgeschichte ohne wenn und aber zu sich genommen.

    Die Themenstarterin scheint mir fähig zu sein, den noch langen, anstrengenden und oft frustrierenden Weg mit Tana zu bewältigen.

    Sie ist intelligent, reflektiert, denkt mit, fragt und ist selbstkritisch. Wichtige Voraussetzungen um einerseits die kommende Aufgabe zu bewältigen. Andererseits um mit den Beiträgen im DF umzugehen :D

    Alles Gute für den Weg, den du mit Tana nun gehst.

    Dafür wünsche ich ihr viel Kraft, viel Mut, ganz ganz viel Zuversicht und Durchhaltevermögen.
    Es wird nicht immer einfach - aber einfach ist ja langweilig :D

    Halt die Ohren steif, und hol dir hier immer wieder Unterstützung. Das DF hat schon so manchen helfen können. Und sei es nur durch "mentalen support".

    Falls der Trainer übrigens nichts taugen sollte, schreib deine Postleitzahl hier rein. Dann können die User dir etwas empfehlen.

    Grosser Knuddler an Tana!

    Der Hund ist einfach nicht auf den Träger konditioniert (wie es im klassischen Baumann Zos gemacht wird). Ihm ist egal, wie das Trägermaterial riecht. Er lokalisiert menschliche Geruchsquellen an Gegenständen. Funktioniert fast überall. Auch in einer Werkstatt, wo den ganzen Tag über Mensch gearbeitet haben. Allerdings muss das "Fundstück" gut kontaminiert sein. Wurde es so selten angefasst wie der Schraubenschlüssel im Regal, zeigt er nicht an. Logisch.
    Liegt aber die Mütze vom Werkstattchef, welche dieser den ganzen Tag trug, neben dem Regal, zeigt er an.

    Es gibt ein paar schwierige Materialien, mit denen er noch Mühe hat. Nano versiegelte Oberflächen, Hochglanz polierte Oberflächen und Schlüssel ohne Anhängsel dran. Da üben wir noch, das ist sehr schwierig.

    Er zeigt keine Fussabdrücke an, da der Befehl ganz klar mit Objekt verknüpft ist. So wie jeder Polizeihund, der auf Gegenstände konditioniert ist. Natürlich ist das einfacher, je weniger menschliche Geruchsquellen allgemein schon da sind. Ein verlorenes Handy im Gras am Rande des Feldweges ist so eine starke menschliche Geruchsquelle, dass die Lokalisation sehr einfach ist.

    Das gleiche Handy im Auto des Besitzers zu finden ist dann schon mega schwierig weil z.B. auch der Sitzt eine sehr starke Geruchsquelle darstellt und den Gegenstand überdeckt.

    Anriechen findet niemals statt! Der Gegenstand ist ja verloren, ich kann ihn also nicht als "Anriechobjekt" geben. Und er würde evtl. anfangen zu generalisieren auf den Träger. Soll er aber nicht. Er soll den Bereich, den ich ihm vorgebe, nach Gegenständen absuchen, die menschlichen Geruch tragen. Nicht einen ganz spezifischen. Sondern allgemein, egal wie das Trägermaterial riecht, egal aus welchem Material er ist. Natürlich hat der Hund verknüpft, dass es um kleinere Gegenstände geht. Nicht um einen Stuhl mit Kissen drauf etc.

    Die Ablage ist meist sehr einfach, die Schwierigkeit ist anders gelagert, nämlich in den unterschiedlichsten Gegenständen.


    Durch die saubere Ritualisierung trennt er übrigens Trailen ganz sauber von der Objektsuche.

    Mojito macht kein klassisches zos, wir machen ganz normale Objektsuche. Also alles wird angezeigt, was nach Mensch riecht. Sei es ein Handy, das im Grad liegt, ein Schlüsselbund auf dem Parkplatz, die Lesebrille neben dem Sofa, etc.
    Wir haben die Ablage über das zos aufgebaut, allerdings recht schnell weg von der Baumann Methode.
    Er hat auch schnell gelernt, im Geschirr an der Leine zu arbeiten da er gerne überschiesst. Hat sich aber mittlerweile praktisch verflüchtigt durch kleinschnittige Arbeit. Er lernt momentan, ruhig grössere Flächen abzusuchen ohne aufzugeben. Das ist ein Knackpunkt bei ihm, knobeln fällt ihm allgemein nicht so einfach. :-)

    Wir haben zwei Hunde, weil wir das so wollten. Im Voraus habe ich mit einigen Mehrhundehaltern gesprochen, auch hier im Forum. Sie haben mir viele Fragen und Bedenken beantworten können.

    Wir haben ganz klar mehr Aufwand mit zwei Hunden. Es ist teurer, es ist mehr Organisation im Alltag nötig (wer nimmt die Hunde mit zur Arbeit, mein Freund kann zB nur 1 ins Büro mitnehmen, etc.), Hundesitter für mal ein hundefreies Wochenende muss für 2 grosse Hunde Platz haben, Hotelbuchungen sind teurer, evtl. sind keine 2 Hunde erlaubt, das Auto wurde grösser weil sie oft bei meiner Arbeit dabei sind und genug Platz haben sollen, etc. etc.

    Dann kommt dazu, dass ich keine Mitläufer habe. Die beiden - vor allem der Jüngere - ist "aufwändiger", das muss mitbeachtet werden. Training ist zeitaufwändiger, da beide voll im Training stehen.

    Trotzdem will ich es nicht missen!