Beiträge von wildsurf

    @AnnetteV

    Vielen Dank für die Infos! Genau so erlebe ich den Collie (Langhaar).

    Er kann 30min am Stück Fliegen jagen, was eben für mich nichts mit gesundem normalen Verhalten zu tun hat.
    Daher die Ausgangsfrage.

    Deine Ausführungen bringen für mich einiges an Licht in die Sache.

    Dann lag ich gar nicht so falsch mit meiner Vermutung, dass das stark dem unerwünschten Hüteverhalten von Border etc. gleicht - oder eben der erste Schritt in diese Richtung ist.

    Dann ist es mit so veranlagten Hunden eigentlich eine Gratwanderung, dass es nicht zu "Fehlverhalten" kommt im Alltag, oder?

    Theoretisch müsste man dieses Verhalten abbrechen und ihm erklären was man möchte? (ZB neben einem auf seiner Decke liegen)

    Hallo zusammen

    Vorweg: es ist eine Frage aus reinem Interesse an den genauen Abläufen. Es betriff nicht meine zwei Retriever.


    Vor kurzem habe ich einen jungen (glaube 8 Monate) Collie beobachtet, wie er im Stall jede Fliege verfolgt hat um sie mit der Nase platt zu drücken. Alles "auf Sicht".

    Auf kurzes Nachfragen wurde bestätigt, dass er das immer und überall macht.

    Ich persönlich würde das ja unterbinden, da es für mich Richtung Neurose/ Suchtverhalten geht.

    Aber vielleicht liege ich ja falsch?
    Was genau läuft beim Hütehund in desem Moment ab?

    Bestimmt wissen hier ein paar User gut Bescheid darüber.

    Liebe Grüsse

    Sehe viel getrenntes Training.

    Der Punkt ist, du kannst in einer Situation nicht beide Hunde managen. Aber der Junge wird in der Situation sehr wohl schauen was de Alte macht.
    Und das kopieren.

    Hundekontakte nur mit Hunden die ihr gut kennt. So dass alles friedlich abläuft. Wie mit den zwei Hündinnen.

    In den Angsphasen, die ja mehrmals kommen, nicht an Balous Unsicherheiten orientieren lassen. Dann wiedee getrenntes Training.

    Man tendiert eh dazu, denn zweiten Hund weniger zu erziehen/ trainieren weil er ja mit dem Grossen mitläuft.


    Ganz normales Welpentraining machen. Kinder gezielt anweisen wie sie mit dem Kleinen umgehen sollen.
    Umgebung und Untergründe trainieren. Verkehr, Menschenmengen, Bahnhof etc alles üben.
    Etc etc.

    Das bedeutet nicht, dass dein Hund in Zukunft von allen betüdelt weeden soll. Aber es macht ihn Umweltsicher. Etwas, was du nicht genug stark gewichten kannst, wenn du je mit beiden zusammen friedlich unterwsein willst.

    Balou wird sich übrigens auch dinge vom Kleinen abschauen. Und je sicherer der ist, desto mehr kann er Balou positiv beeinflussen. Sehe ich hier täglich.

    Das tönt doch schon mal sehr vernünftig :smile:

    Was ich dir sehr empfehlen kann:
    Das Buch von Linda Tellington: Jungpferdetraining

    Mit den Anregungen und Ideen, und vor allem den Führübungrn haben wir den letzten Connemara hier in 3 Monaten vom Herzinfarktpony zum verlässlichen, nervenstaben Pferd gemacht.
    Es sind die speziellen Linda Übungen, die jungen Tieren enorm viel Sicherheit und Selbstvertrauen geben.

    Meine Ausbilderin arbeitet nur noch so mit den Jungpferden.

    Neben schwarz und weiss gibt es auch noch andere Abstufungen!

    Der Labi hier musste Nachts längere Zeit als Junghund in die Box, weil er die anderen Hunde massiv bedrängt hat. Bis zum kritischen Moment. Also nicht nur duddi duddi Labi schlabi. Da war in der Nacht kurz vorm "Knall" bei 3 x 27kg Rüden auf engem Raum im Dunkeln.
    Eine Situation, die sehr schnell entschärft werden musste!

    Raussperren? Sicher nicht. Soziale Isolation kam nicht in Frage. Bei den kleinen Räumen kam aber auch kein "Welpengitter" in Frage. Zu wenig Platz. Kleine Trenngitter hat er umgebombt und demontiert.

    Also sehr grosse Stoffbox. Diese stand so, dass der Hund entweder IN der Box liegen konnte oder neben dem Bett (gleich wenig Platz wie in der Box) Die Box diente so als Raumtrenner. Und zwang ihn zur Ruhe.
    So konnten alle 3 Hunde direkt nebeneinander schlafen, ohne sich zu stören. Er liebte übrigens seine Box und schlief meistens drin.

    Mittlerweile darf er sich frei bewegen in der ganzen Wohnung. Denn er hat gelernt sich zu benehmen.

    Die Stoffbox hat für DIESE Situation sehr geholfen, auch dem Hund.

    Ist sie ein Direkt Import??

    Wie lange ist sie schon in DE? Ist sie WIRKLICH eingeritten? Kann man draufsitzen OHNE Beruhigungsmittel? Was genau kennt sie? Kann man sie anbinden ohne dass sie Panik bekommt?

    Kann man eine Decke anlegen ohne dass sie einen Herzinfarkt bekommt?
    Kann man sie mit dem Strick überall berühren? Kennt sie Hufe geben? Steht sie ruhig auf dem Transporter? Ikann man sie an den Ohren anfassen?
    Kann man sie putzen? Kommt sie gerne uum Menschen?


    Ist sie garantiert NICHT trächtig?


    Komische Fragen? Nein: Erfahrungen....