Der Hund wird nicht mit der Zeit einfach so ansprechbarer. (falls das die Frage ist) Du trainierst darauf hin, wenn du im Alltag jegliche Umorientierung zu dir bestätigst. Nicht nur bei Wildbegegnungen und anderen Ablenkungen, sondern vor allem während den Spaziergängen. Die Krönung ist dann unter Ablenkung und in Trieblage. Aber die Basis dafür legst du im Alltag.
Umorientierung brauchst du im Alltag. Du willst ja nicht, dass der Hund sich mental einfach ausklinkt und in seiner Welt versinkt. Er soll doch bitte immer mal wieder dran denken, dass du auch noch da bist. Oder er soll stehen bleiben wenn du ihn rufst, und dann nicht einfach weiter einem Duft nach. (weil vielleicht gerade ein Fahrrad kommt oder so).
Dazu gehört auch, dass man nicht einfach der Nase nach im nächsten Busch verschwindet. Dann heisst es "raus".
Meine Hunde dürfen Wild nicht anstarren. Sie dürfen mir mitteilen, dass da was ist und dann: ja, danke, habs auch gesehen. Aber wir gehen jetzt trotzdem weiter. Ohne Aufregung, ohne super Action. Aber mit Bestätigung und durchaus was leckerem für in den Gaumen. Gestarrt wird nicht. Sonst beamen die ihr Hirn ganz schnell weg in Richtung jagen. Denn der nächste Reiz wäre somit ja schon gesetzt, sozusagen selbst produziert. Hormon Flash.
Das passt bei meinen Hunden so. Bei anderen ist kann es durchaus ganz anders sein :-)