@Rübennase
Viele Trainer leider auch nicht. Und sind somit total überfordert mit solchen Hunden.
0815 Tips funktionieren dann leider meistens nicht oder gehen sogar nach hinten los.
@Rübennase
Viele Trainer leider auch nicht. Und sind somit total überfordert mit solchen Hunden.
0815 Tips funktionieren dann leider meistens nicht oder gehen sogar nach hinten los.
Leine laufen lernt mein Hund erst, wenn er den Alltag im Griff hat ohne grosse Aufregung.
Im Hundehirn passiert so viel in dem Alter, damit sind so viele überfordert.
Das baue ich ganz ganz kleinschrittig in der Tiefgarage ohne Ablenkung auf. Irgendwann dann mal im Flur, Garten etc.
Draussen auf der Strasse wird mein Hund noch sehr lange nicht am Halsband korrekt gehen müssen.
Dafür haben wir das Geschirr, wo moderates ziehen erlaub ist.
Nicht verunsichern lassen.
Alles was du schreibst kann bei einem sensiblen Hund als Hintergrund reichen, dass er als Ventil solches Verhalten zeigt. Neuer Trainer, neue Leute, Hundeführer nervös oder anders drauf als Gewohnt. Das kann bereits reichen. Vo daher - schön Schritt für Schritt weiter machen.
Wenn der Hund plötzlich vehement bellend den Flur entlang gerannt kommt, sichtbar aufgeregt....
Wir so gemütlich in der Küche am essen, plötzlich grosse Aufregung. Nevis hat irgendwas. Mojito macht einfach mal solidarisch mit.
Ich also los mit Nevis, „zeig mir mal was denn da böses ist“. Er mutig voran gestapft ins Büro. Dort wieder lautes Gebell.
Zuerst habe ich nicht kapiert was genau sein Problem ist. Aber dann... ![]()
Das Browserfenster war noch offen und auf der Seite war ein grosses Bild eines Politikers zu sehen - wir haben gerade Wahlen. Der Kopf schaute also ziemlich starr aus dem Monitor.
Und Nevis fand das sehr gruselig - verständlich ![]()
Als das Bild weg war musste er sich ganz fest schütteln und etwas herum hüpfen.
Naja schütteln tut es mich ab manchem Politiker auch ![]()
Oha. Asche auf mein Haupt. ![]()
Ich habe das Leckerli-Blick Training mit Z&B verwechselt. Verflixte Begriffe.
Sorry für die Verwechslung!
Es ändert nichts daran, dass ich ein Training in der Ruhe für absolut Basis bildend erachte.
Aber das Absolute meiner Aussage wegen des Futters schwäche ich definitiv ab.
dieses ruhige festhalten ist übrigens Gold wert. Anwendbar in jeglichen aufregenden oder beängstigenden Situationen.
Noch was; der junge Hund soll sich unbedingt alles anschauen und lernen. Denn wenn mit ca 8 Monaten die grosse Unsicherheitsphase kommt, wollen wir ja auch, dass er sich alles genau anschaut und merkt, dass es nichts böses ist.
Hat er bis dahin gelernt, dass du ihm dabei hilfst, mit begrenzen und aushalten, nimmt das ganz vielen Situationen die Schärfe.
Man kann auch wenn ein anderer Hund an der Leine kommt, den Junghund zwischen die Beine setzen, an der Brust festhalten und loben dass er still und entspannt dem anderen Hund zuschaut, wie dieser vorbei geht. Sich nicht aufregen ist dabei das Motto. In Ruhe lernen.
Haylee verdreh mir bitte nicht die Wörter. Frust an sich muss nicht schlimm sein - Frust kann ja auch bedeuten, ich will jetzt da hin, darf aber nicht. Frusttoleranz erlernen ist ein langer Weg und sehr wichtig für einen Hund im Alltag. Frust ist hier im Forum anscheinend etwas ganz schlimmes und total negativ assoziiert. Frust gehört aber zum Leben, damit muss man lernen umzugehen.
Frust ist bloss eine Bezeichnung für ein „aktuell nicht umsetzbahres Begehren“. Das tönt vielleicht weniger böse.
Ja, Futter im falschen Moment ist doof, bei einem Hund der das als hochwertig erachtet. Und nein, es ist nicht alles ein Kunststück. Einem Hund beizubringen, ruhig und gelassen zu bleiben ist kein Kunststück. Es ist eine Grundeinstellung. Etwas, das der junge Hund langsam lernen muss. Wenn ich ihn aber mit Futter im falschen Moment belohne , kann ich aus „Menschen angucken“ sehr wohl ein blödes Kunststück machen, welches mir irgendwann in die Quere kommt.
Von einem 4,5 monatigen Junghund erwarte ich niemals, dass der sich von interessanten Objekten abwenden und zu mir umorientieren kann. Umorientierung ist ja schon für ältere aHunde schwierig.
Aber der junge Hund kann ruhig, mit beiden Händen an der Brust festgehalten werden. Sitzend zwischen deinen Füssen. So dass er einen Rahmen hat. Sich selber spürt. Und wenn er ruhig sitzt und sich nicht aufregt, dann schiebst du vorne Futter rein. Wie wenn du im Kino Popcorn isst, da wendest du den Blick auch nicht ab. Er muss sich nicht abwenden. Er soll sich bloss nicht aufregen. Lernen, sich selber regulieren. Und DAS kannst du super mit Futter belohnen. Aber immer nur, wenn er ausgeatmet hat, ruhig wurde. Dann kannst du Futter geben. Das musst du aber schon bereit haben. nicht erst hervorkramen müssen.
Dann ist es aber die Belohnung für ruhig gucken, für runter fahren. Nicht für den Blick zum Menschen. Dann ist es kein Kunststück sondern eine wertvolle Lernerfahrung.
So lernt ein Hund subito bei Menschen, Hunde, Bus, Auto etc ruhig zu bleiben, runter fahren, nicht bellen etc.
Ansprechbar wird der Hund, wenn er runter fährt, wieder im Hirn denkfähig wird und nicht nur gaga Hektik verbreitet.
Nevis unterwegs. Momentan ist er knapp 7 Monate und sehr angenehm im Alltag.
Klick für Blick bei einem jungen Retriever? Never ever würde ich so einen Mist aufbauen. Sorry, das geht sowas von nach hinten los!
Menschen ignorieren soll nicht als Kunststück trainiert werden, sondern sinnvoll im Alltag integriert werden.
Aushalten, dass man nicht hin darf. Aushalten, dass Frust aufkommt aber dass Frauchen einem da durch hilft.
Begrenzt werden aushalten. Ruhiges schauen lernen, Futter NUR im korrekten Kontext. Also NIE wenn der Hund einen Fehler gemacht hat und dann doch noch richtig reagiert. Das produziert Jojo Effekte!