Stress macht krank.
zu viel Action, zu viel Input lösen körperliche Reaktionen aus. Daher ist - gerade in dem Alter bei einem ansonsten gesunden Hund - der Rückschluss oft relativ einfach.
Weniger Programm, mehr Normalität. Weniger Aufmerksamkeit, mehr Abgrenzung. Und die körperlichen Anzeichen verschwinden mit der Zeit.
Hält man den Stress hoch, manifestieren sich die körperlichen Symptome mit der Zeit in ernsthaften Krankheiten. Wie entzündeter Darm, Hormonelle Veränderungen etc.
Bleiben die Symptome bestehen, auch nach mehreren Wochen "Normalem Programm", muss eine Futtermittel Unverträglichkeit, oder was Anderes, in Betracht gezogen werden.
Aber ich sag's dir ganz direkt: dieser "Laserblick auf den Hund und dessen vielleicht bestehenden Krankheiten" macht Hunde Gaga. Ehrlich, du willst auch nicht permanent analysiert werden, egal ob du in der Forschung arbeitest oder nicht. Dein Hund ist ein Lebewesen, kein Forschungsobjekt. Lass ihn atmen. 
Montier ein Türgitter oder kauf dir ein Welpengitter-Auslauf. Weil: so kannst du üben, dass der Hund einfach sein Ding macht, aber OHNE Kommando. Die wartet ja nur darauf, dass du ihr was sagst, dass du ihr einen Job gibst. "Ja sag was, ich mach das. Sofort, jetzt. Super, her mit den Aufgaben."
Nein, ohne Kommando. Ohne Chillmusik. Einfach nur sein. Aber mal nicht bei dir. Wenn der Hund nicht dauernd Zugriff auf dich hat, kann sie auch viel besser entspannen, und lernen alleine für sich zu sein.
Und was andere Welpen/ Junghunde in Familien machen: je nach dem. Wenn es jemand im Griff hat, ist alles strukturiert. So, dass der Hund genug Ruhe und Rückzug hat. Wenn nicht: werden sie Gaga und blöde und doof und je nach dem unausstehlich und krank.
Wir als Besitzer formen den Hund. Es gibt so einen Spruch: 25% ist Genetik, der Rest ist das, was du draus machst. (kommt zwar von den Pferden, ist aber auf den Hund übertragbar.)
Zum Thema sie soll den Fokus auf dich legen:
Folgendes musst du verstehen. Du hast einen Hund einer Rasse, die man ganz schnell anknipsen kann. Und die danach giert, von dir einen Job zu bekommen. Einfach nur die Seele baumeln lassen ist für die ziemlich schwierig. Da muss man als Besitzer sehr fest aufpassen. Deshalb hat Lockenkopf ja auch geschrieben, dass ihre Hund draussen nicht mit Kommandos zugeballert werden. Weil die sonst nur noch am Rockzipfel hängen, und das ist ungesund. Das ist nicht gesundes, hündisches Verhalten. Natürlich wurden die Hunde auf Leistungsfähigkeit und Wille und Zusammenarbeit gezüchtet. Und genau deswegen müssen wir aufpassen, dass wir aber im Alltag diese Knöpfe nicht permanent drücken - ich behaupt ins blaue: genau das tust du unabsichtlich.
Deshalb ist ihr Fokus auch dauernd bei dir. Sie soll aber ihre Umwelt wahrnehmen. Andere Hunde sehen, und dann lernen, dem Impuls nicht einfach nachzugeben. Das ist dann eben Erziehung. Das ist anstrengend.
Ich sag mal ganz platt: Den Fokus auf mich ziehen ist einfach, drückt man die richtigen Knöpfe. Den Hund erziehen, dass er gehorcht, aber nicht abhängig wird, das ist eine Kunst bei diesen Kandidaten. Impulskontrolle, Frusttoleranz etc. sind die Zauberworte. Dahin geht die Reise.