Beiträge von wildsurf

    Hey, Kopf hoch! 🍀

    Guck mal was sie alles schon kann!

    Hunde erziehen und für das Leben fit machen dauert teilweise je nach Charakter wirklich lange. Aber genau das schweisst euch zusammen.

    Jetzt musst du nur einen gesunden Mittelweg finden. Natürlich sollst du nicht gleich alles hinschmeissen ;-)

    Aber vielleicht in etwas reizärmere Umgebung wechseln zum spazieren? Dann muss sie auch nicht soo viel und oft angesprochen werden. Hilft manchmal auch.

    Ich mache es so, dass ich die Spaziergänge mit dem jungen Hund der Intensität anpasse.

    Wenn also oft was gefordert wird, kehre ich nach 15min um. Weil ja die Konzentration noch bis nach Hause reichen muss.

    Teilweise waren wir deswegen nur 500m unterwegs. Aber die haben alles aufgebraucht, bei beiden. Janu, dann ist das so in manchen Teenager Entwicklungsphasen.

    Stress macht krank.

    zu viel Action, zu viel Input lösen körperliche Reaktionen aus. Daher ist - gerade in dem Alter bei einem ansonsten gesunden Hund - der Rückschluss oft relativ einfach.

    Weniger Programm, mehr Normalität. Weniger Aufmerksamkeit, mehr Abgrenzung. Und die körperlichen Anzeichen verschwinden mit der Zeit.

    Hält man den Stress hoch, manifestieren sich die körperlichen Symptome mit der Zeit in ernsthaften Krankheiten. Wie entzündeter Darm, Hormonelle Veränderungen etc.


    Bleiben die Symptome bestehen, auch nach mehreren Wochen "Normalem Programm", muss eine Futtermittel Unverträglichkeit, oder was Anderes, in Betracht gezogen werden.

    Aber ich sag's dir ganz direkt: dieser "Laserblick auf den Hund und dessen vielleicht bestehenden Krankheiten" macht Hunde Gaga. Ehrlich, du willst auch nicht permanent analysiert werden, egal ob du in der Forschung arbeitest oder nicht. Dein Hund ist ein Lebewesen, kein Forschungsobjekt. Lass ihn atmen. :winking_face:

    Montier ein Türgitter oder kauf dir ein Welpengitter-Auslauf. Weil: so kannst du üben, dass der Hund einfach sein Ding macht, aber OHNE Kommando. Die wartet ja nur darauf, dass du ihr was sagst, dass du ihr einen Job gibst. "Ja sag was, ich mach das. Sofort, jetzt. Super, her mit den Aufgaben."

    Nein, ohne Kommando. Ohne Chillmusik. Einfach nur sein. Aber mal nicht bei dir. Wenn der Hund nicht dauernd Zugriff auf dich hat, kann sie auch viel besser entspannen, und lernen alleine für sich zu sein.

    Und was andere Welpen/ Junghunde in Familien machen: je nach dem. Wenn es jemand im Griff hat, ist alles strukturiert. So, dass der Hund genug Ruhe und Rückzug hat. Wenn nicht: werden sie Gaga und blöde und doof und je nach dem unausstehlich und krank.

    Wir als Besitzer formen den Hund. Es gibt so einen Spruch: 25% ist Genetik, der Rest ist das, was du draus machst. (kommt zwar von den Pferden, ist aber auf den Hund übertragbar.)


    Zum Thema sie soll den Fokus auf dich legen:

    Folgendes musst du verstehen. Du hast einen Hund einer Rasse, die man ganz schnell anknipsen kann. Und die danach giert, von dir einen Job zu bekommen. Einfach nur die Seele baumeln lassen ist für die ziemlich schwierig. Da muss man als Besitzer sehr fest aufpassen. Deshalb hat Lockenkopf ja auch geschrieben, dass ihre Hund draussen nicht mit Kommandos zugeballert werden. Weil die sonst nur noch am Rockzipfel hängen, und das ist ungesund. Das ist nicht gesundes, hündisches Verhalten. Natürlich wurden die Hunde auf Leistungsfähigkeit und Wille und Zusammenarbeit gezüchtet. Und genau deswegen müssen wir aufpassen, dass wir aber im Alltag diese Knöpfe nicht permanent drücken - ich behaupt ins blaue: genau das tust du unabsichtlich.

    Deshalb ist ihr Fokus auch dauernd bei dir. Sie soll aber ihre Umwelt wahrnehmen. Andere Hunde sehen, und dann lernen, dem Impuls nicht einfach nachzugeben. Das ist dann eben Erziehung. Das ist anstrengend.

    Ich sag mal ganz platt: Den Fokus auf mich ziehen ist einfach, drückt man die richtigen Knöpfe. Den Hund erziehen, dass er gehorcht, aber nicht abhängig wird, das ist eine Kunst bei diesen Kandidaten. Impulskontrolle, Frusttoleranz etc. sind die Zauberworte. Dahin geht die Reise.

    Sie will immer was machen?

    Ist immer angeknipst?

    Ich befürchte beim lesen, dass ihr die Probleme grösstenteils selbst verursacht habt.


    - Zu viel Trainiererei.

    - altersmässig überfordert

    - Sehr wenig Freilauf um die Seele baumeln zu lassen.

    - Dauernde Ansprachen, Reizüberflutung

    - Keine Grenze gesetzt. (Richtiger Abbruch ist meiden. Nimm dich jetzt mal zurück!)

    - Immer wieder den Hund beachtet wenn er was macht-> typischer Verstärker von Verhalten, welches man eigentlich gar nicht will

    Wie gesagt, es macht beim lesen den Eindruck. Und dass ihr das extrem analysiert und zer-denkt.

    Weiss nicht, ob ich richtig liege. Man kann ja aus der Ferne nur raten.

    Aber manchmal ist "viel weniger" sehr viel mehr.

    Ich glaube, ich muss auch kommen. Nur schon, um die Zelt Aufbauerei mitzuerleben :lol:

    Ich kann leider nicht zusagen für eine Teilnahme. Dieses Jahr bestimmt Caron den Fahrplan. (Er wird im Sommer 15)

    Es ist daher bei uns dieses Jahr alles "vielleicht, wenn es geht"

    Hier sind die Hunde auch mal eine ganze Woche lang getrennt.

    Seit ein paar Jahren macht jeder von uns beiden 1x pro Jahr alleine Urlaub für eine Woche. Das tut extrem gut, auch der Beziehung.

    Mittlerweile nimmt mein Freund dann gerne zB Mojito und Caron mit, wandert in den Bergen herum und geniesst das sehr.

    Nevis ist dann alleine bei mir und kommt entweder mit zur Arbeit (also Auto) oder bleibt halbtags alleine zu Hause.

    Oder Mojito ist alleine mit meinem Freund weg und die anderen beiden hier. So sind die auch mal längere Zeit getrennt.

    Jetzt gerade war 3 Wochen räumlich trennen angesagt. Die Wunde an Carons Kopf war auch nach der OP länger entzündet und keiner durfte da ran. Verbinden war nicht möglich und Kragen nützte nichts. Permanent die Hunde überwachen hätte uns alle gaga gemacht. Also Trenngitter. Und das ging tip top.

    Finde ich schon wichtig, dass das möglich ist. Es entspannt ungemein.

    Loeffel

    Wichtig ist bei der Rassewahl, dass man sehr ehrlich mit sich selbst ist.

    95% ist Alltag, also muss der Hund DA passen. 5% ist Hundeplatz, oder Trainingsgruppe etc.

    Ein Hund, der einem zB im Dunkeln „beschützt“ stellt das sie restliche Zeit nicht einfach ab oder verräumt das in der Schublade.

    Das ist immer da. Auch wenn die Freunde der Kinder zu Besuch kommen etc. (das ist nur ein Beispiel, ich will dir damit keine bestimmte Rasse ausreden)

    Auch zu bedenken ist, wer den Hund die meiste Zeit hat. Wenn das zB deine Partnerin ist, die zusätzlich zu den Kindern den Hund hat, sind ganz andere Kriterien wichtig. Vor allem ohne grosser Hundeerfahrung.

    Da muss ein Hund zB vielleicht sehr tolerant sein auf Eindrücke, muss mit auf dem Weg zum Kindergarten, muss in Ruhe warten können, muss kompatibel sein mit fremden Hunden (manche Rassen haben da so ihre Probleme mit Artgenossen, nach dem erwachsen werden) etc etc.

    Daher so als erster Familienhund würde ich da den Schwerpunkt legen. Sozusagen easy going im Alltag, plus wenn‘s passt etwas Hundesport

    nur so als Anregung