@Schnappschildkroete
Es ist sehr stark davon abhängig, wie das Ganze abläuft.
Beispiel: würde ich mit einem sehr reaktiven Hund wie Nevis an einem Tag viel Hetzspiele machen, viel rennen in Erregunglage, das Hirn oft geflutet, wäre der am nächsten Tag aber sowas von extrem getriggertt auf jeden Reiz. Der müsste erst mal ein paar Tage im Stresskarussell runterfahren.
(Mache ich nicht, war nur ein fiktives Beispiel)
Im Dummy aber habe ich zwar manchmal auch Trigger, der Hund knallt aber hormonell nie an die Decke. Und man hat immer wieder Phasen, wo der Hund die Stresshormone abbaut.
ZB Markierungen sind für reaktive Hunde ziemlich "triggernd".
Beim rausgehen baut er aber bereits Erregung ab, picken ist befriedigend (Jagdhandlung) und zurück kommen baut noch mehr ab.
Die ganze Arbeitsphase ist hochfahrend, aber eben gleichzeitig auch wieder runterfahrend.
Dann hast du wieder Pausen. Es wird noch ruhiger. Vielleicht nie entspannt, aber dennoch ruhiger.
Es ist also wie eine Hormon-Aktivitäts-Welle. Hoch und runter. Nie (oder äusserst selten) sind es Spitzen.
Danach schläft der Hund meistens zufrieden, aber nicht Stress-kaputt.
Und daher ist er am nächsten Tag nicht "drüber", sondern aufnahmefähig und führig. Es spricht dafür, dass die Trainings Intensität und der Aufbau für den Hund stimmen.