Der Kerl tönt sehr gestresst.
Leider typisch für junge Labradore. Und vor allem typisch für solche ohne klare Anleitung/ Führung durch den Besitzer.
Dem Kerl fehlt Impulskontrolle, es fehlt Frustrationstoleranz, es fehlt ihm an Alternativen und Grundgehorsam. Logisch, er ist ja auch noch ziemlich jung.
Dieses Paket macht am Ende einen angenehmen Hund aus.
Daran muss man täglich arbeiten, dem jungen Hund jeden Tag wieder aufzeigen, wie er sich verhalten kann und soll. Ohne ihn einfach in Situationen zu schubsen die viel zi schwierig sind.
Ich empfehle dir schleunigst eine gute Trainerin zu suchen, die dir mehr zeigt und erklärt. Denn bisher hat diese dir offensichtlich nicht gross helfen können.
Wie du deinen Hund anleiten kannst, mit welchen Schritten er Dinge lernen kann. Wie er lernt, sich zurück zu nehmen, in jeglichen Situationen im Alltag. Da musst auch du ran!
Lernen findet auch zu Hause statt. Da kann entscheidend sein, wie es da zu und her geht, ob er da sich zu benehmen weiss.
Dass er hypersexuell ist, wurde das vom TA abgeklärt? Weil das wäre ein medizinisches Problem.
Oder ist er einfach extrem abgelenkt und unhöflich Hündinnen gegenüber? Dann ist er eher gestresst, wie in so vielen Situationen die du beschreibst.
Ich bin ganz bei Lagurus, feste Hundebekanntschaften sind sinnvoller als dauernd neue fremde Hunde, mit denen er sich auseinandersetzen muss. Allerdings auch bei den festen Freunden müssen von Anfang an fixe Regeln gelten, und die anderen Hundehalter müssen sich dran halten, sonst fliegst du von weitem hinter deinem Hund her.
Leinenführigkeit an der sehr kurzen Leine direkt neben dir klappt? Wenn ja lass ihn konsequent an der sehr kurzem Leine neben dir laufen. Oder dann an der lange Schleppleine frei schnüffeln. Schwarz-weiss.
Dieses Zwischending "halb lange Leine, schnüffeln ja aber nicht ziehen" ist für viele junge Hunde wahnsinnig schwierig zu verstehen. Ich würde das streichen. Keine Grauzonen mehr.