Beiträge von wildsurf

    Der Kerl tönt sehr gestresst.

    Leider typisch für junge Labradore. Und vor allem typisch für solche ohne klare Anleitung/ Führung durch den Besitzer.

    Dem Kerl fehlt Impulskontrolle, es fehlt Frustrationstoleranz, es fehlt ihm an Alternativen und Grundgehorsam. Logisch, er ist ja auch noch ziemlich jung.

    Dieses Paket macht am Ende einen angenehmen Hund aus.

    Daran muss man täglich arbeiten, dem jungen Hund jeden Tag wieder aufzeigen, wie er sich verhalten kann und soll. Ohne ihn einfach in Situationen zu schubsen die viel zi schwierig sind.

    Ich empfehle dir schleunigst eine gute Trainerin zu suchen, die dir mehr zeigt und erklärt. Denn bisher hat diese dir offensichtlich nicht gross helfen können.

    Wie du deinen Hund anleiten kannst, mit welchen Schritten er Dinge lernen kann. Wie er lernt, sich zurück zu nehmen, in jeglichen Situationen im Alltag. Da musst auch du ran!

    Lernen findet auch zu Hause statt. Da kann entscheidend sein, wie es da zu und her geht, ob er da sich zu benehmen weiss.

    Dass er hypersexuell ist, wurde das vom TA abgeklärt? Weil das wäre ein medizinisches Problem.

    Oder ist er einfach extrem abgelenkt und unhöflich Hündinnen gegenüber? Dann ist er eher gestresst, wie in so vielen Situationen die du beschreibst.

    Ich bin ganz bei Lagurus, feste Hundebekanntschaften sind sinnvoller als dauernd neue fremde Hunde, mit denen er sich auseinandersetzen muss. Allerdings auch bei den festen Freunden müssen von Anfang an fixe Regeln gelten, und die anderen Hundehalter müssen sich dran halten, sonst fliegst du von weitem hinter deinem Hund her.

    Leinenführigkeit an der sehr kurzen Leine direkt neben dir klappt? Wenn ja lass ihn konsequent an der sehr kurzem Leine neben dir laufen. Oder dann an der lange Schleppleine frei schnüffeln. Schwarz-weiss.

    Dieses Zwischending "halb lange Leine, schnüffeln ja aber nicht ziehen" ist für viele junge Hunde wahnsinnig schwierig zu verstehen. Ich würde das streichen. Keine Grauzonen mehr.

    14 und läuft so schlecht mit hängendem Kopf?

    Bitte: Ab zum TA und rein mit den Schmerzmitteln. Und zwar so dass der nochmals eine schöne Zeit hat!

    Nahrungsergänzung schön und gut, aber bei Schmerzen die man so deutlich sieht, muss härteres Zeug mit sofortiger Wirkung her. Da kann man nicht noch Wochen auf eine eventuelle Wirkung warten. So viel Zeit habt ihr nicht mehr.

    Mein Seniörchen, 15,4 Jahre alt, steht unter permanenter Schmerz-Überwachung wegen Arthrose im Vorderfuss. Er bekommt zwar ein oder zwei Pülverchen.

    Aber vor allem hat er sehr starke Medikamente. Damit er fröhlich und munter daher hopsen kann. Lebensqualität ist das Einzige, was in dem Alter wichtig ist. So hart es ist. Qualität vor Quantität.

    :streichel:

    ich rede allgemein von Arbeitslinien diverser Rassen oder reizoffenen Hunden.

    Sei dies bei Hütehunden, Retrievern, DSH, Mali&Co etc.

    Bei denen weiss man es ganz genau, dass die Management und Pausen brauchen.

    Die ruhigeren Exemplare überarbeitet man meiner Meinung nach viel eher. Die, die immer so ausgeglichen wirken. Da braucht es extrem viel Fingerspitzengefühl.

    Mittlerweile habe ich oft mit unterschiedlichen Assistenzhunden (aus professioneller Ausbildungsstätten) zu tun und sehe das ganze Thema Blindenführhund/ Assistenzhund/ Therapiehund extrem kritisch. Zu viele dieser Hunde - auch aus professionellen Ausbildungsstätten - haben so ihre Themen. Und da ist die Grenze zur Ethik ein ganz schmaler Grat.

    Dank der modernen, intelligenten Technik wird der Blindenführhund in Zukunft ein Auslaufmodell sein. Dafür boomen die anderen Sparten.

    Wie bedienen uns an den Fähigkeiten eines Tieres. Und das teilweise ein Tierleben lang. Der Hund hat unglaubliche Fähigkeiten, kann diese aber nicht einfach anknipsen und abstellen.

    Das kann in extreme Belastungen kippen. Wie viele Hunde kenne ich, die aus dem Therapie Bereich ausscheiden weil sie es nicht packen, trotz extrem wenig Einsätzen. Das ist einfach für uns Menschen gar nicht nachvollziehbar, was der Hund da leistet.

    Das Thema haben wir ja auch bei Hunden aus gewissen Arbeitslinien. Da hat man auch unglaublich fest den Daumen drauf, dass die sich nicht permanent mit Reizen auseinander setzen müssen und lange, echte Pausen haben.

    Man muss darüber diskutieren!

    Wenn man sich den Hund zu Nutzen macht, muss das Thema Ethik diskutiert werden. Auch wenn es ungemütlich ist.

    Ich habe aktuell 8 Therapiehunde aus unterschiedlichen Sparten im Training. Und die Besitzer diskutieren immer wieder miteinander, wie es den Hunden damit geht, was sie aushalten, wer aufgehört hat damit, etc etc.

    Diskutieren, reflektieren und adäquat handeln ist extrem wichtig.

    Der Älteste hier heisst Caron.

    Das habe ich bisher erst einmal in den 15 Jahren gehört bei einem anderen Hund.


    Aber Caron ist anscheinend nicht so einfach zu verstehen. Es wird dann meistens eine Carol draus.

    Korrigieren wir schon lange nicht mehr. :D Caron ist das eh egal.

    Was aber bisschen blöd ist:

    Bei der Namensgebung für Caron haben wir nicht bedacht, dass das sehr nah ist zum Namen meines Freundes.

    Der heisst Cornel (typischer Bündner Name) und das wird permanent verwechselt.

    Unsere Freunde richten dann gerne mal Grüsse an Caron aus, pfeifen nach Cornel und so Sachen :lol: hat schon für viele Lustige Momente gesorgt.