Ohjeh, das ist richtig Sch... gelaufen, ich kann dir ziemlich nachfühlen.
Ich finde es sehr gut, dass du reflektiert an die Sache gehst, und dass ihr schnell gehandelt habt. Dass du selber den Weg siehst, welcher das Ganze angekündigt hat. Das ist wichtig für den Lernprozess und das weitere Verständnis. Auch wenn Selbsterkenntnis meistens hart ist 
Zuerst mal aus Erfahrung: das braucht etwa 2 Wochen, bis man sich selbst nicht mehr gedanklich in den A... treten möchte. Das beruhigt sich wieder, dieses Gedankenkarussell.
Für den Alltag: Schleppleine mit stabilem Karabiner ans bitte gut sitzende, gepolsterte Geschirr. Sollte er mal in die Schlepp brettern darf er sich dabei nicht verletzen können.
Für dich zu Beginn: Handschuhe! Auch wenn das mühsam ist, schütze deine Hände bist du das mit der Schleppleine im Griff hast. Es zieht dir nur einmal die Schleppe durch die Finger und verbrennt dir die Haut...
Für den Alltag:
Bausteine für Jagdgeier-Training sind:
- Auf dem Weg bleiben
- Sicherer Rückruf (also nicht schon ohne Ablenkung wackelig und Lotto)
- Impulskontrolle in 7000 Alltagssituationen, denn sich zurück nehmen ist für diese Hunde oft extrem schwierig und ein wichtiger Baustein
- korrekt auftrainiertes Abbruchkommando --> dazu hat flying-paws irgendwo hier einen schönen Ablauf gepostet, wie man das machen kann
- Aushalten von- und Umorientierung zu dir an einfachen Reizen, hin zu schwierigen Reizen
- Ersatzarbeit, Jagdgeier wollen arbeiten, die wollen ihre Anlagen ausleben. Ich sage salopp: nicht nur bisschen Dummys schmeissen, sondern richtig intensiv arbeiten, komplexe Aufgaben, anspruchsvolles Gelände, mit viel Gehorsam und Kooperation verbunden etc.
Du hast da noch einen sehr jungen Hund.
Der kann noch nicht viel.
Der muss noch ganz, ganz, ganz viel lernen.
Bitte habe GANZ viel Geduld mit ihm. Er wird das alles in vielleicht 2-3 Jahren können, aber nicht bis Weihnachten. Dieses ganze "Paket" oben, diese Bausteine, daran arbeitet man mit diesen Hunden täglich, im Alltag, überall. Das sind die Dinge, die irgendwann mal einen guten Hund draus machen.
Es ist vermaledeit viel Arbeit, aber es macht auch sehr viel Spass diesen Weg zu gehen mit dem Hund. Man lernt selber extrem viel dabei.
Hundefreilauf Flächen:
äääähm, mein Tip: Finger davon lassen. Wenn dein Hund lernt, dass man da andere Hunde hetzten (und womöglich packen) kann, wäre das ziemlich Scheisse. So mal deutlich gesagt.
Schau ob du ein eingezäuntes Gelände findest, wo er zwischendurch frei laufen darf. Teilweise gibt es bei den Windhunde-Leuten Infos dazu. Kannst auch hier im Forum danach fragen.
Ballspiele mit einem Hund, der noch keine Impulskontrolle hat? Neeee, merkst du wahrscheinlich selber dass das ne suboptimale Idee ist 
Ballspiele um diese zu lernen: hmmm jaa vielleicht, mit Köpfchen. Ich persönlich bin kein Fan davon.
Reizangel ist ne schöne Sache, wenn sie sinnvoll aufgebaut und genutzt wird. Ebenfalls für das Verständnis der Impulskontrolle.
Und wie gesagt, das Kerlchen soll arbeiten dürfen. Da müsst ihr gucken was euch beiden Spass macht und wo du da Unterstützung bekommst für gescheiten Aufbau. Was immer es auch ist aus der bunten Welt der "Jagd-Ersatz-Arbeiten".
Nimm ihn mal zu dir und knuddle ihn. Den Flitzer
ihr schafft das, auch wenn es fast unerreichbar scheint, dieser Berg an Arbeit und Aufgaben.
edit: und weil es mir wichtig ist noch dies..
... es gibt keine Abkürzungen. Es dauert. Lange. Das ist normal. Man kann den ganzen Lernprozess nicht abkürzen mit irgend welchen "Schnellbleichen" die irgendwie Erfolg versprechen in kurzer Zeit. Ist einfach so, lernen braucht Zeit, braucht Wiederholungen bis zum abwinken.