Beiträge von wildsurf

    Heute war ein langer Trail durch die Stadt auf dem Programm, 1.5km quer durch. Wir waren fast 40min. unterwegs inklusive 2 Pausen mit wässern aller Beteiligten :)
    Ich habe auf dem langen Trail wieder unglaublich viel gelernt, konnte die Kreuzungsarbeit "perfektionieren", das "drücken" des Hundes in eine Richtung beobachten (und verhindern), Kopfbewegungen als erste Richtungsanzeigen wahrnehmen, Geländeschwierigkeiten aufstöbern und "bearbeiten"... etc. etc.
    Die letzten 2 Minuten war Caron richtig fertig und müde, das sah man gut, plötzlich war sozusagen die Batterie leer. Zum Glück sass die VP aber keine 20m entfernt und so gab es dann trotz Müdigkeit zügig einen tollen Abschluss und eine riesige Belohnung.

    Hund pennt tief und fest und ich spüre meine Beine vom "Gegenhalten", das war ganz schön anstrengend. Werde heute wunderbar schlafen :)

    hmm, aber wenn die Ringelrute nicht im Zuchtstandard drin ist, dann entspricht der Hund halt eben nicht diesem. Für mich wäre da die Frage, wieso wenn nicht aus 'Ehrgeiz' die Rutenhaltung verändert werden soll. Aber das ist hier nicht Thema - also Ende OT.

    Wenn du und der Hund clickern nicht kennt, müsst ihr beide ganz bei den Basics anfangen. Dazu gibt es im Internet ausreichend Infos auf Webseiten die sich nur damit befassen.

    Du beginnst zuerst, dem Hund beizubringen was das Klick&Futter überhaupt bedeutet. Wenn er das mal kennt, beginnst du mit einer ganz simplen Übung, z.B. Pfötchen geben mit Klick&Futter, zuerst per Zufall, dann per Handzeichen, dann per Kommando. So übst du wann du wie was machen musst damit der Hund alles richtig verknüpft.
    Dann kannst du schwierigere Dinge üben, Bewegungen "einfangen", also shapen. Wenn ihr da weiter seid, kannst du ans Rutentraining gehen. Wenn ihr beide aber die Grundlagen nicht habt, wird es schwierig direkt an einer Rutenhaltung zu üben, denn das ist viel schwieriger zu erarbeiten als das Bewegen von Kopf oder Bein.

    na was soll ich denn sagen, wenn ich mit 32 das letzte Mal Reiterferien auf einer Hacienda in Spanien gemacht habe? ;) das machen viele Leute, gerade auf den tollen Höfen in Frankreich und Spanien - keine Sorge, du bist vööööölllig normal :D

    Zitat

    es klappt ja auch ganz gut, er weicht sobald er ne klare Ansage bekommt, aber es ist schon nervig... (vor allem wenn man eh wenig Zeit und Kopf zZt hat für solche Spielerein... )


    hehe, und die ollen Sausäcke kriegen das sofort spitz - Frauchen hat keine Zeit.. also auf sie mit Gebrüll :lol:


    die Terra hat ja einen Brustkorb wie ein Trecker :D so eine Hübsche!!

    Ich bin Briard-Fan - womit meine Hütehundeambitionen erschöpft wären :)

    Terrier und ich - ich glaube das wäre nicht ganz kompatibel. Nee, da passen Topf und Deckel definitiv nicht zusammen. :D

    Zum Glück (für mich) gibt es noch andere Hundegruppen/Typen ;)

    Zitat

    Wir gehen recht viel spazieren und kommen gut miteinander klar.
    .

    Das ist prima, das baut Vertrauen auf und ihr lernt euch gut kennen. Wenn er anständig bleibt kannst du auch joggen gehen falls du das gerne machst. Lukas sollte dann einfach nicht mit hoch erhobenem Kopf und hängendem Rücken nebenher rennen, sondern möglichst locker mit eher tiefem Kopf (seine Nase so ungefähr auf deinem Bauchnabelhöhe - so als Anhaltspunkt). Das macht ihn schön locker, baut Kondition auf und viele Pferde joggen gerne mit.

    gestern war Abgangskontrolle üben angesagt. In der fast menschenleeren Fussgängerzone fanden wir einen idealen Platz mit unzähligen Durchgängen, Passagen, wegführenden Seitenstrassen etc. Die Hunde mussten lernen (wieder mal, war ja nicht das erste Mal) mit dem Frust umzugehen, nach einem Kontrollgang in einer Gasse zurück ans Halsband geschnallt zu werden. Wir Hundeführer mussten das Handling vom speedenden Hund und dem Umschnallen wieder gezielter üben.

    Man merke sehr gut, wie hoch der Stress für die Hunde sein konnte, was lockerte und was mehr Stress rein brachte. Wir kontrollierten dann mit beiden Hunden nicht ganz alle Möglichkeiten da wir ab einem gewissen Zeitpunkt einen höheren "Frustlevel" feststellen konnten. Dann wurden die Hunde sofort in die Gasse mit dem positiven Abgang geschickt. 50m weiter sass die Person. So stand dann der positive Abschluss sofort im Vordergrund.

    Das war eine kurze aber enorm anstrengende, effektive und lehrreiche Übung. Die Hunde waren danach absolut platt. Da wird auch klar, wieso im Ernstfall ein sehr routinierter Hund die Abgangskontrolle macht und danach ein zweiter Hund die Fortsetzung des Trails übernimmt.

    Zitat

    Statt dessen soll er mir klar signalisieren, dass der Scent da dünner wird oder ganz weg ist. Sehr oft machen sie das schon sehr schön, aber manchmal eben nicht. Da will ich nun klarer zeigen, welches Verhalten ich in dieser Situation wünsche.


    wie machst du das?

    Zitat


    Und unerwünschtes Explorieren wird unterbunden, denn das verschleisst unnötig Energie und Zeit - da kommt jetzt entweder ein motivierendes "weiter", oder ich geh zum Hund und nehme in kommentarlos raus und bringe ihn zurück in den Spurbereich. Ich hoffe, das in den nächsten Wochen mal auf einem Video besser drauf zu haben, dass man sieht, was ich meine.

    oh da können wir auch mitreden :) Dank frühlingshaften Gerüchen :dead: driftet Caron momentan sehr stark ab und neigt zu 'nebenher noch ein wenig trailen, hauptsächlich aber Zeitung lesen' - geht natürlich überhaupt nicht, wenn wir am trailen sind wird gearbeitet. Da kommen nun ab sofort sehr sehr deutliche Ansagen. Nicht über die Leine (auf keinen Fall soll was negatives mit der Leine verbunden werden), sonder über ein überaus deutliches 'weiter'. Das kann zwischendurch auch gewittermässig ausfallen wenn Herr Hund es nicht ernstzunehmen gedenkt. Immer verbunden mit einem motivierenden, belohnenden 'feiiiin' wenn er korrekt reagiert.

    Allerdings muss ich auf langen Trails gut achtgeben, ob er gerade eine 'Suchpause' einlegt und auf einer Grünfläche sozusagen die Nase reinigt. Denn das ist erlaubt, auf langen Trails sogar wichtig. Als wie immer auch hier, Hund gut lesen - wäre ja sonst zu einfach :D

    Pfingsten kommt übrigens zu Stande - juhuii :)

    p.s. hab einen Platz im Juni-Seminar ergattert - Freude herrscht

    Zitat

    ... oder auch wieviel Gehorsam haltet ihr für erstrebenswert?


    so viel, dass Hund und Mensch unbeschadet durch den Alltag gehen können. Und das ist je nach Hund, Mensch, Wohnort, Umfeld etc. komplett unterschiedlich.


    Zur körperlichen Auslastung: Bewegung ist gesund, stärkt den Körper und das Immunsystem - und macht Spass. Geistige Beschäftigung ist nicht immer alleine ausreichend für die Zufriedenheit/ Gesundheit.