Zitat
Für mich klingt das jetzt so, das sich dein Hund unterfordert fühlt...
Nicht unbedingt - denn einige Retriever-Rassen zeigen dieses Verhalten in den ersten Jahren.
Versuch auf keinen Fall, den Hund hoch zu pushen. Das wird nur noch schlimmer. In der Stadt ist Ruhe-Training angesagt. Nimm eine Packung Würstchen in kleinen Stücken mit und setz dich auf eine Bank. Leine auf den Boden, Fuss drauf. Und dann übe mit deiner Hündin, diese Situation auszuhalten. Baue das langsam auf. Du zählst zuerst mal bis 5 -> Würstchen. Wenn sie vorher dazwischen quickt, waren 5 zu viel, dann zählst du halt nur auf drei. Das geht immer so weiter.. 1, 2, 3, 4, 5 -> Würstchen. Wenn du zu schnell die Zeit steigerst wirst du schnell sehen dass es grosse Rückschläge gibt, also übe dich in Geduld. Üb das in vielen verschiedenen Situationen.
Dann auch eine gute Übung unterwegs: Hund ins Platz, Leine am Boden, Fuss drauf. Du bist still, das Einzige was du korrigierst ist wenn der Hund aufsteht. Und wieder zählen, 1,2,3,4,5 -> Würstchen. Gib das Würstchen so tief vor ihrer Nase, damit sie auf keinen Fall aufsteht, sonst muss du wieder korrigieren und das soll so wenig wie möglich der Fall sein.
Dann haben wir in der Stadt Fusslaufen bis zum vergasen geübt mit Unmengen an Leckerlis. Und zwar sind wir in unterschiedlichem Tempo gegangen, Leine linke Hand, Leckerchen rechte Hand und dauernd Leckerchen gegeben. Nein das ist sicher nicht die tollste Art zum arbeiten, aber bei uns hat es geholfen, den Hund aus dem hibbeln raus zu holen und auf mich zu konzentrieren.
Übe mit ihr auch auf Spaziergängen die Orientierung an dir. Mit Spielzeug, mit Rennspielen, mit Futter, what ever. Super ist da natürlich der Klicker. Auch hier, nicht zu lange am Stück üben. Lieber 1 Minute super und dann wieder Pause machen.
Dann baue mir ihr richtiges Apportieren auf, als wirklich korrekt zuerst mit Dummy festhalten üben, dann Dummy in deine Hand geben üben, dann erst Dummy holen und bringen üben. Sie soll korrekt lernen den Dummy zu tragen, dann kannst du ihr nämlich eine Aufgabe geben unterwegs. Aber auch hier, schön langsam Schritt für Schritt aufbauen.
Was haben wir noch gemacht? In fremde Gebiete nur wenn ich selber gute Nerven hatte. Was uns sehr geholfen hat, und immer noch hilft, die Leine so um den Hund rum legen, dass sie vorne an seine Beine schlackert. Das bremst ihn sofort sanft aus.
Es wird besser, je älter sie wird... dauert noch etwas 