Jaja, als unser Junghund seine Stressphase hatte, haben uns auch diverse Leute gesagt - fehlende Rangordnung, fehlender Gehorsam, fehlender was weiss ich... Sag dem mal wo Gott hockt, tu dem mal die Knöpfe ein...
Bis mich Corinna auf die Stressproblematik aufmerksam gemacht hat. Ab da hat sich alles um 180 Grad verändert - ins Positive.
Lea: evtl. solltest du mal den Tagesablauf etwas verändern um zu schauen ob du so mehr Ruhe reinbringen kannst. Es ist nicht so, dass der Hund nicht mehr toben darf, oder nicht mal auspowern soll etc. Bei den kleinen Stressern ist meistens mehr das wann und wie viel am Stück problematisch.
Kann also sein, dass deine Runde am Abend mit spazieren und üben einfach zu dem Tageszeitpunkt momentan für ihn zu viel ist. Teil es auf, zB. zuerst spazieren mit toben ca. 20-30min. Nach Hause gehen. 1h später dann noch 10min. üben am Stück, reicht dicke, die Konzentration lässt dann oft massiv nach. Nach dem üben sollte der Hund nicht spielen und toben, denn nur in Ruhe kann das Hirn das Gelernte verarbeiten. Also Hund an die kurze Leine, noch ein paar Minuten (nicht wieder 20min.!) gehen und dann ab nach Hause.
Beim joggen ist halt das Problem, dass einige Hunde dann sehr in einen "Trieb" kommen. Sie pushen sich hoch, steigern sich rein und kommen fast nicht mehr runter. Die "Freude" die er dabei äussert könnte bei seinem Verhalten daher auch eine Übersprungshandlung sein.
Ich persönlich würde das joggen mit ihm im Moment lassen, auch wenn es gemütliches joggen ist. Einfach weil es sich so liest als wäre es eher kontraproduktiv. Um ihn körperlich etwas arbeiten zu lassen, schick ihn zum schwimmen, oder wenn ihr keine tieferen Gewässer habt, lass ihn Zeug aus dem Bach "apportieren". Das ist auch anstrengend. Nur dann nicht auf der gleichen Runde noch viel Kopfarbeit machen - das könnte dann schon wieder zu viel sein für seine work-live-balance 
Stresskekse brauchen gutes Management - es wird aber besser, sicher 