Beiträge von wildsurf

    Working equitation: tja, was soll man da sagen. Wie überall in der Reiterei, egal welche Szene: Hat gute Reiter, hat schlechte Reiter, und wie überall hat es solche die nur auf tolles Aussehen machen und mit harter Hand durch den Parcour eiern. Nicht alles wo WE draufsteht, ist auch was tolles drin.
    Vor denen, die ihr Pferd langsam auf dieses hohe Niveau bringen und mit tatsächlich feinen, einhändigen Hilfen reiten - Hut ab!

    Fellsätte haben sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Es gibt gute und schlechte. Diese zu unterscheiden ist oft nicht einfach - wie bei Sätteln mit Baum auch nicht. Und nicht jeder Fellsattel passt auf jedes Pferd! Auch da muss man gut achtgeben!

    Wichtig ist beim häufigen reiten mit Fellsattel: das Pferd muss eine starke gesunde Rückenmuskulatur haben. Es kann sonst sein, dass der grössere punktuelle Druck dem Pferd noch mehr Probleme macht als es eh schon hat. Und man braucht einen ausbalancierten Sitz, sonst kommen alles Sitzfehler 1:1 beim Pferderücken an. Da hilft ein Sattel mit Baum dem Reiter viel mehr.

    Reitet man nur zwischendurch mit dem Fellsattel (was mega Spass macht), sollte man gut darauf achten, dass man dem Pferd nicht zu stark in den Rücken fällt.

    Die Sitzform und Position ist beim Fellsattel etwas anders als beim Sattel mit Baum. Kann man nicht 1:1 vergleichen.

    Wundnaht entzündet und Hund sehr unruhig - Tierarzt. Wer weiss ob die Entzündung noch tiefer reicht und nicht nur oberflächlich ist...

    Da würde ich gar nicht erst rumdoktern und Zeug drauf schmieren. Manches muss man einfach Fachpersonen überlassen. Lieber einmal mehr gehen als dass sich da was einnistet.

    Bitte überdenke alles nochmals ganz genau. Jede Stunde deiner Woche. Rede es dir nicht schön, "nur" weil du einen Welpen möchtest. (das ist nicht böse gemeint, aber im Sinne des Hundes!)

    Natürlich kennt man die Vorgeschichte eines Junghundes wenn man nicht einfach irgend was irgendwo kauft. Auch Züchter geben immer wieder etwas ältere Tiere ab. Schau halt immer wieder mal beim DRC rein. Gibt es extra eine Rubrik dafür. Dort werden nur Hunde von seriösen Züchtern verkauft.

    Du musst halt bedenken, ein Welpe braucht (neben kleinen Trainingseinheiten im Alltag) vor allem eines: sehr sehr viel Ruhe. Der springt sonst sofort drauf an wenn dauernd jemand rein und raus geht, immer wieder Trubel herrscht.

    Wir können selbstverständlich nicht wissen, wie es bei deiner Arbeitsstelle genau aussieht. Daher wäre ein paar Infos betreffend Tagesablauf von dir evtl. hilfreich.

    Aber ich bleib dabei: ideal tönt es nicht. Und als zukünftiger Therapiehund sollte es eben so ideal wie möglich sein.

    übrigens: einen Labrador trägst du nicht lange mit dir herum. Der kommt ja im Durchschnitt schon mit ca. 4-5kg vom Züchter.

    Muss es denn unbedingt gerade sofort jetzt dieser Welpe sein? Wir selber haben fast 2 Jahre auf den Hund hin geplant und gewartet. Den richtigen Züchter gesucht, alles mit der Arbeit abgeklärt, Personen angefragt für Unterstützung bei Krankheit unsererseits oder Abwesenheit durch Fortbildung etc.

    Die Anschaffung muss immer gut überlegt sein, es betrifft am Ende ein Lebewesen, welches sein gesamtes Leben in dem Umfeld verbringen muss.

    Zitat

    Ich habe meinen Hund auch erst mit 16 Wochen übernommen und fand das ideal, ich hatte dann auch knapp 4 Wochen Urlaub, in der Zeit war der Hund dann auch sehr schnell stubenrein und bei uns hat einfach alles gepasst. .


    Das ist der Idealfall - das muss aber überhaupt nicht so sein und kann total anders verlaufen. Dann muss man eine wirklich gute Lösung im Ärmel haben. Also jemanden, der während den Arbeitszeiten auf den Hund aufpasst, ihm alles beibringt was ein Welpe/ Junghund lernen muss im Alltag.

    Denn wenn dann der Junghund einfach viel alleine in einem Zimmer ist, lernt er nichts - ausser alleine bleiben. Aber gerade als Therapiehund muss er alles, was einem auf der Strasse begegne könnte, Zug, Bus, what ever - früh möglichst kennen lernen.

    Also muss man, wenn es nicht so ideal läuft, einen Plan haben - einen richtig guten.

    Ganz ehrlich: bei diesen Voraussetzungen einen Welpen zu holen finde ich eine schlechte Idee. Das ist nichts gegen dich.
    Nur die Situation, die finde ich wirklich sehr suboptimal.

    Viel besser fände ich, wenn du dich nach einem "älteren" Hund umschaust. Der bereits jährig ist o.ä. Du siehst dann auch eher, wie der Hund vom Charakter ist. Er soll sich ja als "Therapiehund" eignen - willst du die Ausbildung mit ihm machen?

    Und dann immer wieder der gleiche Hinweis: NUR und wirklich NUR aus seriöser Zucht mit nachweislich gesunden, geröntgten Eltern und Vorfahren, mit Gentests und Augentests. Bei dieser Rasse ist alles Andere Russisches Roulette mit der Gesundheit des Hundes.

    Tip: informier dich mal bei den offiziell anerkannten Ausbildungsstätten für Blindenhunde und Assistenzhunde. Evtl. sucht auch da einer, der in der Grundausbildung durchgefallen ist, einen neuen Lebensplatz.

    Nein - in solchen Situationen kann es sein, dass die ultimativste Belohnung (mit weniger musst du garnicht antreten wollen) das weitere beobachten des Wildes ist.

    Buchtip: zeitgemässe Jagdhundeführung im Alltag und im Revier. Von Anke Lehne.